Physik · Klasse 13 · Kapitel
Q4: Atome
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
1Ich kann die Energiewerte des Wasserstoffatoms berechnen und Ionisation erklären.
MerkenEnergieniveaus des Wasserstoffs
Das Elektron im Wasserstoffatom hat nur die Energien E_n = −13,6 eV : n².
Ionisiert ist es bei E = 0. Anregung und Ionisation kosten genau den Abstand bis zum Zielniveau.
BeispielEnergiewerte des Wasserstoffatoms
Schritt für Schritt
- ΔE = E_n − E_1 mit E_n = −13,6 eV : n²
- E_4 = −0,85 eV, E_1 = −13,6 eV
- ΔE = −0,85 eV + 13,6 eV = 12,75 eV
- ΔE = E_n − E_1 mit E_n = −13,6 eV : n²
- E_4 = −0,85 eV, E_1 = −13,6 eV
- ΔE = −0,85 eV + 13,6 eV = 12,75 eV
AchtungWert eines Niveaus statt Abstand zweier Niveaus
Anregung von n = 1 nach n = 3: ΔE = 1,51 eV
ΔE = E_3 − E_1 = −1,51 eV − (−13,6 eV) = 12,09 eV
Zeichne den Sprung als Pfeil ins Schema. Rechne oben minus unten.
ÜbenJetzt du
- ○1Ein Wasserstoffatom ist im Zustand n = 5. Wie viel Energie braucht man mindestens, um es zu ionisieren? Berechne in eV.So fängst du an:E_n = −13,6 eV : n², ionisiert heißt E = 0
Lösung zeigen
- E_n = −13,6 eV : n², ionisiert heißt E = 0
- E_5 = −13,6 eV : 25 = −0,544 eV
- Bis E = 0 fehlen 0,544 eV
Ergebnis:0,544 eV - ●2Ein Wasserstoffatom ist im Zustand n = 4. Wie viel Energie braucht man mindestens, um es zu ionisieren? Berechne in eV.
Lösung zeigen
- E_n = −13,6 eV : n², ionisiert heißt E = 0
- E_4 = −13,6 eV : 16 = −0,85 eV
- Bis E = 0 fehlen 0,85 eV
Ergebnis:0,85 eV - ★3Ein Wasserstoffatom wird vom Zustand n = 3 in den Zustand n = 4 angeregt. Wie viel Energie muss es aufnehmen? Berechne in eV.
Lösung zeigen
- ΔE = E_m − E_n mit E_n = −13,6 eV : n²
- E_3 = −1,51 eV, E_4 = −0,85 eV
- ΔE = −0,85 eV − (−1,51 eV) = 0,66 eV
Ergebnis:0,66 eV
2Ich kann Spektrallinien des Wasserstoffs aus dem Niveauschema und mit der Serienformel berechnen.
MerkenLinienspektrum
Beim Sprung zwischen zwei Niveaus trägt ein Photon genau ihren Energieabstand davon.
Dann gilt λ = h · c : ΔE. Die Serienformel f = f_R · (1 : n² − 1 : m²) sagt auch unsichtbare Linien voraus.
BeispielSpektrallinien aus dem Niveauschema
Schritt für Schritt
- Erst ΔE, dann λ = h · c : ΔE
- ΔE = 13,6 eV · (1 : 4 − 1 : 16) = 2,55 eV
- λ = 1240 eV · nm : 2,55 eV = 486 nm
- Erst ΔE, dann λ = h · c : ΔE
- ΔE = 13,6 eV · (1 : 4 − 1 : 16) = 2,55 eV
- λ = 1240 eV · nm : 2,55 eV = 486 nm
AchtungDas Quadrat vergessen
m = 2 kg, v = 3 m/s: E = ½ · 2 kg · 3 m/s = 3 J
E = ½ · 2 kg · (3 m/s)² = ½ · 2 kg · 9 m²/s² = 9 J
Rechne zuerst v² = v · v aus und schreib die Zeile hin.
ÜbenJetzt du
- ○4Im Wasserstoffatom springt das Elektron von n = 5 nach n = 2. Berechne die Wellenlänge des ausgesandten Photons in nm.So fängst du an:Erst ΔE, dann λ = h · c : ΔE
Lösung zeigen
- Erst ΔE, dann λ = h · c : ΔE
- ΔE = 13,6 eV · (1 : 4 − 1 : 25) = 2,86 eV
- λ = 1240 eV · nm : 2,86 eV = 434 nm
Ergebnis:434 nm - ●5Ein angeregtes Wasserstoffatom geht von n = 5 nach n = 1. Berechne die Wellenlänge des ausgesandten Photons in nm.
Lösung zeigen
- Erst ΔE, dann λ = h · c : ΔE
- ΔE = 13,6 eV · (1 : 1 − 1 : 25) = 13,1 eV
- λ = 1240 eV · nm : 13,1 eV = 94,7 nm
Ergebnis:94,7 nm - ★6Berechne die längste Wellenlänge der Lyman-Serie des Wasserstoffs (Sprünge nach n = 1). In welchem Spektralbereich liegt sie?
Lösung zeigen
- Längste Wellenlänge: kleinster Sprung, von n + 1 nach n
- ΔE = 13,6 eV · (1 : 1 − 1 : 4) = 10,2 eV
- λ = 1240 eV · nm : 10,2 eV = 122 nm, ultraviolett
Ergebnis:122 nm
3Ich kann Emission und Absorption von Photonen mit Energieniveaus erklären.
MerkenEmission und Absorption
Ein Atom nimmt nur Photonen auf, die genau zu einem Abstand zweier Niveaus passen.
Oder es wird ionisiert. Beim Zurückfallen sendet es Photonen derselben Energien aus.
BeispielAbsorption und Emission
Schritt für Schritt
- Absorbiert wird nur eine Energie, die genau zu einem Übergang passt.
- Die Abstände vom Grundzustand sind 10,2 eV, 12,09 eV, 12,75 eV und so weiter bis 13,6 eV.
- 11 eV passt auf keinen Abstand und reicht nicht zum Ionisieren.
- Absorbiert wird nur eine Energie, die genau zu einem Übergang passt.
- Die Abstände vom Grundzustand sind 10,2 eV, 12,09 eV, 12,75 eV und so weiter bis 13,6 eV.
- 11 eV passt auf keinen Abstand und reicht nicht zum Ionisieren.
AchtungAtom nimmt einen beliebigen Teil der Photonenenergie
11 eV-Photon: Das Atom nimmt 10,2 eV, 0,8 eV fliegen weiter.
11 eV passt auf keinen Übergang → das Photon wird nicht absorbiert
Vergleiche die Photonenenergie mit allen Abständen. Nur ein genauer Treffer oder mehr als die Ionisationsenergie wird aufgenommen.
ÜbenJetzt du
- ○7Kaltes Wasserstoffgas im Grundzustand wird mit Photonen von 9,5 eV bestrahlt. Was geschieht mit diesen Photonen?So fängst du an:Absorbiert wird nur eine Energie, die genau zu einem Übergang passt.
Lösung zeigen
- Absorbiert wird nur eine Energie, die genau zu einem Übergang passt.
- Die Abstände vom Grundzustand sind 10,2 eV, 12,09 eV, 12,75 eV und so weiter bis 13,6 eV.
- 9,5 eV passt auf keinen Abstand und reicht nicht zum Ionisieren.
Ergebnis:Die Photonen gehen ungehindert durch. - ●8Eine Wolke aus Wasserstoffatomen im Grundzustand wird mit Photonen von 12,75 eV bestrahlt. Was geschieht mit diesen Photonen?
Lösung zeigen
- Absorbiert wird nur eine Energie, die genau zu einem Übergang passt.
- E_4 − E_1 = 13,6 eV − 0,85 eV = 12,75 eV
- Das passt genau: Die Atome gehen nach n = 4.
Ergebnis:Absorbiert: Die Atome gehen nach n = 4. - ★9Im Licht eines Sterns hinter einer Gaswolke fehlt Licht bei 588 nm: eine dunkle Linie von Helium. Die Atome senden die aufgenommene Energie doch wieder aus. Warum bleibt die Linie dunkel? Begründe.
Lösung zeigen
- Atome in der kühleren Schicht absorbieren genau Photonen mit 588 nm.
- Beim Zurückfallen senden sie Photonen derselben Energie aus, aber in alle Richtungen.
- In der ursprünglichen Richtung kommt deshalb viel weniger an: eine dunkle Linie.
Ergebnis:Die Atome senden in alle Richtungen, nach vorn fehlt es.
4Ich kann aus einem Energieniveauschema Spektrallinien vorhersagen und Gase an ihren Linien erkennen.
MerkenNiveauschema und Spektralanalyse
Energien addieren sich, Wellenlängen nicht.
Jedes Element hat sein eigenes Linienmuster: Alle Linien müssen passen, eine einzelne reicht nicht.
BeispielNiveauschema und Spektrum
Schritt für Schritt
- ΔE = E_oben − E_unten, dann λ = h · c : ΔE
- ΔE = 3,7 eV − 1,8 eV = 1,9 eV
- λ = 1240 eV · nm : 1,9 eV = 653 nm
- ΔE = E_oben − E_unten, dann λ = h · c : ΔE
- ΔE = 3,7 eV − 1,8 eV = 1,9 eV
- λ = 1240 eV · nm : 1,9 eV = 653 nm
AchtungFormel falsch umgestellt
V = ρ · m
ρ = m : V | · V | : ρ → V = m : ρ
Setz einfache Zahlen ein, zum Beispiel 6 = 12 : 2. Stell zuerst mit Zahlen um, dann mit Buchstaben.
ÜbenJetzt du
- ○10Das Bild zeigt das Energieniveauschema eines Atoms. Berechne die Wellenlänge des Photons beim Sprung von E_2 nach E_1 in nm.So fängst du an:ΔE = E_oben − E_unten, dann λ = h · c : ΔE
Lösung zeigen
- ΔE = E_oben − E_unten, dann λ = h · c : ΔE
- ΔE = 2,1 eV − 0 eV = 2,1 eV
- λ = 1240 eV · nm : 2,1 eV = 590 nm
Ergebnis:590 nm - ●11Das Bild zeigt das Energieniveauschema eines Atoms. Berechne die Wellenlänge des Photons beim Sprung von E_4 nach E_3 in nm.
Lösung zeigen
- ΔE = E_oben − E_unten, dann λ = h · c : ΔE
- ΔE = 3,7 eV − 2,9 eV = 0,8 eV
- λ = 1240 eV · nm : 0,8 eV = 1550 nm
Ergebnis:1550 nm - ★12Ein Atom sendet beim Sprung E_4 → E_3 Licht mit 1030 nm aus, beim Sprung E_3 → E_2 mit 954 nm. Berechne λ für den Sprung E_4 → E_2.
Lösung zeigen
- Die Energien addieren sich, nicht die Wellenlängen: 1 : λ = 1 : λ₁ + 1 : λ₂
- ΔE₁ = 1240 eV · nm : 1030 nm = 1,2 eV, ΔE₂ = 1,3 eV
- λ = 1240 eV · nm : 2,5 eV = 495 nm
Ergebnis:495 nm
5Ich kann Orbitale als Nachweiswahrscheinlichkeit des Elektrons deuten.
MerkenOrbitale
Ein Orbital zeigt, wo das Elektron mit welcher Wahrscheinlichkeit nachgewiesen wird.
Es ist keine Bahn. Jede Messung liefert einen Ort, die Verteilung vieler Messungen das Orbital.
BeispielOrbital statt Bahn
Schritt für Schritt
- E_5 = −13,6 eV : 25 liegt höher als E_4 = −13,6 eV : 16.
- Das Elektron ist schwächer gebunden.
- Es wird im Mittel weiter vom Kern entfernt nachgewiesen.
- E_5 = −13,6 eV : 25 liegt höher als E_4 = −13,6 eV : 16.
- Das Elektron ist schwächer gebunden.
- Es wird im Mittel weiter vom Kern entfernt nachgewiesen.
AchtungElektron auf einer festen Bahn um den Kern
Das Elektron kreist auf einer festen Bahn um den Kern.
Orbital → Nachweiswahrscheinlichkeit des Elektrons, keine Bahn
Beschreib nur Messbares: Wo wird das Elektron mit welcher Wahrscheinlichkeit nachgewiesen?
ÜbenJetzt du
- ○13Kreist das Elektron im Wasserstoffatom im Zustand n = 2 auf einer festen Bahn um den Kern?So fängst du an:Eine Bahn hieße: Ort und Geschwindigkeit sind zugleich bestimmt.
Lösung zeigen
- Eine Bahn hieße: Ort und Geschwindigkeit sind zugleich bestimmt.
- Für das Elektron im Atom gibt es nur Nachweiswahrscheinlichkeiten.
- Das Orbital zeigt, wo es oft und wo es selten nachgewiesen wird.
Ergebnis:Nein: Es gibt nur Nachweiswahrscheinlichkeiten. - ●14Was ändert sich am Orbital des Wasserstoffatoms im Zustand n = 5 gegenüber dem Zustand n = 4?
Lösung zeigen
- E_5 = −13,6 eV : 25 liegt höher als E_4 = −13,6 eV : 16.
- Das Elektron ist schwächer gebunden.
- Es wird im Mittel weiter vom Kern entfernt nachgewiesen.
Ergebnis:Es reicht weiter hinaus, die Energie ist höher. - ★15Man misst zweimal den Ort des Elektrons in genau gleich präparierten Wasserstoffatomen (n = 4). Kommt jedes Mal derselbe Ort heraus? Begründe.
Lösung zeigen
- Gleich präpariert heißt: gleicher Zustand, gleiche Wahrscheinlichkeiten.
- Jede einzelne Messung liefert einen Punkt.
- Die Punkte streuen nach der Verteilung, die das Orbital zeigt.
Ergebnis:Nein: Welcher Ort herauskommt, ist zufällig.
6Ich kann den Franck-Hertz-Versuch auswerten und als Nachweis diskreter Energieniveaus deuten.
MerkenFranck-Hertz-Versuch
Elektronen geben ihre Energie nur in festen Portionen an die Atome ab.
Der Abstand der Strommaxima ist die Anregungsenergie. Quecksilber nur im Lehrerversuch, Neon zeigt leuchtende Schichten.
BeispielFranck-Hertz-Versuch auswerten
Schritt für Schritt
- Die Anregungsenergie ist der Abstand zweier Maxima, über alle gemittelt
- ΔU = 39,4 V − 20,5 V = 18,9 V
- ΔE = e · ΔU = 18,9 eV
- Die Anregungsenergie ist der Abstand zweier Maxima, über alle gemittelt
- ΔU = 39,4 V − 20,5 V = 18,9 V
- ΔE = e · ΔU = 18,9 eV
AchtungLage des ersten Maximums statt Abstand der Maxima
erstes Maximum bei 7,0 V → Anregungsenergie 7,0 eV
Maxima bei 7,0 V, 11,9 V, 16,8 V → Abstand 4,9 V → 4,9 eV
Miss die Abstände zwischen den Maxima und bilde ihren Mittelwert.
ÜbenJetzt du
- ○16Franck-Hertz-Versuch mit einer Neonröhre liegen die Strommaxima bei 23,4 V, 42,4 V, 61,4 V, 80,4 V. Bestimme die Anregungsenergie der Neonatome in eV.So fängst du an:Die Anregungsenergie ist der Abstand zweier Maxima, über alle gemittelt
Lösung zeigen
- Die Anregungsenergie ist der Abstand zweier Maxima, über alle gemittelt
- ΔU = (80,4 V − 23,4 V) : 3 = 19 V
- ΔE = e · ΔU = 19 eV
Ergebnis:19 eV - ●17Franck-Hertz-Versuch mit einer Neonröhre liegen die Strommaxima bei 23,4 V, 42,1 V. Bestimme die Anregungsenergie der Neonatome in eV.
Lösung zeigen
- Die Anregungsenergie ist der Abstand zweier Maxima, über alle gemittelt
- ΔU = 42,1 V − 23,4 V = 18,7 V
- ΔE = e · ΔU = 18,7 eV
Ergebnis:18,7 eV - ★18Im Lehrerversuch mit einer Quecksilberröhre liegen die Strommaxima bei 9,3 V, 14,1 V, 18,9 V, 23,7 V. Welche Wellenlänge hat das Licht, das die angeregten Atome aussenden? Berechne mit Einheit.
Lösung zeigen
- Anregungsenergie = Abstand der Maxima, dann λ = h · c : ΔE
- ΔU = (23,7 V − 9,3 V) : 3 = 4,8 V, also ΔE = 4,8 eV
- λ = 1240 eV · nm : 4,8 eV = 258 nm, ultraviolett
Ergebnis:258 nm
7Ich kann mit dem Modell des Potenzialtopfs Energien berechnen und das Betragsquadrat der Wellenfunktion deuten.
MerkenPotenzialtopf
Im Topf der Breite L passen nur stehende Wellen: E_n = n² · h² : (8 · m_e · L²).
Die Nachweiswahrscheinlichkeit folgt |ψ|². Für echte Atome stimmt das Modell nur grob.
BeispielEnergien im Potenzialtopf
Schritt für Schritt
- E_n = n² · h² : (8 · m_e · L²)
- E_1 = h² : (8 · m_e · L²) = 9,41 · 10⁻²⁰ J
- E_1 = 1 · 9,41 · 10⁻²⁰ J = 9,41 · 10⁻²⁰ J = 0,588 eV
- E_n = n² · h² : (8 · m_e · L²)
- E_1 = h² : (8 · m_e · L²) = 9,41 · 10⁻²⁰ J
- E_1 = 1 · 9,41 · 10⁻²⁰ J = 9,41 · 10⁻²⁰ J = 0,588 eV
AchtungZwischenergebnis als Antwort
Gesamtwiderstand gesucht, Antwort: I = 0,5 A
erst I = 0,5 A, dann weiter bis zur gesuchten Größe
Lies die Frage noch einmal. Rechne weiter bis zur gesuchten Größe.
ÜbenJetzt du
- ○19Ein Elektron sitzt in einem Potenzialtopf der Breite L = 1,2 nm. Berechne seine Energie für n = 2 in eV.So fängst du an:E_n = n² · h² : (8 · m_e · L²)
Lösung zeigen
- E_n = n² · h² : (8 · m_e · L²)
- E_1 = h² : (8 · m_e · L²) = 4,18 · 10⁻²⁰ J
- E_2 = 4 · 4,18 · 10⁻²⁰ J = 1,67 · 10⁻¹⁹ J = 1,04 eV
Ergebnis:1,04 eV - ●20Ein Elektron sitzt in einem Potenzialtopf der Breite L = 0,2 nm. Berechne seine Energie für n = 3 in eV.
Lösung zeigen
- E_n = n² · h² : (8 · m_e · L²)
- E_1 = h² : (8 · m_e · L²) = 1,51 · 10⁻¹⁸ J
- E_3 = 9 · 1,51 · 10⁻¹⁸ J = 1,36 · 10⁻¹⁷ J = 84,6 eV
Ergebnis:84,6 eV - ★21Ein Farbstoffmolekül ist ein Potenzialtopf mit L = 1,4 nm. Ein Elektron springt von n = 5 nach n = 4. Berechne λ in nm.
Lösung zeigen
- E_n ≈ 0,376 eV · nm² · n² : L²
- ΔE = 0,376 eV · nm² · (25 − 16) : (1,4 nm)² = 1,73 eV
- λ = 1240 eV · nm : 1,73 eV = 717 nm
Ergebnis:717 nm
8Ich kann Energiewerte von Ein-Elektronen-Systemen berechnen und das Pauli-Prinzip anwenden.
MerkenEin-Elektronen-Systeme und Pauli
Für Ionen mit einem Elektron gilt E_n = −13,6 eV · Z² : n².
In Atomen mit mehreren Elektronen kann jeder Zustand nur ein Elektron aufnehmen: Pauli-Prinzip.
BeispielEin-Elektronen-Systeme
Schritt für Schritt
- Ein-Elektronen-System: E_n = −13,6 eV · Z² : n²
- E_1 = −13,6 eV · 9 : 1 = −122 eV
- Bis E = 0 fehlen 122 eV
- Ein-Elektronen-System: E_n = −13,6 eV · Z² : n²
- E_1 = −13,6 eV · 9 : 1 = −122 eV
- Bis E = 0 fehlen 122 eV
AchtungKernladungszahl vergessen
He⁺, n = 1: E_ion = 13,6 eV
He⁺, Z = 2: E_ion = 13,6 eV · 2² = 54,4 eV
Multipliziere die Energien des Wasserstoffs mit Z².
ÜbenJetzt du
- ○22Wie viel Energie braucht man, um das He⁺-Ion (Z = 2) aus dem Zustand n = 3 weiter zu ionisieren? Berechne in eV.So fängst du an:Ein-Elektronen-System: E_n = −13,6 eV · Z² : n²
Lösung zeigen
- Ein-Elektronen-System: E_n = −13,6 eV · Z² : n²
- E_3 = −13,6 eV · 4 : 9 = −6,04 eV
- Bis E = 0 fehlen 6,04 eV
Ergebnis:6,04 eV - ●23Wie viel Energie braucht man, um das Be³⁺-Ion (Z = 4) aus dem Zustand n = 2 weiter zu ionisieren? Berechne in eV.
Lösung zeigen
- Ein-Elektronen-System: E_n = −13,6 eV · Z² : n²
- E_2 = −13,6 eV · 16 : 4 = −54,4 eV
- Bis E = 0 fehlen 54,4 eV
Ergebnis:54,4 eV - ★24Im He⁺-Ion (Z = 2) springt das Elektron von n = 6 nach n = 4. Berechne die Wellenlänge des Photons in nm.
Lösung zeigen
- E_n = −13,6 eV · Z² : n², dann ΔE und λ = h · c : ΔE
- ΔE = 13,6 eV · 4 · (1 : 16 − 1 : 36) = 1,89 eV
- λ = 1240 eV · nm : 1,89 eV = 656 nm
Ergebnis:656 nm
9Ich kann aus der kurzwelligen Grenze der Röntgenstrahlung das Wirkungsquantum bestimmen.
MerkenKurzwellige Grenze
Ein Photon bekommt höchstens die Energie e · U eines Elektrons: λ_min = h · c : (e · U).
Die Gerade λ_min über 1 : U hat die Steigung h · c : e.
BeispielKurzwellige Grenze der Röntgenstrahlung
Schritt für Schritt
- λ_min = h · c : (e · U)
- e · U = 10 keV = 10.000 eV
- λ_min = 1240 eV · nm : 10.000 eV = 0,124 nm = 124 pm
- λ_min = h · c : (e · U)
- e · U = 10 keV = 10.000 eV
- λ_min = 1240 eV · nm : 10.000 eV = 0,124 nm = 124 pm
AchtungUmrechnungszahl falsch
2,5 km = 250 m
2,5 km = 2,5 · 1000 m = 2500 m
Schreib den Vorsatz als Zahl: k heißt 1000, m heißt ein Tausendstel.
ÜbenJetzt du
- ○25Eine Schulröntgenröhre mit Kupferanode wird mit U = 10 kV betrieben. Berechne die kurzwellige Grenze λ_min des Bremsspektrums in pm (h · c ≈ 1240 eV · nm).So fängst du an:λ_min = h · c : (e · U)
Lösung zeigen
- λ_min = h · c : (e · U)
- e · U = 10 keV = 10.000 eV
- λ_min = 1240 eV · nm : 10.000 eV = 0,124 nm = 124 pm
Ergebnis:124 pm - ●26Eine Schulröntgenröhre mit Molybdänanode wird mit U = 20 kV betrieben. Berechne die kurzwellige Grenze λ_min des Bremsspektrums in pm (h · c ≈ 1240 eV · nm).
Lösung zeigen
- λ_min = h · c : (e · U)
- e · U = 20 keV = 20.000 eV
- λ_min = 1240 eV · nm : 20.000 eV = 0,062 nm = 62 pm
Ergebnis:62 pm - ★27Das Bremsspektrum einer Röntgenröhre mit Molybdänanode endet bei λ_min = 62 pm. Mit welcher Spannung wird die Röhre betrieben? Berechne U in kV.
Lösung zeigen
- U = h · c : (e · λ_min)
- h · c : λ_min = 1240 eV · nm : 0,062 nm = 20.000 eV
- U = 20.000 V = 20 kV
Ergebnis:20 kV
10Ich kann das Röntgenspektrum mit dem Drehkristallverfahren aufnehmen und deuten.
MerkenRöntgenspektrum
Am Kristall gilt die Bragg-Bedingung 2 · d · sin θ = n · λ.
Das Bremsspektrum entsteht beim Abbremsen der Elektronen, die Linien bei Übergängen in den Anodenatomen.
BeispielDrehkristallverfahren
Schritt für Schritt
- Bragg: 2 · d · sin θ = n · λ, hier n = 1
- sin 12° = 0,2079
- λ = 2 · 282 pm · 0,2079 = 117 pm
- Bragg: 2 · d · sin θ = n · λ, hier n = 1
- sin 12° = 0,2079
- λ = 2 · 282 pm · 0,2079 = 117 pm
AchtungGlanzwinkel und Ablenkwinkel verwechselt
Ring bei r : L = θ, also λ = 2 · d · r : L
Ring beim Ablenkwinkel 2θ: r : L ≈ 2θ, also λ ≈ d · r : L
Zeichne den Strahl an der Netzebene. Der Ablenkwinkel ist 2θ, in Bragg steht θ.
ÜbenJetzt du
- ○28Drehkristallverfahren mit einem Lithiumfluorid-Kristall (d = 201 pm): Ein Maximum erster Ordnung liegt beim Glanzwinkel θ = 6°. Berechne die Wellenlänge in pm.So fängst du an:Bragg: 2 · d · sin θ = n · λ, hier n = 1
Lösung zeigen
- Bragg: 2 · d · sin θ = n · λ, hier n = 1
- sin 6° = 0,1045
- λ = 2 · 201 pm · 0,1045 = 42 pm
Ergebnis:42 pm - ●29Drehkristallverfahren mit einem Lithiumfluorid-Kristall (d = 201 pm): Ein Maximum erster Ordnung liegt beim Glanzwinkel θ = 18°. Berechne die Wellenlänge in pm.
Lösung zeigen
- Bragg: 2 · d · sin θ = n · λ, hier n = 1
- sin 18° = 0,309
- λ = 2 · 201 pm · 0,309 = 124 pm
Ergebnis:124 pm - ★30Unter welchem Glanzwinkel θ erscheint die Kα-Linie von Molybdän (λ = 71 pm) mit einem Lithiumfluorid-Kristall (d = 201 pm) in zweiter Ordnung? Berechne θ in Grad.
Lösung zeigen
- Bragg: 2 · d · sin θ = n · λ, also sin θ = n · λ : (2 · d)
- sin θ = 2 · 71 pm : (2 · 201 pm) = 0,3532
- θ = 20,7°
Ergebnis:20,7 °
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●31Ein Wasserstoffatom soll vom Grundzustand in den Zustand n = 5 gehoben werden. Diese liegen 13,6 eV und 0,544 eV unter der Ionisationsgrenze. Wie viel Energie muss es aufnehmen? Berechne mit Einheit.
Lösung zeigen
- ΔE = E_n − E_1 mit E_n = −13,6 eV : n²
- E_5 = −0,544 eV, E_1 = −13,6 eV
- ΔE = −0,544 eV + 13,6 eV = 13,06 eV
Ergebnis:13,06 eV - ●32Ein UV-Photon mit 40,8 eV ionisiert ein Wasserstoffatom im Grundzustand (Ionisierungsenergie 13,6 eV). Welche Bewegungsenergie hat das freie Elektron? Berechne in eV.
Lösung zeigen
- E_kin = E_Ph − 13,6 eV, denn so viel braucht die Ionisation
- E_Ph = 40,8 eV
- E_kin = 40,8 eV − 13,6 eV = 27,2 eV
Ergebnis:27,2 eV - ●33Im Wasserstoffatom springt das Elektron von n = 7 nach n = 2. Berechne die Wellenlänge des ausgesandten Photons in nm.
Lösung zeigen
- Erst ΔE, dann λ = h · c : ΔE
- ΔE = 13,6 eV · (1 : 4 − 1 : 49) = 3,12 eV
- λ = 1240 eV · nm : 3,12 eV = 397 nm
Ergebnis:397 nm - ●34Berechne mit der Serienformel die Frequenz der Wasserstofflinie für den Sprung von m = 4 nach n = 1 in THz (f_R = 3,29 · 10¹⁵ Hz, 1 THz = 10¹² Hz).
Lösung zeigen
- f = f_R · (1 : n² − 1 : m²)
- 1 : 1 − 1 : 16 = 0,9375
- f = 3,29 · 10¹⁵ Hz · 0,9375 = 3,08 · 10¹⁵ Hz = 3080 THz
Ergebnis:3080 THz - ●35Wasserstoffgas in einer Glaskugel im Grundzustand wird mit Photonen von 10,2 eV bestrahlt. Was geschieht mit diesen Photonen?
Lösung zeigen
- Absorbiert wird nur eine Energie, die genau zu einem Übergang passt.
- E_2 − E_1 = 13,6 eV − 3,4 eV = 10,2 eV
- Das passt genau: Die Atome gehen nach n = 2.
Ergebnis:Absorbiert: Die Atome gehen nach n = 2. - ●36In einer Spektralröhre erreichen die Atome höchstens den Zustand n = 3. Wie viele verschiedene Spektrallinien können beim Zurückfallen entstehen? Berechne mit Einheit.
Lösung zeigen
- Jedes Paar von zwei Niveaus gibt eine Linie, auch über Zwischenstufen.
- Von 3 Niveaus lassen sich 3 · 2 : 2 Paare bilden.
- 3 · 2 : 2 = 3 Linien
Ergebnis:3 Linien
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Energieniveaus des Wasserstoffs
- Das Elektron im Wasserstoffatom hat nur die Energien E_n = −13,6 eV : n².
- Linienspektrum
- Beim Sprung zwischen zwei Niveaus trägt ein Photon genau ihren Energieabstand davon.
- Emission und Absorption
- Ein Atom nimmt nur Photonen auf, die genau zu einem Abstand zweier Niveaus passen.
- Niveauschema und Spektralanalyse
- Energien addieren sich, Wellenlängen nicht.
- Orbitale
- Ein Orbital zeigt, wo das Elektron mit welcher Wahrscheinlichkeit nachgewiesen wird.
- Franck-Hertz-Versuch
- Elektronen geben ihre Energie nur in festen Portionen an die Atome ab.
- Potenzialtopf
- Im Topf der Breite L passen nur stehende Wellen: E_n = n² · h² : (8 · m_e · L²).
- Ein-Elektronen-Systeme und Pauli
- Für Ionen mit einem Elektron gilt E_n = −13,6 eV · Z² : n².
- Kurzwellige Grenze
- Ein Photon bekommt höchstens die Energie e · U eines Elektrons: λ_min = h · c : (e · U).
- Röntgenspektrum
- Am Kristall gilt die Bragg-Bedingung 2 · d · sin θ = n · λ.
AchtungElektron kreist auf einer Bahn
Blitz gesehen, nach 6 s Donner → das Gewitter ist 6 km weit weg
s = 340 m/s · 6 s ≈ 2040 m ≈ 2 km (Schall braucht rund 3 s je Kilometer)
Das Bohrsche Bild erklärt die Energiewerte, aber keine Bahn. Das Orbital ist eine Wahrscheinlichkeitsverteilung.
AchtungVorzeichen der Energie
lauter gezupft → der Ton wird höher
lauter gezupft → größere Amplitude → lauter. Höher wird er nur bei größerer Frequenz (kürzere Saite)
Gebundene Zustände haben negative Energie; null heißt: Das Elektron ist gerade frei.
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich kann die Energiewerte des Wasserstoffatoms berechnen und Ionisation erklären.
37Ein Wasserstoffatom ist im Zustand n = 3. Wie viel Energie braucht man mindestens, um es zu ionisieren? Berechne in eV.Lösung zeigen
Ergebnis:1,51 eVIch kann Spektrallinien des Wasserstoffs aus dem Niveauschema und mit der Serienformel berechnen.
38Ein angeregtes Wasserstoffatom geht von n = 3 nach n = 2. Berechne die Wellenlänge des ausgesandten Photons in nm.Lösung zeigen
Ergebnis:656 nmIch kann Emission und Absorption von Photonen mit Energieniveaus erklären.
39Wasserstoffgas in einer Glaskugel im Grundzustand wird mit Photonen von 18 eV bestrahlt. Was geschieht mit diesen Photonen?Lösung zeigen
Ergebnis:Ionisiert: Das Elektron fliegt mit 4,4 eV davon.Ich kann aus einem Energieniveauschema Spektrallinien vorhersagen und Gase an ihren Linien erkennen.
40Das Bild zeigt das Energieniveauschema eines Atoms. Berechne die Wellenlänge des Photons beim Sprung von E_3 nach E_1 in nm.Lösung zeigen
Ergebnis:443 nmIch kann den Franck-Hertz-Versuch auswerten und als Nachweis diskreter Energieniveaus deuten.
41Franck-Hertz-Versuch mit einer Neonröhre liegen die Strommaxima bei 21,2 V, 39,9 V. Bestimme die Anregungsenergie der Neonatome in eV.Lösung zeigen
Ergebnis:18,7 eVIch kann Energiewerte von Ein-Elektronen-Systemen berechnen und das Pauli-Prinzip anwenden.
42Wie viel Energie braucht man, um das Be³⁺-Ion (Z = 4) aus dem Zustand n = 3 weiter zu ionisieren? Berechne in eV.Lösung zeigen
Ergebnis:24,2 eV
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Wörter
- Steigung
- wie stark es nach oben geht, pro Schritt nach rechts
- Wahrscheinlichkeit
- wie sicher etwas passiert
Lösungen
- 0,544 eV
- 0,85 eV
- 0,66 eV
- 434 nm
- 94,7 nm
- 122 nm
- Die Photonen gehen ungehindert durch.
- Absorbiert: Die Atome gehen nach n = 4.
- Die Atome senden in alle Richtungen, nach vorn fehlt es.
- 590 nm
- 1550 nm
- 495 nm
- Nein: Es gibt nur Nachweiswahrscheinlichkeiten.
- Es reicht weiter hinaus, die Energie ist höher.
- Nein: Welcher Ort herauskommt, ist zufällig.
- 19 eV
- 18,7 eV
- 258 nm
- 1,04 eV
- 84,6 eV
- 717 nm
- 6,04 eV
- 54,4 eV
- 656 nm
- 124 pm
- 62 pm
- 20 kV
- 42 pm
- 124 pm
- 20,7 °
- 13,06 eV
- 27,2 eV
- 397 nm
- 3080 THz
- Absorbiert: Die Atome gehen nach n = 2.
- 3 Linien
- 1,51 eV
- 656 nm
- Ionisiert: Das Elektron fliegt mit 4,4 eV davon.
- 443 nm
- 18,7 eV
- 24,2 eV