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Deutsch · Klasse 3 und 4 · Kapitel

Märchen, Fabel, Gedicht, Sachtext erkennen

EntdeckenDie Frage zum Kapitel

Woran erkennt man ein Märchen schon am ersten Satz?

Schreib eine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Für die Lehrkraft: Viele Märchen beginnen mit „Es war einmal“. Dann erwartet man Zauber, Könige und Hexen, und am Ende siegt das Gute. Quelle: Brüder Grimm, Kinder- und Hausmärchen, Ausgabe letzter Hand (1857)

  • Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
  • Merken kommt ins Heft
  • Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
  • Üben selbst rechnen
  • Achtung typischer Fehler
  • Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen

○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

Fit für das Kapitel?

Das brauchst du aus früheren Themen. Klappt es nicht, frag nach, bevor es losgeht.

ÜbenWeißt du das noch?

Die Stelle im Text finden: Satz für Satz lesen und prüfen, ob der Satz genau das sagt.

  1. ●23
    Heute nicht im Rennen
    Beim Sportfest gibt es ein Wettrennen. Mila ist die Schnellste in ihrer Klasse. Alle wissen das. Neben ihr steht Ben. Er hat sich letzte Woche den Fuß verstaucht und humpelt noch ein bisschen.

    Der Startpfiff ertönt. Mila rennt los und ist sofort vorne. Hinter sich hört sie einen Schrei. Ben ist gestolpert und liegt auf der Bahn.

    Mila bleibt stehen. Die anderen Kinder laufen an ihr vorbei. Sie dreht sich um und hilft Ben auf. Zusammen gehen sie langsam ins Ziel. Sie sind die Letzten.

    Am Abend fragt ihr Bruder: „Hast du gewonnen?“ Mila überlegt kurz. Dann sagt sie: „Heute nicht im Rennen.“ Ihr Bruder schaut verwirrt. Mila lächelt nur.

    verstaucht: Beim Umknicken verletzt, sodass es wehtut und dick wird. humpelt: Geht ungleichmäßig, weil ein Bein wehtut. verwirrt: Man versteht gerade nicht, was los ist.

    Warum humpelt Ben schon vor dem Start? Welcher Satz sagt es?
    Lösung zeigen
    1. Sag die Frage mit eigenen Worten. Dann lies Satz für Satz.
    2. Die Antwort steht in Absatz 1.
    3. Also steht die Antwort in diesem Satz.
    Ergebnis:
    Er hat sich letzte Woche den Fuß verstaucht und humpelt noch ein bisschen.
  2. ●24
    Der Gräber unter der Wiese
    Der Maulwurf lebt fast immer unter der Erde. Dort gräbt er lange Gänge. Seine Vorderfüße sind breit wie Schaufeln. Damit schiebt er die Erde zur Seite. Was übrig bleibt, drückt er nach oben. So entstehen die kleinen Hügel auf der Wiese.

    Der Maulwurf hat winzige Augen. Er kann damit nur hell und dunkel unterscheiden. Das stört ihn nicht, denn in seinen Gängen ist es sowieso dunkel. Viel wichtiger ist seine Nase. Mit ihr riecht und tastet er.

    Am liebsten frisst der Maulwurf Regenwürmer. Er braucht jeden Tag ungefähr halb so viel Futter, wie er selbst wiegt. Deshalb ist er Tag und Nacht in seinen Gängen unterwegs. Einen Winterschlaf hält er nicht.

    In Deutschland steht der Maulwurf unter Schutz. Man darf ihn nicht fangen und nicht töten.

    Vorderfüße: Die Füße vorne am Körper eines Tieres. unterscheiden: Merken, dass zwei Dinge nicht gleich sind. Winterschlaf: Ein langer, tiefer Schlaf mancher Tiere im Winter.

    Was frisst der Maulwurf am liebsten? Welcher Satz sagt es?
    Lösung zeigen
    1. Sag die Frage mit eigenen Worten. Dann lies Satz für Satz.
    2. Die Antwort steht in Absatz 3.
    3. Also steht die Antwort in diesem Satz.
    Ergebnis:
    Am liebsten frisst der Maulwurf Regenwürmer.

So kannst du es dir vorstellen

EntdeckenDie Textart weckt eine Leseerwartung

Jede Textart hat Merkmale. Ein Märchen hat Zauber, eine Fabel sprechende Tiere und eine Lehre, ein Gedicht Verse und Reime, ein Sachtext Tatsachen. Wer die Textart erkennt, weiß, was er beim Lesen erwarten darf.

WeiterdenkenDenk nach

Ein Text erzählt von einem Fuchs. Woran entscheidest du, ob es eine Fabel oder ein Sachtext ist?

1Ich erkenne, ob ein Text ein Märchen, eine Fabel, ein Gedicht oder ein Sachtext ist.

EntdeckenFrage

Woran erkennt man ein Märchen schon am ersten Satz?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Viele Märchen beginnen mit „Es war einmal“. Dann erwartet man Zauber, Könige und Hexen, und am Ende siegt das Gute.

MerkenVier Textarten

Jede Textart hat ein Merkmal.

Zauber zeigt ein Märchen, sprechende Tiere mit einer Lehre zeigen eine Fabel. Verse mit Reim zeigen ein Gedicht, Tatsachen einen Sachtext.

BeispielTextarten: Märchen, Fabel, Gedicht oder Sachtext erkennen

Der Igel
Igel sind vor allem nachts unterwegs. Sie fressen Käfer, Würmer und Schnecken. Ein erwachsener Igel hat mehrere tausend Stacheln. Im Winter halten Igel einen Winterschlaf.

Was für ein Text ist das?
Schritt für Schritt
  1. Lies den Text und such ein Merkmal.
  2. Der Text nennt Tatsachen: Ein erwachsener Igel hat mehrere tausend Stacheln.
  3. Also: Sachtext.
  1. Lies den Text und such ein Merkmal.
  2. Der Text nennt Tatsachen: Ein erwachsener Igel hat mehrere tausend Stacheln.
  3. Also: Sachtext.
Ergebnis:
Sachtext

AchtungForm des Textes verwechselt: Märchen, Fabel, Gedicht oder Sachtext

So nicht
Ein Fuchs spricht mit einem Raben, am Ende steht eine Lehre. Antwort: Sachtext, weil es um Tiere geht.
So richtig
Fabel: Die Tiere sprechen wie Menschen, und es gibt eine Lehre. Ein Sachtext über Füchse nennt Tatsachen.

Such ein Merkmal im Text: Zauber, sprechende Tiere mit Lehre, Verse mit Reim oder Tatsachen.

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    Der Mond
    Der Mond steht still am Himmelszelt,
    er leuchtet hell auf unsere Welt.
    Die Sterne blinken, groß und klein,
    und alle schlafen friedlich ein.

    Was für ein Text ist das? Achte auf den Anfang.
    So fängst du an:
    Lies den Text und such ein Merkmal.
    Lösung zeigen
    1. Lies den Text und such ein Merkmal.
    2. Der Text hat Verse, und die Zeilen reimen sich: Paarreim.
    3. Also: Gedicht.
    Ergebnis:
    Gedicht
  2. ●2
    Die Amsel
    Am Morgen singt die Amsel laut,
    die Sonne malt den Himmel blau.
    Sie hat ein kleines Nest gebaut,
    das weiß ich ganz genau.

    Was für ein Text ist das? Lies genau.
    Lösung zeigen
    1. Lies den Text und such ein Merkmal.
    2. Der Text hat Verse, und die Zeilen reimen sich: Kreuzreim.
    3. Also: Gedicht.
    Ergebnis:
    Gedicht
  3. ★3
    Der Hund und sein Spiegelbild
    Ein Hund trug ein Stück Fleisch über eine Brücke. Im Wasser sah er sein Spiegelbild. Er dachte: „Der andere Hund hat ein größeres Stück!“ Er schnappte danach, und sein eigenes Fleisch fiel ins Wasser.

    Welche Textart ist das? Prüf es an einer Stelle.
    Lösung zeigen
    1. Lies den Text und such ein Merkmal.
    2. Diese Stelle verrät es: Er dachte: „Der andere Hund hat ein größeres Stück!“
    3. Also: Fabel.
    Ergebnis:
    Fabel

2Ich finde die Lehre einer Fabel und erkenne Märchen und Fabeln an ihren Merkmalen.

EntdeckenFrage

Warum sprechen in Fabeln Tiere?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Die Tiere stehen für Menschen: der schlaue Fuchs, der stolze Rabe. So zeigt die Fabel eine Lehre, ohne einen Menschen zu nennen.

MerkenDie Lehre

In der Fabel stehen Tiere für Menschen.

Die Lehre sagt, was Menschen aus der ganzen Geschichte lernen können. Ein einzelner Satz aus der Geschichte ist noch keine Lehre.

BeispielFabel: die Lehre finden

Der Hund und sein Spiegelbild
Ein Hund trug ein Stück Fleisch über eine Brücke. Im Wasser sah er sein Spiegelbild. Er dachte: „Der andere Hund hat ein größeres Stück!“ Er schnappte danach, und sein eigenes Fleisch fiel ins Wasser.

Was kann man aus dieser Fabel lernen?
Schritt für Schritt
  1. Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
  2. Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
  3. Also: Wer zu viel will, verliert leicht alles.
  1. Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
  2. Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
  3. Also: Wer zu viel will, verliert leicht alles.
Ergebnis:
Wer zu viel will, verliert leicht alles.

AchtungLesen: Einzelheit statt Kern

So nicht
Lehre der Fabel vom Fuchs und dem Raben: Der Käse fiel vom Ast hinunter.
So richtig
Glaub nicht jedem, der dich lobt. Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für einen Satz der Geschichte.

Die Lehre passt zur ganzen Fabel und gilt für alle Menschen, nicht nur für einen Satz.

ÜbenJetzt du

  1. ○4
    Der Fuchs und die Trauben
    Ein hungriger Fuchs sah süße Trauben an einem hohen Zaun. Er sprang hoch, aber er kam nicht an die Trauben. Da sagte er: „Die sind mir sowieso zu sauer!“ Dann ging er davon.

    Was kann man aus dieser Fabel lernen?
    So fängst du an:
    Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
    Lösung zeigen
    1. Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
    2. Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
    3. Also: Wer etwas nicht bekommt, redet es oft schlecht.
    Ergebnis:
    Wer etwas nicht bekommt, redet es oft schlecht.
  2. ●5
    Der Hase und die Schildkröte
    Der Hase lachte über die langsame Schildkröte. Die Schildkröte sagte: „Wir laufen um die Wette!“ Der Hase rannte los und legte sich bald unter einen Baum. Die Schildkröte lief ohne Pause weiter und kam zuerst ans Ziel.

    Was kann man aus dieser Fabel lernen?
    Lösung zeigen
    1. Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
    2. Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
    3. Also: Wer nicht aufgibt, kommt auch langsam ans Ziel.
    Ergebnis:
    Wer nicht aufgibt, kommt auch langsam ans Ziel.
  3. ★6
    Die Stadtmaus und die Feldmaus
    Eine Feldmaus besuchte ihre Cousine in der Stadt. Die Stadtmaus sagte: „Bei mir gibt es jeden Tag Kuchen und Käse!“ Doch immer wieder kam eine Katze, und die Mäuse mussten fliehen. Da ging die Feldmaus zurück aufs Feld, wo sie in Ruhe fressen konnte.

    Was will die Fabel den Lesern sagen?
    Lösung zeigen
    1. Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
    2. Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
    3. Also: Ruhe ist oft mehr wert als Reichtum.
    Ergebnis:
    Ruhe ist oft mehr wert als Reichtum.

3Ich erkenne im Gedicht Verse, Strophen und Reime.

EntdeckenFrage

Warum darf ein Satz im Gedicht über zwei Zeilen laufen?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Im Gedicht zählt die Zeile, nicht der Satz. Eine Zeile heißt Vers, und ein Satz kann über mehrere Verse gehen. Mehrere Verse bilden eine Strophe.

MerkenReim, Vers, Strophe

Eine Zeile im Gedicht heißt Vers, mehrere Verse bilden eine Strophe.

Beim Reim klingen die Wörter am Zeilenende gleich. Paarreim heißt Zeile 1 und 2, Kreuzreim Zeile 1 und 3.

BeispielGedicht: Reim, Vers und Strophe

Der Mond
Der Mond steht still am Himmelszelt,
er leuchtet hell auf unsere Welt.
Die Sterne blinken, groß und klein,
und alle schlafen friedlich ein.

Welches Wort reimt sich auf „ein“?
Schritt für Schritt
  1. Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
  2. Zeile 4 endet mit „ein“, Zeile 3 mit „klein“.
  3. Also: klein.
  1. Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
  2. Zeile 4 endet mit „ein“, Zeile 3 mit „klein“.
  3. Also: klein.
Ergebnis:
klein

AchtungGestaltungsmittel ohne Signal bestimmt: Reim am Zeilenende

So nicht
Der Herbst ist da, der Wind ist kalt, die Blätter fallen still im Wald. Reim auf kalt: Blätter.
So richtig
Reim auf kalt: Wald. Beide Wörter stehen am Zeilenende und klingen am Ende gleich.

Lies nur die letzten Wörter der Zeilen laut. Welche klingen am Ende gleich?

ÜbenJetzt du

  1. ○7
    Die Bienen
    Die Bienen fliegen hin und her,
    sie summen um den Baum.
    Der Honigtopf ist bald nicht leer,
    das ist ein süßer Traum.

    Welches Wort reimt sich auf „Baum“?
    So fängst du an:
    Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
    Lösung zeigen
    1. Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
    2. Zeile 2 endet mit „Baum“, Zeile 4 mit „Traum“.
    3. Also: Traum.
    Ergebnis:
    Traum
  2. ●8
    Der Bach
    Der Bach fließt munter durch den Wald,
    er springt und plätschert fort.
    Sein Wasser ist so frisch und kalt,
    und weiter geht es, Ort für Ort.

    Welches Wort reimt sich auf „Ort“?
    Lösung zeigen
    1. Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
    2. Zeile 4 endet mit „Ort“, Zeile 2 mit „fort“.
    3. Also: fort.
    Ergebnis:
    fort
  3. ★9
    Die Amsel
    Am Morgen singt die Amsel laut,
    die Sonne malt den Himmel blau.
    Sie hat ein kleines Nest gebaut,
    das weiß ich ganz genau.

    Wie reimen sich die Zeilen dieser Strophe?
    Lösung zeigen
    1. Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
    2. Es reimen sich: laut und gebaut, blau und genau.
    3. Also: Kreuzreim.
    Ergebnis:
    Kreuzreim

4Ich erkenne, was ein Text will: informieren, erzählen oder eine Lehre zeigen.

EntdeckenFrage

Kann ein Text über einen Fuchs ein Sachtext und eine Fabel sein?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Nein. Der Sachtext nennt Tatsachen über echte Füchse. Die Fabel erzählt eine erfundene Geschichte, in der der Fuchs spricht.

MerkenWas will der Text?

Ein Sachtext informiert über die Wirklichkeit.

Märchen und Fabeln erzählen erfundene Geschichten. Ein Gedicht malt mit Versen und Reimen ein Bild.

BeispielTextarten: Was will der Text?

Regen
Der Regen klopft ans Fenster sacht,
er tropft und trommelt durch die Nacht.
Ich bleibe drinnen, warm und still,
und lese, was ich lesen will.

Was will dieser Text vor allem?
Schritt für Schritt
  1. Bestimm zuerst die Textart.
  2. Der Text hat Verse, und die Zeilen reimen sich: Paarreim.
  3. Also: mit Versen und Reimen ein Bild malen.
  1. Bestimm zuerst die Textart.
  2. Der Text hat Verse, und die Zeilen reimen sich: Paarreim.
  3. Also: mit Versen und Reimen ein Bild malen.
Ergebnis:
mit Versen und Reimen ein Bild malen

AchtungForm des Textes verwechselt: Absicht des Textes

So nicht
Ein Text über den Igel nennt die Zahl seiner Stacheln. Antwort: Er will eine Geschichte erzählen.
So richtig
Er will über Tatsachen informieren. Ein Sachtext erzählt keine erfundene Geschichte.

Informiert der Text über die Wirklichkeit, oder erzählt er eine erfundene Geschichte?

ÜbenJetzt du

  1. ○10
    Die Bienen
    Die Bienen fliegen hin und her,
    sie summen um den Baum.
    Der Honigtopf ist bald nicht leer,
    das ist ein süßer Traum.

    Wozu ist dieser Text geschrieben?
    So fängst du an:
    Bestimm zuerst die Textart.
    Lösung zeigen
    1. Bestimm zuerst die Textart.
    2. Der Text hat Verse, und die Zeilen reimen sich: Kreuzreim.
    3. Also: mit Versen und Reimen ein Bild malen.
    Ergebnis:
    mit Versen und Reimen ein Bild malen
  2. ●11
    Die Hauskatze
    Hauskatzen schlafen bis zu 16 Stunden am Tag. Sie hören sehr gut und sehen auch im Dämmerlicht. Mit ihren Krallen klettern sie auf Bäume. Eine Katze wird im Durchschnitt 15 Jahre alt.

    Wozu ist dieser Text geschrieben?
    Lösung zeigen
    1. Bestimm zuerst die Textart.
    2. Der Text nennt Tatsachen: Hauskatzen schlafen bis zu 16 Stunden am Tag.
    3. Also: über Tatsachen informieren.
    Ergebnis:
    über Tatsachen informieren
  3. ★12
    Ein Sachtext und eine Fabel handeln beide von der Ameise.
    Welcher Satz stammt aus dem Sachtext?
    Lösung zeigen
    1. Prüf jeden Satz: Tatsache oder Geschichte?
    2. Ein Sachtext informiert über die Wirklichkeit. Er nennt Tatsachen, oft auch Zahlen.
    3. Also stammt dieser Satz aus dem Sachtext.
    Ergebnis:
    Die Arbeiterinnen holen Futter und pflegen die Larven.

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●13
    Der Feldhase
    Feldhasen leben auf Wiesen und Feldern. Sie fressen Gras, Kräuter und Rinde. Ein Hase kann bis zu 70 Kilometer in der Stunde schnell laufen. Die Jungen kommen schon mit offenen Augen zur Welt.

    Was für ein Text ist das? Achte auf den Anfang.
    Lösung zeigen
    1. Lies den Text und such ein Merkmal.
    2. Der Text nennt Tatsachen.
    3. Also: Sachtext.
    Ergebnis:
    Sachtext
  2. ●14
    Ein Text hat dieses Merkmal: Er informiert über die Wirklichkeit.
    Zu welcher Textart passt das?
    Lösung zeigen
    1. Lies das Merkmal und denk an die vier Textarten.
    2. Ein Sachtext informiert über die Wirklichkeit. Er nennt Tatsachen, oft auch Zahlen.
    3. Also: Sachtext.
    Ergebnis:
    Sachtext
  3. ●15
    Die Amsel
    Am Morgen singt die Amsel laut,
    die Sonne malt den Himmel blau.
    Sie hat ein kleines Nest gebaut,
    das weiß ich ganz genau.

    Welches Wort reimt sich auf „laut“?
    Lösung zeigen
    1. Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
    2. Zeile 1 endet mit „laut“, Zeile 3 mit „gebaut“.
    3. Also: gebaut.
    Ergebnis:
    gebaut
  4. ●16
    Die Stadtmaus und die Feldmaus
    Eine Feldmaus besuchte ihre Cousine in der Stadt. Die Stadtmaus sagte: „Bei mir gibt es jeden Tag Kuchen und Käse!“ Doch immer wieder kam eine Katze, und die Mäuse mussten fliehen. Da ging die Feldmaus zurück aufs Feld, wo sie in Ruhe fressen konnte. Die Lehre: Ruhe ist oft mehr wert als Reichtum.

    Wozu ist dieser Text geschrieben?
    Lösung zeigen
    1. Bestimm zuerst die Textart.
    2. Diese Stelle verrät es.
    3. Also: mit Tieren eine Lehre zeigen.
    Ergebnis:
    mit Tieren eine Lehre zeigen
  5. ●17
    Die Hauskatze
    Hauskatzen schlafen bis zu 16 Stunden am Tag. Sie hören sehr gut und sehen auch im Dämmerlicht. Mit ihren Krallen klettern sie auf Bäume. Eine Katze wird im Durchschnitt 15 Jahre alt.

    Welche Textart ist das? Denk an die vier Textarten.
    Lösung zeigen
    1. Lies den Text und such ein Merkmal.
    2. Der Text nennt Tatsachen: Hauskatzen schlafen bis zu 16 Stunden am Tag.
    3. Also: Sachtext.
    Ergebnis:
    Sachtext
  6. ●18
    Ein Text hat dieses Merkmal: Eine Zahl wie drei oder sieben kommt oft vor.
    Zu welcher Textart passt das?
    Lösung zeigen
    1. Lies das Merkmal und denk an die vier Textarten.
    2. Ein Märchen beginnt oft mit „Es war einmal“. Es gibt Zauber, und am Ende siegt das Gute.
    3. Also: Märchen.
    Ergebnis:
    Märchen

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Vier Textarten
Jede Textart hat ein Merkmal.
Die Lehre
In der Fabel stehen Tiere für Menschen.
Reim, Vers, Strophe
Eine Zeile im Gedicht heißt Vers, mehrere Verse bilden eine Strophe.
Was will der Text?
Ein Sachtext informiert über die Wirklichkeit.

AchtungLesen: Vorwissen statt Text

So nicht
Lehre der Fabel vom Hasen und der Schildkröte: Hasen sind schneller als Schildkröten.
So richtig
Wer nicht aufgibt, kommt auch langsam ans Ziel. Das sagt die Geschichte, nicht das Wissen über Tiere.

Was du über das Tier weißt, ist noch keine Lehre. Was soll man aus der Geschichte lernen?

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich erkenne, ob ein Text ein Märchen, eine Fabel, ein Gedicht oder ein Sachtext ist.

    19
    Winter
    Im Winter fällt der weiße Schnee,
    es friert das Eis auf unserm See.
    Wir bauen einen Schneemann hier
    und trinken Tee um halb vier.

    Was für ein Text ist das? Lies genau.
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Gedicht
  2. Ich finde die Lehre einer Fabel und erkenne Märchen und Fabeln an ihren Merkmalen.

    20
    Die Ameise und die Grille
    Im Sommer sammelte die Ameise jeden Tag Körner. Die Grille zirpte und lag in der Sonne. Im Winter fand die Grille nichts mehr zu fressen. Sie bat die Ameise: „Gib mir bitte etwas ab!“ Die Ameise fragte: „Was hast du denn im Sommer gemacht?“

    Was kann man aus dieser Fabel lernen?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Wer rechtzeitig vorsorgt, hat später genug.
  3. Ich erkenne im Gedicht Verse, Strophen und Reime.

    21
    Die Amsel
    Am Morgen singt die Amsel laut,
    die Sonne malt den Himmel blau.
    Sie hat ein kleines Nest gebaut,
    das weiß ich ganz genau.

    Welches Wort reimt sich auf „laut“?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    gebaut
  4. Ich erkenne, was ein Text will: informieren, erzählen oder eine Lehre zeigen.

    22
    Der Froschkönig
    Es war einmal eine Königstochter. Sie spielte gern mit einer goldenen Kugel. Eines Tages fiel die Kugel in einen tiefen Brunnen. Ein Frosch holte sie heraus, und später wurde er durch einen Zauber zu einem Königssohn.

    Was will dieser Text vor allem?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    eine Zaubergeschichte erzählen

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Die Frage vom Anfang

EntdeckenRückschau

Woran erkennt man ein Märchen schon am ersten Satz?

Lies deine Vermutung vom Anfang. Kannst du die Frage jetzt mit dem Kapitel beantworten?

Auflösung

Viele Märchen beginnen mit „Es war einmal“. Dann erwartet man Zauber, Könige und Hexen, und am Ende siegt das Gute.

Wörter

Gleichung
zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind

Lösungen

  1. Gedicht
  2. Gedicht
  3. Fabel
  4. Wer etwas nicht bekommt, redet es oft schlecht.
  5. Wer nicht aufgibt, kommt auch langsam ans Ziel.
  6. Ruhe ist oft mehr wert als Reichtum.
  7. Traum
  8. fort
  9. Kreuzreim
  10. mit Versen und Reimen ein Bild malen
  11. über Tatsachen informieren
  12. Die Arbeiterinnen holen Futter und pflegen die Larven.
  13. Sachtext
  14. Sachtext
  15. gebaut
  16. mit Tieren eine Lehre zeigen
  17. Sachtext
  18. Märchen
  19. Gedicht
  20. Wer rechtzeitig vorsorgt, hat später genug.
  21. gebaut
  22. eine Zaubergeschichte erzählen
  23. Er hat sich letzte Woche den Fuß verstaucht und humpelt noch ein bisschen.
  24. Am liebsten frisst der Maulwurf Regenwürmer.