Deutsch · Klasse 3 und 4 · Kapitel
Märchen, Fabel, Gedicht, Sachtext erkennen
EntdeckenDie Frage zum Kapitel
Woran erkennt man ein Märchen schon am ersten Satz?
Schreib eine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Für die Lehrkraft: Viele Märchen beginnen mit „Es war einmal“. Dann erwartet man Zauber, Könige und Hexen, und am Ende siegt das Gute. Quelle: Brüder Grimm, Kinder- und Hausmärchen, Ausgabe letzter Hand (1857)
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
Fit für das Kapitel?
Das brauchst du aus früheren Themen. Klappt es nicht, frag nach, bevor es losgeht.
ÜbenWeißt du das noch?
Die Stelle im Text finden: Satz für Satz lesen und prüfen, ob der Satz genau das sagt.
- ●23Wo ist der Schlüssel?
Nach der Schule steht Ben vor der Haustür. Er sucht in seiner Jacke. Der Schlüssel ist nicht da.
Ben läuft den Weg zurück. Am Spielplatz sucht er unter der Rutsche. Im Gras liegt nur ein roter Handschuh.
Da ruft jemand seinen Namen. Frau Kaya von nebenan winkt mit etwas Glänzendem. „Der lag vor meinem Briefkasten“, sagt sie. Ben atmet tief aus.
nebenan: Im Haus gleich daneben. Glänzendem: Etwas, das im Licht blinkt.
Wo sucht Ben am Spielplatz? Welcher Satz sagt es?Lösung zeigen
- Sag die Frage mit eigenen Worten. Dann lies Satz für Satz.
- Die Antwort steht in Absatz 2.
- Also steht die Antwort in diesem Satz.
Ergebnis:Am Spielplatz sucht er unter der Rutsche. - ●24Die Reise der Kraniche
Kraniche sind große graue Vögel mit langen Beinen. Im Sommer leben viele von ihnen in Mooren im Norden von Deutschland.
Im Herbst wird das Futter knapp. Dann sammeln sich die Kraniche zu großen Gruppen. Gemeinsam fliegen sie nach Spanien. Dort ist der Winter mild.
Am Himmel fliegen sie oft in einer langen Reihe. Dabei rufen sie laut. So verliert keiner die anderen. Im Frühling kehren sie zurück.
Mooren: Ein Moor ist ein sehr nasser, weicher Boden mit Gras und Pfützen. knapp: Es gibt nur noch wenig davon.
Wohin fliegen die Kraniche im Herbst? Welcher Satz sagt es?Lösung zeigen
- Sag die Frage mit eigenen Worten. Dann lies Satz für Satz.
- Die Antwort steht in Absatz 2.
- Also steht die Antwort in diesem Satz.
Ergebnis:Gemeinsam fliegen sie nach Spanien.
So kannst du es dir vorstellen
EntdeckenDie Textart weckt eine Leseerwartung
Jede Textart hat Merkmale. Ein Märchen hat Zauber, eine Fabel sprechende Tiere und eine Lehre, ein Gedicht Verse und Reime, ein Sachtext Tatsachen. Wer die Textart erkennt, weiß, was er beim Lesen erwarten darf.
WeiterdenkenDenk nach
Ein Text erzählt von einem Fuchs. Woran entscheidest du, ob es eine Fabel oder ein Sachtext ist?
1Ich erkenne, ob ein Text ein Märchen, eine Fabel, ein Gedicht oder ein Sachtext ist.
EntdeckenFrage
Woran erkennt man ein Märchen schon am ersten Satz?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Viele Märchen beginnen mit „Es war einmal“. Dann erwartet man Zauber, Könige und Hexen, und am Ende siegt das Gute.
MerkenVier Textarten
Jede Textart hat ein Merkmal.
Zauber zeigt ein Märchen, sprechende Tiere mit einer Lehre zeigen eine Fabel. Verse mit Reim zeigen ein Gedicht, Tatsachen einen Sachtext.
BeispielTextarten: Märchen, Fabel, Gedicht oder Sachtext erkennen
Hauskatzen schlafen bis zu 16 Stunden am Tag. Sie hören sehr gut und sehen auch im Dämmerlicht. Mit ihren Krallen klettern sie auf Bäume. Eine Katze wird im Durchschnitt 15 Jahre alt.
Welche Textart ist das? Denk an die vier Textarten.
Schritt für Schritt
- Lies den Text und such ein Merkmal.
- Der Text nennt Tatsachen: Hauskatzen schlafen bis zu 16 Stunden am Tag.
- Also: Sachtext.
- Lies den Text und such ein Merkmal.
- Der Text nennt Tatsachen: Hauskatzen schlafen bis zu 16 Stunden am Tag.
- Also: Sachtext.
AchtungForm des Textes verwechselt: Märchen, Fabel, Gedicht oder Sachtext
Ein Fuchs spricht mit einem Raben, am Ende steht eine Lehre. Antwort: Sachtext, weil es um Tiere geht.
Fabel: Die Tiere sprechen wie Menschen, und es gibt eine Lehre. Ein Sachtext über Füchse nennt Tatsachen.
Such ein Merkmal im Text: Zauber, sprechende Tiere mit Lehre, Verse mit Reim oder Tatsachen.
ÜbenJetzt du
- ○1Der Hase und die Schildkröte
Der Hase lachte über die langsame Schildkröte. Die Schildkröte sagte: „Wir laufen um die Wette!“ Der Hase rannte los und legte sich bald unter einen Baum. Die Schildkröte lief ohne Pause weiter und kam zuerst ans Ziel. Die Lehre: Wer nicht aufgibt, kommt auch langsam ans Ziel.
Welche Textart ist das? Denk an die vier Textarten.So fängst du an:Lies den Text und such ein Merkmal.Lösung zeigen
- Lies den Text und such ein Merkmal.
- Diese Stelle verrät es: Die Schildkröte sagte: „Wir laufen um die Wette!“
- Also: Fabel.
Ergebnis:Fabel - ●2Die Stadtmaus und die Feldmaus
Eine Feldmaus besuchte ihre Cousine in der Stadt. Die Stadtmaus sagte: „Bei mir gibt es jeden Tag Kuchen und Käse!“ Doch immer wieder kam eine Katze, und die Mäuse mussten fliehen. Da ging die Feldmaus zurück aufs Feld, wo sie in Ruhe fressen konnte. Die Lehre: Ruhe ist oft mehr wert als Reichtum.
Was für ein Text ist das? Achte auf den Anfang.Lösung zeigen
- Lies den Text und such ein Merkmal.
- Diese Stelle verrät es.
- Also: Fabel.
Ergebnis:Fabel - ★3Schneewittchen
Es war einmal eine Königstochter, so weiß wie Schnee. Ihre Stiefmutter fragte jeden Tag ihren Spiegel, wer die Schönste im Land sei. Schneewittchen floh in den Wald zu sieben Zwergen. Am Ende weckte ein Königssohn es aus dem tiefen Schlaf.
Welche Textart ist das? Begründe mit einem Merkmal.Lösung zeigen
- Lies den Text und such ein Merkmal.
- Diese Stelle verrät es: Es war einmal eine Königstochter, so weiß wie Schnee.
- Also: Märchen.
Ergebnis:Märchen
2Ich finde die Lehre einer Fabel und erkenne Märchen und Fabeln an ihren Merkmalen.
EntdeckenFrage
Warum sprechen in Fabeln Tiere?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Die Tiere stehen für Menschen: der schlaue Fuchs, der stolze Rabe. So zeigt die Fabel eine Lehre, ohne einen Menschen zu nennen.
MerkenDie Lehre
In der Fabel stehen Tiere für Menschen.
Die Lehre sagt, was Menschen aus der ganzen Geschichte lernen können. Ein einzelner Satz aus der Geschichte ist noch keine Lehre.
BeispielFabel: die Lehre finden
Ein Lamm trank an einem Bach. Der Wolf kam und rief: „Du machst mir das Wasser schmutzig!“ Das Lamm antwortete: „Ich stehe doch weiter unten, das kann nicht sein.“ Der Wolf wollte nichts hören und fraß das Lamm.
Welche Lehre passt zu dieser Fabel?
Schritt für Schritt
- Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
- Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
- Also: Der Stärkere findet immer einen Grund.
- Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
- Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
- Also: Der Stärkere findet immer einen Grund.
AchtungLesen: Einzelheit statt Kern
Lehre der Fabel vom Fuchs und dem Raben: Der Käse fiel vom Ast hinunter.
Glaub nicht jedem, der dich lobt. Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für einen Satz der Geschichte.
Die Lehre passt zur ganzen Fabel und gilt für alle Menschen, nicht nur für einen Satz.
ÜbenJetzt du
- ○4Die Stadtmaus und die Feldmaus
Eine Feldmaus besuchte ihre Cousine in der Stadt. Die Stadtmaus sagte: „Bei mir gibt es jeden Tag Kuchen und Käse!“ Doch immer wieder kam eine Katze, und die Mäuse mussten fliehen. Da ging die Feldmaus zurück aufs Feld, wo sie in Ruhe fressen konnte.
Was kann man aus dieser Fabel lernen?So fängst du an:Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.Lösung zeigen
- Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
- Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
- Also: Ruhe ist oft mehr wert als Reichtum.
Ergebnis:Ruhe ist oft mehr wert als Reichtum. - ●5Der Fuchs und die Trauben
Ein hungriger Fuchs sah süße Trauben an einem hohen Zaun. Er sprang hoch, aber er kam nicht an die Trauben. Da sagte er: „Die sind mir sowieso zu sauer!“ Dann ging er davon.
Was kann man aus dieser Fabel lernen?Lösung zeigen
- Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
- Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
- Also: Wer etwas nicht bekommt, redet es oft schlecht.
Ergebnis:Wer etwas nicht bekommt, redet es oft schlecht. - ★6Der Hund und sein Spiegelbild
Ein Hund trug ein Stück Fleisch über eine Brücke. Im Wasser sah er sein Spiegelbild. Er dachte: „Der andere Hund hat ein größeres Stück!“ Er schnappte danach, und sein eigenes Fleisch fiel ins Wasser.
Was will die Fabel den Lesern sagen?Lösung zeigen
- Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
- Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
- Also: Wer zu viel will, verliert leicht alles.
Ergebnis:Wer zu viel will, verliert leicht alles.
3Ich erkenne im Gedicht Verse, Strophen und Reime.
EntdeckenFrage
Warum darf ein Satz im Gedicht über zwei Zeilen laufen?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Im Gedicht zählt die Zeile, nicht der Satz. Eine Zeile heißt Vers, und ein Satz kann über mehrere Verse gehen. Mehrere Verse bilden eine Strophe.
MerkenReim, Vers, Strophe
Eine Zeile im Gedicht heißt Vers, mehrere Verse bilden eine Strophe.
Beim Reim klingen die Wörter am Zeilenende gleich. Paarreim heißt Zeile 1 und 2, Kreuzreim Zeile 1 und 3.
BeispielGedicht: Reim, Vers und Strophe
Der Bach fließt munter durch den Wald,
er springt und plätschert fort.
Sein Wasser ist so frisch und kalt,
und weiter geht es, Ort für Ort.
Welches Wort reimt sich auf „Wald“?
Schritt für Schritt
- Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
- Zeile 1 endet mit „Wald“, Zeile 3 mit „kalt“.
- Also: kalt.
- Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
- Zeile 1 endet mit „Wald“, Zeile 3 mit „kalt“.
- Also: kalt.
AchtungGestaltungsmittel ohne Signal bestimmt: Reim am Zeilenende
Der Herbst ist da, der Wind ist kalt, die Blätter fallen still im Wald. Reim auf kalt: Blätter.
Reim auf kalt: Wald. Beide Wörter stehen am Zeilenende und klingen am Ende gleich.
Lies nur die letzten Wörter der Zeilen laut. Welche klingen am Ende gleich?
ÜbenJetzt du
- ○7Regen
Der Regen klopft ans Fenster sacht,
er tropft und trommelt durch die Nacht.
Ich bleibe drinnen, warm und still,
und lese, was ich lesen will.
Welches Wort reimt sich auf „will“?So fängst du an:Lies die letzten Wörter aller Zeilen.Lösung zeigen
- Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
- Zeile 4 endet mit „will“, Zeile 3 mit „still“.
- Also: still.
Ergebnis:still - ●8Der Bach
Der Bach fließt munter durch den Wald,
er springt und plätschert fort.
Sein Wasser ist so frisch und kalt,
und weiter geht es, Ort für Ort.
Welches Wort reimt sich auf „Ort“?Lösung zeigen
- Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
- Zeile 4 endet mit „Ort“, Zeile 2 mit „fort“.
- Also: fort.
Ergebnis:fort - ★9Herbst
Der Herbst ist da, der Wind ist kalt,
die Blätter fallen still im Wald.
Ich zieh die warme Jacke an
und renne, so schnell ich kann.
Wie reimen sich die Zeilen dieser Strophe?Lösung zeigen
- Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
- Es reimen sich: kalt und Wald, an und kann.
- Also: Paarreim.
Ergebnis:Paarreim
4Ich erkenne, was ein Text will: informieren, erzählen oder eine Lehre zeigen.
EntdeckenFrage
Kann ein Text über einen Fuchs ein Sachtext und eine Fabel sein?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Nein. Der Sachtext nennt Tatsachen über echte Füchse. Die Fabel erzählt eine erfundene Geschichte, in der der Fuchs spricht.
MerkenWas will der Text?
Ein Sachtext informiert über die Wirklichkeit.
Märchen und Fabeln erzählen erfundene Geschichten. Ein Gedicht malt mit Versen und Reimen ein Bild.
BeispielTextarten: Was will der Text?
Es war einmal eine Königstochter, so weiß wie Schnee. Ihre Stiefmutter fragte jeden Tag ihren Spiegel, wer die Schönste im Land sei. Schneewittchen floh in den Wald zu sieben Zwergen. Am Ende weckte ein Königssohn es aus dem tiefen Schlaf.
Was will dieser Text vor allem?
Schritt für Schritt
- Bestimm zuerst die Textart.
- Diese Stelle verrät es: Es war einmal eine Königstochter, so weiß wie Schnee.
- Also: eine Zaubergeschichte erzählen.
- Bestimm zuerst die Textart.
- Diese Stelle verrät es: Es war einmal eine Königstochter, so weiß wie Schnee.
- Also: eine Zaubergeschichte erzählen.
AchtungForm des Textes verwechselt: Absicht des Textes
Ein Text über den Igel nennt die Zahl seiner Stacheln. Antwort: Er will eine Geschichte erzählen.
Er will über Tatsachen informieren. Ein Sachtext erzählt keine erfundene Geschichte.
Informiert der Text über die Wirklichkeit, oder erzählt er eine erfundene Geschichte?
ÜbenJetzt du
- ○10Tischlein, deck dich
Es war einmal ein Schneider mit drei Söhnen. Der älteste Sohn lernte bei einem Tischler. Zum Abschied bekam er ein kleines Tischchen. Wenn er „Tischlein, deck dich!“ rief, stand sofort ein Essen darauf.
Was will dieser Text vor allem?So fängst du an:Bestimm zuerst die Textart.Lösung zeigen
- Bestimm zuerst die Textart.
- Diese Stelle verrät es: Es war einmal ein Schneider mit drei Söhnen.
- Also: eine Zaubergeschichte erzählen.
Ergebnis:eine Zaubergeschichte erzählen - ●11Rotkäppchen
Es war einmal ein Mädchen mit einer roten Kappe. Es brachte der Großmutter Kuchen und Saft. Unterwegs pflückte es Blumen am Weg. Am Ende befreite der Jäger die Großmutter und das Mädchen aus dem Bauch des Wolfes.
Wozu ist dieser Text geschrieben?Lösung zeigen
- Bestimm zuerst die Textart.
- Diese Stelle verrät es: Es war einmal ein Mädchen mit einer roten Kappe.
- Also: eine Zaubergeschichte erzählen.
Ergebnis:eine Zaubergeschichte erzählen - ★12Ein Sachtext und eine Fabel handeln beide von der Ameise.
Welcher Satz stammt aus dem Sachtext?Lösung zeigen
- Prüf jeden Satz: Tatsache oder Geschichte?
- Ein Sachtext informiert über die Wirklichkeit. Er nennt Tatsachen, oft auch Zahlen.
- Also stammt dieser Satz aus dem Sachtext.
Ergebnis:Die Königin legt die Eier.
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●13Aschenputtel
Es war einmal ein Mädchen, das bei seiner Stiefmutter wohnte. Es musste jeden Tag Asche aus dem Herd kehren. Eines Abends lud der König zu einem Fest ein. Ein weißes Vögelchen schenkte dem Mädchen ein goldenes Kleid, und es tanzte mit dem Königssohn.
Welche Textart ist das? Denk an die vier Textarten.Lösung zeigen
- Lies den Text und such ein Merkmal.
- Diese Stelle verrät es: Es war einmal ein Mädchen, das bei seiner Stiefmutter wohnte.
- Also: Märchen.
Ergebnis:Märchen - ●14Ein Text hat dieses Merkmal: Er nennt Tatsachen und oft auch Zahlen.
Zu welcher Textart passt das?Lösung zeigen
- Lies das Merkmal und denk an die vier Textarten.
- Ein Sachtext informiert über die Wirklichkeit. Er nennt Tatsachen, oft auch Zahlen.
- Also: Sachtext.
Ergebnis:Sachtext - ●15Der Löwe und die Maus
Ein Löwe fing eine kleine Maus. Die Maus bat: „Lass mich frei! Eines Tages helfe ich dir.“ Der Löwe lachte und ließ sie laufen. Bald hing der Löwe in einem Netz fest. Die Maus nagte das Netz durch, und der Löwe war frei.
Welche Lehre passt zu dieser Fabel?Lösung zeigen
- Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
- Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
- Also: Auch die Kleinen können den Großen helfen.
Ergebnis:Auch die Kleinen können den Großen helfen. - ●16Herbst
Der Herbst ist da, der Wind ist kalt,
die Blätter fallen still im Wald.
Ich zieh die warme Jacke an
und renne, so schnell ich kann.
Welches Wort reimt sich auf „an“?Lösung zeigen
- Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
- Zeile 3 endet mit „an“, Zeile 4 mit „kann“.
- Also: kann.
Ergebnis:kann - ●17Der Bach
Der Bach fließt munter durch den Wald,
er springt und plätschert fort.
Sein Wasser ist so frisch und kalt,
und weiter geht es, Ort für Ort.
Was will dieser Text vor allem?Lösung zeigen
- Bestimm zuerst die Textart.
- Der Text hat Verse, und die Zeilen reimen sich: Kreuzreim.
- Also: mit Versen und Reimen ein Bild malen.
Ergebnis:mit Versen und Reimen ein Bild malen - ●18Der Feldhase
Feldhasen leben auf Wiesen und Feldern. Sie fressen Gras, Kräuter und Rinde. Ein Hase kann bis zu 70 Kilometer in der Stunde schnell laufen. Die Jungen kommen schon mit offenen Augen zur Welt.
Was für ein Text ist das? Achte auf den Anfang.Lösung zeigen
- Lies den Text und such ein Merkmal.
- Der Text nennt Tatsachen.
- Also: Sachtext.
Ergebnis:Sachtext
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Vier Textarten
- Jede Textart hat ein Merkmal.
- Die Lehre
- In der Fabel stehen Tiere für Menschen.
- Reim, Vers, Strophe
- Eine Zeile im Gedicht heißt Vers, mehrere Verse bilden eine Strophe.
- Was will der Text?
- Ein Sachtext informiert über die Wirklichkeit.
AchtungLesen: Vorwissen statt Text
Lehre der Fabel vom Hasen und der Schildkröte: Hasen sind schneller als Schildkröten.
Wer nicht aufgibt, kommt auch langsam ans Ziel. Das sagt die Geschichte, nicht das Wissen über Tiere.
Was du über das Tier weißt, ist noch keine Lehre. Was soll man aus der Geschichte lernen?
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich erkenne, ob ein Text ein Märchen, eine Fabel, ein Gedicht oder ein Sachtext ist.
19Die Stadtmaus und die Feldmaus
Eine Feldmaus besuchte ihre Cousine in der Stadt. Die Stadtmaus sagte: „Bei mir gibt es jeden Tag Kuchen und Käse!“ Doch immer wieder kam eine Katze, und die Mäuse mussten fliehen. Da ging die Feldmaus zurück aufs Feld, wo sie in Ruhe fressen konnte. Die Lehre: Ruhe ist oft mehr wert als Reichtum.
Welche Textart ist das? Denk an die vier Textarten.Lösung zeigen
Ergebnis:FabelIch finde die Lehre einer Fabel und erkenne Märchen und Fabeln an ihren Merkmalen.
20Der Hase und die Schildkröte
Der Hase lachte über die langsame Schildkröte. Die Schildkröte sagte: „Wir laufen um die Wette!“ Der Hase rannte los und legte sich bald unter einen Baum. Die Schildkröte lief ohne Pause weiter und kam zuerst ans Ziel.
Welche Lehre passt zu dieser Fabel?Lösung zeigen
Ergebnis:Wer nicht aufgibt, kommt auch langsam ans Ziel.Ich erkenne im Gedicht Verse, Strophen und Reime.
21Regen
Der Regen klopft ans Fenster sacht,
er tropft und trommelt durch die Nacht.
Ich bleibe drinnen, warm und still,
und lese, was ich lesen will.
Welches Wort reimt sich auf „Nacht“?Lösung zeigen
Ergebnis:sachtIch erkenne, was ein Text will: informieren, erzählen oder eine Lehre zeigen.
22Der Fuchs und die Trauben
Ein hungriger Fuchs sah süße Trauben an einem hohen Zaun. Er sprang hoch, aber er kam nicht an die Trauben. Da sagte er: „Die sind mir sowieso zu sauer!“ Dann ging er davon. Die Lehre: Wer etwas nicht bekommt, redet es oft schlecht.
Wozu ist dieser Text geschrieben?Lösung zeigen
Ergebnis:mit Tieren eine Lehre zeigen
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Die Frage vom Anfang
EntdeckenRückschau
Woran erkennt man ein Märchen schon am ersten Satz?
Lies deine Vermutung vom Anfang. Kannst du die Frage jetzt mit dem Kapitel beantworten?
Auflösung
Viele Märchen beginnen mit „Es war einmal“. Dann erwartet man Zauber, Könige und Hexen, und am Ende siegt das Gute.
Wörter
- Gleichung
- zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind
Lösungen
- Fabel
- Fabel
- Märchen
- Ruhe ist oft mehr wert als Reichtum.
- Wer etwas nicht bekommt, redet es oft schlecht.
- Wer zu viel will, verliert leicht alles.
- still
- fort
- Paarreim
- eine Zaubergeschichte erzählen
- eine Zaubergeschichte erzählen
- Die Königin legt die Eier.
- Märchen
- Sachtext
- Auch die Kleinen können den Großen helfen.
- kann
- mit Versen und Reimen ein Bild malen
- Sachtext
- Fabel
- Wer nicht aufgibt, kommt auch langsam ans Ziel.
- sacht
- mit Tieren eine Lehre zeigen
- Am Spielplatz sucht er unter der Rutsche.
- Gemeinsam fliegen sie nach Spanien.