Physik · Klasse 12 · Kapitel
Q2: Mechanische und elektromagnetische Schwingungen
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
1Ich kann eine Schwingung mit Amplitude, Periodendauer, Frequenz und Kreisfrequenz beschreiben.
MerkenKenngrößen einer Schwingung
Die Amplitude ŷ ist der größte Ausschlag, die Periodendauer T die Zeit einer Schwingung.
Es gilt f = 1 : T und ω = 2π · f. Bei einer harmonischen Schwingung hängt T nicht von der Amplitude ab.
BeispielFrequenz, Periodendauer und Kreisfrequenz
Schritt für Schritt
- f = Zahl der Schwingungen : Zeit
- f = 40 : 20 s
- f = 2 Hz
- f = Zahl der Schwingungen : Zeit
- f = 40 : 20 s
- f = 2 Hz
AchtungFrequenz und Periodendauer nicht als Kehrwert
T = 0,02 s, also f = 0,02 Hz
f = 1 : 0,02 s = 50 Hz
Frag, wie viele Schwingungen in eine Sekunde passen: f = 1 : T.
ÜbenJetzt du
- ○1Eine schwingende Blattfeder macht in 25 s genau 50 volle Schwingungen. Berechne die Frequenz.So fängst du an:f = Zahl der Schwingungen : Zeit
Lösung zeigen
- f = Zahl der Schwingungen : Zeit
- f = 50 : 25 s
- f = 2 Hz
Ergebnis:2 Hz - ●2Eine schwingende Blattfeder macht in 8 s genau 30 volle Schwingungen. Berechne die Frequenz.
Lösung zeigen
- f = Zahl der Schwingungen : Zeit
- f = 30 : 8 s
- f = 3,75 Hz
Ergebnis:3,75 Hz - ★3Das Diagramm zeigt y(t) für ein Fadenpendel mit ŷ = 5 cm. Lies die Periodendauer ab und berechne die Kreisfrequenz ω.
Lösung zeigen
- Eine Periode reicht von einem Nulldurchgang nach oben bis zum nächsten nach oben
- abgelesen: T = 1,2 s
- ω = 2π : T = 2π : 1,2 s = 5,24 1/s
Ergebnis:5,24 1/s
2Ich kann die Periodendauer eines Federpendels berechnen und ihre Abhängigkeit von den Parametern begründen.
MerkenPeriodendauer des Federpendels
Für das Federpendel gilt T = 2π · √(m : D).
Viermal so schwer heißt doppelt so lange. Beim Fadenpendel gilt T = 2π · √(l : g), die Masse zählt dort nicht.
BeispielPeriodendauer des Federpendels
Schritt für Schritt
- T = 2π · √m : D
- m = 0,4 kg, m : D = 0,04 kg · m/N
- T = 2π · √0,04 s² = 1,26 s
- T = 2π · √m : D
- m = 0,4 kg, m : D = 0,04 kg · m/N
- T = 2π · √0,04 s² = 1,26 s
AchtungDie Wurzel vergessen
v² = 2 · 10 N/kg · 5 m = 100, also v = 100 m/s
v² = 100 m²/s², also v = √(100 m²/s²) = 10 m/s
Schau auf die Einheit: m²/s² heißt, es ist noch v². Erst die Wurzel daraus ist v.
ÜbenJetzt du
- ○4Ein Körper mit m = 200 g hängt an einer Feder mit D = 80 N/m und schwingt. Berechne die Periodendauer.So fängst du an:T = 2π · √m : D
Lösung zeigen
- T = 2π · √m : D
- m = 0,2 kg, m : D = 0,0025 kg · m/N
- T = 2π · √0,0025 s² = 0,314 s
Ergebnis:0,314 s - ●5Ein Körper mit m = 250 g hängt an einer Feder mit D = 50 N/m und schwingt. Berechne die Periodendauer.
Lösung zeigen
- T = 2π · √m : D
- m = 0,25 kg, m : D = 0,005 kg · m/N
- T = 2π · √0,005 s² = 0,444 s
Ergebnis:0,444 s - ★6Ein Körper mit 400 g schwingt an einer Feder mit der Periodendauer T = 0,5 s. Berechne die Federkonstante D.
Lösung zeigen
- T = 2π · √m : D, quadriert und umgestellt: D = 4π² · m : T²
- m = 0,4 kg, T² = 0,25 s²
- D = 4π² · 0,4 kg : 0,25 s² = 63,2 N/m
Ergebnis:63,2 N/m
3Ich kann die Auslenkung einer harmonischen Schwingung mit y(t) = ŷ · sin(ω · t) berechnen.
MerkenZeitgesetz der Schwingung
Startet der Körper in der Ruhelage nach oben, gilt y(t) = ŷ · sin(ω · t).
Dabei ist ω = 2π : T, im Sinus steht ein Winkel im Bogenmaß.
BeispielAuslenkung zu einem Zeitpunkt
Schritt für Schritt
- y(t) = ŷ · sin(ω · t) mit ω = 2π : T, der Rechner im Bogenmaß
- ω = 2π : 1 s = 6,28 1/s, ω · t = 1,88
- y = 10 cm · sin(1,88) = 9,51 cm
- y(t) = ŷ · sin(ω · t) mit ω = 2π : T, der Rechner im Bogenmaß
- ω = 2π : 1 s = 6,28 1/s, ω · t = 1,88
- y = 10 cm · sin(1,88) = 9,51 cm
AchtungTaschenrechner im Gradmaß
sin(0,628) im Gradmaß = 0,011
sin(0,628) im Bogenmaß = 0,588
Prüfe vor dem Rechnen die Einstellung. Bei sin(ω · t) muss der Rechner auf Bogenmaß stehen.
ÜbenJetzt du
- ○7Ein Federpendel schwingt nach y(t) = ŷ · sin(ω · t) mit ŷ = 6 cm und T = 1 s. Berechne die Auslenkung bei t = 0,35 s.So fängst du an:y(t) = ŷ · sin(ω · t) mit ω = 2π : T, der Rechner im Bogenmaß
Lösung zeigen
- y(t) = ŷ · sin(ω · t) mit ω = 2π : T, der Rechner im Bogenmaß
- ω = 2π : 1 s = 6,28 1/s, ω · t = 2,2
- y = 6 cm · sin(2,2) = 4,85 cm
Ergebnis:4,85 cm - ●8Ein Federpendel schwingt nach y(t) = ŷ · sin(ω · t) mit ŷ = 10 cm und T = 1,2 s. Berechne die Auslenkung bei t = 0,36 s.
Lösung zeigen
- y(t) = ŷ · sin(ω · t) mit ω = 2π : T, der Rechner im Bogenmaß
- ω = 2π : 1,2 s = 5,24 1/s, ω · t = 1,88
- y = 10 cm · sin(1,88) = 9,51 cm
Ergebnis:9,51 cm - ★9Ein Pendel schwingt nach y(t) = ŷ · sin(ω · t), ŷ = 4 cm, T = 1,6 s. Wann ist nach dem Start erstmals y = 2 cm?
Lösung zeigen
- sin(ω · t) = y : ŷ, also ω · t = arcsin(y : ŷ), der Rechner im Bogenmaß
- ω = 2π : 1,6 s = 3,93 1/s, arcsin(2 : 4) = 0,524
- t = 0,524 : 3,93 1/s = 0,133 s
Ergebnis:0,133 s
4Ich kann Energieumwandlungen und Dämpfung bei Schwingungen beschreiben und berechnen.
MerkenEnergie und Dämpfung
Ohne Reibung bleibt die Energie E = ½ · D · ŷ² gleich.
Im Umkehrpunkt ist sie Spannenergie, in der Ruhelage Bewegungsenergie. Dämpfung wandelt sie in innere Energie um, die Amplitude nimmt ab.
BeispielEnergie einer Schwingung
Schritt für Schritt
- Im Umkehrpunkt steckt alles in der Spannenergie: E = ½ · D · ŷ²
- ŷ = 0,06 m, ŷ² = 0,0036 m²
- E = ½ · 200 N/m · 0,0036 m² = 0,36 J = 360 mJ
- Im Umkehrpunkt steckt alles in der Spannenergie: E = ½ · D · ŷ²
- ŷ = 0,06 m, ŷ² = 0,0036 m²
- E = ½ · 200 N/m · 0,0036 m² = 0,36 J = 360 mJ
AchtungDen Faktor ½ vergessen
m = 2 kg, v = 3 m/s: E = 2 kg · (3 m/s)² = 18 J
E = ½ · 2 kg · (3 m/s)² = 9 J
Schreib die Formel ganz hin: E = ½ · m · v². Nimm am Ende die Hälfte.
ÜbenJetzt du
- ○10Ein Wagen schwingt reibungsfrei zwischen Federn mit D = 10 N/m. Seine Amplitude ist ŷ = 8 cm. Berechne die Energie der Schwingung.So fängst du an:Im Umkehrpunkt steckt alles in der Spannenergie: E = ½ · D · ŷ²
Lösung zeigen
- Im Umkehrpunkt steckt alles in der Spannenergie: E = ½ · D · ŷ²
- ŷ = 0,08 m, ŷ² = 0,0064 m²
- E = ½ · 10 N/m · 0,0064 m² = 0,032 J = 32 mJ
Ergebnis:32 mJ - ●11Ein Wagen schwingt reibungsfrei zwischen Federn mit D = 25 N/m. Seine Amplitude ist ŷ = 2 cm. Berechne die Energie der Schwingung.
Lösung zeigen
- Im Umkehrpunkt steckt alles in der Spannenergie: E = ½ · D · ŷ²
- ŷ = 0,02 m, ŷ² = 0,0004 m²
- E = ½ · 25 N/m · 0,0004 m² = 0,005 J = 5 mJ
Ergebnis:5 mJ - ★12Ein Wagen mit 100 g schwingt reibungsfrei zwischen Federn mit D = 80 N/m und ŷ = 3 cm. Berechne seine größte Geschwindigkeit.
Lösung zeigen
- In der Ruhelage ist die ganze Spannenergie Bewegungsenergie: ½ · D · ŷ² = ½ · m · v²
- umgestellt: v = ŷ · √D : m
- v = 0,03 m · √80 N/m : 0,1 kg = 0,849 m/s
Ergebnis:0,849 m/s
5Ich kann erzwungene Schwingungen und Resonanz erklären.
MerkenErzwungene Schwingung und Resonanz
Ein Erreger zwingt dem Oszillator seine Frequenz auf.
Trifft die Erregerfrequenz die Eigenfrequenz, wird die Amplitude sehr groß: Resonanz. Dämpfung macht die Resonanzspitze niedriger und breiter.
BeispielErzwungene Schwingung und Resonanz
Schritt für Schritt
- Die Amplitude hängt von der Erregerfrequenz ab.
- Am größten bei der Eigenfrequenz.
- Hier also bei 20 Hz: Jeder Anstoß kommt im richtigen Takt.
- Die Amplitude hängt von der Erregerfrequenz ab.
- Am größten bei der Eigenfrequenz.
- Hier also bei 20 Hz: Jeder Anstoß kommt im richtigen Takt.
AchtungResonanz als „schneller anregen heißt stärker“
f₀ = 0,5 Hz, angestoßen mit 1 Hz: schwingt am höchsten
f₀ = 0,5 Hz, angestoßen mit 0,5 Hz → Resonanz, schwingt am höchsten
Vergleiche die Erregerfrequenz mit der Eigenfrequenz. Am stärksten schwingt es, wenn beide gleich sind.
ÜbenJetzt du
- ○13Eine Fußgängerbrücke hat die Eigenfrequenz 1 Hz. Sie wird mit 0,5 Hz, 1 Hz oder 2 Hz von Schritten angeregt. Wann schwingt sie am stärksten?So fängst du an:Die Amplitude hängt von der Erregerfrequenz ab.
Lösung zeigen
- Die Amplitude hängt von der Erregerfrequenz ab.
- Am größten bei der Eigenfrequenz.
- Hier also bei 1 Hz: Jeder Anstoß kommt im richtigen Takt.
Ergebnis:Bei 1 Hz: Die Erregerfrequenz ist gleich der Eigenfrequenz, es tritt Resonanz auf. - ●14Eine Schaukel hat die Eigenfrequenz 0,3 Hz. Sie wird mit 0,15 Hz, 0,3 Hz oder 0,6 Hz angestoßen. Wann schwingt sie am stärksten?
Lösung zeigen
- Die Amplitude hängt von der Erregerfrequenz ab.
- Am größten bei der Eigenfrequenz.
- Hier also bei 0,3 Hz: Jeder Anstoß kommt im richtigen Takt.
Ergebnis:Bei 0,3 Hz: Die Erregerfrequenz ist gleich der Eigenfrequenz, es tritt Resonanz auf. - ★15Die Resonanzkurve eines Hochhauses hat ihre Spitze bei 2 Hz. Die Dämpfung wird stärker eingestellt. Wie ändert sich die Resonanzkurve?
Lösung zeigen
- Bei Resonanz wird im Takt der Eigenfrequenz Energie zugeführt.
- Die Amplitude wächst, bis die Dämpfung so viel Energie abführt, wie dazukommt.
- Stärkere Dämpfung: Die Amplitude bleibt kleiner, die Spitze flacher und breiter.
Ergebnis:Die Spitze wird niedriger und breiter, sie bleibt fast bei derselben Frequenz.
6Ich kann elektromagnetische Schwingungen im Schwingkreis beschreiben und mit der Thomsonschen Gleichung berechnen.
MerkenElektromagnetischer Schwingkreis
Im Schwingkreis pendelt die Energie zwischen elektrischem Feld und Magnetfeld.
Das eine sitzt im Kondensator, das andere in der Spule, die Eigenfrequenz ist f = 1 : (2π · √(L · C)).
BeispielThomsonsche Schwingungsgleichung
Schritt für Schritt
- f = 1 : (2π · √L · C)
- L · C = 0,005 H · 1 · 10⁻⁷ F, √L · C = 2,24 · 10⁻⁵ s
- f = 1 : (2π · 2,24 · 10⁻⁵ s) = 7,12 kHz
- f = 1 : (2π · √L · C)
- L · C = 0,005 H · 1 · 10⁻⁷ F, √L · C = 2,24 · 10⁻⁵ s
- f = 1 : (2π · 2,24 · 10⁻⁵ s) = 7,12 kHz
AchtungFrequenz statt Kreisfrequenz
f = 50 Hz: U₀ = N · B · A · 50 1/s
f = 50 Hz: ω = 2π · 50 Hz = 314 1/s → U₀ = N · B · A · 314 1/s
Rechne zuerst ω = 2π · f aus. Setz erst dann in die Formel ein.
ÜbenJetzt du
- ○16Ein Schwingkreis besteht aus einer Spule mit L = 10 mH und einem Kondensator mit C = 2,2 µF. Berechne seine Eigenfrequenz.So fängst du an:f = 1 : (2π · √L · C)
Lösung zeigen
- f = 1 : (2π · √L · C)
- L · C = 0,01 H · 2,2 · 10⁻⁶ F, √L · C = 1,48 · 10⁻⁴ s
- f = 1 : (2π · 1,48 · 10⁻⁴ s) = 1,07 kHz
Ergebnis:1,07 kHz - ●17Ein Schwingkreis besteht aus einer Spule mit L = 100 mH und einem Kondensator mit C = 2,2 µF. Berechne seine Eigenfrequenz.
Lösung zeigen
- f = 1 : (2π · √L · C)
- L · C = 0,1 H · 2,2 · 10⁻⁶ F, √L · C = 4,69 · 10⁻⁴ s
- f = 1 : (2π · 4,69 · 10⁻⁴ s) = 339 Hz
Ergebnis:339 Hz - ★18Ein Schwingkreis schwingt mit 1600 Hz. Der Kondensator wird gegen einen mit 9-facher Kapazität getauscht, die Spule bleibt. Berechne die neue Frequenz.
Lösung zeigen
- f = 1 : (2π · √L · C), also f wächst mit 1 : √C
- C wird 9-mal so groß: f wird durch √9 = 3 geteilt
- f = 1600 Hz : 3 = 533 Hz
Ergebnis:533 Hz
7Ich kann das lineare Kraftgesetz als Bedingung prüfen und Geschwindigkeit und Beschleunigung durch Ableiten bestimmen.
MerkenKraftgesetz und Ableitung
Harmonisch schwingt ein Körper genau dann, wenn F = −D · y gilt.
Aus y(t) = ŷ · sin(ω · t) folgt v(t) = ŷ · ω · cos(ω · t) und a(t) = −ω² · y(t), also ω = √(D : m).
BeispielGeschwindigkeit und Beschleunigung durch Ableiten
Schritt für Schritt
- Ableiten: v(t) = ŷ · ω · cos(ω · t), also v_max = ŷ · ω
- ω = 2π · 1 Hz = 6,28 1/s, ŷ = 0,04 m
- v_max = 0,04 m · 6,28 1/s = 0,251 m/s
- Ableiten: v(t) = ŷ · ω · cos(ω · t), also v_max = ŷ · ω
- ω = 2π · 1 Hz = 6,28 1/s, ŷ = 0,04 m
- v_max = 0,04 m · 6,28 1/s = 0,251 m/s
AchtungEinheiten nicht angeglichen
p = 200 N : 50 cm² = 4 Pa
50 cm² = 0,005 m², p = 200 N : 0,005 m² = 40 000 Pa
Rechne zuerst alle Angaben in die Einheiten der Formel um.
ÜbenJetzt du
- ○19Ein Federpendel schwingt mit y(t) = ŷ · sin(ω · t), ŷ = 2 cm und f = 4 Hz. Berechne die größte Geschwindigkeit.So fängst du an:Ableiten: v(t) = ŷ · ω · cos(ω · t), also v_max = ŷ · ω
Lösung zeigen
- Ableiten: v(t) = ŷ · ω · cos(ω · t), also v_max = ŷ · ω
- ω = 2π · 4 Hz = 25,1 1/s, ŷ = 0,02 m
- v_max = 0,02 m · 25,1 1/s = 0,503 m/s
Ergebnis:0,503 m/s - ●20Ein Federpendel schwingt mit y(t) = ŷ · sin(ω · t), ŷ = 5 cm und f = 2,5 Hz. Berechne die größte Geschwindigkeit.
Lösung zeigen
- Ableiten: v(t) = ŷ · ω · cos(ω · t), also v_max = ŷ · ω
- ω = 2π · 2,5 Hz = 15,7 1/s, ŷ = 0,05 m
- v_max = 0,05 m · 15,7 1/s = 0,785 m/s
Ergebnis:0,785 m/s - ★21Ein Federpendel schwingt mit y(t) = ŷ · sin(ω · t), ŷ = 6 cm und f = 1 Hz. Berechne den Betrag der größten Beschleunigung.
Lösung zeigen
- Zweimal ableiten: a(t) = −ŷ · ω² · sin(ω · t), also a_max = ŷ · ω²
- ω = 2π · 1 Hz = 6,28 1/s, ŷ = 0,06 m
- a_max = 0,06 m · (6,28 1/s)² = 2,37 m/s²
Ergebnis:2,37 m/s²
8Ich kann erzwungene elektromagnetische Schwingungen, Phasenverschiebung und Rückkopplung erklären.
MerkenResonanz im Schwingkreis und Rückkopplung
Abgestimmt ist ein Schwingkreis, wenn seine Eigenfrequenz die Senderfrequenz trifft.
Die Rückkopplung führt im Takt Energie nach. Bei Resonanz hinkt der Oszillator dem Erreger um 90° nach.
BeispielSchwingkreis abstimmen
Schritt für Schritt
- Resonanz, wenn die Eigenfrequenz gleich der Senderfrequenz ist: C = 1 : (4π² · f² · L)
- f = 1.500.000 Hz, L = 3,3 · 10⁻⁴ H
- C = 1 : (4π² · (1.500.000 Hz)² · 0,00033 H) = 34,1 pF
- Resonanz, wenn die Eigenfrequenz gleich der Senderfrequenz ist: C = 1 : (4π² · f² · L)
- f = 1.500.000 Hz, L = 3,3 · 10⁻⁴ H
- C = 1 : (4π² · (1.500.000 Hz)² · 0,00033 H) = 34,1 pF
AchtungDas Quadrat vergessen
m = 2 kg, v = 3 m/s: E = ½ · 2 kg · 3 m/s = 3 J
E = ½ · 2 kg · (3 m/s)² = ½ · 2 kg · 9 m²/s² = 9 J
Rechne zuerst v² = v · v aus und schreib die Zeile hin.
ÜbenJetzt du
- ○22Ein Schwingkreis mit L = 200 µH soll auf einen Sender mit f = 1000 kHz abgestimmt werden. Berechne die nötige Kapazität.So fängst du an:Resonanz, wenn die Eigenfrequenz gleich der Senderfrequenz ist: C = 1 : (4π² · f² · L)
Lösung zeigen
- Resonanz, wenn die Eigenfrequenz gleich der Senderfrequenz ist: C = 1 : (4π² · f² · L)
- f = 1.000.000 Hz, L = 2 · 10⁻⁴ H
- C = 1 : (4π² · (1.000.000 Hz)² · 0,0002 H) = 127 pF
Ergebnis:127 pF - ●23Ein Schwingkreis mit L = 150 µH soll auf einen Sender mit f = 500 kHz abgestimmt werden. Berechne die nötige Kapazität.
Lösung zeigen
- Resonanz, wenn die Eigenfrequenz gleich der Senderfrequenz ist: C = 1 : (4π² · f² · L)
- f = 500.000 Hz, L = 1,5 · 10⁻⁴ H
- C = 1 : (4π² · (500.000 Hz)² · 0,00015 H) = 675 pF
Ergebnis:675 pF - ★24Ein Radio hat eine Spule mit L = 200 µH und einen Drehkondensator von 100 pF bis 400 pF. Berechne die höchste Frequenz, auf die es sich abstimmen lässt.
Lösung zeigen
- f = 1 : (2π · √L · C): die höchste Frequenz bei der kleinsten Kapazität
- L · C = 2 · 10⁻⁴ H · 1 · 10⁻¹⁰ F
- f = 1 : (2π · √L · C) = 1130 kHz
Ergebnis:1130 kHz
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●25Ein Fadenpendel macht in 10 s genau 30 volle Schwingungen. Berechne die Frequenz.
Lösung zeigen
- f = Zahl der Schwingungen : Zeit
- f = 30 : 10 s
- f = 3 Hz
Ergebnis:3 Hz - ●26Ein Federpendel (m = 500 g, D = 25 N/m) wird einmal 1 cm und einmal 6 cm weit ausgelenkt. Wie unterscheiden sich die Periodendauern? Begründe.
Lösung zeigen
- T = 2π · √m : D enthält die Amplitude nicht.
- Größerer Ausschlag: größere Kraft, schnellerer Körper.
- Längerer Weg und größere Geschwindigkeit gleichen sich genau aus.
Ergebnis:Gar nicht: T hängt nicht von der Amplitude ab. - ●27Bei einem Federpendel mit 500 g wird die Federkonstante verdoppelt, sonst bleibt alles gleich. Wie ändert sich die Periodendauer? Begründe mit der Formel.
Lösung zeigen
- Federpendel: T = 2π · √m : D.
- Die Federkonstante wird verdoppelt.
- T wird kleiner, etwa 0,71-mal so groß: T wächst mit 1 : √D.
Ergebnis:T wird kleiner, etwa 0,71-mal so groß: T wächst mit 1 : √D. - ●28Ein Federpendel schwingt nach y(t) = ŷ · sin(ω · t) mit ŷ = 6 cm und T = 0,8 s. Berechne die Auslenkung bei t = 0,24 s.
Lösung zeigen
- y(t) = ŷ · sin(ω · t) mit ω = 2π : T, der Rechner im Bogenmaß
- ω = 2π : 0,8 s = 7,85 1/s, ω · t = 1,88
- y = 6 cm · sin(1,88) = 5,71 cm
Ergebnis:5,71 cm - ●29Ein Pendel schwingt mit ŷ = 3 cm und T = 0,5 s und startet in der Ruhelage nach oben. Welche Gleichung beschreibt y(t)?
Lösung zeigen
- Start in der Ruhelage nach oben heißt: y(t) = ŷ · sin(ω · t).
- ω = 2π : T = 2π : 0,5 s = 12,6 1/s
- Also y(t) = 3 cm · sin(12,6 1/s · t).
Ergebnis:y(t) = 3 cm · sin(12,6 1/s · t) - ●30Ein Wagen schwingt reibungsfrei zwischen Federn mit D = 25 N/m. Seine Amplitude ist ŷ = 5 cm. Berechne die Energie der Schwingung.
Lösung zeigen
- Im Umkehrpunkt steckt alles in der Spannenergie: E = ½ · D · ŷ²
- ŷ = 0,05 m, ŷ² = 0,0025 m²
- E = ½ · 25 N/m · 0,0025 m² = 0,0313 J = 31,3 mJ
Ergebnis:31,3 mJ
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Kenngrößen einer Schwingung
- Die Amplitude ŷ ist der größte Ausschlag, die Periodendauer T die Zeit einer Schwingung.
- Periodendauer des Federpendels
- Für das Federpendel gilt T = 2π · √(m : D).
- Zeitgesetz der Schwingung
- Startet der Körper in der Ruhelage nach oben, gilt y(t) = ŷ · sin(ω · t).
- Energie und Dämpfung
- Ohne Reibung bleibt die Energie E = ½ · D · ŷ² gleich.
- Erzwungene Schwingung und Resonanz
- Ein Erreger zwingt dem Oszillator seine Frequenz auf.
- Elektromagnetischer Schwingkreis
- Im Schwingkreis pendelt die Energie zwischen elektrischem Feld und Magnetfeld.
- Kraftgesetz und Ableitung
- Harmonisch schwingt ein Körper genau dann, wenn F = −D · y gilt.
- Resonanz im Schwingkreis und Rückkopplung
- Abgestimmt ist ein Schwingkreis, wenn seine Eigenfrequenz die Senderfrequenz trifft.
AchtungGrößere Amplitude dauert länger
f = 4 Hz → T = 4 s
T = 1 : f = 1 : 4 Hz = 0,25 s
Beim harmonischen Schwinger hängt T nicht von der Amplitude ab.
AchtungMasse beim Fadenpendel
c = 340 m/s, f = 170 Hz → λ = 340 · 170 = 57 800 m
λ = c : f = 340 m/s : 170 Hz = 2 m
Beim Fadenpendel kürzt sich die Masse heraus; es zählt die Länge.
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich kann eine Schwingung mit Amplitude, Periodendauer, Frequenz und Kreisfrequenz beschreiben.
31Ein Fadenpendel macht in 25 s genau 40 volle Schwingungen. Berechne die Frequenz.Lösung zeigen
Ergebnis:1,6 HzIch kann die Periodendauer eines Federpendels berechnen und ihre Abhängigkeit von den Parametern begründen.
32Ein Körper mit m = 100 g hängt an einer Feder mit D = 10 N/m und schwingt. Berechne die Periodendauer.Lösung zeigen
Ergebnis:0,628 sIch kann Energieumwandlungen und Dämpfung bei Schwingungen beschreiben und berechnen.
33Ein Wagen schwingt reibungsfrei zwischen Federn mit D = 40 N/m. Seine Amplitude ist ŷ = 5 cm. Berechne die Energie der Schwingung.Lösung zeigen
Ergebnis:50 mJIch kann erzwungene Schwingungen und Resonanz erklären.
34Die Trommel einer Waschmaschine hat die Eigenfrequenz 8 Hz. Sie wird mit 4 Hz, 8 Hz oder 16 Hz durch die Drehung angeregt. Wann schwingt sie am stärksten?Lösung zeigen
Ergebnis:Bei 8 Hz: Die Erregerfrequenz ist gleich der Eigenfrequenz, es tritt Resonanz auf.Ich bereite die Klausur vor.
35Eine schwingende Blattfeder macht in 15 s genau 40 volle Schwingungen. Berechne die Frequenz.Lösung zeigen
Ergebnis:2,67 Hz
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Wörter
- Ableitung
- wie schnell sich etwas an einer Stelle ändert
- Gleichung
- zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind
Lösungen
- 2 Hz
- 3,75 Hz
- 5,24 1/s
- 0,314 s
- 0,444 s
- 63,2 N/m
- 4,85 cm
- 9,51 cm
- 0,133 s
- 32 mJ
- 5 mJ
- 0,849 m/s
- Bei 1 Hz: Die Erregerfrequenz ist gleich der Eigenfrequenz, es tritt Resonanz auf.
- Bei 0,3 Hz: Die Erregerfrequenz ist gleich der Eigenfrequenz, es tritt Resonanz auf.
- Die Spitze wird niedriger und breiter, sie bleibt fast bei derselben Frequenz.
- 1,07 kHz
- 339 Hz
- 533 Hz
- 0,503 m/s
- 0,785 m/s
- 2,37 m/s²
- 127 pF
- 675 pF
- 1130 kHz
- 3 Hz
- Gar nicht: T hängt nicht von der Amplitude ab.
- T wird kleiner, etwa 0,71-mal so groß: T wächst mit 1 : √D.
- 5,71 cm
- y(t) = 3 cm · sin(12,6 1/s · t)
- 31,3 mJ
- 1,6 Hz
- 0,628 s
- 50 mJ
- Bei 8 Hz: Die Erregerfrequenz ist gleich der Eigenfrequenz, es tritt Resonanz auf.
- 2,67 Hz