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Deutsch · Klasse 3 und 4 · Kapitel

Märchen, Fabel, Gedicht, Sachtext erkennen

EntdeckenDie Frage zum Kapitel

Woran erkennt man ein Märchen schon am ersten Satz?

Schreib eine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Für die Lehrkraft: Viele Märchen beginnen mit „Es war einmal“. Dann erwartet man Zauber, Könige und Hexen, und am Ende siegt das Gute. Quelle: Brüder Grimm, Kinder- und Hausmärchen, Ausgabe letzter Hand (1857)

  • Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
  • Merken kommt ins Heft
  • Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
  • Üben selbst rechnen
  • Achtung typischer Fehler
  • Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen

○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

Fit für das Kapitel?

Das brauchst du aus früheren Themen. Klappt es nicht, frag nach, bevor es losgeht.

ÜbenWeißt du das noch?

Die Stelle im Text finden: Satz für Satz lesen und prüfen, ob der Satz genau das sagt.

  1. ●23
    Der Stachelträger im Laub
    Der Igel ist ein Tier der Nacht. Am Tag schläft er in einem Versteck aus Laub. Erst am Abend geht er auf die Suche nach Futter.

    Auf dem Rücken trägt der Igel viele tausend Stacheln. Bei Gefahr rollt er sich zu einer Kugel zusammen. Dann schützen ihn die Stacheln. Seine Augen sind klein. Er hört und riecht aber sehr gut.

    Am liebsten frisst der Igel Käfer, Raupen und Regenwürmer. Milch darf man ihm nicht geben, denn davon wird er krank.

    Im Herbst frisst sich der Igel ein dickes Fettpolster an. Im Winter hält er einen langen Winterschlaf. Sein Herz schlägt dann ganz langsam. Er wacht erst im Frühling wieder auf.

    In Deutschland steht der Igel unter Schutz. Man darf ihn nicht einfach mitnehmen.

    Versteck: Ein Ort, an dem man nicht gesehen wird. Fettpolster: Eine dicke Schicht Fett unter der Haut, von der der Körper zehren kann. Winterschlaf: Ein langer, tiefer Schlaf mancher Tiere im Winter.

    Wo schläft der Igel am Tag? Welcher Satz sagt es?
    Lösung zeigen
    1. Sag die Frage mit eigenen Worten. Dann lies Satz für Satz.
    2. Die Antwort steht in Absatz 1.
    3. Also steht die Antwort in diesem Satz.
    Ergebnis:
    Am Tag schläft er in einem Versteck aus Laub.
  2. ●24
    Das Baumhaus
    Paula und ihr Großvater bauen zusammen ein Baumhaus. Opa sägt die Bretter. Paula hält die Leiter fest.

    Am Abend ist das Dach endlich fertig. Paula klettert hinauf und setzt sich ans Fenster. Von oben sieht sie bis zum See.

    In der Nacht regnet es stundenlang. Am Morgen rennt Paula aufgeregt in den Garten. Im Baumhaus ist alles trocken. Paula hebt beide Daumen. Opa grinst.

    Bretter: Flache, lange Stücke aus Holz. grinst: Lacht mit breitem Mund, ohne Ton.

    Was sieht Paula von oben? Welcher Satz sagt es?
    Lösung zeigen
    1. Sag die Frage mit eigenen Worten. Dann lies Satz für Satz.
    2. Die Antwort steht in Absatz 2.
    3. Also steht die Antwort in diesem Satz.
    Ergebnis:
    Von oben sieht sie bis zum See.

So kannst du es dir vorstellen

EntdeckenDie Textart weckt eine Leseerwartung

Jede Textart hat Merkmale. Ein Märchen hat Zauber, eine Fabel sprechende Tiere und eine Lehre, ein Gedicht Verse und Reime, ein Sachtext Tatsachen. Wer die Textart erkennt, weiß, was er beim Lesen erwarten darf.

WeiterdenkenDenk nach

Ein Text erzählt von einem Fuchs. Woran entscheidest du, ob es eine Fabel oder ein Sachtext ist?

1Ich erkenne, ob ein Text ein Märchen, eine Fabel, ein Gedicht oder ein Sachtext ist.

EntdeckenFrage

Woran erkennt man ein Märchen schon am ersten Satz?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Viele Märchen beginnen mit „Es war einmal“. Dann erwartet man Zauber, Könige und Hexen, und am Ende siegt das Gute.

MerkenVier Textarten

Jede Textart hat ein Merkmal.

Zauber zeigt ein Märchen, sprechende Tiere mit einer Lehre zeigen eine Fabel. Verse mit Reim zeigen ein Gedicht, Tatsachen einen Sachtext.

BeispielTextarten: Märchen, Fabel, Gedicht oder Sachtext erkennen

Der Hase und die Schildkröte
Der Hase lachte über die langsame Schildkröte. Die Schildkröte sagte: „Wir laufen um die Wette!“ Der Hase rannte los und legte sich bald unter einen Baum. Die Schildkröte lief ohne Pause weiter und kam zuerst ans Ziel. Die Lehre: Wer nicht aufgibt, kommt auch langsam ans Ziel.

Was für ein Text ist das?
Schritt für Schritt
  1. Lies den Text und such ein Merkmal.
  2. Diese Stelle verrät es: Die Schildkröte sagte: „Wir laufen um die Wette!“
  3. Also: Fabel.
  1. Lies den Text und such ein Merkmal.
  2. Diese Stelle verrät es: Die Schildkröte sagte: „Wir laufen um die Wette!“
  3. Also: Fabel.
Ergebnis:
Fabel

AchtungForm des Textes verwechselt: Märchen, Fabel, Gedicht oder Sachtext

So nicht
Ein Fuchs spricht mit einem Raben, am Ende steht eine Lehre. Antwort: Sachtext, weil es um Tiere geht.
So richtig
Fabel: Die Tiere sprechen wie Menschen, und es gibt eine Lehre. Ein Sachtext über Füchse nennt Tatsachen.

Such ein Merkmal im Text: Zauber, sprechende Tiere mit Lehre, Verse mit Reim oder Tatsachen.

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    Der Hase und die Schildkröte
    Der Hase lachte über die langsame Schildkröte. Die Schildkröte sagte: „Wir laufen um die Wette!“ Der Hase rannte los und legte sich bald unter einen Baum. Die Schildkröte lief ohne Pause weiter und kam zuerst ans Ziel. Die Lehre: Wer nicht aufgibt, kommt auch langsam ans Ziel.

    Welche Textart ist das? Denk an die vier Textarten.
    So fängst du an:
    Lies den Text und such ein Merkmal.
    Lösung zeigen
    1. Lies den Text und such ein Merkmal.
    2. Diese Stelle verrät es: Die Schildkröte sagte: „Wir laufen um die Wette!“
    3. Also: Fabel.
    Ergebnis:
    Fabel
  2. ●2
    Die Bienen
    Die Bienen fliegen hin und her,
    sie summen um den Baum.
    Der Honigtopf ist bald nicht leer,
    das ist ein süßer Traum.

    Welche Textart ist das? Denk an die vier Textarten.
    Lösung zeigen
    1. Lies den Text und such ein Merkmal.
    2. Der Text hat Verse, und die Zeilen reimen sich: Kreuzreim.
    3. Also: Gedicht.
    Ergebnis:
    Gedicht
  3. ★3
    Der Hund und sein Spiegelbild
    Ein Hund trug ein Stück Fleisch über eine Brücke. Im Wasser sah er sein Spiegelbild. Er dachte: „Der andere Hund hat ein größeres Stück!“ Er schnappte danach, und sein eigenes Fleisch fiel ins Wasser.

    Was für ein Text ist das? Such die Stelle, die es verrät.
    Lösung zeigen
    1. Lies den Text und such ein Merkmal.
    2. Diese Stelle verrät es: Er dachte: „Der andere Hund hat ein größeres Stück!“
    3. Also: Fabel.
    Ergebnis:
    Fabel

2Ich finde die Lehre einer Fabel und erkenne Märchen und Fabeln an ihren Merkmalen.

EntdeckenFrage

Warum sprechen in Fabeln Tiere?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Die Tiere stehen für Menschen: der schlaue Fuchs, der stolze Rabe. So zeigt die Fabel eine Lehre, ohne einen Menschen zu nennen.

MerkenDie Lehre

In der Fabel stehen Tiere für Menschen.

Die Lehre sagt, was Menschen aus der ganzen Geschichte lernen können. Ein einzelner Satz aus der Geschichte ist noch keine Lehre.

BeispielFabel: die Lehre finden

Der Löwe und die Maus
Ein Löwe fing eine kleine Maus. Die Maus bat: „Lass mich frei! Eines Tages helfe ich dir.“ Der Löwe lachte und ließ sie laufen. Bald hing der Löwe in einem Netz fest. Die Maus nagte das Netz durch, und der Löwe war frei.

Welche Lehre passt zu dieser Fabel?
Schritt für Schritt
  1. Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
  2. Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
  3. Also: Auch die Kleinen können den Großen helfen.
  1. Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
  2. Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
  3. Also: Auch die Kleinen können den Großen helfen.
Ergebnis:
Auch die Kleinen können den Großen helfen.

AchtungLesen: Einzelheit statt Kern

So nicht
Lehre der Fabel vom Fuchs und dem Raben: Der Käse fiel vom Ast hinunter.
So richtig
Glaub nicht jedem, der dich lobt. Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für einen Satz der Geschichte.

Die Lehre passt zur ganzen Fabel und gilt für alle Menschen, nicht nur für einen Satz.

ÜbenJetzt du

  1. ○4
    Die Stadtmaus und die Feldmaus
    Eine Feldmaus besuchte ihre Cousine in der Stadt. Die Stadtmaus sagte: „Bei mir gibt es jeden Tag Kuchen und Käse!“ Doch immer wieder kam eine Katze, und die Mäuse mussten fliehen. Da ging die Feldmaus zurück aufs Feld, wo sie in Ruhe fressen konnte.

    Was kann man aus dieser Fabel lernen?
    So fängst du an:
    Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
    Lösung zeigen
    1. Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
    2. Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
    3. Also: Ruhe ist oft mehr wert als Reichtum.
    Ergebnis:
    Ruhe ist oft mehr wert als Reichtum.
  2. ●5
    Der Hund und sein Spiegelbild
    Ein Hund trug ein Stück Fleisch über eine Brücke. Im Wasser sah er sein Spiegelbild. Er dachte: „Der andere Hund hat ein größeres Stück!“ Er schnappte danach, und sein eigenes Fleisch fiel ins Wasser.

    Was kann man aus dieser Fabel lernen?
    Lösung zeigen
    1. Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
    2. Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
    3. Also: Wer zu viel will, verliert leicht alles.
    Ergebnis:
    Wer zu viel will, verliert leicht alles.
  3. ★6
    Der Wolf und das Lamm
    Ein Lamm trank an einem Bach. Der Wolf kam und rief: „Du machst mir das Wasser schmutzig!“ Das Lamm antwortete: „Ich stehe doch weiter unten, das kann nicht sein.“ Der Wolf wollte nichts hören und fraß das Lamm.

    Was will die Fabel den Lesern sagen?
    Lösung zeigen
    1. Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
    2. Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
    3. Also: Der Stärkere findet immer einen Grund.
    Ergebnis:
    Der Stärkere findet immer einen Grund.

3Ich erkenne im Gedicht Verse, Strophen und Reime.

EntdeckenFrage

Warum darf ein Satz im Gedicht über zwei Zeilen laufen?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Im Gedicht zählt die Zeile, nicht der Satz. Eine Zeile heißt Vers, und ein Satz kann über mehrere Verse gehen. Mehrere Verse bilden eine Strophe.

MerkenReim, Vers, Strophe

Eine Zeile im Gedicht heißt Vers, mehrere Verse bilden eine Strophe.

Beim Reim klingen die Wörter am Zeilenende gleich. Paarreim heißt Zeile 1 und 2, Kreuzreim Zeile 1 und 3.

BeispielGedicht: Reim, Vers und Strophe

Mein Kater
Mein Kater schläft auf meinem Bett,
er schnurrt ganz leis und weich.
Er ist so rund und ist so nett
und träumt vom Fischerteich.

Welches Wort reimt sich auf „weich“?
Schritt für Schritt
  1. Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
  2. Zeile 2 endet mit „weich“, Zeile 4 mit „Fischerteich“.
  3. Also: Fischerteich.
  1. Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
  2. Zeile 2 endet mit „weich“, Zeile 4 mit „Fischerteich“.
  3. Also: Fischerteich.
Ergebnis:
Fischerteich

AchtungGestaltungsmittel ohne Signal bestimmt: Reim am Zeilenende

So nicht
Der Herbst ist da, der Wind ist kalt, die Blätter fallen still im Wald. Reim auf kalt: Blätter.
So richtig
Reim auf kalt: Wald. Beide Wörter stehen am Zeilenende und klingen am Ende gleich.

Lies nur die letzten Wörter der Zeilen laut. Welche klingen am Ende gleich?

ÜbenJetzt du

  1. ○7
    Der Bach
    Der Bach fließt munter durch den Wald,
    er springt und plätschert fort.
    Sein Wasser ist so frisch und kalt,
    und weiter geht es, Ort für Ort.

    Welches Wort reimt sich auf „Wald“?
    So fängst du an:
    Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
    Lösung zeigen
    1. Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
    2. Zeile 1 endet mit „Wald“, Zeile 3 mit „kalt“.
    3. Also: kalt.
    Ergebnis:
    kalt
  2. ●8
    Winter
    Im Winter fällt der weiße Schnee,
    es friert das Eis auf unserm See.
    Wir bauen einen Schneemann hier
    und trinken Tee um halb vier.

    Welches Wort reimt sich auf „Schnee“?
    Lösung zeigen
    1. Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
    2. Zeile 1 endet mit „Schnee“, Zeile 2 mit „See“.
    3. Also: See.
    Ergebnis:
    See
  3. ★9
    Die Amsel
    Am Morgen singt die Amsel laut,
    die Sonne malt den Himmel blau.
    Sie hat ein kleines Nest gebaut,
    das weiß ich ganz genau.

    Wie reimen sich die Zeilen dieser Strophe?
    Lösung zeigen
    1. Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
    2. Es reimen sich: laut und gebaut, blau und genau.
    3. Also: Kreuzreim.
    Ergebnis:
    Kreuzreim

4Ich erkenne, was ein Text will: informieren, erzählen oder eine Lehre zeigen.

EntdeckenFrage

Kann ein Text über einen Fuchs ein Sachtext und eine Fabel sein?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Nein. Der Sachtext nennt Tatsachen über echte Füchse. Die Fabel erzählt eine erfundene Geschichte, in der der Fuchs spricht.

MerkenWas will der Text?

Ein Sachtext informiert über die Wirklichkeit.

Märchen und Fabeln erzählen erfundene Geschichten. Ein Gedicht malt mit Versen und Reimen ein Bild.

BeispielTextarten: Was will der Text?

Herbst
Der Herbst ist da, der Wind ist kalt,
die Blätter fallen still im Wald.
Ich zieh die warme Jacke an
und renne, so schnell ich kann.

Was will dieser Text vor allem?
Schritt für Schritt
  1. Bestimm zuerst die Textart.
  2. Der Text hat Verse, und die Zeilen reimen sich: Paarreim.
  3. Also: mit Versen und Reimen ein Bild malen.
  1. Bestimm zuerst die Textart.
  2. Der Text hat Verse, und die Zeilen reimen sich: Paarreim.
  3. Also: mit Versen und Reimen ein Bild malen.
Ergebnis:
mit Versen und Reimen ein Bild malen

AchtungForm des Textes verwechselt: Absicht des Textes

So nicht
Ein Text über den Igel nennt die Zahl seiner Stacheln. Antwort: Er will eine Geschichte erzählen.
So richtig
Er will über Tatsachen informieren. Ein Sachtext erzählt keine erfundene Geschichte.

Informiert der Text über die Wirklichkeit, oder erzählt er eine erfundene Geschichte?

ÜbenJetzt du

  1. ○10
    Der Feldhase
    Feldhasen leben auf Wiesen und Feldern. Sie fressen Gras, Kräuter und Rinde. Ein Hase kann bis zu 70 Kilometer in der Stunde schnell laufen. Die Jungen kommen schon mit offenen Augen zur Welt.

    Was will dieser Text vor allem?
    So fängst du an:
    Bestimm zuerst die Textart.
    Lösung zeigen
    1. Bestimm zuerst die Textart.
    2. Der Text nennt Tatsachen.
    3. Also: über Tatsachen informieren.
    Ergebnis:
    über Tatsachen informieren
  2. ●11
    Der Igel
    Igel sind vor allem nachts unterwegs. Sie fressen Käfer, Würmer und Schnecken. Ein erwachsener Igel hat mehrere tausend Stacheln. Im Winter halten Igel einen Winterschlaf.

    Wozu ist dieser Text geschrieben?
    Lösung zeigen
    1. Bestimm zuerst die Textart.
    2. Der Text nennt Tatsachen: Ein erwachsener Igel hat mehrere tausend Stacheln.
    3. Also: über Tatsachen informieren.
    Ergebnis:
    über Tatsachen informieren
  3. ★12
    Ein Sachtext und eine Fabel handeln beide von der Ameise.
    Welcher Satz stammt aus dem Sachtext?
    Lösung zeigen
    1. Prüf jeden Satz: Tatsache oder Geschichte?
    2. Ein Sachtext informiert über die Wirklichkeit. Er nennt Tatsachen, oft auch Zahlen.
    3. Also stammt dieser Satz aus dem Sachtext.
    Ergebnis:
    Die Arbeiterinnen holen Futter und pflegen die Larven.

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●13
    Rotkäppchen
    Es war einmal ein Mädchen mit einer roten Kappe. Es brachte der Großmutter Kuchen und Saft. Unterwegs pflückte es Blumen am Weg. Am Ende befreite der Jäger die Großmutter und das Mädchen aus dem Bauch des Wolfes.

    Was für ein Text ist das?
    Lösung zeigen
    1. Lies den Text und such ein Merkmal.
    2. Diese Stelle verrät es: Es war einmal ein Mädchen mit einer roten Kappe.
    3. Also: Märchen.
    Ergebnis:
    Märchen
  2. ●14
    Ein Text hat dieses Merkmal: Es endet oft mit „Und wenn sie nicht gestorben sind …“.
    Zu welcher Textart passt das?
    Lösung zeigen
    1. Lies das Merkmal und denk an die vier Textarten.
    2. Ein Märchen beginnt oft mit „Es war einmal“. Es gibt Zauber, und am Ende siegt das Gute.
    3. Also: Märchen.
    Ergebnis:
    Märchen
  3. ●15
    Der Hund und sein Spiegelbild
    Ein Hund trug ein Stück Fleisch über eine Brücke. Im Wasser sah er sein Spiegelbild. Er dachte: „Der andere Hund hat ein größeres Stück!“ Er schnappte danach, und sein eigenes Fleisch fiel ins Wasser.

    Welche Lehre passt zu dieser Fabel?
    Lösung zeigen
    1. Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
    2. Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
    3. Also: Wer zu viel will, verliert leicht alles.
    Ergebnis:
    Wer zu viel will, verliert leicht alles.
  4. ●16
    Die Amsel
    Am Morgen singt die Amsel laut,
    die Sonne malt den Himmel blau.
    Sie hat ein kleines Nest gebaut,
    das weiß ich ganz genau.

    Was will dieser Text vor allem?
    Lösung zeigen
    1. Bestimm zuerst die Textart.
    2. Der Text hat Verse, und die Zeilen reimen sich: Kreuzreim.
    3. Also: mit Versen und Reimen ein Bild malen.
    Ergebnis:
    mit Versen und Reimen ein Bild malen
  5. ●17
    Der Mond
    Der Mond steht still am Himmelszelt,
    er leuchtet hell auf unsere Welt.
    Die Sterne blinken, groß und klein,
    und alle schlafen friedlich ein.

    Was für ein Text ist das? Achte auf den Anfang.
    Lösung zeigen
    1. Lies den Text und such ein Merkmal.
    2. Der Text hat Verse, und die Zeilen reimen sich: Paarreim.
    3. Also: Gedicht.
    Ergebnis:
    Gedicht
  6. ●18
    Ein Text hat dieses Merkmal: Tiere sprechen und handeln wie Menschen.
    Zu welcher Textart passt das?
    Lösung zeigen
    1. Lies das Merkmal und denk an die vier Textarten.
    2. In einer Fabel sprechen und handeln Tiere wie Menschen. Die Geschichte zeigt eine Lehre.
    3. Also: Fabel.
    Ergebnis:
    Fabel

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Vier Textarten
Jede Textart hat ein Merkmal.
Die Lehre
In der Fabel stehen Tiere für Menschen.
Reim, Vers, Strophe
Eine Zeile im Gedicht heißt Vers, mehrere Verse bilden eine Strophe.
Was will der Text?
Ein Sachtext informiert über die Wirklichkeit.

AchtungLesen: Vorwissen statt Text

So nicht
Lehre der Fabel vom Hasen und der Schildkröte: Hasen sind schneller als Schildkröten.
So richtig
Wer nicht aufgibt, kommt auch langsam ans Ziel. Das sagt die Geschichte, nicht das Wissen über Tiere.

Was du über das Tier weißt, ist noch keine Lehre. Was soll man aus der Geschichte lernen?

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich erkenne, ob ein Text ein Märchen, eine Fabel, ein Gedicht oder ein Sachtext ist.

    19
    Die Bienen
    Die Bienen fliegen hin und her,
    sie summen um den Baum.
    Der Honigtopf ist bald nicht leer,
    das ist ein süßer Traum.

    Was für ein Text ist das?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Gedicht
  2. Ich finde die Lehre einer Fabel und erkenne Märchen und Fabeln an ihren Merkmalen.

    20
    Der Fuchs und die Trauben
    Ein hungriger Fuchs sah süße Trauben an einem hohen Zaun. Er sprang hoch, aber er kam nicht an die Trauben. Da sagte er: „Die sind mir sowieso zu sauer!“ Dann ging er davon.

    Welche Lehre passt zu dieser Fabel?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Wer etwas nicht bekommt, redet es oft schlecht.
  3. Ich erkenne im Gedicht Verse, Strophen und Reime.

    21
    Die Amsel
    Am Morgen singt die Amsel laut,
    die Sonne malt den Himmel blau.
    Sie hat ein kleines Nest gebaut,
    das weiß ich ganz genau.

    Welches Wort reimt sich auf „laut“?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    gebaut
  4. Ich erkenne, was ein Text will: informieren, erzählen oder eine Lehre zeigen.

    22
    Der Feldhase
    Feldhasen leben auf Wiesen und Feldern. Sie fressen Gras, Kräuter und Rinde. Ein Hase kann bis zu 70 Kilometer in der Stunde schnell laufen. Die Jungen kommen schon mit offenen Augen zur Welt.

    Wozu ist dieser Text geschrieben?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    über Tatsachen informieren

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Die Frage vom Anfang

EntdeckenRückschau

Woran erkennt man ein Märchen schon am ersten Satz?

Lies deine Vermutung vom Anfang. Kannst du die Frage jetzt mit dem Kapitel beantworten?

Auflösung

Viele Märchen beginnen mit „Es war einmal“. Dann erwartet man Zauber, Könige und Hexen, und am Ende siegt das Gute.

Wörter

Gleichung
zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind

Lösungen

  1. Fabel
  2. Gedicht
  3. Fabel
  4. Ruhe ist oft mehr wert als Reichtum.
  5. Wer zu viel will, verliert leicht alles.
  6. Der Stärkere findet immer einen Grund.
  7. kalt
  8. See
  9. Kreuzreim
  10. über Tatsachen informieren
  11. über Tatsachen informieren
  12. Die Arbeiterinnen holen Futter und pflegen die Larven.
  13. Märchen
  14. Märchen
  15. Wer zu viel will, verliert leicht alles.
  16. mit Versen und Reimen ein Bild malen
  17. Gedicht
  18. Fabel
  19. Gedicht
  20. Wer etwas nicht bekommt, redet es oft schlecht.
  21. gebaut
  22. über Tatsachen informieren
  23. Am Tag schläft er in einem Versteck aus Laub.
  24. Von oben sieht sie bis zum See.