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Deutsch · Klasse 7 und 8 und 9 und 10 · Kapitel

Erzähltexte lesen und verstehen (Kurzgeschichte, Novelle)

  • Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
  • Merken kommt ins Heft
  • Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
  • Üben selbst rechnen
  • Achtung typischer Fehler
  • Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen

○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

Fit für das Kapitel?

Das brauchst du aus früheren Themen. Klappt es nicht, frag nach, bevor es losgeht.

ÜbenWeißt du das noch?

Präsens und Perfekt sicher bilden: Die Inhaltsangabe steht im Präsens, was vorher geschah, im Perfekt.

  1. ●19
    Wie heißt der Satz im Präteritum?
    Mia schwimmt im See.
    Lösung zeigen
    1. Präteritum: Nur ein Verb in der Vergangenheitsform.
    2. Bei „schwimmen“: schwamm.
    3. Also: Mia schwamm im See.
    Ergebnis:
    Mia schwamm im See.
  2. ●20
    Wie heißt der Satz im Präteritum?
    Unsere Lehrerin spielt Fußball.
    Lösung zeigen
    1. Präteritum: Nur ein Verb in der Vergangenheitsform.
    2. Bei „spielen“: spielte.
    3. Also: Unsere Lehrerin spielte Fußball.
    Ergebnis:
    Unsere Lehrerin spielte Fußball.

ÜbenWeißt du das noch?

Die kleinen Wörter lesen: weil, deshalb, obwohl verbinden Ursache und Folge.

  1. ●21
    Welche Wortart ist das fett gedruckte Wort?
    Gestern waren wir bei unseren Nachbarn.
    Lösung zeigen
    1. Nicht die Bedeutung entscheidet, sondern wie sich das Wort im Satz verhält.
    2. Probe.
    3. Also: „bei“ ist eine Präposition.
    Ergebnis:
    Präposition
  2. ●22
    Welche Wortart ist das fett gedruckte Wort?
    Er wartet, bis der Regen aufhört.
    Lösung zeigen
    1. Nicht die Bedeutung entscheidet, sondern wie sich das Wort im Satz verhält.
    2. Probe: Es verbindet Wörter oder Sätze: und, oder, aber, weil, obwohl, ob.
    3. Also: „bis“ ist eine Konjunktion.
    Ergebnis:
    Konjunktion

1Ich kann den Aufbau einer Kurzgeschichte beschreiben.

MerkenAufbau der Kurzgeschichte

Eine Kurzgeschichte beginnt unvermittelt, kippt an einem Wendepunkt und endet oft offen.

Der Erzähler ist nicht der Autor: Er sagt ich oder erzählt in der Er-Form.

BeispielKurzgeschichte: Aufbau, Wendepunkt, Erzähler

Der Schal:
Oma hatte mir einen Schal gestrickt. Er war gelb und grün gestreift und lang genug für zwei. Ich bedankte mich und legte ihn ganz unten in den Schrank. //

Im Januar war es so kalt, dass mir morgens die Ohren wehtaten. Ich nahm den Schal nur für den Weg zur Bushaltestelle und stopfte ihn in den Rucksack, bevor der Bus kam. //

An einem Freitag vergaß ich es. Ich stand schon im Klassenraum, als Jasmin auf meinen Hals zeigte. „Wo hast du den her?“, fragte sie. „So einen will ich auch.“ //

Am Samstag rief ich Oma an. Ich fragte, ob sie mir zeigt, wie man strickt.

Wer erzählt diese Geschichte?
Schritt für Schritt
  1. Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
  2. Die Figur spricht von sich selbst: „Ich bedankte mich.“
  3. Also: Ich-Erzähler
  1. Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
  2. Die Figur spricht von sich selbst: „Ich bedankte mich.“
  3. Also: Ich-Erzähler
Ergebnis:
Ich-Erzähler

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    An der Tafel:
    Frau Okafor schrieb die Aufgabe an die Tafel. Dann sah sie in die Klasse. „Wer rechnet sie vor?“ //

    Ich wusste die Lösung. Ich hatte sie schon im Heft, sauber unterstrichen. Aber meine Hand blieb auf dem Tisch liegen, als wäre sie festgeklebt. //

    Nele meldete sich. Sie ging nach vorn, rechnete, strich durch, rechnete neu. Am Ende stimmte es nicht. Ein paar lachten leise. //

    „Danke, Nele“, sagte Frau Okafor. „Der Fehler bringt uns weiter. Wo ist er?“ //

    Ich sah auf mein Heft. Dann hob ich die Hand.

    Welcher Satz ist der Wendepunkt?
    So fängst du an:
    Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
    2. Nach dieser Frage traut sich die Person, die bisher geschwiegen hat.
    3. Also: „Der Fehler bringt uns weiter. Wo ist er?“
    Ergebnis:
    „Der Fehler bringt uns weiter. Wo ist er?“
  2. ●2
    Der letzte Karton:
    Mila packte den letzten Karton. Oben drauf legte sie das Foto von der Klassenfahrt, alle zwanzig Gesichter, die Hälfte mit geschlossenen Augen. //

    „Du kannst ja jedes Wochenende herkommen“, hatte ihr Vater gesagt. Hamburg war vier Stunden entfernt. Mila hatte nicht geantwortet. //

    Unten hupte der Umzugswagen. Sie klebte den Karton zu und schrieb mit dickem Stift darauf: ZERBRECHLICH. //

    Dann riss sie das Klebeband noch einmal auf, nahm das Foto heraus und steckte es in ihre Jackentasche.

    Warum passt das Wort ZERBRECHLICH zu Milas Lage?
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
    2. Das Wort gilt für den Karton und passt zugleich zu ihr.
    3. Also: Nicht nur der Inhalt, auch Milas Abschied ist empfindlich.
    Ergebnis:
    Nicht nur der Inhalt, auch Milas Abschied ist empfindlich.
  3. ★3
    Die letzte Flasche:
    Ich stand im Supermarkt am Pfandautomaten, zwei leere Flaschen in der Hand. Vor mir ein alter Mann mit einem Beutel voller Flaschen. Er schob sie einzeln hinein, jede langsam, als würde er sie zählen. //

    Hinter mir seufzte jemand laut. Ich drehte mich nicht um. //

    Die letzte Flasche nahm der Automat nicht. Der Mann schob sie wieder hinein, einmal, zweimal. Dann hielt er sie in der Hand und sah sie an. //

    „Darf ich mal?“, fragte ich und merkte erst dabei, dass ich es laut gesagt hatte. Ich strich das Etikett glatt und schob die Flasche hinein. Diesmal nahm der Automat sie. //

    Der Mann nickte mir zu. Er sagte nichts. Ich auch nicht. Aber als ich draußen war, wusste ich nicht mehr, was ich eigentlich hatte kaufen wollen.

    Pfandautomat: Ein Automat im Supermarkt. Man steckt leere Flaschen hinein und bekommt dafür ein paar Cent zurück.

    Welcher Satz ist der Wendepunkt?
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
    2. Mit der Frage greift die Person ein. Vorher hat sie nur zugesehen.
    3. Also: „Darf ich mal?“, fragte ich.
    Ergebnis:
    „Darf ich mal?“, fragte ich.

2Ich kann Figuren aus dem Text belegen.

MerkenFiguren belegen

Eine Eigenschaft einer Figur braucht eine Textstelle.

Belege sind, was die Figur tut, sagt oder denkt, und was der Erzähler oder andere über sie sagen.

BeispielFiguren am Text belegen

Seltsamer Spazierritt (Auszug) – Johann Peter Hebel:
Ein Mann reitet auf seinem Esel nach Haus und lässt seinen Buben zu Fuß nebenher laufen. [Ein Wanderer tadelt den Vater.] Da stieg der Vater vom Esel herab und ließ den Sohn reiten. Kommt wieder ein Wandersmann und sagt: Das ist nicht recht, Bursche, dass du reitest und lässest deinen Vater zu Fuß gehen. Du hast jüngere Beine. Da saßen beide auf und ritten eine Strecke. [Zwei weitere Wanderer tadeln auch das. Am Ende tragen Vater und Sohn den Esel an einem Pfahl nach Hause.] //

So weit kann's kommen, wenn man es allen Leuten will recht machen.

Was verrät das Verhalten des Vaters?
Schritt für Schritt
  1. Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
  2. Er steigt ab, steigt auf, geht zu Fuß – immer nach dem Wort eines Fremden.
  3. Also: Er hat keine eigene Meinung und folgt jedem Tadel.
  1. Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
  2. Er steigt ab, steigt auf, geht zu Fuß – immer nach dem Wort eines Fremden.
  3. Also: Er hat keine eigene Meinung und folgt jedem Tadel.
Ergebnis:
Er hat keine eigene Meinung und folgt jedem Tadel.

ÜbenJetzt du

  1. ○4
    Elf Minuten:
    Die Liste sollte um zwölf Uhr am schwarzen Brett hängen. Um elf Minuten vor zwölf stand Leon schon davor und tat so, als lese er den Speiseplan. //

    Er kannte ihn auswendig. Montag Nudeln, Dienstag Suppe. Er las ihn trotzdem dreimal. //

    Um zwölf kam Frau Brandt mit einem Blatt und zwei Reißzwecken. Sie lächelte ihm zu, und Leon wusste nicht, ob das ein gutes Zeichen war. Sie hängte das Blatt auf und ging. //

    Leon trat nicht näher. Andere drängten sich vor, jubelten, stöhnten, klopften sich auf die Schultern. Leon wartete, bis der Flur leer war. //

    Dann ging er zum Brett, fand die Zeile mit seinem Namen und blieb lange davor stehen.

    Wie reagiert Leon auf das Lächeln von Frau Brandt?
    So fängst du an:
    Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
    Lösung zeigen
    1. Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
    2. „Sie lächelte ihm zu, und Leon wusste nicht, ob das ein gutes Zeichen war.“
    3. Also: Er weiß nicht, ob es ein gutes Zeichen ist.
    Ergebnis:
    Er weiß nicht, ob es ein gutes Zeichen ist.
  2. ●5
    Die Nachricht:
    Im Bus zog Selin das Handy aus der Jacke. Eine Nachricht von Jonas: „Hast du die Fotos von gestern schon gesehen? Alle lachen darüber.“ Darunter ein Link. //

    Selin tippte nicht darauf. Sie sah aus dem Fenster. Draußen warteten Leute an der Ampel, als wäre nichts. Sie dachte an die Party, an den Tisch, an das Glas, das umgefallen war. //

    Zwei Haltestellen später vibrierte das Handy wieder. „Das Foto von Mehmet ist das beste“, schrieb Jonas. //

    Selin atmete aus. Mehmet. Nicht sie. //

    Sie öffnete den Link trotzdem nicht. Sie schrieb: „Lösch das bitte. Für Mehmet.“ Dann steckte sie das Handy weg und stieg eine Haltestelle zu früh aus.

    Was verraten die Nachrichten von Jonas über ihn?
    Lösung zeigen
    1. Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
    2. „Alle lachen darüber.“ Später: „Das Foto von Mehmet ist das beste.“
    3. Also: Er lacht mit den anderen über die Fotos.
    Ergebnis:
    Er lacht mit den anderen über die Fotos.
  3. ★6
    Die letzte Flasche:
    Ich stand im Supermarkt am Pfandautomaten, zwei leere Flaschen in der Hand. Vor mir ein alter Mann mit einem Beutel voller Flaschen. Er schob sie einzeln hinein, jede langsam, als würde er sie zählen. //

    Hinter mir seufzte jemand laut. Ich drehte mich nicht um. //

    Die letzte Flasche nahm der Automat nicht. Der Mann schob sie wieder hinein, einmal, zweimal. Dann hielt er sie in der Hand und sah sie an. //

    „Darf ich mal?“, fragte ich und merkte erst dabei, dass ich es laut gesagt hatte. Ich strich das Etikett glatt und schob die Flasche hinein. Diesmal nahm der Automat sie. //

    Der Mann nickte mir zu. Er sagte nichts. Ich auch nicht. Aber als ich draußen war, wusste ich nicht mehr, was ich eigentlich hatte kaufen wollen.

    Pfandautomat: Ein Automat im Supermarkt. Man steckt leere Flaschen hinein und bekommt dafür ein paar Cent zurück.

    Was verrät „Ich drehte mich nicht um.“ über die erzählende Person?
    Lösung zeigen
    1. Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
    2. Hinter ihr seufzt jemand ungeduldig. Sie schaut nicht hin und wartet.
    3. Also: Sie will mit der Ungeduld hinter ihr nichts zu tun haben.
    Ergebnis:
    Sie will mit der Ungeduld hinter ihr nichts zu tun haben.

3Ich kann eine Inhaltsangabe im Präsens schreiben.

MerkenInhaltsangabe

Einleitungssatz mit Titel, Autor, Textsorte und Thema.

Dann die wichtigsten Schritte der Handlung der Reihe nach, im Präsens, Vorzeitiges im Perfekt. Eigene Worte, keine wörtliche Rede, keine Wertung.

BeispielInhaltsangabe mit der Checkliste prüfen

In welcher Zeitform steht eine Inhaltsangabe?
Schritt für Schritt
  1. Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
  2. Die Inhaltsangabe steht im Präsens, auch wenn die Geschichte im Präteritum erzählt.
  3. Also: Präsens
  1. Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
  2. Die Inhaltsangabe steht im Präsens, auch wenn die Geschichte im Präteritum erzählt.
  3. Also: Präsens
Ergebnis:
Präsens

ÜbenJetzt du

  1. ○7
    Welcher Einleitungssatz erfüllt die Checkliste?
    So fängst du an:
    Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
    Lösung zeigen
    1. Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
    2. Titel, Autor, Textsorte und Thema in einem Satz, ohne Wertung.
    3. Also: In Kafkas Parabel „Kleine Fabel“ geht es um eine Maus ohne Ausweg.
    Ergebnis:
    In Kafkas Parabel „Kleine Fabel“ geht es um eine Maus ohne Ausweg.
  2. ●8
    Aus einer Inhaltsangabe: „Am Ende steigt Selin aus. Vorher liest sie die Nachricht von Jonas.“ Welcher Punkt ist nicht erfüllt?
    Lösung zeigen
    1. Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
    2. Die Inhaltsangabe folgt der Handlung. Erst die Nachricht, dann das Aussteigen.
    3. Also: Reihenfolge der Handlung
    Ergebnis:
    Reihenfolge der Handlung
  3. ★9
    Was gehört in den Hauptteil einer Inhaltsangabe?
    Lösung zeigen
    1. Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
    2. Der Hauptteil gibt die Handlung knapp und der Reihe nach wieder.
    3. Also: die wichtigsten Handlungsschritte in der richtigen Reihenfolge
    Ergebnis:
    die wichtigsten Handlungsschritte in der richtigen Reihenfolge

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●10
    An der Tafel:
    Frau Okafor schrieb die Aufgabe an die Tafel. Dann sah sie in die Klasse. „Wer rechnet sie vor?“ //

    Ich wusste die Lösung. Ich hatte sie schon im Heft, sauber unterstrichen. Aber meine Hand blieb auf dem Tisch liegen, als wäre sie festgeklebt. //

    Nele meldete sich. Sie ging nach vorn, rechnete, strich durch, rechnete neu. Am Ende stimmte es nicht. Ein paar lachten leise. //

    „Danke, Nele“, sagte Frau Okafor. „Der Fehler bringt uns weiter. Wo ist er?“ //

    Ich sah auf mein Heft. Dann hob ich die Hand.

    Warum erzählt der Text so genau, wie Nele rechnet und durchstreicht?
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
    2. Sie versucht es vorn, vor allen, und gibt nicht gleich auf.
    3. Also: Man sieht, wie mutig Nele ist, obwohl es schiefgeht.
    Ergebnis:
    Man sieht, wie mutig Nele ist, obwohl es schiefgeht.
  2. ●11
    An der Tafel:
    Frau Okafor schrieb die Aufgabe an die Tafel. Dann sah sie in die Klasse. „Wer rechnet sie vor?“ //

    Ich wusste die Lösung. Ich hatte sie schon im Heft, sauber unterstrichen. Aber meine Hand blieb auf dem Tisch liegen, als wäre sie festgeklebt. //

    Nele meldete sich. Sie ging nach vorn, rechnete, strich durch, rechnete neu. Am Ende stimmte es nicht. Ein paar lachten leise. //

    „Danke, Nele“, sagte Frau Okafor. „Der Fehler bringt uns weiter. Wo ist er?“ //

    Ich sah auf mein Heft. Dann hob ich die Hand.

    Warum meldet sich die erzählende Person am Ende doch?
    Lösung zeigen
    1. Verbinde zwei Stellen im Text. Was folgt aus beiden zusammen?
    2. Die Lehrerin dankt Nele und fragt, wo es hakt.
    3. Also: Jetzt ist ein Fehler gesucht, und Fehler sind erlaubt.
    Ergebnis:
    Jetzt ist ein Fehler gesucht, und Fehler sind erlaubt.
  3. ●12
    Seltsamer Spazierritt (Auszug) – Johann Peter Hebel:
    Ein Mann reitet auf seinem Esel nach Haus und lässt seinen Buben zu Fuß nebenher laufen. [Ein Wanderer tadelt den Vater.] Da stieg der Vater vom Esel herab und ließ den Sohn reiten. Kommt wieder ein Wandersmann und sagt: Das ist nicht recht, Bursche, dass du reitest und lässest deinen Vater zu Fuß gehen. Du hast jüngere Beine. Da saßen beide auf und ritten eine Strecke. [Zwei weitere Wanderer tadeln auch das. Am Ende tragen Vater und Sohn den Esel an einem Pfahl nach Hause.] //

    So weit kann's kommen, wenn man es allen Leuten will recht machen.

    Was tun Vater und Sohn nach dem Tadel des zweiten Wandersmanns?
    Lösung zeigen
    1. Such die Stelle, an der die Figur etwas tut oder sagt.
    2. „Da saßen beide auf und ritten eine Strecke.“ Abgestiegen ist der Vater vorher.
    3. Also: Sie setzen sich beide auf den Esel.
    Ergebnis:
    Sie setzen sich beide auf den Esel.
  4. ●13
    Aus einer Inhaltsangabe: „Selin saß im Bus und zog ihr Handy aus der Jacke.“ Welcher Punkt der Checkliste ist nicht erfüllt?
    Lösung zeigen
    1. Nimm die Checkliste der Inhaltsangabe und prüf Punkt für Punkt.
    2. saß und zog stehen im Präteritum. Eine Inhaltsangabe steht im Präsens.
    3. Also: Präsens
    Ergebnis:
    Präsens
  5. ●14
    Der Schal:
    Oma hatte mir einen Schal gestrickt. Er war gelb und grün gestreift und lang genug für zwei. Ich bedankte mich und legte ihn ganz unten in den Schrank. //

    Im Januar war es so kalt, dass mir morgens die Ohren wehtaten. Ich nahm den Schal nur für den Weg zur Bushaltestelle und stopfte ihn in den Rucksack, bevor der Bus kam. //

    An einem Freitag vergaß ich es. Ich stand schon im Klassenraum, als Jasmin auf meinen Hals zeigte. „Wo hast du den her?“, fragte sie. „So einen will ich auch.“ //

    Am Samstag rief ich Oma an. Ich fragte, ob sie mir zeigt, wie man strickt.

    Welcher Satz ist der Wendepunkt?
    Lösung zeigen
    1. Such zuerst die Stelle, an der sich etwas ändert, und frag, wer erzählt.
    2. Ab hier schämt sich die Person nicht mehr, sie wird bewundert.
    3. Also: „So einen will ich auch.“
    Ergebnis:
    „So einen will ich auch.“
  6. ●15
    Der letzte Karton:
    Mila packte den letzten Karton. Oben drauf legte sie das Foto von der Klassenfahrt, alle zwanzig Gesichter, die Hälfte mit geschlossenen Augen. //

    „Du kannst ja jedes Wochenende herkommen“, hatte ihr Vater gesagt. Hamburg war vier Stunden entfernt. Mila hatte nicht geantwortet. //

    Unten hupte der Umzugswagen. Sie klebte den Karton zu und schrieb mit dickem Stift darauf: ZERBRECHLICH. //

    Dann riss sie das Klebeband noch einmal auf, nahm das Foto heraus und steckte es in ihre Jackentasche.

    Wie weit ist Hamburg entfernt?
    Lösung zeigen
    1. Such die Stelle, an der die Antwort steht. Lies den Satz davor und danach.
    2. „Hamburg war vier Stunden entfernt.“
    3. Also: vier Stunden
    Ergebnis:
    vier Stunden

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Aufbau der Kurzgeschichte
Eine Kurzgeschichte beginnt unvermittelt, kippt an einem Wendepunkt und endet oft offen.
Figuren belegen
Eine Eigenschaft einer Figur braucht eine Textstelle.
Inhaltsangabe
Einleitungssatz mit Titel, Autor, Textsorte und Thema.

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich kann den Aufbau einer Kurzgeschichte beschreiben.

    16
    Elf Minuten:
    Die Liste sollte um zwölf Uhr am schwarzen Brett hängen. Um elf Minuten vor zwölf stand Leon schon davor und tat so, als lese er den Speiseplan. //

    Er kannte ihn auswendig. Montag Nudeln, Dienstag Suppe. Er las ihn trotzdem dreimal. //

    Um zwölf kam Frau Brandt mit einem Blatt und zwei Reißzwecken. Sie lächelte ihm zu, und Leon wusste nicht, ob das ein gutes Zeichen war. Sie hängte das Blatt auf und ging. //

    Leon trat nicht näher. Andere drängten sich vor, jubelten, stöhnten, klopften sich auf die Schultern. Leon wartete, bis der Flur leer war. //

    Dann ging er zum Brett, fand die Zeile mit seinem Namen und blieb lange davor stehen.

    Was spannt die Geschichte bis zum Schluss?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Man erfährt nie, was neben Leons Namen steht.
  2. Ich kann Figuren aus dem Text belegen.

    17
    Seltsamer Spazierritt (Auszug) – Johann Peter Hebel:
    Ein Mann reitet auf seinem Esel nach Haus und lässt seinen Buben zu Fuß nebenher laufen. [Ein Wanderer tadelt den Vater.] Da stieg der Vater vom Esel herab und ließ den Sohn reiten. Kommt wieder ein Wandersmann und sagt: Das ist nicht recht, Bursche, dass du reitest und lässest deinen Vater zu Fuß gehen. Du hast jüngere Beine. Da saßen beide auf und ritten eine Strecke. [Zwei weitere Wanderer tadeln auch das. Am Ende tragen Vater und Sohn den Esel an einem Pfahl nach Hause.] //

    So weit kann's kommen, wenn man es allen Leuten will recht machen.

    Was tun Vater und Sohn nach dem Tadel des zweiten Wandersmanns?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Sie setzen sich beide auf den Esel.
  3. Ich kann eine Inhaltsangabe im Präsens schreiben.

    18
    Aus einer Inhaltsangabe: „Selin saß im Bus und zog ihr Handy aus der Jacke.“ Welcher Punkt der Checkliste ist nicht erfüllt?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Präsens

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Wörter

Wendepunkt
wo die Kurve die Krümmung wechselt

Lösungen

  1. „Der Fehler bringt uns weiter. Wo ist er?“
  2. Nicht nur der Inhalt, auch Milas Abschied ist empfindlich.
  3. „Darf ich mal?“, fragte ich.
  4. Er weiß nicht, ob es ein gutes Zeichen ist.
  5. Er lacht mit den anderen über die Fotos.
  6. Sie will mit der Ungeduld hinter ihr nichts zu tun haben.
  7. In Kafkas Parabel „Kleine Fabel“ geht es um eine Maus ohne Ausweg.
  8. Reihenfolge der Handlung
  9. die wichtigsten Handlungsschritte in der richtigen Reihenfolge
  10. Man sieht, wie mutig Nele ist, obwohl es schiefgeht.
  11. Jetzt ist ein Fehler gesucht, und Fehler sind erlaubt.
  12. Sie setzen sich beide auf den Esel.
  13. Präsens
  14. „So einen will ich auch.“
  15. vier Stunden
  16. Man erfährt nie, was neben Leons Namen steht.
  17. Sie setzen sich beide auf den Esel.
  18. Präsens
  19. Mia schwamm im See.
  20. Unsere Lehrerin spielte Fußball.
  21. Präposition
  22. Konjunktion