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Deutsch · Klasse 3 und 4 · Kapitel

Märchen, Fabel, Gedicht, Sachtext erkennen

EntdeckenDie Frage zum Kapitel

Woran erkennt man ein Märchen schon am ersten Satz?

Schreib eine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Für die Lehrkraft: Viele Märchen beginnen mit „Es war einmal“. Dann erwartet man Zauber, Könige und Hexen, und am Ende siegt das Gute. Quelle: Brüder Grimm, Kinder- und Hausmärchen, Ausgabe letzter Hand (1857)

  • Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
  • Merken kommt ins Heft
  • Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
  • Üben selbst rechnen
  • Achtung typischer Fehler
  • Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen

○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

Fit für das Kapitel?

Das brauchst du aus früheren Themen. Klappt es nicht, frag nach, bevor es losgeht.

ÜbenWeißt du das noch?

Die Stelle im Text finden: Satz für Satz lesen und prüfen, ob der Satz genau das sagt.

  1. ●23
    Der Tanz der Bienen
    Eine Honigbiene hat viele Blüten gefunden. Sie fliegt zurück in den Bienenstock. Dort tanzt sie auf der Wabe.

    Der Tanz ist eine Nachricht. Tanzt die Biene im Kreis, sind die Blüten ganz nah. Tanzt sie eine Acht und wackelt dabei, liegen sie weiter weg.

    Die anderen Bienen laufen hinter der Tänzerin her. Sie riechen auch den Duft der Blüten an ihr. Dann fliegen sie los und finden den Weg.

    Wabe: Eine Wand aus Wachs mit vielen kleinen Kammern im Bienenstock. Nachricht: Etwas, das man anderen mitteilt.

    Wo tanzt die Biene? Welcher Satz sagt es?
    Lösung zeigen
    1. Sag die Frage mit eigenen Worten. Dann lies Satz für Satz.
    2. Die Antwort steht in Absatz 1.
    3. Also steht die Antwort in diesem Satz.
    Ergebnis:
    Dort tanzt sie auf der Wabe.
  2. ●24
    Warum der Mond leuchtet
    Nachts sieht der Mond oft hell aus. Aber er leuchtet nicht selbst. Er ist eine große Kugel aus Gestein.

    Das Licht kommt von der Sonne. Die Sonne scheint auf den Mond. Der Mond wirft das Licht zurück zur Erde, wie ein Spiegel.

    Der Mond wandert in einem Monat einmal um die Erde. Deshalb sehen wir jeden Abend einen anderen Teil seiner hellen Seite. Mal ist er rund, mal nur eine schmale Sichel.

    Gestein: Viel hartes Material aus Steinen. Sichel: Eine schmale, gebogene Form wie ein Teil eines Kreises.

    Woher kommt das Licht des Mondes? Welcher Satz sagt es?
    Lösung zeigen
    1. Sag die Frage mit eigenen Worten. Dann lies Satz für Satz.
    2. Die Antwort steht in Absatz 2.
    3. Also steht die Antwort in diesem Satz.
    Ergebnis:
    Das Licht kommt von der Sonne.

So kannst du es dir vorstellen

EntdeckenDie Textart weckt eine Leseerwartung

Jede Textart hat Merkmale. Ein Märchen hat Zauber, eine Fabel sprechende Tiere und eine Lehre, ein Gedicht Verse und Reime, ein Sachtext Tatsachen. Wer die Textart erkennt, weiß, was er beim Lesen erwarten darf.

WeiterdenkenDenk nach

Ein Text erzählt von einem Fuchs. Woran entscheidest du, ob es eine Fabel oder ein Sachtext ist?

1Ich erkenne, ob ein Text ein Märchen, eine Fabel, ein Gedicht oder ein Sachtext ist.

EntdeckenFrage

Woran erkennt man ein Märchen schon am ersten Satz?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Viele Märchen beginnen mit „Es war einmal“. Dann erwartet man Zauber, Könige und Hexen, und am Ende siegt das Gute.

MerkenVier Textarten

Jede Textart hat ein Merkmal.

Zauber zeigt ein Märchen, sprechende Tiere mit einer Lehre zeigen eine Fabel. Verse mit Reim zeigen ein Gedicht, Tatsachen einen Sachtext.

BeispielTextarten: Märchen, Fabel, Gedicht oder Sachtext erkennen

Der Hase und die Schildkröte
Der Hase lachte über die langsame Schildkröte. Die Schildkröte sagte: „Wir laufen um die Wette!“ Der Hase rannte los und legte sich bald unter einen Baum. Die Schildkröte lief ohne Pause weiter und kam zuerst ans Ziel. Die Lehre: Wer nicht aufgibt, kommt auch langsam ans Ziel.

Was für ein Text ist das? Achte auf den Anfang.
Schritt für Schritt
  1. Lies den Text und such ein Merkmal.
  2. Diese Stelle verrät es: Die Schildkröte sagte: „Wir laufen um die Wette!“
  3. Also: Fabel.
  1. Lies den Text und such ein Merkmal.
  2. Diese Stelle verrät es: Die Schildkröte sagte: „Wir laufen um die Wette!“
  3. Also: Fabel.
Ergebnis:
Fabel

AchtungForm des Textes verwechselt: Märchen, Fabel, Gedicht oder Sachtext

So nicht
Ein Fuchs spricht mit einem Raben, am Ende steht eine Lehre. Antwort: Sachtext, weil es um Tiere geht.
So richtig
Fabel: Die Tiere sprechen wie Menschen, und es gibt eine Lehre. Ein Sachtext über Füchse nennt Tatsachen.

Such ein Merkmal im Text: Zauber, sprechende Tiere mit Lehre, Verse mit Reim oder Tatsachen.

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    Schneewittchen
    Es war einmal eine Königstochter, so weiß wie Schnee. Ihre Stiefmutter fragte jeden Tag ihren Spiegel, wer die Schönste im Land sei. Schneewittchen floh in den Wald zu sieben Zwergen. Am Ende weckte ein Königssohn es aus dem tiefen Schlaf.

    Welche Textart ist das? Denk an die vier Textarten.
    So fängst du an:
    Lies den Text und such ein Merkmal.
    Lösung zeigen
    1. Lies den Text und such ein Merkmal.
    2. Diese Stelle verrät es: Es war einmal eine Königstochter, so weiß wie Schnee.
    3. Also: Märchen.
    Ergebnis:
    Märchen
  2. ●2
    Der Feldhase
    Feldhasen leben auf Wiesen und Feldern. Sie fressen Gras, Kräuter und Rinde. Ein Hase kann bis zu 70 Kilometer in der Stunde schnell laufen. Die Jungen kommen schon mit offenen Augen zur Welt.

    Was für ein Text ist das?
    Lösung zeigen
    1. Lies den Text und such ein Merkmal.
    2. Der Text nennt Tatsachen.
    3. Also: Sachtext.
    Ergebnis:
    Sachtext
  3. ★3
    Schneewittchen
    Es war einmal eine Königstochter, so weiß wie Schnee. Ihre Stiefmutter fragte jeden Tag ihren Spiegel, wer die Schönste im Land sei. Schneewittchen floh in den Wald zu sieben Zwergen. Am Ende weckte ein Königssohn es aus dem tiefen Schlaf.

    Was für ein Text ist das? Such die Stelle, die es verrät.
    Lösung zeigen
    1. Lies den Text und such ein Merkmal.
    2. Diese Stelle verrät es: Es war einmal eine Königstochter, so weiß wie Schnee.
    3. Also: Märchen.
    Ergebnis:
    Märchen

2Ich finde die Lehre einer Fabel und erkenne Märchen und Fabeln an ihren Merkmalen.

EntdeckenFrage

Warum sprechen in Fabeln Tiere?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Die Tiere stehen für Menschen: der schlaue Fuchs, der stolze Rabe. So zeigt die Fabel eine Lehre, ohne einen Menschen zu nennen.

MerkenDie Lehre

In der Fabel stehen Tiere für Menschen.

Die Lehre sagt, was Menschen aus der ganzen Geschichte lernen können. Ein einzelner Satz aus der Geschichte ist noch keine Lehre.

BeispielFabel: die Lehre finden

Der Hund und sein Spiegelbild
Ein Hund trug ein Stück Fleisch über eine Brücke. Im Wasser sah er sein Spiegelbild. Er dachte: „Der andere Hund hat ein größeres Stück!“ Er schnappte danach, und sein eigenes Fleisch fiel ins Wasser.

Welche Lehre passt zu dieser Fabel?
Schritt für Schritt
  1. Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
  2. Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
  3. Also: Wer zu viel will, verliert leicht alles.
  1. Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
  2. Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
  3. Also: Wer zu viel will, verliert leicht alles.
Ergebnis:
Wer zu viel will, verliert leicht alles.

AchtungLesen: Einzelheit statt Kern

So nicht
Lehre der Fabel vom Fuchs und dem Raben: Der Käse fiel vom Ast hinunter.
So richtig
Glaub nicht jedem, der dich lobt. Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für einen Satz der Geschichte.

Die Lehre passt zur ganzen Fabel und gilt für alle Menschen, nicht nur für einen Satz.

ÜbenJetzt du

  1. ○4
    Der Fuchs und die Trauben
    Ein hungriger Fuchs sah süße Trauben an einem hohen Zaun. Er sprang hoch, aber er kam nicht an die Trauben. Da sagte er: „Die sind mir sowieso zu sauer!“ Dann ging er davon.

    Was kann man aus dieser Fabel lernen?
    So fängst du an:
    Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
    Lösung zeigen
    1. Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
    2. Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
    3. Also: Wer etwas nicht bekommt, redet es oft schlecht.
    Ergebnis:
    Wer etwas nicht bekommt, redet es oft schlecht.
  2. ●5
    Der Fuchs und der Rabe
    Ein Rabe saß mit einem Stück Käse auf einem Ast. Der Fuchs rief: „Du hast sicher die schönste Stimme im Wald!“ Der Rabe wollte singen und öffnete den Schnabel. Der Käse fiel hinunter, und der Fuchs fraß ihn.

    Welche Lehre passt zu dieser Fabel?
    Lösung zeigen
    1. Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
    2. Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
    3. Also: Glaub nicht jedem, der dich lobt.
    Ergebnis:
    Glaub nicht jedem, der dich lobt.
  3. ★6
    Die Ameise und die Grille
    Im Sommer sammelte die Ameise jeden Tag Körner. Die Grille zirpte und lag in der Sonne. Im Winter fand die Grille nichts mehr zu fressen. Sie bat die Ameise: „Gib mir bitte etwas ab!“ Die Ameise fragte: „Was hast du denn im Sommer gemacht?“

    Was will die Fabel den Lesern sagen?
    Lösung zeigen
    1. Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
    2. Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
    3. Also: Wer rechtzeitig vorsorgt, hat später genug.
    Ergebnis:
    Wer rechtzeitig vorsorgt, hat später genug.

3Ich erkenne im Gedicht Verse, Strophen und Reime.

EntdeckenFrage

Warum darf ein Satz im Gedicht über zwei Zeilen laufen?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Im Gedicht zählt die Zeile, nicht der Satz. Eine Zeile heißt Vers, und ein Satz kann über mehrere Verse gehen. Mehrere Verse bilden eine Strophe.

MerkenReim, Vers, Strophe

Eine Zeile im Gedicht heißt Vers, mehrere Verse bilden eine Strophe.

Beim Reim klingen die Wörter am Zeilenende gleich. Paarreim heißt Zeile 1 und 2, Kreuzreim Zeile 1 und 3.

BeispielGedicht: Reim, Vers und Strophe

Winter
Im Winter fällt der weiße Schnee,
es friert das Eis auf unserm See.
Wir bauen einen Schneemann hier
und trinken Tee um halb vier.

Welches Wort reimt sich auf „vier“?
Schritt für Schritt
  1. Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
  2. Zeile 4 endet mit „vier“, Zeile 3 mit „hier“.
  3. Also: hier.
  1. Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
  2. Zeile 4 endet mit „vier“, Zeile 3 mit „hier“.
  3. Also: hier.
Ergebnis:
hier

AchtungGestaltungsmittel ohne Signal bestimmt: Reim am Zeilenende

So nicht
Der Herbst ist da, der Wind ist kalt, die Blätter fallen still im Wald. Reim auf kalt: Blätter.
So richtig
Reim auf kalt: Wald. Beide Wörter stehen am Zeilenende und klingen am Ende gleich.

Lies nur die letzten Wörter der Zeilen laut. Welche klingen am Ende gleich?

ÜbenJetzt du

  1. ○7
    Herbst
    Der Herbst ist da, der Wind ist kalt,
    die Blätter fallen still im Wald.
    Ich zieh die warme Jacke an
    und renne, so schnell ich kann.

    Welches Wort reimt sich auf „an“?
    So fängst du an:
    Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
    Lösung zeigen
    1. Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
    2. Zeile 3 endet mit „an“, Zeile 4 mit „kann“.
    3. Also: kann.
    Ergebnis:
    kann
  2. ●8
    Der Mond
    Der Mond steht still am Himmelszelt,
    er leuchtet hell auf unsere Welt.
    Die Sterne blinken, groß und klein,
    und alle schlafen friedlich ein.

    Welches Wort reimt sich auf „klein“?
    Lösung zeigen
    1. Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
    2. Zeile 3 endet mit „klein“, Zeile 4 mit „ein“.
    3. Also: ein.
    Ergebnis:
    ein
  3. ★9
    Der Mond
    Der Mond steht still am Himmelszelt,
    er leuchtet hell auf unsere Welt.
    Die Sterne blinken, groß und klein,
    und alle schlafen friedlich ein.

    Wie reimen sich die Zeilen dieser Strophe?
    Lösung zeigen
    1. Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
    2. Es reimen sich: Himmelszelt und Welt, klein und ein.
    3. Also: Paarreim.
    Ergebnis:
    Paarreim

4Ich erkenne, was ein Text will: informieren, erzählen oder eine Lehre zeigen.

EntdeckenFrage

Kann ein Text über einen Fuchs ein Sachtext und eine Fabel sein?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Nein. Der Sachtext nennt Tatsachen über echte Füchse. Die Fabel erzählt eine erfundene Geschichte, in der der Fuchs spricht.

MerkenWas will der Text?

Ein Sachtext informiert über die Wirklichkeit.

Märchen und Fabeln erzählen erfundene Geschichten. Ein Gedicht malt mit Versen und Reimen ein Bild.

BeispielTextarten: Was will der Text?

Tischlein, deck dich
Es war einmal ein Schneider mit drei Söhnen. Der älteste Sohn lernte bei einem Tischler. Zum Abschied bekam er ein kleines Tischchen. Wenn er „Tischlein, deck dich!“ rief, stand sofort ein Essen darauf.

Wozu ist dieser Text geschrieben?
Schritt für Schritt
  1. Bestimm zuerst die Textart.
  2. Diese Stelle verrät es: Es war einmal ein Schneider mit drei Söhnen.
  3. Also: eine Zaubergeschichte erzählen.
  1. Bestimm zuerst die Textart.
  2. Diese Stelle verrät es: Es war einmal ein Schneider mit drei Söhnen.
  3. Also: eine Zaubergeschichte erzählen.
Ergebnis:
eine Zaubergeschichte erzählen

AchtungForm des Textes verwechselt: Absicht des Textes

So nicht
Ein Text über den Igel nennt die Zahl seiner Stacheln. Antwort: Er will eine Geschichte erzählen.
So richtig
Er will über Tatsachen informieren. Ein Sachtext erzählt keine erfundene Geschichte.

Informiert der Text über die Wirklichkeit, oder erzählt er eine erfundene Geschichte?

ÜbenJetzt du

  1. ○10
    Der Löwe
    Löwen leben in Gruppen, die man Rudel nennt. Die Weibchen jagen meist gemeinsam. Ein Löwe ruht bis zu 20 Stunden am Tag. Die meisten Löwen leben heute in Afrika.

    Wozu ist dieser Text geschrieben?
    So fängst du an:
    Bestimm zuerst die Textart.
    Lösung zeigen
    1. Bestimm zuerst die Textart.
    2. Der Text nennt Tatsachen: Ein Löwe ruht bis zu 20 Stunden am Tag.
    3. Also: über Tatsachen informieren.
    Ergebnis:
    über Tatsachen informieren
  2. ●11
    Aschenputtel
    Es war einmal ein Mädchen, das bei seiner Stiefmutter wohnte. Es musste jeden Tag Asche aus dem Herd kehren. Eines Abends lud der König zu einem Fest ein. Ein weißes Vögelchen schenkte dem Mädchen ein goldenes Kleid, und es tanzte mit dem Königssohn.

    Was will dieser Text vor allem?
    Lösung zeigen
    1. Bestimm zuerst die Textart.
    2. Diese Stelle verrät es: Es war einmal ein Mädchen, das bei seiner Stiefmutter wohnte.
    3. Also: eine Zaubergeschichte erzählen.
    Ergebnis:
    eine Zaubergeschichte erzählen
  3. ★12
    Ein Sachtext und eine Fabel handeln beide vom Fuchs.
    Welcher Satz stammt aus dem Sachtext?
    Lösung zeigen
    1. Prüf jeden Satz: Tatsache oder Geschichte?
    2. Ein Sachtext informiert über die Wirklichkeit. Er nennt Tatsachen, oft auch Zahlen.
    3. Also stammt dieser Satz aus dem Sachtext.
    Ergebnis:
    Im Frühling bekommt eine Füchsin meist vier bis sechs Junge.

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●13
    Der Löwe
    Löwen leben in Gruppen, die man Rudel nennt. Die Weibchen jagen meist gemeinsam. Ein Löwe ruht bis zu 20 Stunden am Tag. Die meisten Löwen leben heute in Afrika.

    Was für ein Text ist das?
    Lösung zeigen
    1. Lies den Text und such ein Merkmal.
    2. Der Text nennt Tatsachen: Ein Löwe ruht bis zu 20 Stunden am Tag.
    3. Also: Sachtext.
    Ergebnis:
    Sachtext
  2. ●14
    Ein Text hat dieses Merkmal: Er hat oft eine Überschrift und kurze Absätze mit Fakten.
    Zu welcher Textart passt das?
    Lösung zeigen
    1. Lies das Merkmal und denk an die vier Textarten.
    2. Ein Sachtext informiert über die Wirklichkeit. Er nennt Tatsachen, oft auch Zahlen.
    3. Also: Sachtext.
    Ergebnis:
    Sachtext
  3. ●15
    Die Ameise und die Grille
    Im Sommer sammelte die Ameise jeden Tag Körner. Die Grille zirpte und lag in der Sonne. Im Winter fand die Grille nichts mehr zu fressen. Sie bat die Ameise: „Gib mir bitte etwas ab!“ Die Ameise fragte: „Was hast du denn im Sommer gemacht?“

    Was kann man aus dieser Fabel lernen?
    Lösung zeigen
    1. Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
    2. Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
    3. Also: Wer rechtzeitig vorsorgt, hat später genug.
    Ergebnis:
    Wer rechtzeitig vorsorgt, hat später genug.
  4. ●16
    Herbst
    Der Herbst ist da, der Wind ist kalt,
    die Blätter fallen still im Wald.
    Ich zieh die warme Jacke an
    und renne, so schnell ich kann.

    Welches Wort reimt sich auf „kann“?
    Lösung zeigen
    1. Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
    2. Zeile 4 endet mit „kann“, Zeile 3 mit „an“.
    3. Also: an.
    Ergebnis:
    an
  5. ●17
    Die Bienen
    Die Bienen fliegen hin und her,
    sie summen um den Baum.
    Der Honigtopf ist bald nicht leer,
    das ist ein süßer Traum.

    Was will dieser Text vor allem?
    Lösung zeigen
    1. Bestimm zuerst die Textart.
    2. Der Text hat Verse, und die Zeilen reimen sich: Kreuzreim.
    3. Also: mit Versen und Reimen ein Bild malen.
    Ergebnis:
    mit Versen und Reimen ein Bild malen
  6. ●18
    Der Froschkönig
    Es war einmal eine Königstochter. Sie spielte gern mit einer goldenen Kugel. Eines Tages fiel die Kugel in einen tiefen Brunnen. Ein Frosch holte sie heraus, und später wurde er durch einen Zauber zu einem Königssohn.

    Was für ein Text ist das? Lies genau.
    Lösung zeigen
    1. Lies den Text und such ein Merkmal.
    2. Diese Stelle verrät es: Es war einmal eine Königstochter.
    3. Also: Märchen.
    Ergebnis:
    Märchen

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Vier Textarten
Jede Textart hat ein Merkmal.
Die Lehre
In der Fabel stehen Tiere für Menschen.
Reim, Vers, Strophe
Eine Zeile im Gedicht heißt Vers, mehrere Verse bilden eine Strophe.
Was will der Text?
Ein Sachtext informiert über die Wirklichkeit.

AchtungLesen: Vorwissen statt Text

So nicht
Lehre der Fabel vom Hasen und der Schildkröte: Hasen sind schneller als Schildkröten.
So richtig
Wer nicht aufgibt, kommt auch langsam ans Ziel. Das sagt die Geschichte, nicht das Wissen über Tiere.

Was du über das Tier weißt, ist noch keine Lehre. Was soll man aus der Geschichte lernen?

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich erkenne, ob ein Text ein Märchen, eine Fabel, ein Gedicht oder ein Sachtext ist.

    19
    Der Hase und die Schildkröte
    Der Hase lachte über die langsame Schildkröte. Die Schildkröte sagte: „Wir laufen um die Wette!“ Der Hase rannte los und legte sich bald unter einen Baum. Die Schildkröte lief ohne Pause weiter und kam zuerst ans Ziel. Die Lehre: Wer nicht aufgibt, kommt auch langsam ans Ziel.

    Was für ein Text ist das? Achte auf den Anfang.
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Fabel
  2. Ich finde die Lehre einer Fabel und erkenne Märchen und Fabeln an ihren Merkmalen.

    20
    Der Löwe und die Maus
    Ein Löwe fing eine kleine Maus. Die Maus bat: „Lass mich frei! Eines Tages helfe ich dir.“ Der Löwe lachte und ließ sie laufen. Bald hing der Löwe in einem Netz fest. Die Maus nagte das Netz durch, und der Löwe war frei.

    Welche Lehre passt zu dieser Fabel?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Auch die Kleinen können den Großen helfen.
  3. Ich erkenne im Gedicht Verse, Strophen und Reime.

    21
    Der Mond
    Der Mond steht still am Himmelszelt,
    er leuchtet hell auf unsere Welt.
    Die Sterne blinken, groß und klein,
    und alle schlafen friedlich ein.

    Welches Wort reimt sich auf „ein“?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    klein
  4. Ich erkenne, was ein Text will: informieren, erzählen oder eine Lehre zeigen.

    22
    Mein Kater
    Mein Kater schläft auf meinem Bett,
    er schnurrt ganz leis und weich.
    Er ist so rund und ist so nett
    und träumt vom Fischerteich.

    Wozu ist dieser Text geschrieben?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    mit Versen und Reimen ein Bild malen

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Die Frage vom Anfang

EntdeckenRückschau

Woran erkennt man ein Märchen schon am ersten Satz?

Lies deine Vermutung vom Anfang. Kannst du die Frage jetzt mit dem Kapitel beantworten?

Auflösung

Viele Märchen beginnen mit „Es war einmal“. Dann erwartet man Zauber, Könige und Hexen, und am Ende siegt das Gute.

Wörter

Gleichung
zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind

Lösungen

  1. Märchen
  2. Sachtext
  3. Märchen
  4. Wer etwas nicht bekommt, redet es oft schlecht.
  5. Glaub nicht jedem, der dich lobt.
  6. Wer rechtzeitig vorsorgt, hat später genug.
  7. kann
  8. ein
  9. Paarreim
  10. über Tatsachen informieren
  11. eine Zaubergeschichte erzählen
  12. Im Frühling bekommt eine Füchsin meist vier bis sechs Junge.
  13. Sachtext
  14. Sachtext
  15. Wer rechtzeitig vorsorgt, hat später genug.
  16. an
  17. mit Versen und Reimen ein Bild malen
  18. Märchen
  19. Fabel
  20. Auch die Kleinen können den Großen helfen.
  21. klein
  22. mit Versen und Reimen ein Bild malen
  23. Dort tanzt sie auf der Wabe.
  24. Das Licht kommt von der Sonne.