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Deutsch · Klasse 7 und 8 · Kapitel

Erzähltexte lesen und verstehen (Kurzgeschichte, Novelle)

  • Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
  • Merken kommt ins Heft
  • Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
  • Üben selbst rechnen
  • Achtung typischer Fehler
  • Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen

○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

Fit für das Kapitel?

Das brauchst du aus früheren Themen. Klappt es nicht, frag nach, bevor es losgeht.

ÜbenWeißt du das noch?

Präsens und Perfekt sicher bilden: Die Inhaltsangabe steht im Präsens, was vorher geschah, im Perfekt.

  1. ●19
    Wie heißt der Satz im Perfekt?
    Lena fährt nach Berlin.
    Lösung zeigen
    1. Perfekt: Hilfsverb haben oder sein in der Gegenwart und das Partizip am Ende.
    2. Bei „fahren“: sein … gefahren.
    3. Also: Lena ist nach Berlin gefahren.
    Ergebnis:
    Lena ist nach Berlin gefahren.
  2. ●20
    Wie heißt der Satz im Präteritum?
    Oma singt ein Lied.
    Lösung zeigen
    1. Präteritum: Nur ein Verb in der Vergangenheitsform.
    2. Bei „singen“: sang.
    3. Also: Oma sang ein Lied.
    Ergebnis:
    Oma sang ein Lied.

ÜbenWeißt du das noch?

Die kleinen Wörter lesen: weil, deshalb, obwohl verbinden Ursache und Folge.

  1. ●21
    Welche Wortart ist das fett gedruckte Wort?
    Hinter dem Haus liegt ein kleiner Garten.
    Lösung zeigen
    1. Nicht die Bedeutung entscheidet, sondern wie sich das Wort im Satz verhält.
    2. Probe.
    3. Also: „Hinter“ ist eine Präposition.
    Ergebnis:
    Präposition
  2. ●22
    Welche Wortart ist das fett gedruckte Wort?
    Das Buch liegt dort auf dem Regal.
    Lösung zeigen
    1. Nicht die Bedeutung entscheidet, sondern wie sich das Wort im Satz verhält.
    2. Probe.
    3. Also: „auf“ ist eine Präposition.
    Ergebnis:
    Präposition

1Ich kann den Aufbau einer Kurzgeschichte beschreiben.

MerkenAufbau der Kurzgeschichte

Eine Kurzgeschichte beginnt unvermittelt, kippt an einem Wendepunkt und endet oft offen.

Der Erzähler ist nicht der Autor: Er sagt ich oder erzählt in der Er-Form.

BeispielKurzgeschichte: Aufbau, Wendepunkt, Erzähler

Der Schal:
Oma hatte mir einen Schal gestrickt. Er war gelb und grün gestreift und lang genug für zwei. Ich bedankte mich und legte ihn ganz unten in den Schrank. //

Im Januar war es so kalt, dass mir morgens die Ohren wehtaten. Ich nahm den Schal nur für den Weg zur Bushaltestelle und stopfte ihn in den Rucksack, bevor der Bus kam. //

An einem Freitag vergaß ich es. Ich stand schon im Klassenraum, als Jasmin auf meinen Hals zeigte. „Wo hast du den her?“, fragte sie. „So einen will ich auch.“ //

Am Samstag rief ich Oma an. Ich fragte, ob sie mir zeigt, wie man strickt.

Wer erzählt diese Geschichte?
Schritt für Schritt
  1. Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
  2. Die Figur spricht von sich selbst: „Ich bedankte mich.“
  3. Also: Ich-Erzähler
  1. Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
  2. Die Figur spricht von sich selbst: „Ich bedankte mich.“
  3. Also: Ich-Erzähler
Ergebnis:
Ich-Erzähler

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    Der letzte Karton:
    Mila packte den letzten Karton. Oben drauf legte sie das Foto von der Klassenfahrt, alle zwanzig Gesichter, die Hälfte mit geschlossenen Augen. //

    „Du kannst ja jedes Wochenende herkommen“, hatte ihr Vater gesagt. Hamburg war vier Stunden entfernt. Mila hatte nicht geantwortet. //

    Unten hupte der Umzugswagen. Sie klebte den Karton zu und schrieb mit dickem Stift darauf: ZERBRECHLICH. //

    Dann riss sie das Klebeband noch einmal auf, nahm das Foto heraus und steckte es in ihre Jackentasche.

    Wie heißt der Blick zurück auf den Satz des Vaters?
    So fängst du an:
    Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
    2. „hatte ihr Vater gesagt“: Das Plusquamperfekt zeigt, dass es früher war.
    3. Also: Rückblende
    Ergebnis:
    Rückblende
  2. ●2
    Seltsamer Spazierritt (Auszug) – Johann Peter Hebel:
    Ein Mann reitet auf seinem Esel nach Haus und lässt seinen Buben zu Fuß nebenher laufen. [Ein Wanderer tadelt den Vater.] Da stieg der Vater vom Esel herab und ließ den Sohn reiten. Kommt wieder ein Wandersmann und sagt: Das ist nicht recht, Bursche, dass du reitest und lässest deinen Vater zu Fuß gehen. Du hast jüngere Beine. Da saßen beide auf und ritten eine Strecke. [Zwei weitere Wanderer tadeln auch das. Am Ende tragen Vater und Sohn den Esel an einem Pfahl nach Hause.] //

    So weit kann's kommen, wenn man es allen Leuten will recht machen.

    Wie ist die Geschichte gebaut?
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
    2. Jedes Mal kommt ein Wanderer, tadelt, und die beiden ändern etwas.
    3. Also: Viermal dasselbe Muster, jedes Mal etwas verrückter
    Ergebnis:
    Viermal dasselbe Muster, jedes Mal etwas verrückter
  3. ★3
    Der Schal:
    Oma hatte mir einen Schal gestrickt. Er war gelb und grün gestreift und lang genug für zwei. Ich bedankte mich und legte ihn ganz unten in den Schrank. //

    Im Januar war es so kalt, dass mir morgens die Ohren wehtaten. Ich nahm den Schal nur für den Weg zur Bushaltestelle und stopfte ihn in den Rucksack, bevor der Bus kam. //

    An einem Freitag vergaß ich es. Ich stand schon im Klassenraum, als Jasmin auf meinen Hals zeigte. „Wo hast du den her?“, fragte sie. „So einen will ich auch.“ //

    Am Samstag rief ich Oma an. Ich fragte, ob sie mir zeigt, wie man strickt.

    Welcher Satz ist der Wendepunkt?
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
    2. Ab hier schämt sich die Person nicht mehr, sie wird bewundert.
    3. Also: „So einen will ich auch.“
    Ergebnis:
    „So einen will ich auch.“

2Ich kann Figuren aus dem Text belegen.

MerkenFiguren belegen

Eine Eigenschaft einer Figur braucht eine Textstelle.

Belege sind, was die Figur tut, sagt oder denkt, und was der Erzähler oder andere über sie sagen.

BeispielFiguren am Text belegen

Kleine Fabel – Franz Kafka:
„Ach“, sagte die Maus, „die Welt wird enger mit jedem Tag. Zuerst war sie so breit, dass ich Angst hatte, ich lief weiter und war glücklich, dass ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah, aber diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, dass ich schon im letzten Zimmer bin, und dort im Winkel steht die Falle, in die ich laufe.“ – „Du musst nur die Laufrichtung ändern“, sagte die Katze und fraß sie.

Wie viele Figuren sprechen in der Fabel?
Schritt für Schritt
  1. Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
  2. Es sprechen die Maus und die Katze.
  3. Also: zwei
  1. Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
  2. Es sprechen die Maus und die Katze.
  3. Also: zwei
Ergebnis:
zwei

ÜbenJetzt du

  1. ○4
    Die Nachricht:
    Im Bus zog Selin das Handy aus der Jacke. Eine Nachricht von Jonas: „Hast du die Fotos von gestern schon gesehen? Alle lachen darüber.“ Darunter ein Link. //

    Selin tippte nicht darauf. Sie sah aus dem Fenster. Draußen warteten Leute an der Ampel, als wäre nichts. Sie dachte an die Party, an den Tisch, an das Glas, das umgefallen war. //

    Zwei Haltestellen später vibrierte das Handy wieder. „Das Foto von Mehmet ist das beste“, schrieb Jonas. //

    Selin atmete aus. Mehmet. Nicht sie. //

    Sie öffnete den Link trotzdem nicht. Sie schrieb: „Lösch das bitte. Für Mehmet.“ Dann steckte sie das Handy weg und stieg eine Haltestelle zu früh aus.

    Welche Stelle zeigt, dass Selin sich Sorgen macht?
    So fängst du an:
    Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
    Lösung zeigen
    1. Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
    2. Beim Warten erinnert sie sich an die Party und an das umgefallene Glas.
    3. Also: Sie denkt an das Glas, das umgefallen war.
    Ergebnis:
    Sie denkt an das Glas, das umgefallen war.
  2. ●5
    Die letzte Flasche:
    Ich stand im Supermarkt am Pfandautomaten, zwei leere Flaschen in der Hand. Vor mir ein alter Mann mit einem Beutel voller Flaschen. Er schob sie einzeln hinein, jede langsam, als würde er sie zählen. //

    Hinter mir seufzte jemand laut. Ich drehte mich nicht um. //

    Die letzte Flasche nahm der Automat nicht. Der Mann schob sie wieder hinein, einmal, zweimal. Dann hielt er sie in der Hand und sah sie an. //

    „Darf ich mal?“, fragte ich und merkte erst dabei, dass ich es laut gesagt hatte. Ich strich das Etikett glatt und schob die Flasche hinein. Diesmal nahm der Automat sie. //

    Der Mann nickte mir zu. Er sagte nichts. Ich auch nicht. Aber als ich draußen war, wusste ich nicht mehr, was ich eigentlich hatte kaufen wollen.

    Pfandautomat: Ein Automat im Supermarkt. Man steckt leere Flaschen hinein und bekommt dafür ein paar Cent zurück.

    Wie reagiert der Mann auf die Hilfe?
    Lösung zeigen
    1. Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
    2. „Der Mann nickte mir zu. Er sagte nichts.“ Geseufzt hat jemand anderes.
    3. Also: Er nickt und sagt nichts.
    Ergebnis:
    Er nickt und sagt nichts.
  3. ★6
    Elf Minuten:
    Die Liste sollte um zwölf Uhr am schwarzen Brett hängen. Um elf Minuten vor zwölf stand Leon schon davor und tat so, als lese er den Speiseplan. //

    Er kannte ihn auswendig. Montag Nudeln, Dienstag Suppe. Er las ihn trotzdem dreimal. //

    Um zwölf kam Frau Brandt mit einem Blatt und zwei Reißzwecken. Sie lächelte ihm zu, und Leon wusste nicht, ob das ein gutes Zeichen war. Sie hängte das Blatt auf und ging. //

    Leon trat nicht näher. Andere drängten sich vor, jubelten, stöhnten, klopften sich auf die Schultern. Leon wartete, bis der Flur leer war. //

    Dann ging er zum Brett, fand die Zeile mit seinem Namen und blieb lange davor stehen.

    Warum wartet Leon, bis der Flur leer ist?
    Lösung zeigen
    1. Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
    2. Andere jubeln und stöhnen vor allen. Leon tritt erst heran, als niemand mehr da ist.
    3. Also: Er will das Ergebnis allein und ohne Zuschauer lesen.
    Ergebnis:
    Er will das Ergebnis allein und ohne Zuschauer lesen.

3Ich kann eine Inhaltsangabe im Präsens schreiben.

MerkenInhaltsangabe

Einleitungssatz mit Titel, Autor, Textsorte und Thema.

Dann die wichtigsten Schritte der Handlung der Reihe nach, im Präsens, Vorzeitiges im Perfekt. Eigene Worte, keine wörtliche Rede, keine Wertung.

BeispielInhaltsangabe mit der Checkliste prüfen

Welcher Einleitungssatz erfüllt die Checkliste?
Schritt für Schritt
  1. Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
  2. Titel, Autor, Textsorte und Thema in einem Satz, ohne Wertung.
  3. Also: In Kafkas Parabel „Kleine Fabel“ geht es um eine Maus ohne Ausweg.
  1. Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
  2. Titel, Autor, Textsorte und Thema in einem Satz, ohne Wertung.
  3. Also: In Kafkas Parabel „Kleine Fabel“ geht es um eine Maus ohne Ausweg.
Ergebnis:
In Kafkas Parabel „Kleine Fabel“ geht es um eine Maus ohne Ausweg.

ÜbenJetzt du

  1. ○7
    Welche vier Angaben gehören in den Einleitungssatz?
    So fängst du an:
    Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
    Lösung zeigen
    1. Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
    2. Der Einleitungssatz stellt den Text vor. Meinung und Schluss gehören nicht hinein.
    3. Also: Titel, Autor, Textsorte und Thema
    Ergebnis:
    Titel, Autor, Textsorte und Thema
  2. ●8
    „Die letzte Flasche“ wird mit ich erzählt. Wie nennst du diese Figur in der Inhaltsangabe?
    Lösung zeigen
    1. Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
    2. Die Inhaltsangabe erzählt nicht mit. Sie berichtet über alle Figuren in der dritten Person.
    3. Also: in der dritten Person, etwa als die erzählende Person
    Ergebnis:
    in der dritten Person, etwa als die erzählende Person
  3. ★9
    Aus einer Inhaltsangabe: „Am Ende steigt Selin aus. Vorher liest sie die Nachricht von Jonas.“ Welcher Punkt ist nicht erfüllt?
    Lösung zeigen
    1. Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
    2. Die Inhaltsangabe folgt der Handlung. Erst die Nachricht, dann das Aussteigen.
    3. Also: Reihenfolge der Handlung
    Ergebnis:
    Reihenfolge der Handlung

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●10
    Die Nachricht:
    Im Bus zog Selin das Handy aus der Jacke. Eine Nachricht von Jonas: „Hast du die Fotos von gestern schon gesehen? Alle lachen darüber.“ Darunter ein Link. //

    Selin tippte nicht darauf. Sie sah aus dem Fenster. Draußen warteten Leute an der Ampel, als wäre nichts. Sie dachte an die Party, an den Tisch, an das Glas, das umgefallen war. //

    Zwei Haltestellen später vibrierte das Handy wieder. „Das Foto von Mehmet ist das beste“, schrieb Jonas. //

    Selin atmete aus. Mehmet. Nicht sie. //

    Sie öffnete den Link trotzdem nicht. Sie schrieb: „Lösch das bitte. Für Mehmet.“ Dann steckte sie das Handy weg und stieg eine Haltestelle zu früh aus.

    Wie nennt man die Stelle, an der sich die Lage für die Figur plötzlich ändert?
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
    2. Bei „Mehmet. Nicht sie.“ kippt die Lage: Selin ist erleichtert und entscheidet.
    3. Also: Wendepunkt
    Ergebnis:
    Wendepunkt
  2. ●11
    Der Schal:
    Oma hatte mir einen Schal gestrickt. Er war gelb und grün gestreift und lang genug für zwei. Ich bedankte mich und legte ihn ganz unten in den Schrank. //

    Im Januar war es so kalt, dass mir morgens die Ohren wehtaten. Ich nahm den Schal nur für den Weg zur Bushaltestelle und stopfte ihn in den Rucksack, bevor der Bus kam. //

    An einem Freitag vergaß ich es. Ich stand schon im Klassenraum, als Jasmin auf meinen Hals zeigte. „Wo hast du den her?“, fragte sie. „So einen will ich auch.“ //

    Am Samstag rief ich Oma an. Ich fragte, ob sie mir zeigt, wie man strickt.

    Wohin legt die erzählende Person den Schal zuerst?
    Lösung zeigen
    1. Such die Stelle, an der die Antwort steht. Lies den Satz davor und danach.
    2. „Ich bedankte mich und legte ihn ganz unten in den Schrank.“
    3. Also: ganz unten in den Schrank
    Ergebnis:
    ganz unten in den Schrank
  3. ●12
    Die Nachricht:
    Im Bus zog Selin das Handy aus der Jacke. Eine Nachricht von Jonas: „Hast du die Fotos von gestern schon gesehen? Alle lachen darüber.“ Darunter ein Link. //

    Selin tippte nicht darauf. Sie sah aus dem Fenster. Draußen warteten Leute an der Ampel, als wäre nichts. Sie dachte an die Party, an den Tisch, an das Glas, das umgefallen war. //

    Zwei Haltestellen später vibrierte das Handy wieder. „Das Foto von Mehmet ist das beste“, schrieb Jonas. //

    Selin atmete aus. Mehmet. Nicht sie. //

    Sie öffnete den Link trotzdem nicht. Sie schrieb: „Lösch das bitte. Für Mehmet.“ Dann steckte sie das Handy weg und stieg eine Haltestelle zu früh aus.

    Was verraten die Nachrichten von Jonas über ihn?
    Lösung zeigen
    1. Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
    2. „Alle lachen darüber.“ Später: „Das Foto von Mehmet ist das beste.“
    3. Also: Er lacht mit den anderen über die Fotos.
    Ergebnis:
    Er lacht mit den anderen über die Fotos.
  4. ●13
    Aus einer Inhaltsangabe: „Leon wartet total nervös auf die blöde Liste.“ Welcher Punkt der Checkliste ist nicht erfüllt?
    Lösung zeigen
    1. Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
    2. total und blöd sind Wörter aus dem Gespräch. Die Inhaltsangabe bleibt sachlich.
    3. Also: sachliche Sprache
    Ergebnis:
    sachliche Sprache
  5. ●14
    Elf Minuten:
    Die Liste sollte um zwölf Uhr am schwarzen Brett hängen. Um elf Minuten vor zwölf stand Leon schon davor und tat so, als lese er den Speiseplan. //

    Er kannte ihn auswendig. Montag Nudeln, Dienstag Suppe. Er las ihn trotzdem dreimal. //

    Um zwölf kam Frau Brandt mit einem Blatt und zwei Reißzwecken. Sie lächelte ihm zu, und Leon wusste nicht, ob das ein gutes Zeichen war. Sie hängte das Blatt auf und ging. //

    Leon trat nicht näher. Andere drängten sich vor, jubelten, stöhnten, klopften sich auf die Schultern. Leon wartete, bis der Flur leer war. //

    Dann ging er zum Brett, fand die Zeile mit seinem Namen und blieb lange davor stehen.

    Wer erzählt diese Geschichte?
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
    2. Erzählt wird von Leon in der Er-Form: „Leon trat nicht näher.“
    3. Also: Er-Erzähler
    Ergebnis:
    Er-Erzähler
  6. ●15
    Der letzte Karton:
    Mila packte den letzten Karton. Oben drauf legte sie das Foto von der Klassenfahrt, alle zwanzig Gesichter, die Hälfte mit geschlossenen Augen. //

    „Du kannst ja jedes Wochenende herkommen“, hatte ihr Vater gesagt. Hamburg war vier Stunden entfernt. Mila hatte nicht geantwortet. //

    Unten hupte der Umzugswagen. Sie klebte den Karton zu und schrieb mit dickem Stift darauf: ZERBRECHLICH. //

    Dann riss sie das Klebeband noch einmal auf, nahm das Foto heraus und steckte es in ihre Jackentasche.

    Warum antwortet Mila ihrem Vater nicht?
    Lösung zeigen
    1. Verbinde zwei Stellen im Text. Was folgt aus beiden zusammen?
    2. So eine lange Fahrt passt kaum in jeden Samstag und Sonntag.
    3. Also: Sie glaubt nicht, dass es mit jedem Wochenende klappt.
    Ergebnis:
    Sie glaubt nicht, dass es mit jedem Wochenende klappt.

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Aufbau der Kurzgeschichte
Eine Kurzgeschichte beginnt unvermittelt, kippt an einem Wendepunkt und endet oft offen.
Figuren belegen
Eine Eigenschaft einer Figur braucht eine Textstelle.
Inhaltsangabe
Einleitungssatz mit Titel, Autor, Textsorte und Thema.

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich kann den Aufbau einer Kurzgeschichte beschreiben.

    16
    An der Tafel:
    Frau Okafor schrieb die Aufgabe an die Tafel. Dann sah sie in die Klasse. „Wer rechnet sie vor?“ //

    Ich wusste die Lösung. Ich hatte sie schon im Heft, sauber unterstrichen. Aber meine Hand blieb auf dem Tisch liegen, als wäre sie festgeklebt. //

    Nele meldete sich. Sie ging nach vorn, rechnete, strich durch, rechnete neu. Am Ende stimmte es nicht. Ein paar lachten leise. //

    „Danke, Nele“, sagte Frau Okafor. „Der Fehler bringt uns weiter. Wo ist er?“ //

    Ich sah auf mein Heft. Dann hob ich die Hand.

    Welcher Satz ist der Wendepunkt?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    „Der Fehler bringt uns weiter. Wo ist er?“
  2. Ich kann Figuren aus dem Text belegen.

    17
    Elf Minuten:
    Die Liste sollte um zwölf Uhr am schwarzen Brett hängen. Um elf Minuten vor zwölf stand Leon schon davor und tat so, als lese er den Speiseplan. //

    Er kannte ihn auswendig. Montag Nudeln, Dienstag Suppe. Er las ihn trotzdem dreimal. //

    Um zwölf kam Frau Brandt mit einem Blatt und zwei Reißzwecken. Sie lächelte ihm zu, und Leon wusste nicht, ob das ein gutes Zeichen war. Sie hängte das Blatt auf und ging. //

    Leon trat nicht näher. Andere drängten sich vor, jubelten, stöhnten, klopften sich auf die Schultern. Leon wartete, bis der Flur leer war. //

    Dann ging er zum Brett, fand die Zeile mit seinem Namen und blieb lange davor stehen.

    Wie reagiert Leon auf das Lächeln von Frau Brandt?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Er weiß nicht, ob es ein gutes Zeichen ist.
  3. Ich kann eine Inhaltsangabe im Präsens schreiben.

    18
    In welcher Zeitform steht eine Inhaltsangabe?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Präsens

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Wörter

Wendepunkt
wo die Kurve die Krümmung wechselt

Lösungen

  1. Rückblende
  2. Viermal dasselbe Muster, jedes Mal etwas verrückter
  3. „So einen will ich auch.“
  4. Sie denkt an das Glas, das umgefallen war.
  5. Er nickt und sagt nichts.
  6. Er will das Ergebnis allein und ohne Zuschauer lesen.
  7. Titel, Autor, Textsorte und Thema
  8. in der dritten Person, etwa als die erzählende Person
  9. Reihenfolge der Handlung
  10. Wendepunkt
  11. ganz unten in den Schrank
  12. Er lacht mit den anderen über die Fotos.
  13. sachliche Sprache
  14. Er-Erzähler
  15. Sie glaubt nicht, dass es mit jedem Wochenende klappt.
  16. „Der Fehler bringt uns weiter. Wo ist er?“
  17. Er weiß nicht, ob es ein gutes Zeichen ist.
  18. Präsens
  19. Lena ist nach Berlin gefahren.
  20. Oma sang ein Lied.
  21. Präposition
  22. Präposition