Zum Inhalt springen
Anmelden

Deutsch · Klasse 3 und 4 · Kapitel

Lesestrategien: vor, während und nach dem Lesen

EntdeckenDie Frage zum Kapitel

Liest du einen Fahrplan genauso wie eine Geschichte?

Schreib eine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Für die Lehrkraft: Nein. Im Fahrplan suchst du nur deine Abfahrt. Eine Geschichte liest du von vorn bis hinten. Wer gut liest, wählt die Leseweise nach dem Leseziel. Quelle: KMK, Bildungsstandards im Fach Deutsch für den Primarbereich (2022), Abschnitt 4.3: Über Strategien zum Leseverstehen verfügen, Seite 17

  • Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
  • Merken kommt ins Heft
  • Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
  • Üben selbst rechnen
  • Achtung typischer Fehler
  • Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen

○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

Fit für das Kapitel?

Das brauchst du aus früheren Themen. Klappt es nicht, frag nach, bevor es losgeht.

ÜbenWeißt du das noch?

Den Satz finden, der eine Frage beantwortet: Nur dort wird markiert.

  1. ●27
    Der Stachelträger im Laub
    Der Igel ist ein Tier der Nacht. Am Tag schläft er in einem Versteck aus Laub. Erst am Abend geht er auf die Suche nach Futter.

    Auf dem Rücken trägt der Igel viele tausend Stacheln. Bei Gefahr rollt er sich zu einer Kugel zusammen. Dann schützen ihn die Stacheln. Seine Augen sind klein. Er hört und riecht aber sehr gut.

    Am liebsten frisst der Igel Käfer, Raupen und Regenwürmer. Milch darf man ihm nicht geben, denn davon wird er krank.

    Im Herbst frisst sich der Igel ein dickes Fettpolster an. Im Winter hält er einen langen Winterschlaf. Sein Herz schlägt dann ganz langsam. Er wacht erst im Frühling wieder auf.

    In Deutschland steht der Igel unter Schutz. Man darf ihn nicht einfach mitnehmen.

    Versteck: Ein Ort, an dem man nicht gesehen wird. Fettpolster: Eine dicke Schicht Fett unter der Haut, von der der Körper zehren kann. Winterschlaf: Ein langer, tiefer Schlaf mancher Tiere im Winter.

    Was darf man einem Igel nicht geben? Welcher Satz sagt es?
    Lösung zeigen
    1. Sag die Frage mit eigenen Worten. Dann lies Satz für Satz.
    2. Die Antwort steht in Absatz 3.
    3. Also steht die Antwort in diesem Satz.
    Ergebnis:
    Milch darf man ihm nicht geben, denn davon wird er krank.
  2. ●28
    Der Stachelträger im Laub
    Der Igel ist ein Tier der Nacht. Am Tag schläft er in einem Versteck aus Laub. Erst am Abend geht er auf die Suche nach Futter.

    Auf dem Rücken trägt der Igel viele tausend Stacheln. Bei Gefahr rollt er sich zu einer Kugel zusammen. Dann schützen ihn die Stacheln. Seine Augen sind klein. Er hört und riecht aber sehr gut.

    Am liebsten frisst der Igel Käfer, Raupen und Regenwürmer. Milch darf man ihm nicht geben, denn davon wird er krank.

    Im Herbst frisst sich der Igel ein dickes Fettpolster an. Im Winter hält er einen langen Winterschlaf. Sein Herz schlägt dann ganz langsam. Er wacht erst im Frühling wieder auf.

    In Deutschland steht der Igel unter Schutz. Man darf ihn nicht einfach mitnehmen.

    Versteck: Ein Ort, an dem man nicht gesehen wird. Fettpolster: Eine dicke Schicht Fett unter der Haut, von der der Körper zehren kann. Winterschlaf: Ein langer, tiefer Schlaf mancher Tiere im Winter.

    Wo schläft der Igel am Tag? Welcher Satz sagt es?
    Lösung zeigen
    1. Sag die Frage mit eigenen Worten. Dann lies Satz für Satz.
    2. Die Antwort steht in Absatz 1.
    3. Also steht die Antwort in diesem Satz.
    Ergebnis:
    Am Tag schläft er in einem Versteck aus Laub.

So kannst du es dir vorstellen

EntdeckenLesen mit Plan: vorher, mittendrin, danach

Gute Leserinnen und Leser tun beim Lesen etwas. Vorher klären sie, was sie wissen wollen, und schauen auf die Überschrift. Mittendrin markieren sie wenige Wörter und halten an, wenn etwas unklar ist. Danach sagen sie in einem Satz, worum es ging. Welche Strategie hilft, hängt vom Leseziel ab.

WeiterdenkenDenk nach

Ein Kind soll nur herausfinden, wann der Zirkus beginnt, und liest das Plakat Wort für Wort. Was würdest du ihm raten, und warum?

1Ich kläre vor dem Lesen mein Leseziel und nutze die Überschrift.

EntdeckenFrage

Liest du einen Fahrplan genauso wie eine Geschichte?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Nein. Im Fahrplan suchst du nur deine Abfahrt. Eine Geschichte liest du von vorn bis hinten. Wer gut liest, wählt die Leseweise nach dem Leseziel.

MerkenVor dem Lesen

Frag dich zuerst: Was will ich wissen?

Dann wählst du, wie du liest: suchen, überblicken oder alles genau lesen. Die Überschrift und die Bilder verraten, worum es geht.

BeispielVor dem Lesen: Leseziel klären und die Leseweise wählen

Du kochst ein Rezept für Pfannkuchen nach. Jede Zutat ist wichtig.
Wie liest du?
Schritt für Schritt
  1. Sag zuerst, was du wissen willst.
  2. Gesucht ist: jede Einzelheit.
  3. Also: Ich lese alles genau und der Reihe nach.
  1. Sag zuerst, was du wissen willst.
  2. Gesucht ist: jede Einzelheit.
  3. Also: Ich lese alles genau und der Reihe nach.
Ergebnis:
Ich lese alles genau und der Reihe nach.

AchtungKriterium oder Aufgabenformat übersehen: Lesestrategie passt nicht zum Leseziel

So nicht
Ich will nur wissen, wann das Fest beginnt, und lese das ganze Plakat Wort für Wort.
So richtig
Erst das Leseziel klären: Ich suche die Uhrzeit und lese nur dort genau.

Frag dich zuerst: Was will ich wissen? Dann wähl, wie du liest.

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    Du sollst die Aufgabe genau so machen, wie sie an der Tafel steht.
    Wie liest du?
    So fängst du an:
    Sag zuerst, was du wissen willst.
    Lösung zeigen
    1. Sag zuerst, was du wissen willst.
    2. Gesucht ist: jede Einzelheit.
    3. Also: Ich lese alles genau und der Reihe nach.
    Ergebnis:
    Ich lese alles genau und der Reihe nach.
  2. ●2
    Die Lehrerin gibt dir einen Brief für deine Eltern. Du sollst ihnen alles genau erzählen.
    Wie liest du?
    Lösung zeigen
    1. Sag zuerst, was du wissen willst.
    2. Gesucht ist: jede Einzelheit.
    3. Also: Ich lese alles genau und der Reihe nach.
    Ergebnis:
    Ich lese alles genau und der Reihe nach.
  3. ★3
    Auf der Einladung steht viel. Oma fragt dich, an welchem Tag das Fest ist.
    Wie liest du?
    Lösung zeigen
    1. Sag zuerst, was du wissen willst.
    2. Gesucht ist: eine einzelne Angabe.
    3. Also: Ich suche die Stelle mit der Angabe und lese nur dort genau.
    Ergebnis:
    Ich suche die Stelle mit der Angabe und lese nur dort genau.

2Ich markiere beim Lesen nur die Wörter, die mein Leseziel beantworten.

EntdeckenFrage

Hilft es, beim Lesen den ganzen Text bunt anzumalen?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Kaum. Wer alles markiert, findet das Wichtige nicht wieder. Es hilft, wenige Wörter zu markieren, die die eigene Frage beantworten.

MerkenMit dem Stift lesen

Markier nur wenige Wörter: die, die deine Frage beantworten.

Die Wörter der Frage selbst markierst du nicht. Wer alles markiert, findet nichts wieder.

BeispielWährend des Lesens: wichtige Wörter zum Leseziel markieren

Kresse
Kresse wächst schnell. Sie braucht Wasser und Licht. Nach einer Woche kann man sie essen.

Du willst wissen: Was braucht Kresse?
Welche Wörter markierst du?
Schritt für Schritt
  1. Sag dir die Frage noch einmal und such den Satz, der sie beantwortet.
  2. Die Antwort steht im Satz: Sie braucht Wasser und Licht.
  3. Also markierst du: Wasser, Licht.
  1. Sag dir die Frage noch einmal und such den Satz, der sie beantwortet.
  2. Die Antwort steht im Satz: Sie braucht Wasser und Licht.
  3. Also markierst du: Wasser, Licht.
Ergebnis:
Wasser, Licht

AchtungLesen: Wörter abgeglichen statt Sinn

So nicht
Frage: Was fressen Eichhörnchen? Markiert: Eichhörnchen, fressen.
So richtig
Markiert wird die Antwort: Nüsse, Samen, Pilze. Die Wörter der Frage kennst du schon.

Nicht die Wörter der Frage zählen, sondern was sie bedeuten. Such, was die Frage beantwortet.

ÜbenJetzt du

  1. ○4
    Das Fahrrad
    Ein Fahrrad hat zwei Räder. Mit der Klingel warnt man andere. Mit den Bremsen hält man an.

    Du willst wissen: Womit warnt man andere?
    Welche Wörter markierst du?
    So fängst du an:
    Sag dir die Frage noch einmal und such den Satz, der sie beantwortet.
    Lösung zeigen
    1. Sag dir die Frage noch einmal und such den Satz, der sie beantwortet.
    2. Die Antwort steht im Satz: Mit der Klingel warnt man andere.
    3. Also markierst du: Klingel.
    Ergebnis:
    Klingel
  2. ●5
    Eichhörnchen
    Eichhörnchen leben im Wald und im Park. Sie fressen Nüsse, Samen und Pilze. Im Herbst vergraben sie Vorräte.

    Du willst wissen: Was fressen Eichhörnchen?
    Welche Wörter markierst du?
    Lösung zeigen
    1. Sag dir die Frage noch einmal und such den Satz, der sie beantwortet.
    2. Die Antwort steht im Satz: Sie fressen Nüsse, Samen und Pilze.
    3. Also markierst du: Nüsse, Samen, Pilze.
    Ergebnis:
    Nüsse, Samen, Pilze
  3. ★6
    Die Schnecke
    Schnecken kriechen langsam. Sie bilden einen glatten Schleim. Auf dem Schleim gleiten sie auch über scharfe Steine.

    Du willst wissen: Wie kommen Schnecken über scharfe Steine?
    Welche Wörter markierst du?
    Lösung zeigen
    1. Sag dir die Frage noch einmal und such den Satz, der sie beantwortet.
    2. Die Antwort steht im Satz: Auf dem Schleim gleiten sie auch über scharfe Steine.
    3. Also markierst du: Schleim, gleiten.
    Ergebnis:
    Schleim, gleiten

3Ich kläre unbekannte Wörter und lese nach, wenn ich etwas nicht verstehe.

EntdeckenFrage

Was machst du mit einem Wort, das du nicht kennst?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Erst die Sätze davor und danach lesen. Oft erklären sie das Wort. Wer viel liest, lernt so jedes Jahr viele neue Wörter ganz nebenbei.

MerkenUnklares klären

Lies bei einem neuen Wort die Sätze davor und danach.

Hilft das nicht, schlag nach oder frag. Weißt du nicht, wer gemeint ist, lies den Satz davor.

BeispielWährend des Lesens: unbekannte Wörter und Unklares klären

Das Unwetter riss Äste von den Bäumen. Alle blieben lieber im Haus.

Was bedeutet „Unwetter“ hier?
Schritt für Schritt
  1. Lies den Satz daneben. Was erfährst du dort?
  2. Setz die Bedeutung ein: Sie muss zu beiden Sätzen passen.
  3. Also: „Unwetter“ heißt hier: sehr starkes und gefährliches Wetter.
  1. Lies den Satz daneben. Was erfährst du dort?
  2. Setz die Bedeutung ein: Sie muss zu beiden Sätzen passen.
  3. Also: „Unwetter“ heißt hier: sehr starkes und gefährliches Wetter.
Ergebnis:
sehr starkes und gefährliches Wetter

AchtungLesen: Ursache und Folge im Text vertauscht

So nicht
Der Fuchs schleicht behutsam, er will die Maus nicht wecken. Behutsam heißt: laut.
So richtig
Der Satz danach zeigt es: Er will die Maus nicht wecken. Behutsam heißt vorsichtig.

Lies die Sätze daneben genau. Sagt deine Antwort das Gegenteil?

ÜbenJetzt du

  1. ○7
    Der Bergsteiger erklimmt den Gipfel. Oben ruht er sich aus.

    Was bedeutet „erklimmt“ hier?
    So fängst du an:
    Lies den Satz daneben. Was erfährst du dort?
    Lösung zeigen
    1. Lies den Satz daneben. Was erfährst du dort?
    2. Setz die Bedeutung ein: Sie muss zu beiden Sätzen passen.
    3. Also: „erklimmt“ heißt hier: er steigt mühsam nach oben.
    Ergebnis:
    er steigt mühsam nach oben
  2. ●8
    Der Hund schlang sein Futter gierig hinunter. Er wollte alles auf einmal.

    Was bedeutet „gierig“ hier?
    Lösung zeigen
    1. Lies den Satz daneben. Was erfährst du dort?
    2. Setz die Bedeutung ein: Sie muss zu beiden Sätzen passen.
    3. Also: „gierig“ heißt hier: mit großem Hunger und schnell.
    Ergebnis:
    mit großem Hunger und schnell
  3. ★9
    Nach dem dritten Absatz merkst du: Ich weiß nicht mehr, was passiert ist.
    Was hilft dir jetzt?
    Lösung zeigen
    1. Sag zuerst, was dir unklar ist.
    2. Unklar ist: worum es im Abschnitt geht.
    3. Also: Ich lese den Abschnitt langsam noch einmal und sage ihn mit eigenen Worten.
    Ergebnis:
    Ich lese den Abschnitt langsam noch einmal und sage ihn mit eigenen Worten.

4Ich fasse nach dem Lesen zusammen: eine Überschrift, das Wichtigste in einem Satz.

EntdeckenFrage

Kann man einen ganzen Text in einem einzigen Satz sagen?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Ja. Man lässt Einzelheiten weg und sagt, wovon alle Sätze handeln. Genau das üben auch Erwachsene, wenn sie zusammenfassen.

MerkenNach dem Lesen

Frag: Wovon handeln alle Sätze zusammen?

Lass Einzelheiten weg. Sag nicht mehr, als im Text steht.

BeispielNach dem Lesen: Überschrift finden und zusammenfassen

Bienen leben in einem Volk. Die Königin legt die Eier. Die Arbeiterinnen sammeln Nektar und putzen den Stock. Jede Biene hat eine Aufgabe.

Welche Überschrift passt zum ganzen Abschnitt?
Schritt für Schritt
  1. Lies jeden Satz und frag: Wovon handeln alle zusammen?
  2. Lass Einzelheiten weg und sag nicht mehr, als im Text steht.
  3. Also: Die Arbeit im Bienenvolk
  1. Lies jeden Satz und frag: Wovon handeln alle zusammen?
  2. Lass Einzelheiten weg und sag nicht mehr, als im Text steht.
  3. Also: Die Arbeit im Bienenvolk
Ergebnis:
Die Arbeit im Bienenvolk

AchtungLesen: Einzelheit statt Kern

So nicht
Überschrift für den Abschnitt über den Winterschlaf: Ein Nest aus Laub.
So richtig
Die Überschrift passt zu allen Sätzen: Der Igel hält Winterschlaf.

Passt die Antwort zum ganzen Text oder nur zu einem Satz oder einem Wort?

ÜbenJetzt du

  1. ○10
    Der Maulwurf gräbt Gänge unter der Erde. Mit seinen breiten Händen schiebt er die Erde weg. Oben entstehen kleine Hügel. So sieht man, wo er wohnt.

    Welche Überschrift passt zum ganzen Abschnitt?
    So fängst du an:
    Lies jeden Satz und frag: Wovon handeln alle zusammen?
    Lösung zeigen
    1. Lies jeden Satz und frag: Wovon handeln alle zusammen?
    2. Lass Einzelheiten weg und sag nicht mehr, als im Text steht.
    3. Also: Wie der Maulwurf gräbt
    Ergebnis:
    Wie der Maulwurf gräbt
  2. ●11
    Frösche legen ihre Eier ins Wasser. Daraus schlüpfen Kaulquappen. Sie bekommen Beine und verlieren den Schwanz. Am Ende sind sie kleine Frösche.

    Welche Überschrift passt zum ganzen Abschnitt?
    Lösung zeigen
    1. Lies jeden Satz und frag: Wovon handeln alle zusammen?
    2. Lass Einzelheiten weg und sag nicht mehr, als im Text steht.
    3. Also: Vom Ei zum Frosch
    Ergebnis:
    Vom Ei zum Frosch
  3. ★12
    Ben findet einen kleinen Vogel im Gras. Er kann nicht fliegen. Ben bringt ihn zur Tierärztin. Sie pflegt ihn, bis er wieder fliegt.

    Welcher Satz sagt das Wichtigste?
    Lösung zeigen
    1. Lies jeden Satz und frag: Wovon handeln alle zusammen?
    2. Lass Einzelheiten weg und sag nicht mehr, als im Text steht.
    3. Also: Ben hilft einem kleinen Vogel, der nicht fliegen kann.
    Ergebnis:
    Ben hilft einem kleinen Vogel, der nicht fliegen kann.

5Ich wähle die Strategie, die gerade hilft: vor, während oder nach dem Lesen.

EntdeckenFrage

Merkst du immer selbst, wenn du etwas nicht verstanden hast?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Nicht immer. In einem Versuch übersahen viele Grundschulkinder sogar einen Widerspruch im Text. Deshalb hilft die Frage nach jedem Abschnitt: Kann ich es mit eigenen Worten sagen?

MerkenDie passende Strategie

Vor dem Lesen: Ziel klären, Überschrift lesen.

Beim Lesen: markieren, klären, zurücklesen. Danach: zusammenfassen und prüfen, ob dein Ziel erreicht ist.

BeispielDie passende Strategie: vor, während oder nach dem Lesen

„Ich unterstreiche ein Wort, das ich nicht kenne.“
Wann machst du das?
Schritt für Schritt
  1. Frag dich: Brauche ich dafür den Text schon?
  2. Ich bin mitten im Text.
  3. Also: während des Lesens.
  1. Frag dich: Brauche ich dafür den Text schon?
  2. Ich bin mitten im Text.
  3. Also: während des Lesens.
Ergebnis:
während des Lesens

AchtungLesen: Vorwissen statt Text

So nicht
Das Wort Kokon kenne ich nicht. Ich lese einfach weiter und rate.
So richtig
Erst die Sätze daneben lesen. Erklären sie das Wort nicht, schlage ich es nach.

Nicht raten. Kläre die Stelle, bevor du weiterliest.

ÜbenJetzt du

  1. ○13
    „Ich erzähle einem Freund, worum es im Text ging.“
    Wann machst du das?
    So fängst du an:
    Frag dich: Brauche ich dafür den Text schon?
    Lösung zeigen
    1. Frag dich: Brauche ich dafür den Text schon?
    2. Ich habe den Text ganz gelesen.
    3. Also: nach dem Lesen.
    Ergebnis:
    nach dem Lesen
  2. ●14
    „Ich halte nach jedem Abschnitt an und prüfe, ob ich alles verstehe.“
    Wann machst du das?
    Lösung zeigen
    1. Frag dich: Brauche ich dafür den Text schon?
    2. Ich bin mitten im Text.
    3. Also: während des Lesens.
    Ergebnis:
    während des Lesens
  3. ★15
    Mitten im Absatz merkst du: Ich habe den Faden verloren.
    Welche Strategie hilft dir hier?
    Lösung zeigen
    1. Frag dich: Wo stehe ich gerade beim Lesen?
    2. Du stehst während des Lesens.
    3. Also: zurücklesen.
    Ergebnis:
    zurücklesen

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●16
    Du willst nur wissen, wie das neue Kinderbuch heißt. Der Zettel der Bücherei hängt an der Wand.
    Wie liest du?
    Lösung zeigen
    1. Sag zuerst, was du wissen willst.
    2. Gesucht ist: eine einzelne Angabe.
    3. Also: Ich suche die Stelle mit der Angabe und lese nur dort genau.
    Ergebnis:
    Ich suche die Stelle mit der Angabe und lese nur dort genau.
  2. ●17
    Ein Text heißt: „Warum Störche im Winter nicht hier sind“
    Worum geht es wohl im Text?
    Lösung zeigen
    1. Lies die ganze Überschrift. Welche zwei Dinge nennt sie?
    2. Sie nennt Störche und Winter.
    3. Also: Wohin Störche im Winter ziehen und warum
    Ergebnis:
    Wohin Störche im Winter ziehen und warum
  3. ●18
    Die Maus ist sehr flink. Die Katze kann sie kaum fangen.

    Was bedeutet „flink“ hier?
    Lösung zeigen
    1. Lies den Satz daneben. Was erfährst du dort?
    2. Setz die Bedeutung ein: Sie muss zu beiden Sätzen passen.
    3. Also: „flink“ heißt hier: schnell und geschickt.
    Ergebnis:
    schnell und geschickt
  4. ●19
    Lea packt ihren Rucksack. Sie nimmt Brote, Wasser und eine Jacke mit. Dann zieht sie die Wanderschuhe an. Der Ausflug kann beginnen.

    Welche Überschrift passt zum ganzen Abschnitt?
    Lösung zeigen
    1. Lies jeden Satz und frag: Wovon handeln alle zusammen?
    2. Lass Einzelheiten weg und sag nicht mehr, als im Text steht.
    3. Also: Lea macht sich für den Ausflug fertig
    Ergebnis:
    Lea macht sich für den Ausflug fertig
  5. ●20
    Am Bahnhof willst du nur wissen, wann dein Zug fährt.
    Wie liest du?
    Lösung zeigen
    1. Sag zuerst, was du wissen willst.
    2. Gesucht ist: eine einzelne Angabe.
    3. Also: Ich suche die Stelle mit der Angabe und lese nur dort genau.
    Ergebnis:
    Ich suche die Stelle mit der Angabe und lese nur dort genau.
  6. ●21
    Ein Text heißt: „Wie Schmetterlinge aus Raupen werden“
    Worum geht es wohl im Text?
    Lösung zeigen
    1. Lies die ganze Überschrift. Welche zwei Dinge nennt sie?
    2. Sie nennt Raupen und Schmetterlinge.
    3. Also: Wie aus einer Raupe ein Schmetterling wird
    Ergebnis:
    Wie aus einer Raupe ein Schmetterling wird

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Vor dem Lesen
Frag dich zuerst: Was will ich wissen?
Mit dem Stift lesen
Markier nur wenige Wörter: die, die deine Frage beantworten.
Unklares klären
Lies bei einem neuen Wort die Sätze davor und danach.
Nach dem Lesen
Frag: Wovon handeln alle Sätze zusammen?
Die passende Strategie
Vor dem Lesen: Ziel klären, Überschrift lesen.

AchtungLesen: mehr als der Text sagt

So nicht
Text: Viele Vögel ziehen nach Süden. Zusammenfassung: Alle Vögel fliegen weg.
So richtig
Viele Vögel, nicht alle. Die Zusammenfassung sagt nicht mehr als der Text.

Vergleiche die Mengenwörter: alle, viele, immer. Behauptet die Antwort mehr?

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich kläre vor dem Lesen mein Leseziel und nutze die Überschrift.

    22
    Du willst nur wissen, wie das neue Kinderbuch heißt. Der Zettel der Bücherei hängt an der Wand.
    Wie liest du?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Ich suche die Stelle mit der Angabe und lese nur dort genau.
  2. Ich markiere beim Lesen nur die Wörter, die mein Leseziel beantworten.

    23
    Kresse
    Kresse wächst schnell. Sie braucht Wasser und Licht. Nach einer Woche kann man sie essen.

    Du willst wissen: Was braucht Kresse?
    Welche Wörter markierst du?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Wasser, Licht
  3. Ich kläre unbekannte Wörter und lese nach, wenn ich etwas nicht verstehe.

    24
    Der Specht klopft an die Rinde der Eiche. Darunter findet er Käfer.

    Was bedeutet „Rinde“ hier?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    die harte Haut des Baumes
  4. Ich fasse nach dem Lesen zusammen: eine Überschrift, das Wichtigste in einem Satz.

    25
    Frösche legen ihre Eier ins Wasser. Daraus schlüpfen Kaulquappen. Sie bekommen Beine und verlieren den Schwanz. Am Ende sind sie kleine Frösche.

    Welche Überschrift passt zum ganzen Abschnitt?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Vom Ei zum Frosch
  5. Ich wähle die Strategie, die gerade hilft: vor, während oder nach dem Lesen.

    26
    „Ich lese die Überschrift und frage mich, worum es geht.“
    Wann machst du das?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    vor dem Lesen

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Die Frage vom Anfang

EntdeckenRückschau

Liest du einen Fahrplan genauso wie eine Geschichte?

Lies deine Vermutung vom Anfang. Kannst du die Frage jetzt mit dem Kapitel beantworten?

Auflösung

Nein. Im Fahrplan suchst du nur deine Abfahrt. Eine Geschichte liest du von vorn bis hinten. Wer gut liest, wählt die Leseweise nach dem Leseziel.

Lösungen

  1. Ich lese alles genau und der Reihe nach.
  2. Ich lese alles genau und der Reihe nach.
  3. Ich suche die Stelle mit der Angabe und lese nur dort genau.
  4. Klingel
  5. Nüsse, Samen, Pilze
  6. Schleim, gleiten
  7. er steigt mühsam nach oben
  8. mit großem Hunger und schnell
  9. Ich lese den Abschnitt langsam noch einmal und sage ihn mit eigenen Worten.
  10. Wie der Maulwurf gräbt
  11. Vom Ei zum Frosch
  12. Ben hilft einem kleinen Vogel, der nicht fliegen kann.
  13. nach dem Lesen
  14. während des Lesens
  15. zurücklesen
  16. Ich suche die Stelle mit der Angabe und lese nur dort genau.
  17. Wohin Störche im Winter ziehen und warum
  18. schnell und geschickt
  19. Lea macht sich für den Ausflug fertig
  20. Ich suche die Stelle mit der Angabe und lese nur dort genau.
  21. Wie aus einer Raupe ein Schmetterling wird
  22. Ich suche die Stelle mit der Angabe und lese nur dort genau.
  23. Wasser, Licht
  24. die harte Haut des Baumes
  25. Vom Ei zum Frosch
  26. vor dem Lesen
  27. Milch darf man ihm nicht geben, denn davon wird er krank.
  28. Am Tag schläft er in einem Versteck aus Laub.