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Physik · Klasse 12 · Kapitel

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Q2: Mechanische und elektromagnetische Schwingungen

  • Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
  • Merken kommt ins Heft
  • Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
  • Üben selbst rechnen
  • Achtung typischer Fehler
  • Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen

○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

1Ich kann eine Schwingung mit Amplitude, Periodendauer, Frequenz und Kreisfrequenz beschreiben.

MerkenKenngrößen einer Schwingung

Die Amplitude ŷ ist der größte Ausschlag, die Periodendauer T die Zeit einer Schwingung.

Es gilt f = 1 : T und ω = 2π · f. Bei einer harmonischen Schwingung hängt T nicht von der Amplitude ab.

BeispielFrequenz, Periodendauer und Kreisfrequenz

Ein Federpendel macht in 25 s genau 30 volle Schwingungen. Berechne die Frequenz.
Federpendel30 Schwingungenin 25 sf = ?
Schritt für Schritt
  1. f = Zahl der Schwingungen : Zeit
  2. f = 30 : 25 s
  3. f = 1,2 Hz
  1. f = Zahl der Schwingungen : Zeit
  2. f = 30 : 25 s
  3. f = 1,2 Hz
Ergebnis:
1,2 Hz

AchtungFrequenz und Periodendauer nicht als Kehrwert

So nicht
T = 0,02 s, also f = 0,02 Hz
So richtig
f = 1 : 0,02 s = 50 Hz

Frag, wie viele Schwingungen in eine Sekunde passen: f = 1 : T.

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    Eine schwingende Blattfeder macht in 20 s genau 50 volle Schwingungen. Berechne die Frequenz.
    schwingende Blattfeder50 Schwingungenin 20 sf = ?
    So fängst du an:
    f = Zahl der Schwingungen : Zeit
    Lösung zeigen
    1. f = Zahl der Schwingungen : Zeit
    2. f = 50 : 20 s
    3. f = 2,5 Hz
    Ergebnis:
    2,5 Hz
  2. ●2
    Ein Federpendel macht in 15 s genau 15 volle Schwingungen. Berechne die Frequenz.
    Federpendel15 Schwingungenin 15 sf = ?
    Lösung zeigen
    1. f = Zahl der Schwingungen : Zeit
    2. f = 15 : 15 s
    3. f = 1 Hz
    Ergebnis:
    1 Hz
  3. ★3
    Das Diagramm zeigt y(t) für ein Federpendel mit ŷ = 4 cm. Lies die Periodendauer ab und berechne die Kreisfrequenz ω.
    0,511,522,533,544,55−4−224t in sy in cm
    Lösung zeigen
    1. Eine Periode reicht von einem Nulldurchgang nach oben bis zum nächsten nach oben
    2. abgelesen: T = 2 s
    3. ω = 2π : T = 2π : 2 s = 3,14 1/s
    Ergebnis:
    3,14 1/s

2Ich kann die Periodendauer eines Federpendels berechnen und ihre Abhängigkeit von den Parametern begründen.

MerkenPeriodendauer des Federpendels

Für das Federpendel gilt T = 2π · √(m : D).

Viermal so schwer heißt doppelt so lange. Beim Fadenpendel gilt T = 2π · √(l : g), die Masse zählt dort nicht.

BeispielPeriodendauer des Federpendels

Ein Körper mit m = 500 g hängt an einer Feder mit D = 5 N/m und schwingt. Berechne die Periodendauer.
Ruhelagem = 500 gD = 5 N/mT = ?
Schritt für Schritt
  1. T = 2π · √m : D
  2. m = 0,5 kg, m : D = 0,1 kg · m/N
  3. T = 2π · √0,1 s² = 1,99 s
  1. T = 2π · √m : D
  2. m = 0,5 kg, m : D = 0,1 kg · m/N
  3. T = 2π · √0,1 s² = 1,99 s
Ergebnis:
1,99 s

AchtungDie Wurzel vergessen

So nicht
v² = 2 · 10 N/kg · 5 m = 100, also v = 100 m/s
So richtig
v² = 100 m²/s², also v = √(100 m²/s²) = 10 m/s

Schau auf die Einheit: m²/s² heißt, es ist noch v². Erst die Wurzel daraus ist v.

ÜbenJetzt du

  1. ○4
    Ein Körper mit m = 250 g hängt an einer Feder mit D = 10 N/m und schwingt. Berechne die Periodendauer.
    Ruhelagem = 250 gD = 10 N/mT = ?
    So fängst du an:
    T = 2π · √m : D
    Lösung zeigen
    1. T = 2π · √m : D
    2. m = 0,25 kg, m : D = 0,025 kg · m/N
    3. T = 2π · √0,025 s² = 0,993 s
    Ergebnis:
    0,993 s
  2. ●5
    Ein Körper mit m = 100 g hängt an einer Feder mit D = 50 N/m und schwingt. Berechne die Periodendauer.
    Ruhelagem = 100 gD = 50 N/mT = ?
    Lösung zeigen
    1. T = 2π · √m : D
    2. m = 0,1 kg, m : D = 0,002 kg · m/N
    3. T = 2π · √0,002 s² = 0,281 s
    Ergebnis:
    0,281 s
  3. ★6
    Ein Körper mit 400 g schwingt an einer Feder mit der Periodendauer T = 1,2 s. Berechne die Federkonstante D.
    Ruhelagem = 400 gT = 1,2 sD = ?
    Lösung zeigen
    1. T = 2π · √m : D, quadriert und umgestellt: D = 4π² · m : T²
    2. m = 0,4 kg, T² = 1,44 s²
    3. D = 4π² · 0,4 kg : 1,44 s² = 11 N/m
    Ergebnis:
    11 N/m

3Ich kann die Auslenkung einer harmonischen Schwingung mit y(t) = ŷ · sin(ω · t) berechnen.

MerkenZeitgesetz der Schwingung

Startet der Körper in der Ruhelage nach oben, gilt y(t) = ŷ · sin(ω · t).

Dabei ist ω = 2π : T, im Sinus steht ein Winkel im Bogenmaß.

BeispielAuslenkung zu einem Zeitpunkt

Ein Federpendel schwingt nach y(t) = ŷ · sin(ω · t) mit ŷ = 10 cm und T = 1 s. Berechne die Auslenkung bei t = 0,05 s.
0,250,50,7511,251,51,752−12−8−44812t in sy in cmy = ?
Schritt für Schritt
  1. y(t) = ŷ · sin(ω · t) mit ω = 2π : T, der Rechner im Bogenmaß
  2. ω = 2π : 1 s = 6,28 1/s, ω · t = 0,314
  3. y = 10 cm · sin(0,314) = 3,09 cm
  1. y(t) = ŷ · sin(ω · t) mit ω = 2π : T, der Rechner im Bogenmaß
  2. ω = 2π : 1 s = 6,28 1/s, ω · t = 0,314
  3. y = 10 cm · sin(0,314) = 3,09 cm
Ergebnis:
3,09 cm

AchtungTaschenrechner im Gradmaß

So nicht
sin(0,628) im Gradmaß = 0,011
So richtig
sin(0,628) im Bogenmaß = 0,588

Prüfe vor dem Rechnen die Einstellung. Bei sin(ω · t) muss der Rechner auf Bogenmaß stehen.

ÜbenJetzt du

  1. ○7
    Ein Federpendel schwingt nach y(t) = ŷ · sin(ω · t) mit ŷ = 3 cm und T = 1 s. Berechne die Auslenkung bei t = 0,05 s.
    0,250,50,7511,251,51,752−3−2−1123t in sy in cmy = ?
    So fängst du an:
    y(t) = ŷ · sin(ω · t) mit ω = 2π : T, der Rechner im Bogenmaß
    Lösung zeigen
    1. y(t) = ŷ · sin(ω · t) mit ω = 2π : T, der Rechner im Bogenmaß
    2. ω = 2π : 1 s = 6,28 1/s, ω · t = 0,314
    3. y = 3 cm · sin(0,314) = 0,927 cm
    Ergebnis:
    0,927 cm
  2. ●8
    Ein Federpendel schwingt nach y(t) = ŷ · sin(ω · t) mit ŷ = 6 cm und T = 0,8 s. Berechne die Auslenkung bei t = 0,08 s.
    0,20,40,60,811,21,41,6−6−4−2246t in sy in cmy = ?
    Lösung zeigen
    1. y(t) = ŷ · sin(ω · t) mit ω = 2π : T, der Rechner im Bogenmaß
    2. ω = 2π : 0,8 s = 7,85 1/s, ω · t = 0,628
    3. y = 6 cm · sin(0,628) = 3,53 cm
    Ergebnis:
    3,53 cm
  3. ★9
    Ein Pendel schwingt nach y(t) = ŷ · sin(ω · t), ŷ = 5 cm, T = 0,8 s. Wann ist nach dem Start erstmals y = 4 cm?
    0,20,40,60,811,2−6−4−2246t in sy in cm
    Lösung zeigen
    1. sin(ω · t) = y : ŷ, also ω · t = arcsin(y : ŷ), der Rechner im Bogenmaß
    2. ω = 2π : 0,8 s = 7,85 1/s, arcsin(4 : 5) = 0,927
    3. t = 0,927 : 7,85 1/s = 0,118 s
    Ergebnis:
    0,118 s

4Ich kann Energieumwandlungen und Dämpfung bei Schwingungen beschreiben und berechnen.

MerkenEnergie und Dämpfung

Ohne Reibung bleibt die Energie E = ½ · D · ŷ² gleich.

Im Umkehrpunkt ist sie Spannenergie, in der Ruhelage Bewegungsenergie. Dämpfung wandelt sie in innere Energie um, die Amplitude nimmt ab.

BeispielEnergie einer Schwingung

Ein Wagen schwingt reibungsfrei zwischen Federn mit D = 80 N/m. Seine Amplitude ist ŷ = 4 cm. Berechne die Energie der Schwingung.
Wagen zwischen FedernD = 80 N/mŷ = 4 cmE = ?
Schritt für Schritt
  1. Im Umkehrpunkt steckt alles in der Spannenergie: E = ½ · D · ŷ²
  2. ŷ = 0,04 m, ŷ² = 0,0016 m²
  3. E = ½ · 80 N/m · 0,0016 m² = 0,064 J = 64 mJ
  1. Im Umkehrpunkt steckt alles in der Spannenergie: E = ½ · D · ŷ²
  2. ŷ = 0,04 m, ŷ² = 0,0016 m²
  3. E = ½ · 80 N/m · 0,0016 m² = 0,064 J = 64 mJ
Ergebnis:
64 mJ

AchtungDen Faktor ½ vergessen

So nicht
m = 2 kg, v = 3 m/s: E = 2 kg · (3 m/s)² = 18 J
So richtig
E = ½ · 2 kg · (3 m/s)² = 9 J

Schreib die Formel ganz hin: E = ½ · m · v². Nimm am Ende die Hälfte.

ÜbenJetzt du

  1. ○10
    Ein Wagen schwingt reibungsfrei zwischen Federn mit D = 200 N/m. Seine Amplitude ist ŷ = 3 cm. Berechne die Energie der Schwingung.
    Wagen zwischen FedernD = 200 N/mŷ = 3 cmE = ?
    So fängst du an:
    Im Umkehrpunkt steckt alles in der Spannenergie: E = ½ · D · ŷ²
    Lösung zeigen
    1. Im Umkehrpunkt steckt alles in der Spannenergie: E = ½ · D · ŷ²
    2. ŷ = 0,03 m, ŷ² = 0,0009 m²
    3. E = ½ · 200 N/m · 0,0009 m² = 0,09 J = 90 mJ
    Ergebnis:
    90 mJ
  2. ●11
    Ein Wagen schwingt reibungsfrei zwischen Federn mit D = 80 N/m. Seine Amplitude ist ŷ = 6 cm. Berechne die Energie der Schwingung.
    Wagen zwischen FedernD = 80 N/mŷ = 6 cmE = ?
    Lösung zeigen
    1. Im Umkehrpunkt steckt alles in der Spannenergie: E = ½ · D · ŷ²
    2. ŷ = 0,06 m, ŷ² = 0,0036 m²
    3. E = ½ · 80 N/m · 0,0036 m² = 0,144 J = 144 mJ
    Ergebnis:
    144 mJ
  3. ★12
    Ein Wagen mit 400 g schwingt reibungsfrei zwischen Federn mit D = 50 N/m und ŷ = 4 cm. Berechne seine größte Geschwindigkeit.
    Wagen zwischen Federnm = 400 g, D = 50 N/mŷ = 4 cmv_max = ?
    Lösung zeigen
    1. In der Ruhelage ist die ganze Spannenergie Bewegungsenergie: ½ · D · ŷ² = ½ · m · v²
    2. umgestellt: v = ŷ · √D : m
    3. v = 0,04 m · √50 N/m : 0,4 kg = 0,447 m/s
    Ergebnis:
    0,447 m/s

5Ich kann erzwungene Schwingungen und Resonanz erklären.

MerkenErzwungene Schwingung und Resonanz

Ein Erreger zwingt dem Oszillator seine Frequenz auf.

Trifft die Erregerfrequenz die Eigenfrequenz, wird die Amplitude sehr groß: Resonanz. Dämpfung macht die Resonanzspitze niedriger und breiter.

BeispielErzwungene Schwingung und Resonanz

Ein Rückspiegel im Auto hat die Eigenfrequenz 30 Hz. Sie wird mit 15 Hz, 30 Hz oder 60 Hz vom Motor angeregt. Wann schwingt sie am stärksten?
Rückspiegel im Autof₀ = 30 HzErreger: 15 · 30 · 60 Hzstärkste Schwingung?
Schritt für Schritt
  1. Die Amplitude hängt von der Erregerfrequenz ab.
  2. Am größten bei der Eigenfrequenz.
  3. Hier also bei 30 Hz: Jeder Anstoß kommt im richtigen Takt.
  1. Die Amplitude hängt von der Erregerfrequenz ab.
  2. Am größten bei der Eigenfrequenz.
  3. Hier also bei 30 Hz: Jeder Anstoß kommt im richtigen Takt.
Ergebnis:
Bei 30 Hz: Die Erregerfrequenz ist gleich der Eigenfrequenz, es tritt Resonanz auf.

AchtungResonanz als „schneller anregen heißt stärker“

So nicht
f₀ = 0,5 Hz, angestoßen mit 1 Hz: schwingt am höchsten
So richtig
f₀ = 0,5 Hz, angestoßen mit 0,5 Hz → Resonanz, schwingt am höchsten

Vergleiche die Erregerfrequenz mit der Eigenfrequenz. Am stärksten schwingt es, wenn beide gleich sind.

ÜbenJetzt du

  1. ○13
    Eine Schaukel hat die Eigenfrequenz 0,4 Hz. Sie wird mit 0,2 Hz, 0,4 Hz oder 0,8 Hz angestoßen. Wann schwingt sie am stärksten?
    Schaukelf₀ = 0,4 HzErreger: 0,2 · 0,4 · 0,8 Hzstärkste Schwingung?
    So fängst du an:
    Die Amplitude hängt von der Erregerfrequenz ab.
    Lösung zeigen
    1. Die Amplitude hängt von der Erregerfrequenz ab.
    2. Am größten bei der Eigenfrequenz.
    3. Hier also bei 0,4 Hz: Jeder Anstoß kommt im richtigen Takt.
    Ergebnis:
    Bei 0,4 Hz: Die Erregerfrequenz ist gleich der Eigenfrequenz, es tritt Resonanz auf.
  2. ●14
    Die Trommel einer Waschmaschine hat die Eigenfrequenz 5 Hz. Sie wird mit 2,5 Hz, 5 Hz oder 10 Hz durch die Drehung angeregt. Wann schwingt sie am stärksten?
    Trommel einer Waschmaschinef₀ = 5 HzErreger: 2,5 · 5 · 10 Hzstärkste Schwingung?
    Lösung zeigen
    1. Die Amplitude hängt von der Erregerfrequenz ab.
    2. Am größten bei der Eigenfrequenz.
    3. Hier also bei 5 Hz: Jeder Anstoß kommt im richtigen Takt.
    Ergebnis:
    Bei 5 Hz: Die Erregerfrequenz ist gleich der Eigenfrequenz, es tritt Resonanz auf.
  3. ★15
    Die Resonanzkurve eines Hochhauses hat ihre Spitze bei 20 Hz. Die Dämpfung wird schwächer eingestellt. Wie ändert sich die Resonanzkurve?
    102030402468f in Hzŷ relativ
    Lösung zeigen
    1. Bei Resonanz wird im Takt der Eigenfrequenz Energie zugeführt.
    2. Die Amplitude wächst, bis die Dämpfung so viel Energie abführt, wie dazukommt.
    3. Schwächere Dämpfung: Die Amplitude wächst weiter, die Spitze wird höher und schmaler.
    Ergebnis:
    Die Spitze wird höher und schmaler, sie bleibt fast bei derselben Frequenz.

6Ich kann elektromagnetische Schwingungen im Schwingkreis beschreiben und mit der Thomsonschen Gleichung berechnen.

MerkenElektromagnetischer Schwingkreis

Im Schwingkreis pendelt die Energie zwischen elektrischem Feld und Magnetfeld.

Das eine sitzt im Kondensator, das andere in der Spule, die Eigenfrequenz ist f = 1 : (2π · √(L · C)).

BeispielThomsonsche Schwingungsgleichung

Ein Schwingkreis besteht aus einer Spule mit L = 5 mH und einem Kondensator mit C = 1 µF. Berechne seine Eigenfrequenz.
CLL = 5 mHC = 1 µFf = ?
Schritt für Schritt
  1. f = 1 : (2π · √L · C)
  2. L · C = 0,005 H · 1 · 10⁻⁶ F, √L · C = 7,07 · 10⁻⁵ s
  3. f = 1 : (2π · 7,07 · 10⁻⁵ s) = 2,25 kHz
  1. f = 1 : (2π · √L · C)
  2. L · C = 0,005 H · 1 · 10⁻⁶ F, √L · C = 7,07 · 10⁻⁵ s
  3. f = 1 : (2π · 7,07 · 10⁻⁵ s) = 2,25 kHz
Ergebnis:
2,25 kHz

AchtungFrequenz statt Kreisfrequenz

So nicht
f = 50 Hz: U₀ = N · B · A · 50 1/s
So richtig
f = 50 Hz: ω = 2π · 50 Hz = 314 1/s → U₀ = N · B · A · 314 1/s

Rechne zuerst ω = 2π · f aus. Setz erst dann in die Formel ein.

ÜbenJetzt du

  1. ○16
    Ein Schwingkreis besteht aus einer Spule mit L = 100 mH und einem Kondensator mit C = 0,22 µF. Berechne seine Eigenfrequenz.
    CLL = 100 mHC = 0,22 µFf = ?
    So fängst du an:
    f = 1 : (2π · √L · C)
    Lösung zeigen
    1. f = 1 : (2π · √L · C)
    2. L · C = 0,1 H · 2,2 · 10⁻⁷ F, √L · C = 1,48 · 10⁻⁴ s
    3. f = 1 : (2π · 1,48 · 10⁻⁴ s) = 1,07 kHz
    Ergebnis:
    1,07 kHz
  2. ●17
    Ein Schwingkreis besteht aus einer Spule mit L = 1 mH und einem Kondensator mit C = 4,7 µF. Berechne seine Eigenfrequenz.
    CLL = 1 mHC = 4,7 µFf = ?
    Lösung zeigen
    1. f = 1 : (2π · √L · C)
    2. L · C = 0,001 H · 4,7 · 10⁻⁶ F, √L · C = 6,86 · 10⁻⁵ s
    3. f = 1 : (2π · 6,86 · 10⁻⁵ s) = 2,32 kHz
    Ergebnis:
    2,32 kHz
  3. ★18
    Ein Schwingkreis schwingt mit 400 Hz. Der Kondensator wird gegen einen mit 9-facher Kapazität getauscht, die Spule bleibt. Berechne die neue Frequenz.
    CLvorher f = 400 HzC mal 9f neu = ?
    Lösung zeigen
    1. f = 1 : (2π · √L · C), also f wächst mit 1 : √C
    2. C wird 9-mal so groß: f wird durch √9 = 3 geteilt
    3. f = 400 Hz : 3 = 133 Hz
    Ergebnis:
    133 Hz

7Ich kann das lineare Kraftgesetz als Bedingung prüfen und Geschwindigkeit und Beschleunigung durch Ableiten bestimmen.

MerkenKraftgesetz und Ableitung

Harmonisch schwingt ein Körper genau dann, wenn F = −D · y gilt.

Aus y(t) = ŷ · sin(ω · t) folgt v(t) = ŷ · ω · cos(ω · t) und a(t) = −ω² · y(t), also ω = √(D : m).

BeispielGeschwindigkeit und Beschleunigung durch Ableiten

Ein Federpendel schwingt mit y(t) = ŷ · sin(ω · t), ŷ = 8 cm und f = 5 Hz. Berechne die größte Geschwindigkeit.
0,050,10,150,20,250,30,350,4−8−448t in sy in cm
Schritt für Schritt
  1. Ableiten: v(t) = ŷ · ω · cos(ω · t), also v_max = ŷ · ω
  2. ω = 2π · 5 Hz = 31,4 1/s, ŷ = 0,08 m
  3. v_max = 0,08 m · 31,4 1/s = 2,51 m/s
  1. Ableiten: v(t) = ŷ · ω · cos(ω · t), also v_max = ŷ · ω
  2. ω = 2π · 5 Hz = 31,4 1/s, ŷ = 0,08 m
  3. v_max = 0,08 m · 31,4 1/s = 2,51 m/s
Ergebnis:
2,51 m/s

AchtungEinheiten nicht angeglichen

So nicht
p = 200 N : 50 cm² = 4 Pa
So richtig
50 cm² = 0,005 m², p = 200 N : 0,005 m² = 40 000 Pa

Rechne zuerst alle Angaben in die Einheiten der Formel um.

ÜbenJetzt du

  1. ○19
    Ein Federpendel schwingt mit y(t) = ŷ · sin(ω · t), ŷ = 5 cm und f = 4 Hz. Berechne die größte Geschwindigkeit.
    0,0630,1250,1880,250,3130,3750,4380,5−6−4−2246t in sy in cm
    So fängst du an:
    Ableiten: v(t) = ŷ · ω · cos(ω · t), also v_max = ŷ · ω
    Lösung zeigen
    1. Ableiten: v(t) = ŷ · ω · cos(ω · t), also v_max = ŷ · ω
    2. ω = 2π · 4 Hz = 25,1 1/s, ŷ = 0,05 m
    3. v_max = 0,05 m · 25,1 1/s = 1,26 m/s
    Ergebnis:
    1,26 m/s
  2. ●20
    Ein Federpendel schwingt mit y(t) = ŷ · sin(ω · t), ŷ = 10 cm und f = 1 Hz. Berechne die größte Geschwindigkeit.
    0,250,50,7511,251,51,752−12−8−44812t in sy in cm
    Lösung zeigen
    1. Ableiten: v(t) = ŷ · ω · cos(ω · t), also v_max = ŷ · ω
    2. ω = 2π · 1 Hz = 6,28 1/s, ŷ = 0,1 m
    3. v_max = 0,1 m · 6,28 1/s = 0,628 m/s
    Ergebnis:
    0,628 m/s
  3. ★21
    Ein Federpendel schwingt mit y(t) = ŷ · sin(ω · t), ŷ = 5 cm und f = 2,5 Hz. Berechne den Betrag der größten Beschleunigung.
    0,10,20,30,40,50,60,70,8−6−4−2246t in sy in cm
    Lösung zeigen
    1. Zweimal ableiten: a(t) = −ŷ · ω² · sin(ω · t), also a_max = ŷ · ω²
    2. ω = 2π · 2,5 Hz = 15,7 1/s, ŷ = 0,05 m
    3. a_max = 0,05 m · (15,7 1/s)² = 12,3 m/s²
    Ergebnis:
    12,3 m/s²

8Ich kann erzwungene elektromagnetische Schwingungen, Phasenverschiebung und Rückkopplung erklären.

MerkenResonanz im Schwingkreis und Rückkopplung

Abgestimmt ist ein Schwingkreis, wenn seine Eigenfrequenz die Senderfrequenz trifft.

Die Rückkopplung führt im Takt Energie nach. Bei Resonanz hinkt der Oszillator dem Erreger um 90° nach.

BeispielSchwingkreis abstimmen

Ein Schwingkreis mit L = 200 µH soll auf einen Sender mit f = 1000 kHz abgestimmt werden. Berechne die nötige Kapazität.
CLL = 200 µHSender 1000 kHzC = ?
Schritt für Schritt
  1. Resonanz, wenn die Eigenfrequenz gleich der Senderfrequenz ist: C = 1 : (4π² · f² · L)
  2. f = 1.000.000 Hz, L = 2 · 10⁻⁴ H
  3. C = 1 : (4π² · (1.000.000 Hz)² · 0,0002 H) = 127 pF
  1. Resonanz, wenn die Eigenfrequenz gleich der Senderfrequenz ist: C = 1 : (4π² · f² · L)
  2. f = 1.000.000 Hz, L = 2 · 10⁻⁴ H
  3. C = 1 : (4π² · (1.000.000 Hz)² · 0,0002 H) = 127 pF
Ergebnis:
127 pF

AchtungDas Quadrat vergessen

So nicht
m = 2 kg, v = 3 m/s: E = ½ · 2 kg · 3 m/s = 3 J
So richtig
E = ½ · 2 kg · (3 m/s)² = ½ · 2 kg · 9 m²/s² = 9 J

Rechne zuerst v² = v · v aus und schreib die Zeile hin.

ÜbenJetzt du

  1. ○22
    Ein Schwingkreis mit L = 330 µH soll auf einen Sender mit f = 1000 kHz abgestimmt werden. Berechne die nötige Kapazität.
    CLL = 330 µHSender 1000 kHzC = ?
    So fängst du an:
    Resonanz, wenn die Eigenfrequenz gleich der Senderfrequenz ist: C = 1 : (4π² · f² · L)
    Lösung zeigen
    1. Resonanz, wenn die Eigenfrequenz gleich der Senderfrequenz ist: C = 1 : (4π² · f² · L)
    2. f = 1.000.000 Hz, L = 3,3 · 10⁻⁴ H
    3. C = 1 : (4π² · (1.000.000 Hz)² · 0,00033 H) = 76,8 pF
    Ergebnis:
    76,8 pF
  2. ●23
    Ein Schwingkreis mit L = 250 µH soll auf einen Sender mit f = 800 kHz abgestimmt werden. Berechne die nötige Kapazität.
    CLL = 250 µHSender 800 kHzC = ?
    Lösung zeigen
    1. Resonanz, wenn die Eigenfrequenz gleich der Senderfrequenz ist: C = 1 : (4π² · f² · L)
    2. f = 800.000 Hz, L = 2,5 · 10⁻⁴ H
    3. C = 1 : (4π² · (800.000 Hz)² · 0,00025 H) = 158 pF
    Ergebnis:
    158 pF
  3. ★24
    Ein Radio hat eine Spule mit L = 200 µH und einen Drehkondensator von 100 pF bis 600 pF. Berechne die höchste Frequenz, auf die es sich abstimmen lässt.
    CLL = 200 µHC: 100 pF bis 600 pFf_max = ?
    Lösung zeigen
    1. f = 1 : (2π · √L · C): die höchste Frequenz bei der kleinsten Kapazität
    2. L · C = 2 · 10⁻⁴ H · 1 · 10⁻¹⁰ F
    3. f = 1 : (2π · √L · C) = 1130 kHz
    Ergebnis:
    1130 kHz

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●25
    Eine schwingende Blattfeder macht in 8 s genau 25 volle Schwingungen. Berechne die Frequenz.
    schwingende Blattfeder25 Schwingungenin 8 sf = ?
    Lösung zeigen
    1. f = Zahl der Schwingungen : Zeit
    2. f = 25 : 8 s
    3. f = 3,13 Hz
    Ergebnis:
    3,13 Hz
  2. ●26
    Ein Federpendel (m = 250 g, D = 10 N/m) wird einmal 1 cm und einmal 10 cm weit ausgelenkt. Wie unterscheiden sich die Periodendauern? Begründe.
    Ruhelagem = 250 gD = 10 N/mŷ: 1 cm oder 10 cmT gleich?
    Lösung zeigen
    1. T = 2π · √m : D enthält die Amplitude nicht.
    2. Größerer Ausschlag: größere Kraft, schnellerer Körper.
    3. Längerer Weg und größere Geschwindigkeit gleichen sich genau aus.
    Ergebnis:
    Gar nicht: T hängt nicht von der Amplitude ab.
  3. ●27
    Ein Körper mit m = 100 g hängt an einer Feder mit D = 5 N/m und schwingt. Berechne die Periodendauer.
    Ruhelagem = 100 gD = 5 N/mT = ?
    Lösung zeigen
    1. T = 2π · √m : D
    2. m = 0,1 kg, m : D = 0,02 kg · m/N
    3. T = 2π · √0,02 s² = 0,889 s
    Ergebnis:
    0,889 s
  4. ●28
    Bei einem Fadenpendel mit 400 g wird die Masse der Kugel vervierfacht, sonst bleibt alles gleich. Wie ändert sich die Periodendauer? Begründe mit der Formel.
    m = 400 gMasse der Kugel: mal 4T neu?
    Lösung zeigen
    1. Fadenpendel: T = 2π · √l : g, ohne Masse.
    2. Die Masse der Kugel wird vervierfacht.
    3. T bleibt gleich: Beim Fadenpendel kommt die Masse in der Formel für T nicht vor.
    Ergebnis:
    T bleibt gleich: Beim Fadenpendel kommt die Masse in der Formel für T nicht vor.
  5. ●29
    Ein Federpendel schwingt nach y(t) = ŷ · sin(ω · t) mit ŷ = 6 cm und T = 1,6 s. Berechne die Auslenkung bei t = 0,64 s.
    0,40,81,21,622,42,83,2−6−4−2246t in sy in cmy = ?
    Lösung zeigen
    1. y(t) = ŷ · sin(ω · t) mit ω = 2π : T, der Rechner im Bogenmaß
    2. ω = 2π : 1,6 s = 3,93 1/s, ω · t = 2,51
    3. y = 6 cm · sin(2,51) = 3,53 cm
    Ergebnis:
    3,53 cm
  6. ●30
    Ein Pendel schwingt mit ŷ = 6 cm und T = 2 s und startet in der Ruhelage nach oben. Welche Gleichung beschreibt y(t)?
    0,511,522,533,54−6−4−2246t in sy in cm
    Lösung zeigen
    1. Start in der Ruhelage nach oben heißt: y(t) = ŷ · sin(ω · t).
    2. ω = 2π : T = 2π : 2 s = 3,14 1/s
    3. Also y(t) = 6 cm · sin(3,14 1/s · t).
    Ergebnis:
    y(t) = 6 cm · sin(3,14 1/s · t)

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Kenngrößen einer Schwingung
Die Amplitude ŷ ist der größte Ausschlag, die Periodendauer T die Zeit einer Schwingung.
Periodendauer des Federpendels
Für das Federpendel gilt T = 2π · √(m : D).
Zeitgesetz der Schwingung
Startet der Körper in der Ruhelage nach oben, gilt y(t) = ŷ · sin(ω · t).
Energie und Dämpfung
Ohne Reibung bleibt die Energie E = ½ · D · ŷ² gleich.
Erzwungene Schwingung und Resonanz
Ein Erreger zwingt dem Oszillator seine Frequenz auf.
Elektromagnetischer Schwingkreis
Im Schwingkreis pendelt die Energie zwischen elektrischem Feld und Magnetfeld.
Kraftgesetz und Ableitung
Harmonisch schwingt ein Körper genau dann, wenn F = −D · y gilt.
Resonanz im Schwingkreis und Rückkopplung
Abgestimmt ist ein Schwingkreis, wenn seine Eigenfrequenz die Senderfrequenz trifft.

AchtungGrößere Amplitude dauert länger

So nicht
f = 4 Hz → T = 4 s
So richtig
T = 1 : f = 1 : 4 Hz = 0,25 s

Beim harmonischen Schwinger hängt T nicht von der Amplitude ab.

AchtungMasse beim Fadenpendel

So nicht
c = 340 m/s, f = 170 Hz → λ = 340 · 170 = 57 800 m
So richtig
λ = c : f = 340 m/s : 170 Hz = 2 m

Beim Fadenpendel kürzt sich die Masse heraus; es zählt die Länge.

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich kann eine Schwingung mit Amplitude, Periodendauer, Frequenz und Kreisfrequenz beschreiben.

    31
    Eine schwingende Blattfeder macht in 20 s genau 50 volle Schwingungen. Berechne die Frequenz.
    schwingende Blattfeder50 Schwingungenin 20 sf = ?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    2,5 Hz
  2. Ich kann die Periodendauer eines Federpendels berechnen und ihre Abhängigkeit von den Parametern begründen.

    32
    Ein Körper mit m = 50 g hängt an einer Feder mit D = 5 N/m und schwingt. Berechne die Periodendauer.
    Ruhelagem = 50 gD = 5 N/mT = ?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    0,628 s
  3. Ich kann Energieumwandlungen und Dämpfung bei Schwingungen beschreiben und berechnen.

    33
    Ein Wagen schwingt reibungsfrei zwischen Federn mit D = 25 N/m. Seine Amplitude ist ŷ = 8 cm. Berechne die Energie der Schwingung.
    Wagen zwischen FedernD = 25 N/mŷ = 8 cmE = ?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    80 mJ
  4. Ich kann erzwungene Schwingungen und Resonanz erklären.

    34
    Ein Federpendel hat die Eigenfrequenz 3 Hz. Sie wird mit 1,5 Hz, 3 Hz oder 6 Hz von einem Motor angeregt. Wann schwingt sie am stärksten?
    Federpendelf₀ = 3 HzErreger: 1,5 · 3 · 6 Hzstärkste Schwingung?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Bei 3 Hz: Die Erregerfrequenz ist gleich der Eigenfrequenz, es tritt Resonanz auf.

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Wörter

Ableitung
wie schnell sich etwas an einer Stelle ändert
Gleichung
zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind

Lösungen

  1. 2,5 Hz
  2. 1 Hz
  3. 3,14 1/s
  4. 0,993 s
  5. 0,281 s
  6. 11 N/m
  7. 0,927 cm
  8. 3,53 cm
  9. 0,118 s
  10. 90 mJ
  11. 144 mJ
  12. 0,447 m/s
  13. Bei 0,4 Hz: Die Erregerfrequenz ist gleich der Eigenfrequenz, es tritt Resonanz auf.
  14. Bei 5 Hz: Die Erregerfrequenz ist gleich der Eigenfrequenz, es tritt Resonanz auf.
  15. Die Spitze wird höher und schmaler, sie bleibt fast bei derselben Frequenz.
  16. 1,07 kHz
  17. 2,32 kHz
  18. 133 Hz
  19. 1,26 m/s
  20. 0,628 m/s
  21. 12,3 m/s²
  22. 76,8 pF
  23. 158 pF
  24. 1130 kHz
  25. 3,13 Hz
  26. Gar nicht: T hängt nicht von der Amplitude ab.
  27. 0,889 s
  28. T bleibt gleich: Beim Fadenpendel kommt die Masse in der Formel für T nicht vor.
  29. 3,53 cm
  30. y(t) = 6 cm · sin(3,14 1/s · t)
  31. 2,5 Hz
  32. 0,628 s
  33. 80 mJ
  34. Bei 3 Hz: Die Erregerfrequenz ist gleich der Eigenfrequenz, es tritt Resonanz auf.