Q3: Mechanische und elektromagnetische Wellen
Das lernst du
- Ich kann Wellen mit c = λ · f beschreiben und den Transport von Energie statt Materie begründen.
- Ich kann Interferenz zweier Wellen mit dem Gangunterschied erklären.
- Ich kann die Lage der Maxima am Doppelspalt und am Gitter berechnen.
- Ich kann die Wellenlänge von Licht aus Interferenzmessungen bestimmen und das Spektrum deuten.
- Ich kann stehende Wellen erklären und zur Bestimmung von Wellenlängen nutzen.
- Ich kann elektromagnetische Wellen beschreiben und die Polarisation als Merkmal von Querwellen deuten.
- Ich kann Beugung am Einfachspalt und Röntgenbeugung mit der Braggschen Gleichung berechnen.
- Ich kann harmonische Wellen mit Funktionsgleichungen beschreiben und die Dipollänge bestimmen.
- Ich bereite die Klausur vor.
Merksätze
Eine Welle gibt eine Schwingung weiter und transportiert Energie, keine Materie.
Es gilt c = λ · f. Die Geschwindigkeit hängt vom Träger ab, nicht von Amplitude oder Frequenz.
Zwei gleichphasige Wellen verstärken sich bei Δs = k · λ, Berg trifft Berg.
Sie löschen sich aus bei Δs = (2k + 1) · λ : 2, Berg trifft Tal.
Maxima liegen bei sin α_k = k · λ : b, beim Gitter mit g statt b im Nenner.
Für kleine Winkel gilt sin α ≈ tan α = a_k : e. Am Gitter mit großen Winkeln tan α und sin α getrennt rechnen.
Abstand und Winkel der Maxima liefern die Wellenlänge, genauer über mehrere Abstände.
Am Gitter wird Rot am stärksten abgelenkt. Das elektromagnetische Spektrum reicht von Radiowellen bis zur Röntgenstrahlung.
Welle und Reflexion bilden eine stehende Welle mit festen Knoten und Bäuchen.
Von Knoten zu Knoten ist eine halbe Wellenlänge.
Im Vakuum laufen elektromagnetische Wellen mit c = 300.000 km/s als Querwellen.
Deshalb lassen sie sich polarisieren. Längswellen wie der Schall in Luft lassen sich nicht polarisieren.
Am Einfachspalt liegen die Minima dort, wo sin α_k = k · λ : b gilt.
Röntgenstrahlung wird an den Netzebenen eines Kristalls verstärkt reflektiert, wenn 2 · d · sin θ = n · λ gilt.
Zur festen Zeit gilt y(x) = y₀ · sin(2π · x : λ), am festen Ort y(t) = y₀ · sin(ω · t).
Ein Hertzscher Dipol schwingt in der Grundschwingung mit der Länge l = λ : 2.
Selbst abfragen
Tippen dreht um, Wischen blättert.Leertaste dreht um, Pfeiltasten blättern.
So geht es – ein Beispiel je Aufgabenart
Eine Seilwelle breitet sich mit c = 4 m/s aus, die Frequenz ist f = 8 Hz. Berechne die Wellenlänge.
- c = λ · f, umgestellt λ = c : f
- Mit den Zahlen: 4 : 8 = 0,5
- λ = 4 m/s : 8 Hz = 0,5 m
Ergebnis: 0,5 m
Eine Ente schwimmt auf dem See. Wellen mit 30 cm Höhe laufen mit 3 m/s zum Ufer. Wird die Ente mitgetragen?
- Eine Welle gibt eine Schwingung von Teilchen zu Teilchen weiter.
- Jedes Wasserteilchen schwingt nur um seinen Platz.
- Darauf schwingt das Schwimmende auf und ab, es wandert nicht mit.
Ergebnis: Nein: Sie schwingt nur auf und ab, die Welle transportiert Energie, kein Wasser.
Zwei Lautsprecher senden gleichphasig einen Ton mit f = 170 Hz, c = 340 m/s. Berechne den kleinsten Gangunterschied, bei dem sich die Wellen auslöschen.
- Auslöschung, wenn Berg auf Tal trifft: Δs = λ : 2
- λ = c : f = 340 m/s : 170 Hz = 2 m
- Δs = 2 m : 2 = 1 m = 100 cm
Ergebnis: 100 cm
In einer Wellenwanne schwingen zwei Erreger gleichphasig, λ = 2 cm. Punkt P ist 36 cm vom einen und 38 cm vom anderen entfernt. Was beobachtet man in P?
- Der Gangunterschied entscheidet: ganze Vielfache von λ verstärken, halbe löschen aus.
- Δs = 38 cm − 36 cm = 2 cm
- 2 cm : 2 cm = 1, also Verstärkung
Ergebnis: Verstärkung: Δs = 2 cm = 1 · λ, Berg trifft auf Berg.
Weiter lesen und ausprobieren – auf fremden Seiten
- PhET-Simulation (University of Colorado Boulder): Wellen auf einer Schnur (CC BY-NC 4.0 – nur verlinkt)
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