Deutsch · Klasse 3 und 4 · Kapitel
Märchen, Fabel, Gedicht, Sachtext erkennen
EntdeckenDie Frage zum Kapitel
Woran erkennt man ein Märchen schon am ersten Satz?
Schreib eine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Für die Lehrkraft: Viele Märchen beginnen mit „Es war einmal“. Dann erwartet man Zauber, Könige und Hexen, und am Ende siegt das Gute. Quelle: Brüder Grimm, Kinder- und Hausmärchen, Ausgabe letzter Hand (1857)
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
Fit für das Kapitel?
Das brauchst du aus früheren Themen. Klappt es nicht, frag nach, bevor es losgeht.
ÜbenWeißt du das noch?
Die Stelle im Text finden: Satz für Satz lesen und prüfen, ob der Satz genau das sagt.
- ●23Der Stachelträger im Laub
Der Igel ist ein Tier der Nacht. Am Tag schläft er in einem Versteck aus Laub. Erst am Abend geht er auf die Suche nach Futter.
Auf dem Rücken trägt der Igel viele tausend Stacheln. Bei Gefahr rollt er sich zu einer Kugel zusammen. Dann schützen ihn die Stacheln. Seine Augen sind klein. Er hört und riecht aber sehr gut.
Am liebsten frisst der Igel Käfer, Raupen und Regenwürmer. Milch darf man ihm nicht geben, denn davon wird er krank.
Im Herbst frisst sich der Igel ein dickes Fettpolster an. Im Winter hält er einen langen Winterschlaf. Sein Herz schlägt dann ganz langsam. Er wacht erst im Frühling wieder auf.
In Deutschland steht der Igel unter Schutz. Man darf ihn nicht einfach mitnehmen.
Versteck: Ein Ort, an dem man nicht gesehen wird. Fettpolster: Eine dicke Schicht Fett unter der Haut, von der der Körper zehren kann. Winterschlaf: Ein langer, tiefer Schlaf mancher Tiere im Winter.
Wo schläft der Igel am Tag? Welcher Satz sagt es?Lösung zeigen
- Sag die Frage mit eigenen Worten. Dann lies Satz für Satz.
- Die Antwort steht in Absatz 1.
- Also steht die Antwort in diesem Satz.
Ergebnis:Am Tag schläft er in einem Versteck aus Laub. - ●24Das Baumhaus
Paula und ihr Großvater bauen zusammen ein Baumhaus. Opa sägt die Bretter. Paula hält die Leiter fest.
Am Abend ist das Dach endlich fertig. Paula klettert hinauf und setzt sich ans Fenster. Von oben sieht sie bis zum See.
In der Nacht regnet es stundenlang. Am Morgen rennt Paula aufgeregt in den Garten. Im Baumhaus ist alles trocken. Paula hebt beide Daumen. Opa grinst.
Bretter: Flache, lange Stücke aus Holz. grinst: Lacht mit breitem Mund, ohne Ton.
Was sieht Paula von oben? Welcher Satz sagt es?Lösung zeigen
- Sag die Frage mit eigenen Worten. Dann lies Satz für Satz.
- Die Antwort steht in Absatz 2.
- Also steht die Antwort in diesem Satz.
Ergebnis:Von oben sieht sie bis zum See.
So kannst du es dir vorstellen
EntdeckenDie Textart weckt eine Leseerwartung
Jede Textart hat Merkmale. Ein Märchen hat Zauber, eine Fabel sprechende Tiere und eine Lehre, ein Gedicht Verse und Reime, ein Sachtext Tatsachen. Wer die Textart erkennt, weiß, was er beim Lesen erwarten darf.
WeiterdenkenDenk nach
Ein Text erzählt von einem Fuchs. Woran entscheidest du, ob es eine Fabel oder ein Sachtext ist?
1Ich erkenne, ob ein Text ein Märchen, eine Fabel, ein Gedicht oder ein Sachtext ist.
EntdeckenFrage
Woran erkennt man ein Märchen schon am ersten Satz?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Viele Märchen beginnen mit „Es war einmal“. Dann erwartet man Zauber, Könige und Hexen, und am Ende siegt das Gute.
MerkenVier Textarten
Jede Textart hat ein Merkmal.
Zauber zeigt ein Märchen, sprechende Tiere mit einer Lehre zeigen eine Fabel. Verse mit Reim zeigen ein Gedicht, Tatsachen einen Sachtext.
BeispielTextarten: Märchen, Fabel, Gedicht oder Sachtext erkennen
Der Hase lachte über die langsame Schildkröte. Die Schildkröte sagte: „Wir laufen um die Wette!“ Der Hase rannte los und legte sich bald unter einen Baum. Die Schildkröte lief ohne Pause weiter und kam zuerst ans Ziel. Die Lehre: Wer nicht aufgibt, kommt auch langsam ans Ziel.
Was für ein Text ist das?
Schritt für Schritt
- Lies den Text und such ein Merkmal.
- Diese Stelle verrät es: Die Schildkröte sagte: „Wir laufen um die Wette!“
- Also: Fabel.
- Lies den Text und such ein Merkmal.
- Diese Stelle verrät es: Die Schildkröte sagte: „Wir laufen um die Wette!“
- Also: Fabel.
AchtungForm des Textes verwechselt: Märchen, Fabel, Gedicht oder Sachtext
Ein Fuchs spricht mit einem Raben, am Ende steht eine Lehre. Antwort: Sachtext, weil es um Tiere geht.
Fabel: Die Tiere sprechen wie Menschen, und es gibt eine Lehre. Ein Sachtext über Füchse nennt Tatsachen.
Such ein Merkmal im Text: Zauber, sprechende Tiere mit Lehre, Verse mit Reim oder Tatsachen.
ÜbenJetzt du
- ○1Der Hase und die Schildkröte
Der Hase lachte über die langsame Schildkröte. Die Schildkröte sagte: „Wir laufen um die Wette!“ Der Hase rannte los und legte sich bald unter einen Baum. Die Schildkröte lief ohne Pause weiter und kam zuerst ans Ziel. Die Lehre: Wer nicht aufgibt, kommt auch langsam ans Ziel.
Welche Textart ist das? Denk an die vier Textarten.So fängst du an:Lies den Text und such ein Merkmal.Lösung zeigen
- Lies den Text und such ein Merkmal.
- Diese Stelle verrät es: Die Schildkröte sagte: „Wir laufen um die Wette!“
- Also: Fabel.
Ergebnis:Fabel - ●2Die Bienen
Die Bienen fliegen hin und her,
sie summen um den Baum.
Der Honigtopf ist bald nicht leer,
das ist ein süßer Traum.
Welche Textart ist das? Denk an die vier Textarten.Lösung zeigen
- Lies den Text und such ein Merkmal.
- Der Text hat Verse, und die Zeilen reimen sich: Kreuzreim.
- Also: Gedicht.
Ergebnis:Gedicht - ★3Der Hund und sein Spiegelbild
Ein Hund trug ein Stück Fleisch über eine Brücke. Im Wasser sah er sein Spiegelbild. Er dachte: „Der andere Hund hat ein größeres Stück!“ Er schnappte danach, und sein eigenes Fleisch fiel ins Wasser.
Was für ein Text ist das? Such die Stelle, die es verrät.Lösung zeigen
- Lies den Text und such ein Merkmal.
- Diese Stelle verrät es: Er dachte: „Der andere Hund hat ein größeres Stück!“
- Also: Fabel.
Ergebnis:Fabel
2Ich finde die Lehre einer Fabel und erkenne Märchen und Fabeln an ihren Merkmalen.
EntdeckenFrage
Warum sprechen in Fabeln Tiere?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Die Tiere stehen für Menschen: der schlaue Fuchs, der stolze Rabe. So zeigt die Fabel eine Lehre, ohne einen Menschen zu nennen.
MerkenDie Lehre
In der Fabel stehen Tiere für Menschen.
Die Lehre sagt, was Menschen aus der ganzen Geschichte lernen können. Ein einzelner Satz aus der Geschichte ist noch keine Lehre.
BeispielFabel: die Lehre finden
Ein Löwe fing eine kleine Maus. Die Maus bat: „Lass mich frei! Eines Tages helfe ich dir.“ Der Löwe lachte und ließ sie laufen. Bald hing der Löwe in einem Netz fest. Die Maus nagte das Netz durch, und der Löwe war frei.
Welche Lehre passt zu dieser Fabel?
Schritt für Schritt
- Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
- Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
- Also: Auch die Kleinen können den Großen helfen.
- Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
- Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
- Also: Auch die Kleinen können den Großen helfen.
AchtungLesen: Einzelheit statt Kern
Lehre der Fabel vom Fuchs und dem Raben: Der Käse fiel vom Ast hinunter.
Glaub nicht jedem, der dich lobt. Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für einen Satz der Geschichte.
Die Lehre passt zur ganzen Fabel und gilt für alle Menschen, nicht nur für einen Satz.
ÜbenJetzt du
- ○4Die Stadtmaus und die Feldmaus
Eine Feldmaus besuchte ihre Cousine in der Stadt. Die Stadtmaus sagte: „Bei mir gibt es jeden Tag Kuchen und Käse!“ Doch immer wieder kam eine Katze, und die Mäuse mussten fliehen. Da ging die Feldmaus zurück aufs Feld, wo sie in Ruhe fressen konnte.
Was kann man aus dieser Fabel lernen?So fängst du an:Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.Lösung zeigen
- Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
- Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
- Also: Ruhe ist oft mehr wert als Reichtum.
Ergebnis:Ruhe ist oft mehr wert als Reichtum. - ●5Der Hund und sein Spiegelbild
Ein Hund trug ein Stück Fleisch über eine Brücke. Im Wasser sah er sein Spiegelbild. Er dachte: „Der andere Hund hat ein größeres Stück!“ Er schnappte danach, und sein eigenes Fleisch fiel ins Wasser.
Was kann man aus dieser Fabel lernen?Lösung zeigen
- Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
- Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
- Also: Wer zu viel will, verliert leicht alles.
Ergebnis:Wer zu viel will, verliert leicht alles. - ★6Der Wolf und das Lamm
Ein Lamm trank an einem Bach. Der Wolf kam und rief: „Du machst mir das Wasser schmutzig!“ Das Lamm antwortete: „Ich stehe doch weiter unten, das kann nicht sein.“ Der Wolf wollte nichts hören und fraß das Lamm.
Was will die Fabel den Lesern sagen?Lösung zeigen
- Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
- Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
- Also: Der Stärkere findet immer einen Grund.
Ergebnis:Der Stärkere findet immer einen Grund.
3Ich erkenne im Gedicht Verse, Strophen und Reime.
EntdeckenFrage
Warum darf ein Satz im Gedicht über zwei Zeilen laufen?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Im Gedicht zählt die Zeile, nicht der Satz. Eine Zeile heißt Vers, und ein Satz kann über mehrere Verse gehen. Mehrere Verse bilden eine Strophe.
MerkenReim, Vers, Strophe
Eine Zeile im Gedicht heißt Vers, mehrere Verse bilden eine Strophe.
Beim Reim klingen die Wörter am Zeilenende gleich. Paarreim heißt Zeile 1 und 2, Kreuzreim Zeile 1 und 3.
BeispielGedicht: Reim, Vers und Strophe
Mein Kater schläft auf meinem Bett,
er schnurrt ganz leis und weich.
Er ist so rund und ist so nett
und träumt vom Fischerteich.
Welches Wort reimt sich auf „weich“?
Schritt für Schritt
- Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
- Zeile 2 endet mit „weich“, Zeile 4 mit „Fischerteich“.
- Also: Fischerteich.
- Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
- Zeile 2 endet mit „weich“, Zeile 4 mit „Fischerteich“.
- Also: Fischerteich.
AchtungGestaltungsmittel ohne Signal bestimmt: Reim am Zeilenende
Der Herbst ist da, der Wind ist kalt, die Blätter fallen still im Wald. Reim auf kalt: Blätter.
Reim auf kalt: Wald. Beide Wörter stehen am Zeilenende und klingen am Ende gleich.
Lies nur die letzten Wörter der Zeilen laut. Welche klingen am Ende gleich?
ÜbenJetzt du
- ○7Der Bach
Der Bach fließt munter durch den Wald,
er springt und plätschert fort.
Sein Wasser ist so frisch und kalt,
und weiter geht es, Ort für Ort.
Welches Wort reimt sich auf „Wald“?So fängst du an:Lies die letzten Wörter aller Zeilen.Lösung zeigen
- Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
- Zeile 1 endet mit „Wald“, Zeile 3 mit „kalt“.
- Also: kalt.
Ergebnis:kalt - ●8Winter
Im Winter fällt der weiße Schnee,
es friert das Eis auf unserm See.
Wir bauen einen Schneemann hier
und trinken Tee um halb vier.
Welches Wort reimt sich auf „Schnee“?Lösung zeigen
- Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
- Zeile 1 endet mit „Schnee“, Zeile 2 mit „See“.
- Also: See.
Ergebnis:See - ★9Die Amsel
Am Morgen singt die Amsel laut,
die Sonne malt den Himmel blau.
Sie hat ein kleines Nest gebaut,
das weiß ich ganz genau.
Wie reimen sich die Zeilen dieser Strophe?Lösung zeigen
- Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
- Es reimen sich: laut und gebaut, blau und genau.
- Also: Kreuzreim.
Ergebnis:Kreuzreim
4Ich erkenne, was ein Text will: informieren, erzählen oder eine Lehre zeigen.
EntdeckenFrage
Kann ein Text über einen Fuchs ein Sachtext und eine Fabel sein?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Nein. Der Sachtext nennt Tatsachen über echte Füchse. Die Fabel erzählt eine erfundene Geschichte, in der der Fuchs spricht.
MerkenWas will der Text?
Ein Sachtext informiert über die Wirklichkeit.
Märchen und Fabeln erzählen erfundene Geschichten. Ein Gedicht malt mit Versen und Reimen ein Bild.
BeispielTextarten: Was will der Text?
Der Herbst ist da, der Wind ist kalt,
die Blätter fallen still im Wald.
Ich zieh die warme Jacke an
und renne, so schnell ich kann.
Was will dieser Text vor allem?
Schritt für Schritt
- Bestimm zuerst die Textart.
- Der Text hat Verse, und die Zeilen reimen sich: Paarreim.
- Also: mit Versen und Reimen ein Bild malen.
- Bestimm zuerst die Textart.
- Der Text hat Verse, und die Zeilen reimen sich: Paarreim.
- Also: mit Versen und Reimen ein Bild malen.
AchtungForm des Textes verwechselt: Absicht des Textes
Ein Text über den Igel nennt die Zahl seiner Stacheln. Antwort: Er will eine Geschichte erzählen.
Er will über Tatsachen informieren. Ein Sachtext erzählt keine erfundene Geschichte.
Informiert der Text über die Wirklichkeit, oder erzählt er eine erfundene Geschichte?
ÜbenJetzt du
- ○10Der Feldhase
Feldhasen leben auf Wiesen und Feldern. Sie fressen Gras, Kräuter und Rinde. Ein Hase kann bis zu 70 Kilometer in der Stunde schnell laufen. Die Jungen kommen schon mit offenen Augen zur Welt.
Was will dieser Text vor allem?So fängst du an:Bestimm zuerst die Textart.Lösung zeigen
- Bestimm zuerst die Textart.
- Der Text nennt Tatsachen.
- Also: über Tatsachen informieren.
Ergebnis:über Tatsachen informieren - ●11Der Igel
Igel sind vor allem nachts unterwegs. Sie fressen Käfer, Würmer und Schnecken. Ein erwachsener Igel hat mehrere tausend Stacheln. Im Winter halten Igel einen Winterschlaf.
Wozu ist dieser Text geschrieben?Lösung zeigen
- Bestimm zuerst die Textart.
- Der Text nennt Tatsachen: Ein erwachsener Igel hat mehrere tausend Stacheln.
- Also: über Tatsachen informieren.
Ergebnis:über Tatsachen informieren - ★12Ein Sachtext und eine Fabel handeln beide von der Ameise.
Welcher Satz stammt aus dem Sachtext?Lösung zeigen
- Prüf jeden Satz: Tatsache oder Geschichte?
- Ein Sachtext informiert über die Wirklichkeit. Er nennt Tatsachen, oft auch Zahlen.
- Also stammt dieser Satz aus dem Sachtext.
Ergebnis:Die Arbeiterinnen holen Futter und pflegen die Larven.
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●13Rotkäppchen
Es war einmal ein Mädchen mit einer roten Kappe. Es brachte der Großmutter Kuchen und Saft. Unterwegs pflückte es Blumen am Weg. Am Ende befreite der Jäger die Großmutter und das Mädchen aus dem Bauch des Wolfes.
Was für ein Text ist das?Lösung zeigen
- Lies den Text und such ein Merkmal.
- Diese Stelle verrät es: Es war einmal ein Mädchen mit einer roten Kappe.
- Also: Märchen.
Ergebnis:Märchen - ●14Ein Text hat dieses Merkmal: Es endet oft mit „Und wenn sie nicht gestorben sind …“.
Zu welcher Textart passt das?Lösung zeigen
- Lies das Merkmal und denk an die vier Textarten.
- Ein Märchen beginnt oft mit „Es war einmal“. Es gibt Zauber, und am Ende siegt das Gute.
- Also: Märchen.
Ergebnis:Märchen - ●15Der Hund und sein Spiegelbild
Ein Hund trug ein Stück Fleisch über eine Brücke. Im Wasser sah er sein Spiegelbild. Er dachte: „Der andere Hund hat ein größeres Stück!“ Er schnappte danach, und sein eigenes Fleisch fiel ins Wasser.
Welche Lehre passt zu dieser Fabel?Lösung zeigen
- Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
- Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
- Also: Wer zu viel will, verliert leicht alles.
Ergebnis:Wer zu viel will, verliert leicht alles. - ●16Die Amsel
Am Morgen singt die Amsel laut,
die Sonne malt den Himmel blau.
Sie hat ein kleines Nest gebaut,
das weiß ich ganz genau.
Was will dieser Text vor allem?Lösung zeigen
- Bestimm zuerst die Textart.
- Der Text hat Verse, und die Zeilen reimen sich: Kreuzreim.
- Also: mit Versen und Reimen ein Bild malen.
Ergebnis:mit Versen und Reimen ein Bild malen - ●17Der Mond
Der Mond steht still am Himmelszelt,
er leuchtet hell auf unsere Welt.
Die Sterne blinken, groß und klein,
und alle schlafen friedlich ein.
Was für ein Text ist das? Achte auf den Anfang.Lösung zeigen
- Lies den Text und such ein Merkmal.
- Der Text hat Verse, und die Zeilen reimen sich: Paarreim.
- Also: Gedicht.
Ergebnis:Gedicht - ●18Ein Text hat dieses Merkmal: Tiere sprechen und handeln wie Menschen.
Zu welcher Textart passt das?Lösung zeigen
- Lies das Merkmal und denk an die vier Textarten.
- In einer Fabel sprechen und handeln Tiere wie Menschen. Die Geschichte zeigt eine Lehre.
- Also: Fabel.
Ergebnis:Fabel
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Vier Textarten
- Jede Textart hat ein Merkmal.
- Die Lehre
- In der Fabel stehen Tiere für Menschen.
- Reim, Vers, Strophe
- Eine Zeile im Gedicht heißt Vers, mehrere Verse bilden eine Strophe.
- Was will der Text?
- Ein Sachtext informiert über die Wirklichkeit.
AchtungLesen: Vorwissen statt Text
Lehre der Fabel vom Hasen und der Schildkröte: Hasen sind schneller als Schildkröten.
Wer nicht aufgibt, kommt auch langsam ans Ziel. Das sagt die Geschichte, nicht das Wissen über Tiere.
Was du über das Tier weißt, ist noch keine Lehre. Was soll man aus der Geschichte lernen?
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich erkenne, ob ein Text ein Märchen, eine Fabel, ein Gedicht oder ein Sachtext ist.
19Die Bienen
Die Bienen fliegen hin und her,
sie summen um den Baum.
Der Honigtopf ist bald nicht leer,
das ist ein süßer Traum.
Was für ein Text ist das?Lösung zeigen
Ergebnis:GedichtIch finde die Lehre einer Fabel und erkenne Märchen und Fabeln an ihren Merkmalen.
20Der Fuchs und die Trauben
Ein hungriger Fuchs sah süße Trauben an einem hohen Zaun. Er sprang hoch, aber er kam nicht an die Trauben. Da sagte er: „Die sind mir sowieso zu sauer!“ Dann ging er davon.
Welche Lehre passt zu dieser Fabel?Lösung zeigen
Ergebnis:Wer etwas nicht bekommt, redet es oft schlecht.Ich erkenne im Gedicht Verse, Strophen und Reime.
21Die Amsel
Am Morgen singt die Amsel laut,
die Sonne malt den Himmel blau.
Sie hat ein kleines Nest gebaut,
das weiß ich ganz genau.
Welches Wort reimt sich auf „laut“?Lösung zeigen
Ergebnis:gebautIch erkenne, was ein Text will: informieren, erzählen oder eine Lehre zeigen.
22Der Feldhase
Feldhasen leben auf Wiesen und Feldern. Sie fressen Gras, Kräuter und Rinde. Ein Hase kann bis zu 70 Kilometer in der Stunde schnell laufen. Die Jungen kommen schon mit offenen Augen zur Welt.
Wozu ist dieser Text geschrieben?Lösung zeigen
Ergebnis:über Tatsachen informieren
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Die Frage vom Anfang
EntdeckenRückschau
Woran erkennt man ein Märchen schon am ersten Satz?
Lies deine Vermutung vom Anfang. Kannst du die Frage jetzt mit dem Kapitel beantworten?
Auflösung
Viele Märchen beginnen mit „Es war einmal“. Dann erwartet man Zauber, Könige und Hexen, und am Ende siegt das Gute.
Wörter
- Gleichung
- zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind
Lösungen
- Fabel
- Gedicht
- Fabel
- Ruhe ist oft mehr wert als Reichtum.
- Wer zu viel will, verliert leicht alles.
- Der Stärkere findet immer einen Grund.
- kalt
- See
- Kreuzreim
- über Tatsachen informieren
- über Tatsachen informieren
- Die Arbeiterinnen holen Futter und pflegen die Larven.
- Märchen
- Märchen
- Wer zu viel will, verliert leicht alles.
- mit Versen und Reimen ein Bild malen
- Gedicht
- Fabel
- Gedicht
- Wer etwas nicht bekommt, redet es oft schlecht.
- gebaut
- über Tatsachen informieren
- Am Tag schläft er in einem Versteck aus Laub.
- Von oben sieht sie bis zum See.