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Deutsch · Klasse 3 und 4 · Kapitel

Märchen, Fabel, Gedicht, Sachtext erkennen

EntdeckenDie Frage zum Kapitel

Woran erkennt man ein Märchen schon am ersten Satz?

Schreib eine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Für die Lehrkraft: Viele Märchen beginnen mit „Es war einmal“. Dann erwartet man Zauber, Könige und Hexen, und am Ende siegt das Gute. Quelle: Brüder Grimm, Kinder- und Hausmärchen, Ausgabe letzter Hand (1857)

  • Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
  • Merken kommt ins Heft
  • Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
  • Üben selbst rechnen
  • Achtung typischer Fehler
  • Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen

○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

Fit für das Kapitel?

Das brauchst du aus früheren Themen. Klappt es nicht, frag nach, bevor es losgeht.

ÜbenWeißt du das noch?

Die Stelle im Text finden: Satz für Satz lesen und prüfen, ob der Satz genau das sagt.

  1. ●23
    Die Reise der Kraniche
    Kraniche sind große graue Vögel mit langen Beinen. Im Sommer leben viele von ihnen in Mooren im Norden von Deutschland.

    Im Herbst wird das Futter knapp. Dann sammeln sich die Kraniche zu großen Gruppen. Gemeinsam fliegen sie nach Spanien. Dort ist der Winter mild.

    Am Himmel fliegen sie oft in einer langen Reihe. Dabei rufen sie laut. So verliert keiner die anderen. Im Frühling kehren sie zurück.

    Mooren: Ein Moor ist ein sehr nasser, weicher Boden mit Gras und Pfützen. knapp: Es gibt nur noch wenig davon.

    Wo leben viele Kraniche im Sommer? Welcher Satz sagt es?
    Lösung zeigen
    1. Sag die Frage mit eigenen Worten. Dann lies Satz für Satz.
    2. Die Antwort steht in Absatz 1.
    3. Also steht die Antwort in diesem Satz.
    Ergebnis:
    Im Sommer leben viele von ihnen in Mooren im Norden von Deutschland.
  2. ●24
    Ein Haus für immer
    Die Weinbergschnecke trägt ihr Haus immer bei sich. Sie kann es nicht verlassen, denn ihre Organe liegen darin. Das Haus wächst mit der Schnecke mit. Am Rand wird immer neue Schale angebaut. Dafür braucht die Schnecke Kalk. Den findet sie in Pflanzen und im Boden.

    Die Schnecke kriecht auf einem breiten Fuß. Er gibt Schleim ab. Auf dem Schleim gleitet sie über Steine und sogar über spitze Kanten, ohne sich zu verletzen.

    Am Kopf hat sie vier Fühler. Auf den zwei langen sitzen die Augen. Mit den zwei kurzen tastet und riecht sie.

    Wird es im Herbst kalt, zieht sich die Schnecke ganz in ihr Haus zurück. Sie verschließt es mit einem Deckel aus Kalk. So übersteht sie den Winter. In Deutschland steht die Weinbergschnecke unter Schutz.

    Organe: Teile im Körper mit einer Aufgabe, zum Beispiel Herz und Magen. Kalk: Ein weißer, harter Stoff. Aus ihm sind auch Muschelschalen. gleitet: Bewegt sich glatt und ohne Ruck vorwärts.

    Wo sitzen die Augen der Schnecke? Welcher Satz sagt es?
    Lösung zeigen
    1. Sag die Frage mit eigenen Worten. Dann lies Satz für Satz.
    2. Die Antwort steht in Absatz 3.
    3. Also steht die Antwort in diesem Satz.
    Ergebnis:
    Auf den zwei langen sitzen die Augen.

So kannst du es dir vorstellen

EntdeckenDie Textart weckt eine Leseerwartung

Jede Textart hat Merkmale. Ein Märchen hat Zauber, eine Fabel sprechende Tiere und eine Lehre, ein Gedicht Verse und Reime, ein Sachtext Tatsachen. Wer die Textart erkennt, weiß, was er beim Lesen erwarten darf.

WeiterdenkenDenk nach

Ein Text erzählt von einem Fuchs. Woran entscheidest du, ob es eine Fabel oder ein Sachtext ist?

1Ich erkenne, ob ein Text ein Märchen, eine Fabel, ein Gedicht oder ein Sachtext ist.

EntdeckenFrage

Woran erkennt man ein Märchen schon am ersten Satz?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Viele Märchen beginnen mit „Es war einmal“. Dann erwartet man Zauber, Könige und Hexen, und am Ende siegt das Gute.

MerkenVier Textarten

Jede Textart hat ein Merkmal.

Zauber zeigt ein Märchen, sprechende Tiere mit einer Lehre zeigen eine Fabel. Verse mit Reim zeigen ein Gedicht, Tatsachen einen Sachtext.

BeispielTextarten: Märchen, Fabel, Gedicht oder Sachtext erkennen

Winter
Im Winter fällt der weiße Schnee,
es friert das Eis auf unserm See.
Wir bauen einen Schneemann hier
und trinken Tee um halb vier.

Welche Textart ist das?
Schritt für Schritt
  1. Lies den Text und such ein Merkmal.
  2. Der Text hat Verse, und die Zeilen reimen sich: Paarreim.
  3. Also: Gedicht.
  1. Lies den Text und such ein Merkmal.
  2. Der Text hat Verse, und die Zeilen reimen sich: Paarreim.
  3. Also: Gedicht.
Ergebnis:
Gedicht

AchtungForm des Textes verwechselt: Märchen, Fabel, Gedicht oder Sachtext

So nicht
Ein Fuchs spricht mit einem Raben, am Ende steht eine Lehre. Antwort: Sachtext, weil es um Tiere geht.
So richtig
Fabel: Die Tiere sprechen wie Menschen, und es gibt eine Lehre. Ein Sachtext über Füchse nennt Tatsachen.

Such ein Merkmal im Text: Zauber, sprechende Tiere mit Lehre, Verse mit Reim oder Tatsachen.

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    Schneewittchen
    Es war einmal eine Königstochter, so weiß wie Schnee. Ihre Stiefmutter fragte jeden Tag ihren Spiegel, wer die Schönste im Land sei. Schneewittchen floh in den Wald zu sieben Zwergen. Am Ende weckte ein Königssohn es aus dem tiefen Schlaf.

    Welche Textart ist das?
    So fängst du an:
    Lies den Text und such ein Merkmal.
    Lösung zeigen
    1. Lies den Text und such ein Merkmal.
    2. Diese Stelle verrät es: Es war einmal eine Königstochter, so weiß wie Schnee.
    3. Also: Märchen.
    Ergebnis:
    Märchen
  2. ●2
    Regen
    Der Regen klopft ans Fenster sacht,
    er tropft und trommelt durch die Nacht.
    Ich bleibe drinnen, warm und still,
    und lese, was ich lesen will.

    Was für ein Text ist das? Achte auf den Anfang.
    Lösung zeigen
    1. Lies den Text und such ein Merkmal.
    2. Der Text hat Verse, und die Zeilen reimen sich: Paarreim.
    3. Also: Gedicht.
    Ergebnis:
    Gedicht
  3. ★3
    Aschenputtel
    Es war einmal ein Mädchen, das bei seiner Stiefmutter wohnte. Es musste jeden Tag Asche aus dem Herd kehren. Eines Abends lud der König zu einem Fest ein. Ein weißes Vögelchen schenkte dem Mädchen ein goldenes Kleid, und es tanzte mit dem Königssohn.

    Welche Textart ist das? Begründe mit einem Merkmal.
    Lösung zeigen
    1. Lies den Text und such ein Merkmal.
    2. Diese Stelle verrät es: Es war einmal ein Mädchen, das bei seiner Stiefmutter wohnte.
    3. Also: Märchen.
    Ergebnis:
    Märchen

2Ich finde die Lehre einer Fabel und erkenne Märchen und Fabeln an ihren Merkmalen.

EntdeckenFrage

Warum sprechen in Fabeln Tiere?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Die Tiere stehen für Menschen: der schlaue Fuchs, der stolze Rabe. So zeigt die Fabel eine Lehre, ohne einen Menschen zu nennen.

MerkenDie Lehre

In der Fabel stehen Tiere für Menschen.

Die Lehre sagt, was Menschen aus der ganzen Geschichte lernen können. Ein einzelner Satz aus der Geschichte ist noch keine Lehre.

BeispielFabel: die Lehre finden

Die Stadtmaus und die Feldmaus
Eine Feldmaus besuchte ihre Cousine in der Stadt. Die Stadtmaus sagte: „Bei mir gibt es jeden Tag Kuchen und Käse!“ Doch immer wieder kam eine Katze, und die Mäuse mussten fliehen. Da ging die Feldmaus zurück aufs Feld, wo sie in Ruhe fressen konnte.

Welche Lehre passt zu dieser Fabel?
Schritt für Schritt
  1. Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
  2. Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
  3. Also: Ruhe ist oft mehr wert als Reichtum.
  1. Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
  2. Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
  3. Also: Ruhe ist oft mehr wert als Reichtum.
Ergebnis:
Ruhe ist oft mehr wert als Reichtum.

AchtungLesen: Einzelheit statt Kern

So nicht
Lehre der Fabel vom Fuchs und dem Raben: Der Käse fiel vom Ast hinunter.
So richtig
Glaub nicht jedem, der dich lobt. Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für einen Satz der Geschichte.

Die Lehre passt zur ganzen Fabel und gilt für alle Menschen, nicht nur für einen Satz.

ÜbenJetzt du

  1. ○4
    Die Ameise und die Grille
    Im Sommer sammelte die Ameise jeden Tag Körner. Die Grille zirpte und lag in der Sonne. Im Winter fand die Grille nichts mehr zu fressen. Sie bat die Ameise: „Gib mir bitte etwas ab!“ Die Ameise fragte: „Was hast du denn im Sommer gemacht?“

    Was kann man aus dieser Fabel lernen?
    So fängst du an:
    Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
    Lösung zeigen
    1. Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
    2. Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
    3. Also: Wer rechtzeitig vorsorgt, hat später genug.
    Ergebnis:
    Wer rechtzeitig vorsorgt, hat später genug.
  2. ●5
    Der Wolf und das Lamm
    Ein Lamm trank an einem Bach. Der Wolf kam und rief: „Du machst mir das Wasser schmutzig!“ Das Lamm antwortete: „Ich stehe doch weiter unten, das kann nicht sein.“ Der Wolf wollte nichts hören und fraß das Lamm.

    Welche Lehre passt zu dieser Fabel?
    Lösung zeigen
    1. Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
    2. Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
    3. Also: Der Stärkere findet immer einen Grund.
    Ergebnis:
    Der Stärkere findet immer einen Grund.
  3. ★6
    Der Fuchs und der Rabe
    Ein Rabe saß mit einem Stück Käse auf einem Ast. Der Fuchs rief: „Du hast sicher die schönste Stimme im Wald!“ Der Rabe wollte singen und öffnete den Schnabel. Der Käse fiel hinunter, und der Fuchs fraß ihn.

    Welche Lehre steckt in der ganzen Fabel?
    Lösung zeigen
    1. Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
    2. Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
    3. Also: Glaub nicht jedem, der dich lobt.
    Ergebnis:
    Glaub nicht jedem, der dich lobt.

3Ich erkenne im Gedicht Verse, Strophen und Reime.

EntdeckenFrage

Warum darf ein Satz im Gedicht über zwei Zeilen laufen?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Im Gedicht zählt die Zeile, nicht der Satz. Eine Zeile heißt Vers, und ein Satz kann über mehrere Verse gehen. Mehrere Verse bilden eine Strophe.

MerkenReim, Vers, Strophe

Eine Zeile im Gedicht heißt Vers, mehrere Verse bilden eine Strophe.

Beim Reim klingen die Wörter am Zeilenende gleich. Paarreim heißt Zeile 1 und 2, Kreuzreim Zeile 1 und 3.

BeispielGedicht: Reim, Vers und Strophe

Der Bach
Der Bach fließt munter durch den Wald,
er springt und plätschert fort.
Sein Wasser ist so frisch und kalt,
und weiter geht es, Ort für Ort.

Welches Wort reimt sich auf „kalt“?
Schritt für Schritt
  1. Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
  2. Zeile 3 endet mit „kalt“, Zeile 1 mit „Wald“.
  3. Also: Wald.
  1. Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
  2. Zeile 3 endet mit „kalt“, Zeile 1 mit „Wald“.
  3. Also: Wald.
Ergebnis:
Wald

AchtungGestaltungsmittel ohne Signal bestimmt: Reim am Zeilenende

So nicht
Der Herbst ist da, der Wind ist kalt, die Blätter fallen still im Wald. Reim auf kalt: Blätter.
So richtig
Reim auf kalt: Wald. Beide Wörter stehen am Zeilenende und klingen am Ende gleich.

Lies nur die letzten Wörter der Zeilen laut. Welche klingen am Ende gleich?

ÜbenJetzt du

  1. ○7
    Die Bienen
    Die Bienen fliegen hin und her,
    sie summen um den Baum.
    Der Honigtopf ist bald nicht leer,
    das ist ein süßer Traum.

    Welches Wort reimt sich auf „Baum“?
    So fängst du an:
    Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
    Lösung zeigen
    1. Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
    2. Zeile 2 endet mit „Baum“, Zeile 4 mit „Traum“.
    3. Also: Traum.
    Ergebnis:
    Traum
  2. ●8
    Der Mond
    Der Mond steht still am Himmelszelt,
    er leuchtet hell auf unsere Welt.
    Die Sterne blinken, groß und klein,
    und alle schlafen friedlich ein.

    Welches Wort reimt sich auf „klein“?
    Lösung zeigen
    1. Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
    2. Zeile 3 endet mit „klein“, Zeile 4 mit „ein“.
    3. Also: ein.
    Ergebnis:
    ein
  3. ★9
    Mein Kater
    Mein Kater schläft auf meinem Bett,
    er schnurrt ganz leis und weich.
    Er ist so rund und ist so nett
    und träumt vom Fischerteich.

    Wie reimen sich die Zeilen dieser Strophe?
    Lösung zeigen
    1. Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
    2. Es reimen sich: Bett und nett, weich und Fischerteich.
    3. Also: Kreuzreim.
    Ergebnis:
    Kreuzreim

4Ich erkenne, was ein Text will: informieren, erzählen oder eine Lehre zeigen.

EntdeckenFrage

Kann ein Text über einen Fuchs ein Sachtext und eine Fabel sein?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Nein. Der Sachtext nennt Tatsachen über echte Füchse. Die Fabel erzählt eine erfundene Geschichte, in der der Fuchs spricht.

MerkenWas will der Text?

Ein Sachtext informiert über die Wirklichkeit.

Märchen und Fabeln erzählen erfundene Geschichten. Ein Gedicht malt mit Versen und Reimen ein Bild.

BeispielTextarten: Was will der Text?

Die Hauskatze
Hauskatzen schlafen bis zu 16 Stunden am Tag. Sie hören sehr gut und sehen auch im Dämmerlicht. Mit ihren Krallen klettern sie auf Bäume. Eine Katze wird im Durchschnitt 15 Jahre alt.

Was will dieser Text vor allem?
Schritt für Schritt
  1. Bestimm zuerst die Textart.
  2. Der Text nennt Tatsachen: Hauskatzen schlafen bis zu 16 Stunden am Tag.
  3. Also: über Tatsachen informieren.
  1. Bestimm zuerst die Textart.
  2. Der Text nennt Tatsachen: Hauskatzen schlafen bis zu 16 Stunden am Tag.
  3. Also: über Tatsachen informieren.
Ergebnis:
über Tatsachen informieren

AchtungForm des Textes verwechselt: Absicht des Textes

So nicht
Ein Text über den Igel nennt die Zahl seiner Stacheln. Antwort: Er will eine Geschichte erzählen.
So richtig
Er will über Tatsachen informieren. Ein Sachtext erzählt keine erfundene Geschichte.

Informiert der Text über die Wirklichkeit, oder erzählt er eine erfundene Geschichte?

ÜbenJetzt du

  1. ○10
    Aschenputtel
    Es war einmal ein Mädchen, das bei seiner Stiefmutter wohnte. Es musste jeden Tag Asche aus dem Herd kehren. Eines Abends lud der König zu einem Fest ein. Ein weißes Vögelchen schenkte dem Mädchen ein goldenes Kleid, und es tanzte mit dem Königssohn.

    Was will dieser Text vor allem?
    So fängst du an:
    Bestimm zuerst die Textart.
    Lösung zeigen
    1. Bestimm zuerst die Textart.
    2. Diese Stelle verrät es: Es war einmal ein Mädchen, das bei seiner Stiefmutter wohnte.
    3. Also: eine Zaubergeschichte erzählen.
    Ergebnis:
    eine Zaubergeschichte erzählen
  2. ●11
    Die Stadtmaus und die Feldmaus
    Eine Feldmaus besuchte ihre Cousine in der Stadt. Die Stadtmaus sagte: „Bei mir gibt es jeden Tag Kuchen und Käse!“ Doch immer wieder kam eine Katze, und die Mäuse mussten fliehen. Da ging die Feldmaus zurück aufs Feld, wo sie in Ruhe fressen konnte. Die Lehre: Ruhe ist oft mehr wert als Reichtum.

    Was will dieser Text vor allem?
    Lösung zeigen
    1. Bestimm zuerst die Textart.
    2. Diese Stelle verrät es.
    3. Also: mit Tieren eine Lehre zeigen.
    Ergebnis:
    mit Tieren eine Lehre zeigen
  3. ★12
    Ein Sachtext und eine Fabel handeln beide von der Ameise.
    Welcher Satz stammt aus dem Sachtext?
    Lösung zeigen
    1. Prüf jeden Satz: Tatsache oder Geschichte?
    2. Ein Sachtext informiert über die Wirklichkeit. Er nennt Tatsachen, oft auch Zahlen.
    3. Also stammt dieser Satz aus dem Sachtext.
    Ergebnis:
    Eine solche Gruppe heißt Ameisenvolk.

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●13
    Der Feldhase
    Feldhasen leben auf Wiesen und Feldern. Sie fressen Gras, Kräuter und Rinde. Ein Hase kann bis zu 70 Kilometer in der Stunde schnell laufen. Die Jungen kommen schon mit offenen Augen zur Welt.

    Welche Textart ist das?
    Lösung zeigen
    1. Lies den Text und such ein Merkmal.
    2. Der Text nennt Tatsachen.
    3. Also: Sachtext.
    Ergebnis:
    Sachtext
  2. ●14
    Ein Text hat dieses Merkmal: Es stehen Zahlen, Namen oder Maße darin, die stimmen.
    Zu welcher Textart passt das?
    Lösung zeigen
    1. Lies das Merkmal und denk an die vier Textarten.
    2. Ein Sachtext informiert über die Wirklichkeit. Er nennt Tatsachen, oft auch Zahlen.
    3. Also: Sachtext.
    Ergebnis:
    Sachtext
  3. ●15
    Der Mond
    Der Mond steht still am Himmelszelt,
    er leuchtet hell auf unsere Welt.
    Die Sterne blinken, groß und klein,
    und alle schlafen friedlich ein.

    Welches Wort reimt sich auf „Welt“?
    Lösung zeigen
    1. Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
    2. Zeile 2 endet mit „Welt“, Zeile 1 mit „Himmelszelt“.
    3. Also: Himmelszelt.
    Ergebnis:
    Himmelszelt
  4. ●16
    Tischlein, deck dich
    Es war einmal ein Schneider mit drei Söhnen. Der älteste Sohn lernte bei einem Tischler. Zum Abschied bekam er ein kleines Tischchen. Wenn er „Tischlein, deck dich!“ rief, stand sofort ein Essen darauf.

    Wozu ist dieser Text geschrieben?
    Lösung zeigen
    1. Bestimm zuerst die Textart.
    2. Diese Stelle verrät es: Es war einmal ein Schneider mit drei Söhnen.
    3. Also: eine Zaubergeschichte erzählen.
    Ergebnis:
    eine Zaubergeschichte erzählen
  5. ●17
    Die Hauskatze
    Hauskatzen schlafen bis zu 16 Stunden am Tag. Sie hören sehr gut und sehen auch im Dämmerlicht. Mit ihren Krallen klettern sie auf Bäume. Eine Katze wird im Durchschnitt 15 Jahre alt.

    Was für ein Text ist das? Achte auf den Anfang.
    Lösung zeigen
    1. Lies den Text und such ein Merkmal.
    2. Der Text nennt Tatsachen: Hauskatzen schlafen bis zu 16 Stunden am Tag.
    3. Also: Sachtext.
    Ergebnis:
    Sachtext
  6. ●18
    Ein Text hat dieses Merkmal: Es kommen Könige, Prinzessinnen oder Zwerge vor.
    Zu welcher Textart passt das?
    Lösung zeigen
    1. Lies das Merkmal und denk an die vier Textarten.
    2. Ein Märchen beginnt oft mit „Es war einmal“. Es gibt Zauber, und am Ende siegt das Gute.
    3. Also: Märchen.
    Ergebnis:
    Märchen

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Vier Textarten
Jede Textart hat ein Merkmal.
Die Lehre
In der Fabel stehen Tiere für Menschen.
Reim, Vers, Strophe
Eine Zeile im Gedicht heißt Vers, mehrere Verse bilden eine Strophe.
Was will der Text?
Ein Sachtext informiert über die Wirklichkeit.

AchtungLesen: Vorwissen statt Text

So nicht
Lehre der Fabel vom Hasen und der Schildkröte: Hasen sind schneller als Schildkröten.
So richtig
Wer nicht aufgibt, kommt auch langsam ans Ziel. Das sagt die Geschichte, nicht das Wissen über Tiere.

Was du über das Tier weißt, ist noch keine Lehre. Was soll man aus der Geschichte lernen?

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich erkenne, ob ein Text ein Märchen, eine Fabel, ein Gedicht oder ein Sachtext ist.

    19
    Winter
    Im Winter fällt der weiße Schnee,
    es friert das Eis auf unserm See.
    Wir bauen einen Schneemann hier
    und trinken Tee um halb vier.

    Was für ein Text ist das?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Gedicht
  2. Ich finde die Lehre einer Fabel und erkenne Märchen und Fabeln an ihren Merkmalen.

    20
    Der Wolf und das Lamm
    Ein Lamm trank an einem Bach. Der Wolf kam und rief: „Du machst mir das Wasser schmutzig!“ Das Lamm antwortete: „Ich stehe doch weiter unten, das kann nicht sein.“ Der Wolf wollte nichts hören und fraß das Lamm.

    Was kann man aus dieser Fabel lernen?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Der Stärkere findet immer einen Grund.
  3. Ich erkenne im Gedicht Verse, Strophen und Reime.

    21
    Winter
    Im Winter fällt der weiße Schnee,
    es friert das Eis auf unserm See.
    Wir bauen einen Schneemann hier
    und trinken Tee um halb vier.

    Welches Wort reimt sich auf „hier“?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    vier
  4. Ich erkenne, was ein Text will: informieren, erzählen oder eine Lehre zeigen.

    22
    Regen
    Der Regen klopft ans Fenster sacht,
    er tropft und trommelt durch die Nacht.
    Ich bleibe drinnen, warm und still,
    und lese, was ich lesen will.

    Was will dieser Text vor allem?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    mit Versen und Reimen ein Bild malen

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Die Frage vom Anfang

EntdeckenRückschau

Woran erkennt man ein Märchen schon am ersten Satz?

Lies deine Vermutung vom Anfang. Kannst du die Frage jetzt mit dem Kapitel beantworten?

Auflösung

Viele Märchen beginnen mit „Es war einmal“. Dann erwartet man Zauber, Könige und Hexen, und am Ende siegt das Gute.

Wörter

Gleichung
zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind

Lösungen

  1. Märchen
  2. Gedicht
  3. Märchen
  4. Wer rechtzeitig vorsorgt, hat später genug.
  5. Der Stärkere findet immer einen Grund.
  6. Glaub nicht jedem, der dich lobt.
  7. Traum
  8. ein
  9. Kreuzreim
  10. eine Zaubergeschichte erzählen
  11. mit Tieren eine Lehre zeigen
  12. Eine solche Gruppe heißt Ameisenvolk.
  13. Sachtext
  14. Sachtext
  15. Himmelszelt
  16. eine Zaubergeschichte erzählen
  17. Sachtext
  18. Märchen
  19. Gedicht
  20. Der Stärkere findet immer einen Grund.
  21. vier
  22. mit Versen und Reimen ein Bild malen
  23. Im Sommer leben viele von ihnen in Mooren im Norden von Deutschland.
  24. Auf den zwei langen sitzen die Augen.