Physik · Klasse 13 · Kapitel
Q3: Mechanische und elektromagnetische Wellen
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
1Ich kann Wellen mit c = λ · f beschreiben und den Transport von Energie statt Materie begründen.
MerkenWellen beschreiben
Eine Welle gibt eine Schwingung weiter und transportiert Energie, keine Materie.
Es gilt c = λ · f. Die Geschwindigkeit hängt vom Träger ab, nicht von Amplitude oder Frequenz.
BeispielWellenlänge, Frequenz und Geschwindigkeit
Schritt für Schritt
- c = λ · f, umgestellt λ = c : f
- Mit den Zahlen: 340 : 340 = 1
- λ = 340 m/s : 340 Hz = 1 m
- c = λ · f, umgestellt λ = c : f
- Mit den Zahlen: 340 : 340 = 1
- λ = 340 m/s : 340 Hz = 1 m
AchtungUmrechnungszahl falsch
2,5 km = 250 m
2,5 km = 2,5 · 1000 m = 2500 m
Schreib den Vorsatz als Zahl: k heißt 1000, m heißt ein Tausendstel.
ÜbenJetzt du
- ○1Eine Wasserwelle im Becken breitet sich mit c = 0,3 m/s aus, die Frequenz ist f = 2 Hz. Berechne die Wellenlänge.So fängst du an:c = λ · f, umgestellt λ = c : f
Lösung zeigen
- c = λ · f, umgestellt λ = c : f
- Mit den Zahlen: 0,3 : 2 = 0,15
- λ = 0,3 m/s : 2 Hz = 0,15 m
Ergebnis:0,15 m - ●2Eine Wasserwelle im Becken breitet sich mit c = 0,3 m/s aus, die Frequenz ist f = 4 Hz. Berechne die Wellenlänge.
Lösung zeigen
- c = λ · f, umgestellt λ = c : f
- Mit den Zahlen: 0,3 : 4 = 0,075
- λ = 0,3 m/s : 4 Hz = 0,075 m
Ergebnis:0,075 m - ★3Ein roter Laser sendet Licht der Wellenlänge 633 nm, c = 300.000 km/s. Berechne die Frequenz in THz.
Lösung zeigen
- f = c : λ
- c = 300.000.000 m/s, λ = 633 nm = 6,33 · 10⁻⁷ m
- f = c : λ = 474.000.000.000.000 Hz = 474 THz
Ergebnis:474 THz
2Ich kann Interferenz zweier Wellen mit dem Gangunterschied erklären.
MerkenInterferenz und Gangunterschied
Zwei gleichphasige Wellen verstärken sich bei Δs = k · λ, Berg trifft Berg.
Sie löschen sich aus bei Δs = (2k + 1) · λ : 2, Berg trifft Tal.
BeispielGangunterschied für Auslöschung
Schritt für Schritt
- Auslöschung, wenn Berg auf Tal trifft: Δs = λ : 2
- λ = c : f = 30 cm/s : 6 Hz = 5 cm
- Δs = 5 cm : 2 = 2,5 cm
- Auslöschung, wenn Berg auf Tal trifft: Δs = λ : 2
- λ = c : f = 30 cm/s : 6 Hz = 5 cm
- Δs = 5 cm : 2 = 2,5 cm
AchtungAuslöschung bei einer ganzen Wellenlänge
λ = 40 cm, Auslöschung bei Δs = 40 cm
λ = 40 cm, Auslöschung bei Δs = λ : 2 = 20 cm
Zeichne zwei Wellen, um eine halbe Wellenlänge verschoben. Dort trifft Berg auf Tal.
ÜbenJetzt du
- ○4Zwei Lautsprecher senden gleichphasig einen Ton mit f = 1000 Hz, c = 340 m/s. Berechne den kleinsten Gangunterschied, bei dem sich die Wellen auslöschen.So fängst du an:Auslöschung, wenn Berg auf Tal trifft: Δs = λ : 2
Lösung zeigen
- Auslöschung, wenn Berg auf Tal trifft: Δs = λ : 2
- λ = c : f = 340 m/s : 1000 Hz = 0,34 m
- Δs = 0,34 m : 2 = 0,17 m = 17 cm
Ergebnis:17 cm - ●5In einer Wellenwanne schwingen zwei Erreger gleichphasig mit f = 5 Hz, die Wellen laufen mit c = 20 cm/s. Berechne den kleinsten Gangunterschied für Auslöschung.
Lösung zeigen
- Auslöschung, wenn Berg auf Tal trifft: Δs = λ : 2
- λ = c : f = 20 cm/s : 5 Hz = 4 cm
- Δs = 4 cm : 2 = 2 cm
Ergebnis:2 cm - ★6Punkt P ist 4 m von Lautsprecher A und 4,34 m von Lautsprecher B entfernt. Beide senden gleichphasig, c = 340 m/s. Berechne die kleinste Frequenz für Auslöschung in P.
Lösung zeigen
- Kleinste Auslöschung: Δs = λ : 2, also λ = 2 · Δs
- Δs = 4,34 m − 4 m = 0,34 m, λ = 0,68 m
- f = c : λ = 340 m/s : 0,68 m = 500 Hz
Ergebnis:500 Hz
3Ich kann die Lage der Maxima am Doppelspalt und am Gitter berechnen.
MerkenDoppelspalt und Gitter
Maxima liegen bei sin α_k = k · λ : b, beim Gitter mit g statt b im Nenner.
Für kleine Winkel gilt sin α ≈ tan α = a_k : e. Am Gitter mit großen Winkeln tan α und sin α getrennt rechnen.
BeispielMaxima am Doppelspalt
Schritt für Schritt
- Für kleine Winkel gilt sin α ≈ tan α, also a = k · λ · e : b
- λ = 6,33 · 10⁻⁷ m, b = 0,0005 m
- a = 1 · 6,33 · 10⁻⁷ m · 1,5 m : 0,0005 m = 1,9 mm
- Für kleine Winkel gilt sin α ≈ tan α, also a = k · λ · e : b
- λ = 6,33 · 10⁻⁷ m, b = 0,0005 m
- a = 1 · 6,33 · 10⁻⁷ m · 1,5 m : 0,0005 m = 1,9 mm
AchtungAbstand der beiden Maxima statt von der Mitte
Abstand der beiden 1. Maxima 2,4 cm: a₁ = 2,4 cm
Abstand der beiden 1. Maxima 2,4 cm: a₁ = 2,4 cm : 2 = 1,2 cm
Prüfe, wovon aus gemessen wurde. a zählt von der Mitte aus, nicht von Maximum zu Maximum.
ÜbenJetzt du
- ○7Ein blauer Laser (450 nm) beleuchtet einen Doppelspalt mit b = 0,1 mm, Schirmabstand e = 2 m. Berechne den Abstand a des 2. Maximums von der Mitte.So fängst du an:Für kleine Winkel gilt sin α ≈ tan α, also a = k · λ · e : b
Lösung zeigen
- Für kleine Winkel gilt sin α ≈ tan α, also a = k · λ · e : b
- λ = 4,5 · 10⁻⁷ m, b = 0,0001 m
- a = 2 · 4,5 · 10⁻⁷ m · 2 m : 0,0001 m = 18 mm
Ergebnis:18 mm - ●8Ein blauer Laser (450 nm) beleuchtet einen Doppelspalt mit b = 0,5 mm, Schirmabstand e = 4 m. Berechne den Abstand a des 3. Maximums von der Mitte.
Lösung zeigen
- Für kleine Winkel gilt sin α ≈ tan α, also a = k · λ · e : b
- λ = 4,5 · 10⁻⁷ m, b = 0,0005 m
- a = 3 · 4,5 · 10⁻⁷ m · 4 m : 0,0005 m = 10,8 mm
Ergebnis:10,8 mm - ★9Hinter einem Doppelspalt mit b = 0,2 mm liegen die beiden Maxima 1. Ordnung auf dem Schirm in e = 1 m genau 6,3 mm auseinander. Bestimme λ.
Lösung zeigen
- a_1 ist der Abstand von der Mitte: a = 6,3 mm : 2 = 3,15 mm
- λ = b · a : (k · e) mit k = 1, kleine Winkel
- λ = 0,0002 m · 0,00315 m : (1 · 1 m) = 630 nm
Ergebnis:630 nm
4Ich kann die Wellenlänge von Licht aus Interferenzmessungen bestimmen und das Spektrum deuten.
MerkenWellenlänge messen und Spektrum
Abstand und Winkel der Maxima liefern die Wellenlänge, genauer über mehrere Abstände.
Am Gitter wird Rot am stärksten abgelenkt. Das elektromagnetische Spektrum reicht von Radiowellen bis zur Röntgenstrahlung.
BeispielWellenlänge von Licht messen
Schritt für Schritt
- tan α = a : e = 46,3 cm : 120 cm, α = 21,1°
- g = 1 mm : 800 = 1,25 µm
- λ = g · sin α = 1,25 µm · 0,36 = 450 nm
- tan α = a : e = 46,3 cm : 120 cm, α = 21,1°
- g = 1 mm : 800 = 1,25 µm
- λ = g · sin α = 1,25 µm · 0,36 = 450 nm
Achtungsin α ≈ tan α bei großen Winkeln
a = 40 cm, e = 50 cm: sin α ≈ 40 : 50 = 0,8
a = 40 cm, e = 50 cm: tan α = 0,8 → α = 38,7°, sin α = 0,625
Prüfe den Winkel. Bei großen Winkeln erst α aus tan α bestimmen, dann sin α.
ÜbenJetzt du
- ○10Ein Gitter mit 300 Linien je mm steht 100 cm vor dem Schirm. Das Maximum 1. Ordnung liegt 19,3 cm neben der Mitte. Bestimme die Wellenlänge.So fängst du an:tan α = a : e = 19,3 cm : 100 cm, α = 10,9°
Lösung zeigen
- tan α = a : e = 19,3 cm : 100 cm, α = 10,9°
- g = 1 mm : 300 = 3,33 µm
- λ = g · sin α = 3,33 µm · 0,19 = 632 nm
Ergebnis:632 nm - ●11Ein Gitter mit 300 Linien je mm steht 120 cm vor dem Schirm. Das Maximum 1. Ordnung liegt 23,2 cm neben der Mitte. Bestimme die Wellenlänge.
Lösung zeigen
- tan α = a : e = 23,2 cm : 120 cm, α = 10,9°
- g = 1 mm : 300 = 3,33 µm
- λ = g · sin α = 3,33 µm · 0,19 = 633 nm
Ergebnis:633 nm - ★12Am Doppelspalt (b = 0,25 mm, Schirm in 3 m) liegen zwischen dem 1. und dem 5. Maximum derselben Seite 19,4 mm. Bestimme λ.
Lösung zeigen
- Zwischen dem 1. und 5. Maximum liegen 4 gleiche Abstände: Δa = 19,4 mm : 4 = 4,85 mm
- λ = b · Δa : e für benachbarte Maxima
- λ = 0,00025 m · 0,00485 m : 3 m = 404 nm
Ergebnis:404 nm
5Ich kann stehende Wellen erklären und zur Bestimmung von Wellenlängen nutzen.
MerkenStehende Wellen
Welle und Reflexion bilden eine stehende Welle mit festen Knoten und Bäuchen.
Von Knoten zu Knoten ist eine halbe Wellenlänge.
BeispielStehende Wellen ausmessen
Schritt für Schritt
- Von Knoten zu Knoten ist eine halbe Wellenlänge: λ = 2 · Knotenabstand
- λ = 2 · 25 cm = 50 cm = 0,5 m
- c = λ · f = 0,5 m · 10 Hz = 5 m/s
- Von Knoten zu Knoten ist eine halbe Wellenlänge: λ = 2 · Knotenabstand
- λ = 2 · 25 cm = 50 cm = 0,5 m
- c = λ · f = 0,5 m · 10 Hz = 5 m/s
AchtungKnotenabstand als ganze Wellenlänge
Knotenabstand 30 cm: λ = 30 cm
Knotenabstand 30 cm: λ = 2 · 30 cm = 60 cm
Zeichne die stehende Welle. Von Knoten zu Knoten ist nur ein Bauch, also eine halbe Wellenlänge.
ÜbenJetzt du
- ○13Auf einem Seil entsteht durch Reflexion eine stehende Welle. Benachbarte Knoten liegen 25 cm auseinander, der Erreger schwingt mit 5 Hz. Berechne c.So fängst du an:Von Knoten zu Knoten ist eine halbe Wellenlänge: λ = 2 · Knotenabstand
Lösung zeigen
- Von Knoten zu Knoten ist eine halbe Wellenlänge: λ = 2 · Knotenabstand
- λ = 2 · 25 cm = 50 cm = 0,5 m
- c = λ · f = 0,5 m · 5 Hz = 2,5 m/s
Ergebnis:2,5 m/s - ●14Auf einem Seil entsteht durch Reflexion eine stehende Welle. Benachbarte Knoten liegen 30 cm auseinander, der Erreger schwingt mit 15 Hz. Berechne c.
Lösung zeigen
- Von Knoten zu Knoten ist eine halbe Wellenlänge: λ = 2 · Knotenabstand
- λ = 2 · 30 cm = 60 cm = 0,6 m
- c = λ · f = 0,6 m · 15 Hz = 9 m/s
Ergebnis:9 m/s - ★15In einem Mikrowellengerät ohne Drehteller schmilzt Schokolade an Stellen, die 6,1 cm auseinanderliegen. Das Gerät arbeitet mit f = 2,45 GHz. Berechne c.
Lösung zeigen
- Die geschmolzenen Stellen sind Bäuche der stehenden Welle: Abstand λ : 2
- λ = 2 · 6,1 cm = 12,2 cm = 0,122 m
- c = λ · f = 0,122 m · 2.450.000.000 Hz = 299.000 km/s
Ergebnis:299.000 km/s
6Ich kann elektromagnetische Wellen beschreiben und die Polarisation als Merkmal von Querwellen deuten.
MerkenElektromagnetische Wellen und Polarisation
Im Vakuum laufen elektromagnetische Wellen mit c = 300.000 km/s als Querwellen.
Deshalb lassen sie sich polarisieren. Längswellen wie der Schall in Luft lassen sich nicht polarisieren.
BeispielLaufzeit elektromagnetischer Wellen
Schritt für Schritt
- Elektromagnetische Wellen laufen mit Lichtgeschwindigkeit: t = s : c
- Weg und Geschwindigkeit beide in km, die Zeit kommt in s heraus
- t = 150.000.000 km : 300.000 km/s = 500 s
- Elektromagnetische Wellen laufen mit Lichtgeschwindigkeit: t = s : c
- Weg und Geschwindigkeit beide in km, die Zeit kommt in s heraus
- t = 150.000.000 km : 300.000 km/s = 500 s
AchtungEinheiten nicht angeglichen
p = 200 N : 50 cm² = 4 Pa
50 cm² = 0,005 m², p = 200 N : 0,005 m² = 40 000 Pa
Rechne zuerst alle Angaben in die Einheiten der Formel um.
ÜbenJetzt du
- ○16Ein Radiosignal läuft zum Mond, die Strecke ist 384.000 km. Berechne die Laufzeit mit c = 300.000 km/s.So fängst du an:Elektromagnetische Wellen laufen mit Lichtgeschwindigkeit: t = s : c
Lösung zeigen
- Elektromagnetische Wellen laufen mit Lichtgeschwindigkeit: t = s : c
- Weg und Geschwindigkeit beide in km, die Zeit kommt in s heraus
- t = 384.000 km : 300.000 km/s = 1,28 s
Ergebnis:1,28 s - ●17Ein Laserpuls läuft zu einem Navigationssatelliten in 20.200 km Höhe, die Strecke ist 20.200 km. Berechne die Laufzeit mit c = 300.000 km/s.
Lösung zeigen
- Elektromagnetische Wellen laufen mit Lichtgeschwindigkeit: t = s : c
- Weg und Geschwindigkeit beide in km, die Zeit kommt in s heraus
- t = 20.200 km : 300.000 km/s = 0,0673 s
Ergebnis:0,0673 s - ★18Ein Flughafenradar empfängt das Echo eines Pulses 400 µs nach dem Senden. Berechne die Entfernung des Ziels. Die Pulse laufen mit Lichtgeschwindigkeit.
Lösung zeigen
- Der Puls läuft hin und zurück: s = c · t : 2
- c = 300.000 km/s, t = 0,0004 s
- s = 300.000 km/s · 0,0004 s : 2 = 60 km
Ergebnis:60 km
7Ich kann Beugung am Einfachspalt und Röntgenbeugung mit der Braggschen Gleichung berechnen.
MerkenEinfachspalt und Bragg
Am Einfachspalt liegen die Minima dort, wo sin α_k = k · λ : b gilt.
Röntgenstrahlung wird an den Netzebenen eines Kristalls verstärkt reflektiert, wenn 2 · d · sin θ = n · λ gilt.
BeispielBeugung am Einfachspalt
Schritt für Schritt
- Einfachspalt, Minima: sin α_k = k · λ : b, hier k = 1
- sin α₁ = 633 nm : 4000 nm = 0,158
- α₁ = arcsin(0,158) = 9,11°
- Einfachspalt, Minima: sin α_k = k · λ : b, hier k = 1
- sin α₁ = 633 nm : 4000 nm = 0,158
- α₁ = arcsin(0,158) = 9,11°
AchtungTaschenrechner im Gradmaß
sin(0,628) im Gradmaß = 0,011
sin(0,628) im Bogenmaß = 0,588
Prüfe vor dem Rechnen die Einstellung. Bei sin(ω · t) muss der Rechner auf Bogenmaß stehen.
ÜbenJetzt du
- ○19Licht mit λ = 532 nm fällt auf einen Einfachspalt der Breite b = 2 µm. Berechne den Winkel, unter dem das erste Minimum liegt.So fängst du an:Einfachspalt, Minima: sin α_k = k · λ : b, hier k = 1
Lösung zeigen
- Einfachspalt, Minima: sin α_k = k · λ : b, hier k = 1
- sin α₁ = 532 nm : 2000 nm = 0,266
- α₁ = arcsin(0,266) = 15,4°
Ergebnis:15,4 ° - ●20Licht mit λ = 633 nm fällt auf einen Einfachspalt der Breite b = 8 µm. Berechne den Winkel, unter dem das erste Minimum liegt.
Lösung zeigen
- Einfachspalt, Minima: sin α_k = k · λ : b, hier k = 1
- sin α₁ = 633 nm : 8000 nm = 0,0791
- α₁ = arcsin(0,0791) = 4,54°
Ergebnis:4,54 ° - ★21Ein roter Laser (633 nm) beleuchtet einen Einfachspalt der Breite 20 µm. Der Schirm steht 2 m entfernt. Berechne die Breite des hellen Hauptmaximums.
Lösung zeigen
- Das Hauptmaximum reicht vom 1. Minimum links bis zum 1. rechts: sin α₁ = λ : b
- sin α₁ = 633 nm : 20.000 nm = 0,0317, α₁ = 1,81°
- Breite = 2 · e · tan α₁ = 2 · 2 m · 0,0317 = 12,7 cm
Ergebnis:12,7 cm
8Ich kann harmonische Wellen mit Funktionsgleichungen beschreiben und die Dipollänge bestimmen.
MerkenWellengleichung und Dipol
Zur festen Zeit gilt y(x) = y₀ · sin(2π · x : λ), am festen Ort y(t) = y₀ · sin(ω · t).
Ein Hertzscher Dipol schwingt in der Grundschwingung mit der Länge l = λ : 2.
BeispielFunktionsgleichung einer Welle
Schritt für Schritt
- y(x) = y₀ · sin(2π · x : λ), der Rechner im Bogenmaß
- 2π · 24 cm : 60 cm = 2,51
- y = 4 cm · sin(2,51) = 2,35 cm
- y(x) = y₀ · sin(2π · x : λ), der Rechner im Bogenmaß
- 2π · 24 cm : 60 cm = 2,51
- y = 4 cm · sin(2,51) = 2,35 cm
AchtungFrequenz statt Kreisfrequenz
f = 50 Hz: U₀ = N · B · A · 50 1/s
f = 50 Hz: ω = 2π · 50 Hz = 314 1/s → U₀ = N · B · A · 314 1/s
Rechne zuerst ω = 2π · f aus. Setz erst dann in die Formel ein.
ÜbenJetzt du
- ○22Momentaufnahme einer Welle: y(x) = y₀ · sin(2π · x : λ) mit y₀ = 2 cm, λ = 25 cm. Berechne die Auslenkung bei x = 7,5 cm.So fängst du an:y(x) = y₀ · sin(2π · x : λ), der Rechner im Bogenmaß
Lösung zeigen
- y(x) = y₀ · sin(2π · x : λ), der Rechner im Bogenmaß
- 2π · 7,5 cm : 25 cm = 1,88
- y = 2 cm · sin(1,88) = 1,9 cm
Ergebnis:1,9 cm - ●23Momentaufnahme einer Welle: y(x) = y₀ · sin(2π · x : λ) mit y₀ = 2 cm, λ = 60 cm. Berechne die Auslenkung bei x = 21 cm.
Lösung zeigen
- y(x) = y₀ · sin(2π · x : λ), der Rechner im Bogenmaß
- 2π · 21 cm : 60 cm = 2,2
- y = 2 cm · sin(2,2) = 1,62 cm
Ergebnis:1,62 cm - ★24Momentaufnahme einer Welle: y(x) = y₀ · sin(2π · x : λ) mit y₀ = 5 cm, λ = 30 cm. Wo ist erstmals für x > 0 y = 1 cm?
Lösung zeigen
- sin(2π · x : λ) = y : y₀, also 2π · x : λ = arcsin(y : y₀), Bogenmaß
- arcsin(1 : 5) = 0,201
- x = 0,201 · 30 cm : 2π = 0,961 cm
Ergebnis:0,961 cm
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●25Eine Seilwelle breitet sich mit c = 4 m/s aus, die Frequenz ist f = 8 Hz. Berechne die Wellenlänge.
Lösung zeigen
- c = λ · f, umgestellt λ = c : f
- Mit den Zahlen: 4 : 8 = 0,5
- λ = 4 m/s : 8 Hz = 0,5 m
Ergebnis:0,5 m - ●26Auf einem langen Seil laufen Pulse mit 6 m/s. Jetzt wird es doppelt so kräftig angeschlagen, die Amplitude verdoppelt sich. Wie schnell läuft der neue Puls?
Lösung zeigen
- c hängt nur vom Träger ab.
- Das Seil und seine Spannung bleiben gleich.
- Also bleibt c = 6 m/s, nur der Ausschlag ist größer.
Ergebnis:Gleich schnell, 6 m/s: Die Geschwindigkeit hängt vom Träger ab, nicht von der Amplitude. - ●27Zwei Lautsprecher senden gleichphasig einen Ton mit f = 850 Hz, c = 340 m/s. Berechne den kleinsten Gangunterschied, bei dem sich die Wellen auslöschen.
Lösung zeigen
- Auslöschung, wenn Berg auf Tal trifft: Δs = λ : 2
- λ = c : f = 340 m/s : 850 Hz = 0,4 m
- Δs = 0,4 m : 2 = 0,2 m = 20 cm
Ergebnis:20 cm - ●28In einer Wellenwanne schwingen zwei Erreger gleichphasig, λ = 5 cm. Punkt P ist 36 cm vom einen und 48,5 cm vom anderen entfernt. Was beobachtet man in P?
Lösung zeigen
- Der Gangunterschied entscheidet: ganze Vielfache von λ verstärken, halbe löschen aus.
- Δs = 48,5 cm − 36 cm = 12,5 cm
- 12,5 cm : 5 cm = 2,5, also Auslöschung
Ergebnis:Auslöschung: Δs = 12,5 cm = 2,5 · λ, Berg trifft auf Tal. - ●29Ein roter Laser (650 nm) beleuchtet einen Doppelspalt mit b = 0,1 mm, Schirmabstand e = 1 m. Berechne den Abstand a des 3. Maximums von der Mitte.
Lösung zeigen
- Für kleine Winkel gilt sin α ≈ tan α, also a = k · λ · e : b
- λ = 6,5 · 10⁻⁷ m, b = 0,0001 m
- a = 3 · 6,5 · 10⁻⁷ m · 1 m : 0,0001 m = 19,5 mm
Ergebnis:19,5 mm - ●30Licht mit λ = 532 nm fällt senkrecht auf ein Gitter mit 1000 Linien je mm. Berechne den Winkel, unter dem das Maximum 1. Ordnung erscheint.
Lösung zeigen
- Gitterkonstante g = 1 mm : 1000 = 1 µm
- sin α = λ : g = 532 nm : 1000 nm = 0,532
- α = arcsin(0,532) = 32,1°
Ergebnis:32,1 °
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Wellen beschreiben
- Eine Welle gibt eine Schwingung weiter und transportiert Energie, keine Materie.
- Interferenz und Gangunterschied
- Zwei gleichphasige Wellen verstärken sich bei Δs = k · λ, Berg trifft Berg.
- Doppelspalt und Gitter
- Maxima liegen bei sin α_k = k · λ : b, beim Gitter mit g statt b im Nenner.
- Wellenlänge messen und Spektrum
- Abstand und Winkel der Maxima liefern die Wellenlänge, genauer über mehrere Abstände.
- Stehende Wellen
- Welle und Reflexion bilden eine stehende Welle mit festen Knoten und Bäuchen.
- Elektromagnetische Wellen und Polarisation
- Im Vakuum laufen elektromagnetische Wellen mit c = 300.000 km/s als Querwellen.
- Einfachspalt und Bragg
- Am Einfachspalt liegen die Minima dort, wo sin α_k = k · λ : b gilt.
- Wellengleichung und Dipol
- Zur festen Zeit gilt y(x) = y₀ · sin(2π · x : λ), am festen Ort y(t) = y₀ · sin(ω · t).
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich kann Wellen mit c = λ · f beschreiben und den Transport von Energie statt Materie begründen.
31Eine Seilwelle breitet sich mit c = 4 m/s aus, die Frequenz ist f = 2 Hz. Berechne die Wellenlänge.Lösung zeigen
Ergebnis:2 mIch kann Interferenz zweier Wellen mit dem Gangunterschied erklären.
32Zwei Lautsprecher senden gleichphasig einen Ton mit f = 500 Hz, c = 340 m/s. Berechne den kleinsten Gangunterschied, bei dem sich die Wellen auslöschen.Lösung zeigen
Ergebnis:34 cmIch kann die Lage der Maxima am Doppelspalt und am Gitter berechnen.
33Ein roter Laser (633 nm) beleuchtet einen Doppelspalt mit b = 0,25 mm, Schirmabstand e = 2,5 m. Berechne den Abstand a des 2. Maximums von der Mitte.Lösung zeigen
Ergebnis:12,7 mmIch kann die Wellenlänge von Licht aus Interferenzmessungen bestimmen und das Spektrum deuten.
34Ein Gitter mit 500 Linien je mm steht 120 cm vor dem Schirm. Das Maximum 1. Ordnung liegt 27,7 cm neben der Mitte. Bestimme die Wellenlänge.Lösung zeigen
Ergebnis:450 nmIch kann stehende Wellen erklären und zur Bestimmung von Wellenlängen nutzen.
35Auf einem Seil entsteht durch Reflexion eine stehende Welle. Benachbarte Knoten liegen 50 cm auseinander, der Erreger schwingt mit 12 Hz. Berechne c.Lösung zeigen
Ergebnis:12 m/sIch kann elektromagnetische Wellen beschreiben und die Polarisation als Merkmal von Querwellen deuten.
36Ein Steuerbefehl per Funk läuft von der Sonne zur Erde, die Strecke ist 150.000.000 km. Berechne die Laufzeit mit c = 300.000 km/s.Lösung zeigen
Ergebnis:500 sIch kann Beugung am Einfachspalt und Röntgenbeugung mit der Braggschen Gleichung berechnen.
37Licht mit λ = 650 nm fällt auf einen Einfachspalt der Breite b = 8 µm. Berechne den Winkel, unter dem das erste Minimum liegt.Lösung zeigen
Ergebnis:4,66 °Ich kann harmonische Wellen mit Funktionsgleichungen beschreiben und die Dipollänge bestimmen.
38Momentaufnahme einer Welle: y(x) = y₀ · sin(2π · x : λ) mit y₀ = 5 cm, λ = 60 cm. Berechne die Auslenkung bei x = 21 cm.Lösung zeigen
Ergebnis:4,05 cmIch bereite die Klausur vor.
39Eine Seilwelle breitet sich mit c = 4 m/s aus, die Frequenz ist f = 4 Hz. Berechne die Wellenlänge.Lösung zeigen
Ergebnis:1 m
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Wörter
- Funktion
- eine Regel, die aus einer Zahl eine andere macht
- Gleichung
- zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind
- Nenner
- die Zahl unten – in wie viele Teile geteilt wurde
Lösungen
- 0,15 m
- 0,075 m
- 474 THz
- 17 cm
- 2 cm
- 500 Hz
- 18 mm
- 10,8 mm
- 630 nm
- 632 nm
- 633 nm
- 404 nm
- 2,5 m/s
- 9 m/s
- 299.000 km/s
- 1,28 s
- 0,0673 s
- 60 km
- 15,4 °
- 4,54 °
- 12,7 cm
- 1,9 cm
- 1,62 cm
- 0,961 cm
- 0,5 m
- Gleich schnell, 6 m/s: Die Geschwindigkeit hängt vom Träger ab, nicht von der Amplitude.
- 20 cm
- Auslöschung: Δs = 12,5 cm = 2,5 · λ, Berg trifft auf Tal.
- 19,5 mm
- 32,1 °
- 2 m
- 34 cm
- 12,7 mm
- 450 nm
- 12 m/s
- 500 s
- 4,66 °
- 4,05 cm
- 1 m