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Deutsch · Klasse 7 und 8 und 9 und 10 · Kapitel

Erzähltexte lesen und verstehen (Kurzgeschichte, Novelle)

  • Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
  • Merken kommt ins Heft
  • Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
  • Üben selbst rechnen
  • Achtung typischer Fehler
  • Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen

○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

Fit für das Kapitel?

Das brauchst du aus früheren Themen. Klappt es nicht, frag nach, bevor es losgeht.

ÜbenWeißt du das noch?

Präsens und Perfekt sicher bilden: Die Inhaltsangabe steht im Präsens, was vorher geschah, im Perfekt.

  1. ●19
    Wie heißt der Satz im Präteritum?
    Ali sieht einen Film.
    Lösung zeigen
    1. Präteritum: Nur ein Verb in der Vergangenheitsform.
    2. Bei „sehen“: sah.
    3. Also: Ali sah einen Film.
    Ergebnis:
    Ali sah einen Film.
  2. ●20
    Wie heißt der Satz im Perfekt?
    Mia findet den Schlüssel.
    Lösung zeigen
    1. Perfekt: Hilfsverb haben oder sein in der Gegenwart und das Partizip am Ende.
    2. Bei „finden“: haben … gefunden.
    3. Also: Mia hat den Schlüssel gefunden.
    Ergebnis:
    Mia hat den Schlüssel gefunden.

ÜbenWeißt du das noch?

Die kleinen Wörter lesen: weil, deshalb, obwohl verbinden Ursache und Folge.

  1. ●21
    Welche Wortart ist das fett gedruckte Wort?
    Oben auf dem Berg liegt Schnee.
    Lösung zeigen
    1. Nicht die Bedeutung entscheidet, sondern wie sich das Wort im Satz verhält.
    2. Probe.
    3. Also: „auf“ ist eine Präposition.
    Ergebnis:
    Präposition
  2. ●22
    Welche Wortart ist das fett gedruckte Wort?
    Ohne Jacke ist es zu kalt.
    Lösung zeigen
    1. Nicht die Bedeutung entscheidet, sondern wie sich das Wort im Satz verhält.
    2. Probe: Es steht für ein Nomen oder eine Person: er für den Hund, sie für Mia.
    3. Also: „es“ ist ein Pronomen.
    Ergebnis:
    Pronomen

1Ich kann den Aufbau einer Kurzgeschichte beschreiben.

MerkenAufbau der Kurzgeschichte

Eine Kurzgeschichte beginnt unvermittelt, kippt an einem Wendepunkt und endet oft offen.

Der Erzähler ist nicht der Autor: Er sagt ich oder erzählt in der Er-Form.

BeispielKurzgeschichte: Aufbau, Wendepunkt, Erzähler

Der Schal:
Oma hatte mir einen Schal gestrickt. Er war gelb und grün gestreift und lang genug für zwei. Ich bedankte mich und legte ihn ganz unten in den Schrank. //

Im Januar war es so kalt, dass mir morgens die Ohren wehtaten. Ich nahm den Schal nur für den Weg zur Bushaltestelle und stopfte ihn in den Rucksack, bevor der Bus kam. //

An einem Freitag vergaß ich es. Ich stand schon im Klassenraum, als Jasmin auf meinen Hals zeigte. „Wo hast du den her?“, fragte sie. „So einen will ich auch.“ //

Am Samstag rief ich Oma an. Ich fragte, ob sie mir zeigt, wie man strickt.

Wer erzählt diese Geschichte?
Schritt für Schritt
  1. Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
  2. Die Figur spricht von sich selbst: „Ich bedankte mich.“
  3. Also: Ich-Erzähler
  1. Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
  2. Die Figur spricht von sich selbst: „Ich bedankte mich.“
  3. Also: Ich-Erzähler
Ergebnis:
Ich-Erzähler

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    Der Schal:
    Oma hatte mir einen Schal gestrickt. Er war gelb und grün gestreift und lang genug für zwei. Ich bedankte mich und legte ihn ganz unten in den Schrank. //

    Im Januar war es so kalt, dass mir morgens die Ohren wehtaten. Ich nahm den Schal nur für den Weg zur Bushaltestelle und stopfte ihn in den Rucksack, bevor der Bus kam. //

    An einem Freitag vergaß ich es. Ich stand schon im Klassenraum, als Jasmin auf meinen Hals zeigte. „Wo hast du den her?“, fragte sie. „So einen will ich auch.“ //

    Am Samstag rief ich Oma an. Ich fragte, ob sie mir zeigt, wie man strickt.

    Warum erzählt der Text den Anruf in nur zwei Sätzen?
    So fängst du an:
    Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
    2. Man erfährt nicht, was Oma antwortet. Die Frage genügt.
    3. Also: Das Ende deutet an, statt alles zu erklären.
    Ergebnis:
    Das Ende deutet an, statt alles zu erklären.
  2. ●2
    Der letzte Karton:
    Mila packte den letzten Karton. Oben drauf legte sie das Foto von der Klassenfahrt, alle zwanzig Gesichter, die Hälfte mit geschlossenen Augen. //

    „Du kannst ja jedes Wochenende herkommen“, hatte ihr Vater gesagt. Hamburg war vier Stunden entfernt. Mila hatte nicht geantwortet. //

    Unten hupte der Umzugswagen. Sie klebte den Karton zu und schrieb mit dickem Stift darauf: ZERBRECHLICH. //

    Dann riss sie das Klebeband noch einmal auf, nahm das Foto heraus und steckte es in ihre Jackentasche.

    Wie heißt der Blick zurück auf den Satz des Vaters?
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
    2. „hatte ihr Vater gesagt“: Das Plusquamperfekt zeigt, dass es früher war.
    3. Also: Rückblende
    Ergebnis:
    Rückblende
  3. ★3
    Kleine Fabel – Franz Kafka:
    „Ach“, sagte die Maus, „die Welt wird enger mit jedem Tag. Zuerst war sie so breit, dass ich Angst hatte, ich lief weiter und war glücklich, dass ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah, aber diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, dass ich schon im letzten Zimmer bin, und dort im Winkel steht die Falle, in die ich laufe.“ – „Du musst nur die Laufrichtung ändern“, sagte die Katze und fraß sie.

    Warum passt der Schluss zu einer Parabel und nicht zu einem Märchen?
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
    2. Die Maus stirbt, eine Lehre wird nicht ausgesprochen. Man muss sie selbst finden.
    3. Also: Er endet ohne Rettung und lässt die Leserin nachdenken.
    Ergebnis:
    Er endet ohne Rettung und lässt die Leserin nachdenken.

2Ich kann Figuren aus dem Text belegen.

MerkenFiguren belegen

Eine Eigenschaft einer Figur braucht eine Textstelle.

Belege sind, was die Figur tut, sagt oder denkt, und was der Erzähler oder andere über sie sagen.

BeispielFiguren am Text belegen

Die Nachricht:
Im Bus zog Selin das Handy aus der Jacke. Eine Nachricht von Jonas: „Hast du die Fotos von gestern schon gesehen? Alle lachen darüber.“ Darunter ein Link. //

Selin tippte nicht darauf. Sie sah aus dem Fenster. Draußen warteten Leute an der Ampel, als wäre nichts. Sie dachte an die Party, an den Tisch, an das Glas, das umgefallen war. //

Zwei Haltestellen später vibrierte das Handy wieder. „Das Foto von Mehmet ist das beste“, schrieb Jonas. //

Selin atmete aus. Mehmet. Nicht sie. //

Sie öffnete den Link trotzdem nicht. Sie schrieb: „Lösch das bitte. Für Mehmet.“ Dann steckte sie das Handy weg und stieg eine Haltestelle zu früh aus.

Was tut Selin mit dem Link?
Schritt für Schritt
  1. Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
  2. „Selin tippte nicht darauf.“ Später: „Sie öffnete den Link trotzdem nicht.“
  3. Also: Sie öffnet ihn nicht.
  1. Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
  2. „Selin tippte nicht darauf.“ Später: „Sie öffnete den Link trotzdem nicht.“
  3. Also: Sie öffnet ihn nicht.
Ergebnis:
Sie öffnet ihn nicht.

ÜbenJetzt du

  1. ○4
    Die Nachricht:
    Im Bus zog Selin das Handy aus der Jacke. Eine Nachricht von Jonas: „Hast du die Fotos von gestern schon gesehen? Alle lachen darüber.“ Darunter ein Link. //

    Selin tippte nicht darauf. Sie sah aus dem Fenster. Draußen warteten Leute an der Ampel, als wäre nichts. Sie dachte an die Party, an den Tisch, an das Glas, das umgefallen war. //

    Zwei Haltestellen später vibrierte das Handy wieder. „Das Foto von Mehmet ist das beste“, schrieb Jonas. //

    Selin atmete aus. Mehmet. Nicht sie. //

    Sie öffnete den Link trotzdem nicht. Sie schrieb: „Lösch das bitte. Für Mehmet.“ Dann steckte sie das Handy weg und stieg eine Haltestelle zu früh aus.

    Welche Stelle zeigt, dass Selin sich Sorgen macht?
    So fängst du an:
    Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
    Lösung zeigen
    1. Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
    2. Beim Warten erinnert sie sich an die Party und an das umgefallene Glas.
    3. Also: Sie denkt an das Glas, das umgefallen war.
    Ergebnis:
    Sie denkt an das Glas, das umgefallen war.
  2. ●5
    Kleine Fabel – Franz Kafka:
    „Ach“, sagte die Maus, „die Welt wird enger mit jedem Tag. Zuerst war sie so breit, dass ich Angst hatte, ich lief weiter und war glücklich, dass ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah, aber diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, dass ich schon im letzten Zimmer bin, und dort im Winkel steht die Falle, in die ich laufe.“ – „Du musst nur die Laufrichtung ändern“, sagte die Katze und fraß sie.

    Wie viele Figuren sprechen in der Fabel?
    Lösung zeigen
    1. Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
    2. Es sprechen die Maus und die Katze.
    3. Also: zwei
    Ergebnis:
    zwei
  3. ★6
    Elf Minuten:
    Die Liste sollte um zwölf Uhr am schwarzen Brett hängen. Um elf Minuten vor zwölf stand Leon schon davor und tat so, als lese er den Speiseplan. //

    Er kannte ihn auswendig. Montag Nudeln, Dienstag Suppe. Er las ihn trotzdem dreimal. //

    Um zwölf kam Frau Brandt mit einem Blatt und zwei Reißzwecken. Sie lächelte ihm zu, und Leon wusste nicht, ob das ein gutes Zeichen war. Sie hängte das Blatt auf und ging. //

    Leon trat nicht näher. Andere drängten sich vor, jubelten, stöhnten, klopften sich auf die Schultern. Leon wartete, bis der Flur leer war. //

    Dann ging er zum Brett, fand die Zeile mit seinem Namen und blieb lange davor stehen.

    Warum wartet Leon, bis der Flur leer ist?
    Lösung zeigen
    1. Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
    2. Andere jubeln und stöhnen vor allen. Leon tritt erst heran, als niemand mehr da ist.
    3. Also: Er will das Ergebnis allein und ohne Zuschauer lesen.
    Ergebnis:
    Er will das Ergebnis allein und ohne Zuschauer lesen.

3Ich kann eine Inhaltsangabe im Präsens schreiben.

MerkenInhaltsangabe

Einleitungssatz mit Titel, Autor, Textsorte und Thema.

Dann die wichtigsten Schritte der Handlung der Reihe nach, im Präsens, Vorzeitiges im Perfekt. Eigene Worte, keine wörtliche Rede, keine Wertung.

BeispielInhaltsangabe mit der Checkliste prüfen

Aus einem Einleitungssatz: „In Hebels „Seltsamer Spazierritt“ geht es um Vater und Sohn, die es allen recht machen wollen.“ Welche Angabe fehlt?
Schritt für Schritt
  1. Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
  2. Titel, Autor und Thema stehen da. Es fehlt, dass es eine Kalendergeschichte ist.
  3. Also: Textsorte
  1. Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
  2. Titel, Autor und Thema stehen da. Es fehlt, dass es eine Kalendergeschichte ist.
  3. Also: Textsorte
Ergebnis:
Textsorte

ÜbenJetzt du

  1. ○7
    Eine Inhaltsangabe ist 400 Wörter lang, die Geschichte 150. Welcher Punkt ist nicht erfüllt?
    So fängst du an:
    Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
    Lösung zeigen
    1. Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
    2. Eine Inhaltsangabe ist deutlich kürzer als der Text. Sie nennt nur die Hauptschritte.
    3. Also: Beschränkung auf das Wichtige
    Ergebnis:
    Beschränkung auf das Wichtige
  2. ●8
    Wie gibt man Selins Nachricht in der Inhaltsangabe wieder?
    Lösung zeigen
    1. Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
    2. Eigene Worte, Präsens, keine Redezeichen.
    3. Also: Selin bittet Jonas, das Foto zu löschen.
    Ergebnis:
    Selin bittet Jonas, das Foto zu löschen.
  3. ★9
    Aus einer Inhaltsangabe: „Die Geschichte zeigt, dass man immer helfen muss.“ Warum gehört der Satz nicht hinein?
    Lösung zeigen
    1. Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
    2. Die Inhaltsangabe gibt wieder. Eine Deutung gehört in eine Interpretation.
    3. Also: Er deutet den Text, statt den Inhalt wiederzugeben.
    Ergebnis:
    Er deutet den Text, statt den Inhalt wiederzugeben.

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●10
    Die Brücke (Auszug) – Franz Kafka:
    Ich war steif und kalt, ich war eine Brücke, über einem Abgrund lag ich. Diesseits waren die Fußspitzen, jenseits die Hände eingebohrt, in bröckelndem Lehm habe ich mich festgebissen. Die Schöße meines Rockes wehten zu meinen Seiten. In der Tiefe lärmte der eisige Forellenbach. Kein Tourist verirrte sich zu dieser unwegsamen Höhe, die Brücke war in den Karten noch nicht eingezeichnet. – So lag ich und wartete; ich musste warten. Ohne einzustürzen kann keine einmal errichtete Brücke aufhören Brücke zu sein. //

    […] Und ich drehte mich um, ihn zu sehen. – Brücke dreht sich um! Ich war noch nicht umgedreht, da stürzte ich schon.

    Wer erzählt diesen Text?
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
    2. Die Brücke erzählt selbst: „Ich war steif und kalt, ich war eine Brücke.“
    3. Also: Ich-Erzähler
    Ergebnis:
    Ich-Erzähler
  2. ●11
    An der Tafel:
    Frau Okafor schrieb die Aufgabe an die Tafel. Dann sah sie in die Klasse. „Wer rechnet sie vor?“ //

    Ich wusste die Lösung. Ich hatte sie schon im Heft, sauber unterstrichen. Aber meine Hand blieb auf dem Tisch liegen, als wäre sie festgeklebt. //

    Nele meldete sich. Sie ging nach vorn, rechnete, strich durch, rechnete neu. Am Ende stimmte es nicht. Ein paar lachten leise. //

    „Danke, Nele“, sagte Frau Okafor. „Der Fehler bringt uns weiter. Wo ist er?“ //

    Ich sah auf mein Heft. Dann hob ich die Hand.

    Warum meldet sich die erzählende Person am Ende doch?
    Lösung zeigen
    1. Verbinde zwei Stellen im Text. Was folgt aus beiden zusammen?
    2. Die Lehrerin dankt Nele und fragt, wo es hakt.
    3. Also: Jetzt ist ein Fehler gesucht, und Fehler sind erlaubt.
    Ergebnis:
    Jetzt ist ein Fehler gesucht, und Fehler sind erlaubt.
  3. ●12
    Kleine Fabel – Franz Kafka:
    „Ach“, sagte die Maus, „die Welt wird enger mit jedem Tag. Zuerst war sie so breit, dass ich Angst hatte, ich lief weiter und war glücklich, dass ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah, aber diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, dass ich schon im letzten Zimmer bin, und dort im Winkel steht die Falle, in die ich laufe.“ – „Du musst nur die Laufrichtung ändern“, sagte die Katze und fraß sie.

    Welche Seite der Katze zeigt der letzte Satz?
    Lösung zeigen
    1. Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
    2. „Du musst nur die Laufrichtung ändern“, sagte die Katze und fraß sie.
    3. Also: Sie spielt die Ratgeberin und handelt als Jägerin.
    Ergebnis:
    Sie spielt die Ratgeberin und handelt als Jägerin.
  4. ●13
    Was gehört in den Hauptteil einer Inhaltsangabe?
    Lösung zeigen
    1. Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
    2. Der Hauptteil gibt die Handlung knapp und der Reihe nach wieder.
    3. Also: die wichtigsten Handlungsschritte in der richtigen Reihenfolge
    Ergebnis:
    die wichtigsten Handlungsschritte in der richtigen Reihenfolge
  5. ●14
    Kleine Fabel – Franz Kafka:
    „Ach“, sagte die Maus, „die Welt wird enger mit jedem Tag. Zuerst war sie so breit, dass ich Angst hatte, ich lief weiter und war glücklich, dass ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah, aber diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, dass ich schon im letzten Zimmer bin, und dort im Winkel steht die Falle, in die ich laufe.“ – „Du musst nur die Laufrichtung ändern“, sagte die Katze und fraß sie.

    Wo liegt der Wendepunkt der Fabel?
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
    2. Erst im letzten Satz tritt die Katze auf. Dort kippt die Lage.
    3. Also: Im letzten Satz, als die Katze spricht und die Maus frisst
    Ergebnis:
    Im letzten Satz, als die Katze spricht und die Maus frisst
  6. ●15
    An der Tafel:
    Frau Okafor schrieb die Aufgabe an die Tafel. Dann sah sie in die Klasse. „Wer rechnet sie vor?“ //

    Ich wusste die Lösung. Ich hatte sie schon im Heft, sauber unterstrichen. Aber meine Hand blieb auf dem Tisch liegen, als wäre sie festgeklebt. //

    Nele meldete sich. Sie ging nach vorn, rechnete, strich durch, rechnete neu. Am Ende stimmte es nicht. Ein paar lachten leise. //

    „Danke, Nele“, sagte Frau Okafor. „Der Fehler bringt uns weiter. Wo ist er?“ //

    Ich sah auf mein Heft. Dann hob ich die Hand.

    Wo hat die erzählende Person die Lösung schon?
    Lösung zeigen
    1. Such die Stelle, an der die Antwort steht. Lies den Satz davor und danach.
    2. „Ich hatte sie schon im Heft, sauber unterstrichen.“
    3. Also: im Heft, sauber unterstrichen
    Ergebnis:
    im Heft, sauber unterstrichen

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Aufbau der Kurzgeschichte
Eine Kurzgeschichte beginnt unvermittelt, kippt an einem Wendepunkt und endet oft offen.
Figuren belegen
Eine Eigenschaft einer Figur braucht eine Textstelle.
Inhaltsangabe
Einleitungssatz mit Titel, Autor, Textsorte und Thema.

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich kann den Aufbau einer Kurzgeschichte beschreiben.

    16
    Die letzte Flasche:
    Ich stand im Supermarkt am Pfandautomaten, zwei leere Flaschen in der Hand. Vor mir ein alter Mann mit einem Beutel voller Flaschen. Er schob sie einzeln hinein, jede langsam, als würde er sie zählen. //

    Hinter mir seufzte jemand laut. Ich drehte mich nicht um. //

    Die letzte Flasche nahm der Automat nicht. Der Mann schob sie wieder hinein, einmal, zweimal. Dann hielt er sie in der Hand und sah sie an. //

    „Darf ich mal?“, fragte ich und merkte erst dabei, dass ich es laut gesagt hatte. Ich strich das Etikett glatt und schob die Flasche hinein. Diesmal nahm der Automat sie. //

    Der Mann nickte mir zu. Er sagte nichts. Ich auch nicht. Aber als ich draußen war, wusste ich nicht mehr, was ich eigentlich hatte kaufen wollen.

    Pfandautomat: Ein Automat im Supermarkt. Man steckt leere Flaschen hinein und bekommt dafür ein paar Cent zurück.

    Wer erzählt diese Geschichte?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Ich-Erzähler
  2. Ich kann Figuren aus dem Text belegen.

    17
    Die Nachricht:
    Im Bus zog Selin das Handy aus der Jacke. Eine Nachricht von Jonas: „Hast du die Fotos von gestern schon gesehen? Alle lachen darüber.“ Darunter ein Link. //

    Selin tippte nicht darauf. Sie sah aus dem Fenster. Draußen warteten Leute an der Ampel, als wäre nichts. Sie dachte an die Party, an den Tisch, an das Glas, das umgefallen war. //

    Zwei Haltestellen später vibrierte das Handy wieder. „Das Foto von Mehmet ist das beste“, schrieb Jonas. //

    Selin atmete aus. Mehmet. Nicht sie. //

    Sie öffnete den Link trotzdem nicht. Sie schrieb: „Lösch das bitte. Für Mehmet.“ Dann steckte sie das Handy weg und stieg eine Haltestelle zu früh aus.

    Was tut Selin mit dem Link?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Sie öffnet ihn nicht.
  3. Ich kann eine Inhaltsangabe im Präsens schreiben.

    18
    Wie gibt man Selins Nachricht in der Inhaltsangabe wieder?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Selin bittet Jonas, das Foto zu löschen.

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Wörter

Wendepunkt
wo die Kurve die Krümmung wechselt

Lösungen

  1. Das Ende deutet an, statt alles zu erklären.
  2. Rückblende
  3. Er endet ohne Rettung und lässt die Leserin nachdenken.
  4. Sie denkt an das Glas, das umgefallen war.
  5. zwei
  6. Er will das Ergebnis allein und ohne Zuschauer lesen.
  7. Beschränkung auf das Wichtige
  8. Selin bittet Jonas, das Foto zu löschen.
  9. Er deutet den Text, statt den Inhalt wiederzugeben.
  10. Ich-Erzähler
  11. Jetzt ist ein Fehler gesucht, und Fehler sind erlaubt.
  12. Sie spielt die Ratgeberin und handelt als Jägerin.
  13. die wichtigsten Handlungsschritte in der richtigen Reihenfolge
  14. Im letzten Satz, als die Katze spricht und die Maus frisst
  15. im Heft, sauber unterstrichen
  16. Ich-Erzähler
  17. Sie öffnet ihn nicht.
  18. Selin bittet Jonas, das Foto zu löschen.
  19. Ali sah einen Film.
  20. Mia hat den Schlüssel gefunden.
  21. Präposition
  22. Pronomen