Physik · Klasse 13 · Kapitel
Q3: Quantenobjekte
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
1Ich kann mit der Gleichung von Einstein die Energie der Fotoelektronen berechnen und den Einfluss der Intensität erklären.
MerkenDer Fotoeffekt
Ein Photon gibt seine Energie h · f an genau ein Elektron ab.
Es gilt h · f = E_kin + W_A. Die Intensität bestimmt nur die Zahl der Photonen.
BeispielFotoeffekt: Energie der Elektronen
Schritt für Schritt
- Energiebilanz für ein Photon: E_kin = E_Ph − W_A
- E_Ph = 3,88 eV, W_A = 2,46 eV
- E_kin = 3,88 eV − 2,46 eV = 1,42 eV
- Energiebilanz für ein Photon: E_kin = E_Ph − W_A
- E_Ph = 3,88 eV, W_A = 2,46 eV
- E_kin = 3,88 eV − 2,46 eV = 1,42 eV
AchtungAustritts- oder Ionisationsenergie nicht abgezogen
λ = 400 nm auf Kalium: E_kin = 3,1 eV
E_kin = 3,1 eV − 2,25 eV = 0,85 eV
Zeichne die Energiebilanz als Balken: oben h · f, darunter die Austrittsarbeit und der Rest für die Bewegung.
ÜbenJetzt du
- ○1Photonen mit je 3,1 eV treffen auf Rubidium (W_A = 2,13 eV). Berechne die größte Bewegungsenergie der Fotoelektronen in eV.So fängst du an:Energiebilanz für ein Photon: E_kin = E_Ph − W_A
Lösung zeigen
- Energiebilanz für ein Photon: E_kin = E_Ph − W_A
- E_Ph = 3,1 eV, W_A = 2,13 eV
- E_kin = 3,1 eV − 2,13 eV = 0,97 eV
Ergebnis:0,97 eV - ●2Licht der Wellenlänge 320 nm fällt auf Barium (W_A = 2,52 eV). Berechne die größte Bewegungsenergie der Fotoelektronen in eV.
Lösung zeigen
- E_kin = E_Ph − W_A mit E_Ph = h · c : λ
- E_Ph = 1240 eV · nm : 320 nm = 3,88 eV
- E_kin = 3,88 eV − 2,52 eV = 1,36 eV
Ergebnis:1,36 eV - ★3Licht mit f = 11 · 10¹⁴ Hz löst Elektronen aus Cäsium (W_A = 1,94 eV). Wie schnell sind die schnellsten Elektronen? Berechne v in km/s.
Lösung zeigen
- E_kin = h · f − W_A
- h · f = 4,55 eV, E_kin = 2,61 eV
- E_kin = 2,61 eV = 4,18 · 10⁻¹⁹ J
- v = √2 · E_kin : m_e = 9,58 · 10⁵ m/s = 958 km/s
Ergebnis:958 km/s
2Ich kann Grenzfrequenz, Grenzwellenlänge und Austrittsarbeit bestimmen.
MerkenGrenzfrequenz
Unter der Grenzfrequenz f_G = W_A : h tritt kein Elektron aus, auch bei hellem Licht.
Die Grenzwellenlänge ist λ_G = h · c : W_A, mit h · c ≈ 1240 eV · nm.
BeispielGrenzfrequenz und Grenzwellenlänge
Schritt für Schritt
- f_G = W_A : h
- W_A = 4,04 · 10⁻¹⁹ J
- f_G = 4,04 · 10⁻¹⁹ J : 6,626 · 10⁻³⁴ J·s = 6,10 · 10¹⁴ Hz = 610 THz
- f_G = W_A : h
- W_A = 4,04 · 10⁻¹⁹ J
- f_G = 4,04 · 10⁻¹⁹ J : 6,626 · 10⁻³⁴ J·s = 6,10 · 10¹⁴ Hz = 610 THz
AchtungUmrechnungszahl falsch
2,5 km = 250 m
2,5 km = 2,5 · 1000 m = 2500 m
Schreib den Vorsatz als Zahl: k heißt 1000, m heißt ein Tausendstel.
ÜbenJetzt du
- ○4Ab welcher Frequenz löst Licht Elektronen aus Rubidium (W_A = 3,41 · 10⁻¹⁹ J)? Gib f_G in THz an (1 THz = 10¹² Hz).So fängst du an:f_G = W_A : h
Lösung zeigen
- f_G = W_A : h
- W_A = 3,41 · 10⁻¹⁹ J
- f_G = 3,41 · 10⁻¹⁹ J : 6,626 · 10⁻³⁴ J·s = 5,15 · 10¹⁴ Hz = 515 THz
Ergebnis:515 THz - ●5Ab welcher Frequenz löst Licht Elektronen aus Natrium (W_A = 2,28 eV)? Gib f_G in THz an (1 THz = 10¹² Hz).
Lösung zeigen
- f_G = W_A : h
- W_A = 2,28 · 1,602 · 10⁻¹⁹ J = 3,65 · 10⁻¹⁹ J
- f_G = 3,65 · 10⁻¹⁹ J : 6,626 · 10⁻³⁴ J·s = 5,51 · 10¹⁴ Hz = 551 THz
Ergebnis:551 THz - ★6Rubidium hat die Austrittsarbeit W_A = 2,13 eV. Berechne die Grenzwellenlänge λ_G in nm (h · c ≈ 1240 eV · nm).
Lösung zeigen
- An der Grenze gilt E_Ph = W_A, also λ_G = h · c : W_A
- h · c ≈ 1240 eV · nm
- λ_G = 1240 eV · nm : 2,13 eV = 582 nm
Ergebnis:582 nm
3Ich kann mit der Gegenfeldmethode das Plancksche Wirkungsquantum bestimmen.
MerkenGegenfeldmethode
Die Gegenspannung U_0 stoppt gerade die schnellsten Elektronen.
Es gilt e · U_0 = h · f − W_A. Die Gerade U_0(f) hat die Steigung h : e, ihr Abstand vom Ursprung zeigt W_A.
BeispielGegenspannung berechnen
Schritt für Schritt
- e · U_0 = h · f − W_A, in eV gerechnet
- h · f = 4,136 · 10⁻¹⁵ eV·s · 7 · 10¹⁴ Hz = 2,9 eV
- e · U_0 = 2,9 eV − 2,13 eV = 0,77 eV, also U_0 = 0,77 V
- e · U_0 = h · f − W_A, in eV gerechnet
- h · f = 4,136 · 10⁻¹⁵ eV·s · 7 · 10¹⁴ Hz = 2,9 eV
- e · U_0 = 2,9 eV − 2,13 eV = 0,77 eV, also U_0 = 0,77 V
AchtungFormel falsch umgestellt
V = ρ · m
ρ = m : V | · V | : ρ → V = m : ρ
Setz einfache Zahlen ein, zum Beispiel 6 = 12 : 2. Stell zuerst mit Zahlen um, dann mit Buchstaben.
ÜbenJetzt du
- ○7Photonen mit je 3,52 eV fallen auf die Kathode einer Fotozelle aus Kalzium (W_A = 2,87 eV). Bei welcher Gegenspannung U_0 kommt kein Elektron mehr an? Berechne mit Einheit.So fängst du an:e · U_0 = h · f − W_A, in eV gerechnet
Lösung zeigen
- e · U_0 = h · f − W_A, in eV gerechnet
- h · f = 3,52 eV, W_A = 2,87 eV
- e · U_0 = 3,52 eV − 2,87 eV = 0,65 eV, also U_0 = 0,65 V
Ergebnis:0,65 V - ●8Licht mit f = 7,5 · 10¹⁴ Hz fällt auf die Kathode einer Fotozelle aus Rubidium (W_A = 2,13 eV). Bei welcher Gegenspannung U_0 kommt kein Elektron mehr an? Berechne mit Einheit.
Lösung zeigen
- e · U_0 = h · f − W_A, in eV gerechnet
- h · f = 4,136 · 10⁻¹⁵ eV·s · 7,5 · 10¹⁴ Hz = 3,1 eV
- e · U_0 = 3,1 eV − 2,13 eV = 0,97 eV, also U_0 = 0,97 V
Ergebnis:0,97 V - ★9An einer Fotozelle misst man bei 450 nm die Gegenspannung U_0 = 0,24 V. Bestimme U_0 bei 350 nm an derselben Kathode.
Lösung zeigen
- W_A bleibt gleich: e · ΔU_0 = ΔE_Ph
- E_Ph: 1240 eV · nm : 450 nm = 2,76 eV, 1240 eV · nm : 350 nm = 3,54 eV
- U_0 = 0,24 V + 0,79 V = 1,03 V
Ergebnis:1,03 V
4Ich kann den Impuls von Photonen und die de-Broglie-Wellenlänge berechnen.
MerkenImpuls und Materiewelle
Photonen haben keine Masse, aber den Impuls p = h · f : c = h : λ.
Umgekehrt hat jedes Teilchen mit Impuls p eine Wellenlänge λ = h : p. Elektronen werden deshalb gebeugt.
BeispielImpuls von Photonen
Schritt für Schritt
- Für Photonen gilt p = h : λ, also λ = h : p
- λ = 6,626 · 10⁻³⁴ J·s : 2,21 · 10⁻²⁷ kg·m/s
- λ = 3,00 · 10⁻⁷ m = 300 nm
- Für Photonen gilt p = h : λ, also λ = h : p
- λ = 6,626 · 10⁻³⁴ J·s : 2,21 · 10⁻²⁷ kg·m/s
- λ = 3,00 · 10⁻⁷ m = 300 nm
AchtungFalsche Einheit
F = 5 kg · 10 N/kg = 50 kg
F = 5 kg · 10 N/kg = 50 N
Rechne die Einheiten mit wie Zahlen: kg mal N/kg gibt N.
ÜbenJetzt du
- ○10Ein Photon hat den Impuls p = 2,65 · 10⁻²⁷ kg·m/s. Berechne seine Wellenlänge in nm.So fängst du an:Für Photonen gilt p = h : λ, also λ = h : p
Lösung zeigen
- Für Photonen gilt p = h : λ, also λ = h : p
- λ = 6,626 · 10⁻³⁴ J·s : 2,65 · 10⁻²⁷ kg·m/s
- λ = 2,50 · 10⁻⁷ m = 250 nm
Ergebnis:250 nm - ●11Ein Photon des Sonnenlichts hat den Impuls p = 1,47 · 10⁻²⁷ kg·m/s. Berechne seine Wellenlänge in nm.
Lösung zeigen
- Für Photonen gilt p = h : λ, also λ = h : p
- λ = 6,626 · 10⁻³⁴ J·s : 1,47 · 10⁻²⁷ kg·m/s
- λ = 4,51 · 10⁻⁷ m = 451 nm
Ergebnis:451 nm - ★12Ein Sonnensegel von 10 m² spiegelt das Sonnenlicht vollständig (1,36 kW/m², senkrecht). Welche Kraft übt das Licht aus? Berechne F in mN.
Lösung zeigen
- Licht der Leistung P bringt je Sekunde den Impuls P : c
- P = 1360 W/m² · 10 m² = 13.600 W
- Beim Spiegeln kehrt der Impuls um: F = 2 · P : c
- F = 2 · 13.600 W : 2,998 · 10⁸ m/s = 0,0907 mN
Ergebnis:0,0907 mN
5Ich kann das Doppelspaltexperiment mit einzelnen Quantenobjekten mit Wahrscheinlichkeiten deuten.
MerkenEinzelne Quanten
Jedes Quantenobjekt wird an genau einer Stelle nachgewiesen, wo, ist zufällig.
Vorhersagbar ist die Häufigkeit: Sie folgt dem Quadrat der Amplitude. Mit Weginformation verschwindet die Interferenz.
BeispielEinzelne Quanten am Doppelspalt
Schritt für Schritt
- Für ein einzelnes Quantenobjekt kennt man nur Wahrscheinlichkeiten.
- Die hellen Streifen sind die Stellen großer Nachweiswahrscheinlichkeit.
- Wo genau der nächste Treffer liegt, ist zufällig.
- Für ein einzelnes Quantenobjekt kennt man nur Wahrscheinlichkeiten.
- Die hellen Streifen sind die Stellen großer Nachweiswahrscheinlichkeit.
- Wo genau der nächste Treffer liegt, ist zufällig.
AchtungOrt des einzelnen Treffers als vorhersagbar gedacht
Das nächste Photon landet im hellsten Streifen.
nächster Treffer → zufällig; bekannt ist nur die Wahrscheinlichkeit je Stelle
Unterscheide den einzelnen Treffer von vielen Treffern. Für einen gibt es nur eine Wahrscheinlichkeit.
ÜbenJetzt du
- ○13Am Doppelspalt mit einzelnen Elektronen: Ein Detektor sitzt mitten in einem dunklen Streifen. Wie oft weist er nach 2000 Elektronen etwas nach?So fängst du an:Dunkle Streifen sind Stellen kleiner Nachweiswahrscheinlichkeit.
Lösung zeigen
- Dunkle Streifen sind Stellen kleiner Nachweiswahrscheinlichkeit.
- Auch nach 2000 Durchgängen landet dort kaum ein Treffer.
- Das gilt für jedes einzelne Quantenobjekt, nicht nur für viele zusammen.
Ergebnis:Fast nie: Die Wahrscheinlichkeit ist dort beinahe 0. - ●14Am Doppelspalt mit einzelnen Photonen: Ein Detektor sitzt mitten in einem dunklen Streifen. Wie oft weist er nach 50.000 Photonen etwas nach?
Lösung zeigen
- Dunkle Streifen sind Stellen kleiner Nachweiswahrscheinlichkeit.
- Auch nach 50.000 Durchgängen landet dort kaum ein Treffer.
- Das gilt für jedes einzelne Quantenobjekt, nicht nur für viele zusammen.
Ergebnis:Fast nie: Die Wahrscheinlichkeit ist dort beinahe 0. - ★15Hinter beide Spalte eines Doppelspalts kommen gleich ausgerichtete Polarisationsfilter. Was zeigt der Schirm nach 200 Photonen? Begründe.
Lösung zeigen
- Beide Filter lassen dieselbe Polarisation durch.
- Hinter den Spalten sind die Wege nicht unterscheidbar: keine Weginformation.
- Ohne Weginformation interferieren die Möglichkeiten: Die Streifen bleiben.
Ergebnis:Die Streifen bleiben: Gleiche Filter verraten keinen Weg.
6Ich kann die de-Broglie-Wellenlänge aus der Beschleunigungsspannung berechnen und die Elektronenbeugung am Kristall auswerten.
MerkenElektronenbeugung
Aus e · U = p² : (2 · m_e) folgt λ = h : √(2 · m_e · e · U).
Am Graphit gilt die Bragg-Bedingung 2 · d · sin θ = λ, für kleine Winkel λ ≈ d · r : L.
BeispielWellenlänge aus der Beschleunigungsspannung
Schritt für Schritt
- e · U = p² : (2 · m_e), also p = √2 · m_e · e · U und λ = h : p
- p = √2 · 9,109 · 10⁻³¹ kg · 1,602 · 10⁻¹⁹ C · 300 V = 9,36 · 10⁻²⁴ kg·m/s
- λ = 6,626 · 10⁻³⁴ J·s : 9,36 · 10⁻²⁴ kg·m/s = 70,8 pm
- e · U = p² : (2 · m_e), also p = √2 · m_e · e · U und λ = h : p
- p = √2 · 9,109 · 10⁻³¹ kg · 1,602 · 10⁻¹⁹ C · 300 V = 9,36 · 10⁻²⁴ kg·m/s
- λ = 6,626 · 10⁻³⁴ J·s : 9,36 · 10⁻²⁴ kg·m/s = 70,8 pm
AchtungDen Faktor ½ vergessen
m = 2 kg, v = 3 m/s: E = 2 kg · (3 m/s)² = 18 J
E = ½ · 2 kg · (3 m/s)² = 9 J
Schreib die Formel ganz hin: E = ½ · m · v². Nimm am Ende die Hälfte.
ÜbenJetzt du
- ○16Elektronen werden aus der Ruhe mit U = 200 V beschleunigt. Berechne ihre de-Broglie-Wellenlänge in pm.So fängst du an:e · U = p² : (2 · m_e), also p = √2 · m_e · e · U und λ = h : p
Lösung zeigen
- e · U = p² : (2 · m_e), also p = √2 · m_e · e · U und λ = h : p
- p = √2 · 9,109 · 10⁻³¹ kg · 1,602 · 10⁻¹⁹ C · 200 V = 7,64 · 10⁻²⁴ kg·m/s
- λ = 6,626 · 10⁻³⁴ J·s : 7,64 · 10⁻²⁴ kg·m/s = 86,7 pm
Ergebnis:86,7 pm - ●17Elektronen werden aus der Ruhe mit U = 50 V beschleunigt. Berechne ihre de-Broglie-Wellenlänge in pm.
Lösung zeigen
- e · U = p² : (2 · m_e), also p = √2 · m_e · e · U und λ = h : p
- p = √2 · 9,109 · 10⁻³¹ kg · 1,602 · 10⁻¹⁹ C · 50 V = 3,82 · 10⁻²⁴ kg·m/s
- λ = 6,626 · 10⁻³⁴ J·s : 3,82 · 10⁻²⁴ kg·m/s = 173 pm
Ergebnis:173 pm - ★18Für ein Beugungsexperiment sollen Elektronen die de-Broglie-Wellenlänge 10 pm haben. Mit welcher Spannung muss man sie aus der Ruhe beschleunigen? Berechne U in V.
Lösung zeigen
- λ = h : √2 · m_e · e · U, nach U umgestellt: U = h² : (2 · m_e · e · λ²)
- λ² = (1,0 · 10⁻¹¹ m)² = 1,00 · 10⁻²² m²
- U = (6,626 · 10⁻³⁴ J·s)² : (2 · m_e · e · λ²) = 15.000 V
Ergebnis:15.000 V
7Ich kann die Unbestimmtheitsrelation von Heisenberg anwenden.
MerkenUnbestimmtheit
Ort und Impuls sind nie zugleich beliebig scharf: Δx · Δp ≥ h : (4π).
Ein schmalerer Spalt gibt ein breiteres Hauptmaximum. Das liegt am Objekt, nicht am Messgerät.
BeispielUnbestimmtheitsrelation anwenden
Schritt für Schritt
- Δx · Δp ≥ h : (4π) mit Δp = m_e · Δv
- Δp ≥ 6,626 · 10⁻³⁴ J·s : (4π · 5,0 · 10⁻¹¹ m) = 1,05 · 10⁻²⁴ kg·m/s
- Δv ≥ 1,05 · 10⁻²⁴ kg·m/s : 9,109 · 10⁻³¹ kg = 1160 km/s
- Δx · Δp ≥ h : (4π) mit Δp = m_e · Δv
- Δp ≥ 6,626 · 10⁻³⁴ J·s : (4π · 5,0 · 10⁻¹¹ m) = 1,05 · 10⁻²⁴ kg·m/s
- Δv ≥ 1,05 · 10⁻²⁴ kg·m/s : 9,109 · 10⁻³¹ kg = 1160 km/s
Achtung4π in der Unbestimmtheitsrelation vergessen
Δp ≥ h : Δx
kleinstes Δp = h : (4π · Δx)
Schreib die Relation aus der Formelsammlung ab: Δx · Δp ≥ h : (4π).
ÜbenJetzt du
- ○19Ein Elektron ist in einem Quantenpunkt auf Δx = 0,1 nm eingegrenzt. Bestimme die kleinstmögliche Unbestimmtheit seiner Geschwindigkeit Δv in km/s.So fängst du an:Δx · Δp ≥ h : (4π) mit Δp = m_e · Δv
Lösung zeigen
- Δx · Δp ≥ h : (4π) mit Δp = m_e · Δv
- Δp ≥ 6,626 · 10⁻³⁴ J·s : (4π · 1,0 · 10⁻¹⁰ m) = 5,27 · 10⁻²⁵ kg·m/s
- Δv ≥ 5,27 · 10⁻²⁵ kg·m/s : 9,109 · 10⁻³¹ kg = 579 km/s
Ergebnis:579 km/s - ●20Ein Elektron ist in einem Quantenpunkt auf Δx = 0,5 nm eingegrenzt. Bestimme die kleinstmögliche Unbestimmtheit seiner Geschwindigkeit Δv in km/s.
Lösung zeigen
- Δx · Δp ≥ h : (4π) mit Δp = m_e · Δv
- Δp ≥ 6,626 · 10⁻³⁴ J·s : (4π · 5,0 · 10⁻¹⁰ m) = 1,05 · 10⁻²⁵ kg·m/s
- Δv ≥ 1,05 · 10⁻²⁵ kg·m/s : 9,109 · 10⁻³¹ kg = 116 km/s
Ergebnis:116 km/s - ★21Ein Proton ist in einem schweren Kern auf Δx = 5 fm eingegrenzt (1 fm = 10⁻¹⁵ m, m_p = 1,673 · 10⁻²⁷ kg). Bestimme die kleinstmögliche Unbestimmtheit Δv in km/s.
Lösung zeigen
- Δx · Δp ≥ h : (4π) mit Δp = m_p · Δv
- Δp ≥ 6,626 · 10⁻³⁴ J·s : (4π · 5,0 · 10⁻¹⁵ m) = 1,05 · 10⁻²⁰ kg·m/s
- Δv ≥ 1,05 · 10⁻²⁰ kg·m/s : 1,673 · 10⁻²⁷ kg = 6300 km/s
Ergebnis:6300 km/s
8Ich kann die Äquivalenz von Masse und Energie anwenden.
MerkenMasse und Energie
Masse ist eine Form von Energie: E = m · c².
Ein Elektron hat 511 keV Ruheenergie. Bei der Paarvernichtung wird sie zu Photonen, bei der Paarbildung entsteht aus Photonen Masse.
BeispielMasse und Energie
Schritt für Schritt
- E = m · c², die Masse in kg
- m = 1 g = 1 · 10⁻³ kg
- E = 1 · 10⁻³ kg · (2,998 · 10⁸ m/s)² = 8,99 · 10¹³ J = 89,9 TJ
- E = m · c², die Masse in kg
- m = 1 g = 1 · 10⁻³ kg
- E = 1 · 10⁻³ kg · (2,998 · 10⁸ m/s)² = 8,99 · 10¹³ J = 89,9 TJ
AchtungEinheiten nicht angeglichen
p = 200 N : 50 cm² = 4 Pa
50 cm² = 0,005 m², p = 200 N : 0,005 m² = 40 000 Pa
Rechne zuerst alle Angaben in die Einheiten der Formel um.
ÜbenJetzt du
- ○22Gedankenversuch: Eine Masse von 1 mg würde vollständig in Energie umgesetzt. Berechne die Energie in TJ (1 TJ = 10¹² J).So fängst du an:E = m · c², die Masse in kg
Lösung zeigen
- E = m · c², die Masse in kg
- m = 1 mg = 1 · 10⁻⁶ kg
- E = 1 · 10⁻⁶ kg · (2,998 · 10⁸ m/s)² = 8,99 · 10¹⁰ J = 0,0899 TJ
Ergebnis:0,0899 TJ - ●23Gedankenversuch: Eine Masse von 10 mg würde vollständig in Energie umgesetzt. Berechne die Energie in TJ (1 TJ = 10¹² J).
Lösung zeigen
- E = m · c², die Masse in kg
- m = 10 mg = 1 · 10⁻⁵ kg
- E = 1 · 10⁻⁵ kg · (2,998 · 10⁸ m/s)² = 8,99 · 10¹¹ J = 0,899 TJ
Ergebnis:0,899 TJ - ★24Ein Kraftwerk gibt 1 GW elektrische Leistung ab, eine Woche lang. Welcher Masse entspricht diese Energie nach E = m · c²? Berechne m in g.
Lösung zeigen
- E = P · t, dann m = E : c²
- E = 1,0 · 10⁹ W · 604.800 s = 6,05 · 10¹⁴ J
- m = 6,05 · 10¹⁴ J : (2,998 · 10⁸ m/s)² = 6,73 · 10⁻³ kg = 6,73 g
Ergebnis:6,73 g
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●25Licht der Wellenlänge 450 nm fällt auf Cäsium (W_A = 1,94 eV). Berechne die größte Bewegungsenergie der Fotoelektronen in eV.
Lösung zeigen
- E_kin = E_Ph − W_A mit E_Ph = h · c : λ
- E_Ph = 1240 eV · nm : 450 nm = 2,76 eV
- E_kin = 2,76 eV − 1,94 eV = 0,82 eV
Ergebnis:0,82 eV - ●26Lithium wird erst mit 500 nm, dann mit 400 nm bestrahlt, bei gleich vielen Photonen je Sekunde. Was ändert sich?
Lösung zeigen
- Kürzere Wellenlänge heißt größere Frequenz und größere Photonenenergie.
- E_Ph wächst von 2,48 eV auf 3,1 eV.
- Gleich viele Photonen lösen etwa gleich viele Elektronen, aber mit mehr Energie.
Ergebnis:Energiereichere Elektronen, etwa gleich viele. - ●27Ab welcher Frequenz löst Licht Elektronen aus Barium (W_A = 4,04 · 10⁻¹⁹ J)? Gib f_G in THz an (1 THz = 10¹² Hz).
Lösung zeigen
- f_G = W_A : h
- W_A = 4,04 · 10⁻¹⁹ J
- f_G = 4,04 · 10⁻¹⁹ J : 6,626 · 10⁻³⁴ J·s = 6,10 · 10¹⁴ Hz = 610 THz
Ergebnis:610 THz - ●28Licht mit 200 nm löst aus einer Metallplatte Elektronen mit höchstens 3,33 eV Bewegungsenergie. Bestimme die Austrittsarbeit in eV.
Lösung zeigen
- E_Ph = W_A + E_kin, also W_A = E_Ph − E_kin
- E_Ph = 1240 eV · nm : 200 nm = 6,2 eV
- W_A = 6,2 eV − 3,33 eV = 2,87 eV
Ergebnis:2,87 eV - ●29Licht mit f = 8 · 10¹⁴ Hz fällt auf die Kathode einer Fotozelle aus Rubidium (W_A = 2,13 eV). Bei welcher Gegenspannung U_0 kommt kein Elektron mehr an? Berechne mit Einheit.
Lösung zeigen
- e · U_0 = h · f − W_A, in eV gerechnet
- h · f = 4,136 · 10⁻¹⁵ eV·s · 8 · 10¹⁴ Hz = 3,31 eV
- e · U_0 = 3,31 eV − 2,13 eV = 1,18 eV, also U_0 = 1,18 V
Ergebnis:1,18 V - ●30Gegenfeldmethode: Bei f = 7,5 · 10¹⁴ Hz ist U_0 = 0,23 V, bei f = 8 · 10¹⁴ Hz ist U_0 = 0,44 V. Bestimme das Plancksche Wirkungsquantum h.
Lösung zeigen
- Die Steigung der Geraden U_0(f) ist h : e
- ΔU_0 : Δf = 0,21 V : 5,0 · 10¹³ Hz = 4,20 · 10⁻¹⁵ V·s
- h = 1,602 · 10⁻¹⁹ C · 4,20 · 10⁻¹⁵ V·s ≈ 6,7 · 10⁻³⁴ J·s
Ergebnis:h ≈ 6,7 · 10⁻³⁴ J·s
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Der Fotoeffekt
- Ein Photon gibt seine Energie h · f an genau ein Elektron ab.
- Grenzfrequenz
- Unter der Grenzfrequenz f_G = W_A : h tritt kein Elektron aus, auch bei hellem Licht.
- Gegenfeldmethode
- Die Gegenspannung U_0 stoppt gerade die schnellsten Elektronen.
- Impuls und Materiewelle
- Photonen haben keine Masse, aber den Impuls p = h · f : c = h : λ.
- Einzelne Quanten
- Jedes Quantenobjekt wird an genau einer Stelle nachgewiesen, wo, ist zufällig.
- Elektronenbeugung
- Aus e · U = p² : (2 · m_e) folgt λ = h : √(2 · m_e · e · U).
- Unbestimmtheit
- Ort und Impuls sind nie zugleich beliebig scharf: Δx · Δp ≥ h : (4π).
- Masse und Energie
- Masse ist eine Form von Energie: E = m · c².
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich kann mit der Gleichung von Einstein die Energie der Fotoelektronen berechnen und den Einfluss der Intensität erklären.
31Licht der Wellenlänge 450 nm fällt auf Rubidium (W_A = 2,13 eV). Berechne die größte Bewegungsenergie der Fotoelektronen in eV.Lösung zeigen
Ergebnis:0,63 eVIch kann Grenzfrequenz, Grenzwellenlänge und Austrittsarbeit bestimmen.
32Kalzium hat die Austrittsarbeit W_A = 2,87 eV. Bestimme die Grenzfrequenz f_G in THz (1 THz = 10¹² Hz).Lösung zeigen
Ergebnis:694 THzIch kann mit der Gegenfeldmethode das Plancksche Wirkungsquantum bestimmen.
33Licht mit f = 8,5 · 10¹⁴ Hz fällt auf die Kathode einer Fotozelle aus Natrium (W_A = 2,28 eV). Bei welcher Gegenspannung U_0 kommt kein Elektron mehr an? Berechne mit Einheit.Lösung zeigen
Ergebnis:1,24 VIch kann den Impuls von Photonen und die de-Broglie-Wellenlänge berechnen.
34Ein Photon des Sonnenlichts hat den Impuls p = 1,02 · 10⁻²⁷ kg·m/s. Berechne seine Wellenlänge in nm.Lösung zeigen
Ergebnis:650 nmIch kann das Doppelspaltexperiment mit einzelnen Quantenobjekten mit Wahrscheinlichkeiten deuten.
35Durch einen Doppelspalt gehen Photonen einzeln, eines nach dem anderen. Was zeigt der Schirm nach 10.000 Treffern?Lösung zeigen
Ergebnis:Punkte, die sich zu Streifen ordnen.Ich kann die de-Broglie-Wellenlänge aus der Beschleunigungsspannung berechnen und die Elektronenbeugung am Kristall auswerten.
36Elektronen werden aus der Ruhe mit U = 300 V beschleunigt. Berechne ihre de-Broglie-Wellenlänge in pm.Lösung zeigen
Ergebnis:70,8 pmIch kann die Unbestimmtheitsrelation von Heisenberg anwenden.
37Ein Elektron ist in einem Atom auf Δx = 0,2 nm eingegrenzt. Bestimme die kleinstmögliche Unbestimmtheit seiner Geschwindigkeit Δv in km/s.Lösung zeigen
Ergebnis:289 km/sIch kann die Äquivalenz von Masse und Energie anwenden.
38Gedankenversuch: Eine Masse von 2 g würde vollständig in Energie umgesetzt. Berechne die Energie in TJ (1 TJ = 10¹² J).Lösung zeigen
Ergebnis:180 TJIch bereite die Klausur vor.
39Photonen mit je 6,2 eV treffen auf Lithium (W_A = 2,46 eV). Berechne die größte Bewegungsenergie der Fotoelektronen in eV.Lösung zeigen
Ergebnis:3,74 eV
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Wörter
- Gleichung
- zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind
- Häufigkeit
- wie oft etwas vorkommt
- Steigung
- wie stark es nach oben geht, pro Schritt nach rechts
- Wahrscheinlichkeit
- wie sicher etwas passiert
Lösungen
- 0,97 eV
- 1,36 eV
- 958 km/s
- 515 THz
- 551 THz
- 582 nm
- 0,65 V
- 0,97 V
- 1,03 V
- 250 nm
- 451 nm
- 0,0907 mN
- Fast nie: Die Wahrscheinlichkeit ist dort beinahe 0.
- Fast nie: Die Wahrscheinlichkeit ist dort beinahe 0.
- Die Streifen bleiben: Gleiche Filter verraten keinen Weg.
- 86,7 pm
- 173 pm
- 15.000 V
- 579 km/s
- 116 km/s
- 6300 km/s
- 0,0899 TJ
- 0,899 TJ
- 6,73 g
- 0,82 eV
- Energiereichere Elektronen, etwa gleich viele.
- 610 THz
- 2,87 eV
- 1,18 V
- h ≈ 6,7 · 10⁻³⁴ J·s
- 0,63 eV
- 694 THz
- 1,24 V
- 650 nm
- Punkte, die sich zu Streifen ordnen.
- 70,8 pm
- 289 km/s
- 180 TJ
- 3,74 eV