Physik · Klasse 11 · Kapitel
Physik Einführungsphase: Energie und Energiebilanzen
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
1Ich kann die Arbeit als Energieänderung berechnen, auch mit einer Kraft schräg zum Weg.
MerkenArbeit als Energieänderung
Arbeit ändert die Energie eines Körpers um genau ihren Betrag.
Steht die Kraft schräg zum Weg, zählt nur ihr Anteil in Wegrichtung: W = F · s · cos α.
BeispielArbeit mit Winkel und auf der Rampe
Schritt für Schritt
- Nur die Kraft in Wegrichtung zählt: W = F · s · cos α
- W = 120 N · 25 m · cos 30°
- W ≈ 2600 J ≈ 2,6 kJ
- Nur die Kraft in Wegrichtung zählt: W = F · s · cos α
- W = 120 N · 25 m · cos 30°
- W ≈ 2600 J ≈ 2,6 kJ
AchtungWinkel zwischen Kraft und Weg nicht beachtet
F = 100 N unter 30°, s = 20 m: W = 100 N · 20 m = 2000 J
W = F · s · cos 30° = 100 N · 20 m · 0,87 ≈ 1730 J
Nur der Anteil der Kraft in Wegrichtung verrichtet Arbeit: W = F · s · cos α. Auf der Rampe zählt für die Lageenergie nur die Höhe.
ÜbenJetzt du
- ○1Ein Schlitten wird mit 80 N an einem Seil gezogen, das 35° gegen den Boden geneigt ist. Berechne die Arbeit auf 50 m in kJ.So fängst du an:Nur die Kraft in Wegrichtung zählt: W = F · s · cos α
Lösung zeigen
- Nur die Kraft in Wegrichtung zählt: W = F · s · cos α
- W = 80 N · 50 m · cos 35°
- W ≈ 3280 J ≈ 3,28 kJ
Ergebnis:3,28 kJ - ●2Ein Schlitten wird mit 100 N an einem Seil gezogen, das 60° gegen den Boden geneigt ist. Berechne die Arbeit auf 25 m in kJ.
Lösung zeigen
- Nur die Kraft in Wegrichtung zählt: W = F · s · cos α
- W = 100 N · 25 m · cos 60°
- W ≈ 1250 J ≈ 1,25 kJ
Ergebnis:1,25 kJ - ★3Eine Kiste mit 80 kg wird reibungsfrei eine Rampe hinaufgezogen: 10 m lang, 25° geneigt. Berechne die Arbeit als Änderung der Lageenergie.
Lösung zeigen
- Höhenunterschied: h = l · sin α = 10 m · sin 25° ≈ 4,23 m
- W = ΔE_pot = m · g · h
- W = 80 kg · 9,81 N/kg · 4,23 m ≈ 3320 J
Ergebnis:3320 J
2Ich kann Lage-, Bewegungs- und Spannenergie berechnen.
MerkenDrei mechanische Energien
Es gibt drei mechanische Energien: Lage, Bewegung und Spannung einer Feder.
Ihre Formeln: m · g · h ab einem Nullniveau, ½ · m · v² und ½ · D · s².
BeispielSpannenergie
Schritt für Schritt
- s = 10 cm = 0,1 m
- E = ½ · D · s²
- E = ½ · 500 N/m · (0,1 m)² = 2,5 J
- s = 10 cm = 0,1 m
- E = ½ · D · s²
- E = ½ · 500 N/m · (0,1 m)² = 2,5 J
AchtungFederkraft als feste Kraft behandelt
F = 6 N bei 4 cm: E bei 10 cm = 6 N · 0,10 m = 0,6 J
D = 150 N/m, E = ½ · 150 N/m · (0,10 m)² = 0,75 J
Die Federkraft wächst mit der Dehnung. W = F · s gilt nur für eine feste Kraft. Bei der Feder rechnest du E = ½ · D · s².
ÜbenJetzt du
- ○4Eine Feder mit der Federkonstante 200 N/m wird um 12 cm gedehnt. Berechne die Spannenergie.So fängst du an:s = 12 cm = 0,12 m
Lösung zeigen
- s = 12 cm = 0,12 m
- E = ½ · D · s²
- E = ½ · 200 N/m · (0,12 m)² = 1,44 J
Ergebnis:1,44 J - ●5Eine Feder mit der Federkonstante 400 N/m wird um 12 cm gedehnt. Berechne die Spannenergie.
Lösung zeigen
- s = 12 cm = 0,12 m
- E = ½ · D · s²
- E = ½ · 400 N/m · (0,12 m)² = 2,88 J
Ergebnis:2,88 J - ★6Eine Feder wird mit 3 N um 5 cm gedehnt. Wie viel Spannenergie steckt in ihr, wenn sie um 12 cm gedehnt ist? Berechne.
Lösung zeigen
- Federkonstante: D = F : s = 3 N : 0,05 m = 60 N/m
- E = ½ · D · s²
- E = ½ · 60 N/m · (0,12 m)² ≈ 0,432 J
Ergebnis:0,432 J
3Ich kann mit dem Energieerhaltungssatz Geschwindigkeiten und Höhen bestimmen.
MerkenEnergieerhaltung
Ohne Reibung bleibt die mechanische Energie gleich: E_pot + E_kin + E_spann = konstant.
Schreib die Summe vorher und nachher hin und setz sie gleich. Die Masse kürzt sich oft heraus.
BeispielEnergieerhaltung: Pendel und Achterbahn
Schritt für Schritt
- m · g · h = ½ · m · v², die Masse kürzt sich.
- v = √2 · g · h
- v = √2 · 9,81 N/kg · 50 m ≈ 31,3 m/s
- m · g · h = ½ · m · v², die Masse kürzt sich.
- v = √2 · g · h
- v = √2 · 9,81 N/kg · 50 m ≈ 31,3 m/s
AchtungEnergie verschwindet oder kommt dazu
oben 1000 J Lageenergie, unten 800 J Bewegungsenergie: 200 J sind verschwunden
1000 J = 800 J Bewegungsenergie + 200 J Wärme
Energie geht nicht verloren und entsteht nicht neu. Was am Anfang da ist, steckt am Ende in Bewegung, Lage und Wärme.
ÜbenJetzt du
- ○7Ein Rodel fährt aus der Ruhe 20 m tiefer. Bestimme seine Geschwindigkeit unten, Reibung vernachlässigt.So fängst du an:m · g · h = ½ · m · v², die Masse kürzt sich.
Lösung zeigen
- m · g · h = ½ · m · v², die Masse kürzt sich.
- v = √2 · g · h
- v = √2 · 9,81 N/kg · 20 m ≈ 19,8 m/s
Ergebnis:19,8 m/s - ●8Ein Skateboarder rollt aus der Ruhe 4 m tiefer. Bestimme seine Geschwindigkeit unten, Reibung vernachlässigt.
Lösung zeigen
- m · g · h = ½ · m · v², die Masse kürzt sich.
- v = √2 · g · h
- v = √2 · 9,81 N/kg · 4 m ≈ 8,86 m/s
Ergebnis:8,86 m/s - ★9Ein Achterbahnwagen hat in 40 m Höhe die Geschwindigkeit 3 m/s. Bestimme seine Geschwindigkeit in 10 m Höhe, Reibung vernachlässigt.
Lösung zeigen
- Energieerhaltung: ½ · m · v₁² + m · g · h₁ = ½ · m · v₂² + m · g · h₂
- Die Masse kürzt sich: v₂² = v₁² + 2 · g · (h₁ − h₂)
- v₂² = (3 m/s)² + 2 · 9,81 N/kg · 30 m ≈ 598 m²/s²
- v₂ ≈ 24,4 m/s
Ergebnis:24,4 m/s
4Ich kann die Wärme bei Temperaturänderung berechnen und die spezifische Wärmekapazität bestimmen.
MerkenSpezifische Wärmekapazität
Wärme ändert die Temperatur je nach Masse und Stoff verschieden stark.
Es gilt Q = c · m · ΔT, c ist die spezifische Wärmekapazität.
BeispielWärme und Temperaturänderung
Schritt für Schritt
- m = 0,25 kg, ΔT = 90 °C − 20 °C = 70 K
- Q = c · m · ΔT
- Q = 4,19 kJ/(kg·K) · 0,25 kg · 70 K ≈ 73,3 kJ
- m = 0,25 kg, ΔT = 90 °C − 20 °C = 70 K
- Q = c · m · ΔT
- Q = 4,19 kJ/(kg·K) · 0,25 kg · 70 K ≈ 73,3 kJ
AchtungMasse in Gramm statt Kilogramm
Q = 4,2 kJ/(kg·K) · 500 g · 10 K = 21.000 kJ
500 g = 0,5 kg, Q = 4,2 kJ/(kg·K) · 0,5 kg · 10 K = 21 kJ
Die Wärmekapazität gilt je Kilogramm. Rechne die Masse zuerst in Kilogramm um: 1000 g sind 1 kg.
ÜbenJetzt du
- ○10Berechne die Wärme, um 500 g Eisen von 15 °C auf 60 °C zu erwärmen. (c = 0,45 kJ/(kg·K))So fängst du an:m = 0,5 kg, ΔT = 60 °C − 15 °C = 45 K
Lösung zeigen
- m = 0,5 kg, ΔT = 60 °C − 15 °C = 45 K
- Q = c · m · ΔT
- Q = 0,45 kJ/(kg·K) · 0,5 kg · 45 K ≈ 10,1 kJ
Ergebnis:10,1 kJ - ●11Berechne die Wärme, um 150 g Eisen von 18 °C auf 80 °C zu erwärmen. (c = 0,45 kJ/(kg·K))
Lösung zeigen
- m = 0,15 kg, ΔT = 80 °C − 18 °C = 62 K
- Q = c · m · ΔT
- Q = 0,45 kJ/(kg·K) · 0,15 kg · 62 K ≈ 4,19 kJ
Ergebnis:4,19 kJ - ★12Ein Tauchsieder mit 800 W erwärmt 0,5 kg Wasser 5 Minuten lang. Um wie viel Kelvin steigt die Temperatur ohne Verluste? (c = 4,19 kJ/(kg·K)) Berechne mit Einheit.
Lösung zeigen
- Zugeführte Energie: E = P · t = 800 W · 300 s = 240.000 J
- E = c · m · ΔT, also ΔT = E : (c · m)
- ΔT = 240.000 J : (4190 J/(kg·K) · 0,5 kg) ≈ 115 K
Ergebnis:115 K
5Ich kann Umwandlungswärmen und Mischungstemperaturen berechnen.
MerkenUmwandlungswärme und Mischung
Beim Schmelzen und Sieden bleibt die Temperatur trotz Wärmezufuhr gleich.
Umwandlungswärme: Q = q · m. Beim Mischen gibt der wärmere Körper ab, was der kältere aufnimmt.
BeispielSchmelzen und Verdampfen
Schritt für Schritt
- Q = q · m, die Temperatur bleibt dabei gleich.
- 334 · 0,1 ≈ 33,4
- Q ≈ 33,4 kJ
- Q = q · m, die Temperatur bleibt dabei gleich.
- 334 · 0,1 ≈ 33,4
- Q ≈ 33,4 kJ
AchtungWaagerechtes Stück beim Schmelzen und Sieden falsch gedeutet
Beim Sieden steigt die Temperatur weiter, das Thermometer ist nur zu langsam.
Beim Sieden bleibt ϑ = 100 °C, die Energie trennt die Teilchen voneinander.
Beim Schmelzen und Sieden fließt weiter Energie zu, aber die Temperatur bleibt. Die Energie löst die Teilchen voneinander.
ÜbenJetzt du
- ○13Berechne die Wärme, um 0,25 kg Eis von 0 °C vollständig zu schmelzen. (Schmelzwärme 334 kJ/kg)So fängst du an:Q = q · m, die Temperatur bleibt dabei gleich.
Lösung zeigen
- Q = q · m, die Temperatur bleibt dabei gleich.
- 334 · 0,25 ≈ 83,5
- Q ≈ 83,5 kJ
Ergebnis:83,5 kJ - ●14Berechne die Wärme, um 0,1 kg Wasser von 100 °C vollständig zu verdampfen. (Verdampfungswärme 2257 kJ/kg)
Lösung zeigen
- Q = q · m, die Temperatur bleibt dabei gleich.
- 2257 · 0,1 ≈ 226
- Q ≈ 226 kJ
Ergebnis:226 kJ - ★15300 g Eis mit −15 °C sollen zu Wasser mit 40 °C werden. Berechne die nötige Wärme. (Eis 2,1 kJ/(kg·K), Schmelzwärme 334 kJ/kg, Wasser 4,19 kJ/(kg·K))
Lösung zeigen
- Eis erwärmen: 2,1 kJ/(kg·K) · 0,3 kg · 15 K ≈ 9,45 kJ
- Schmelzen: 334 kJ/kg · 0,3 kg = 100 kJ
- Wasser erwärmen: 4,19 kJ/(kg·K) · 0,3 kg · 40 K ≈ 50,3 kJ
- Q ≈ 160 kJ
Ergebnis:160 kJ
6Ich kann Wirkungsgrade und Energiebilanzen aufstellen und bewerten.
MerkenWirkungsgrad und Bilanz
Energie geht nicht verloren, sie wird zum Teil zu Wärme.
Der Wirkungsgrad ist Nutzen durch Aufwand. In einer Kette werden die Wirkungsgrade multipliziert.
BeispielWirkungsgrad und Energiekette
Schritt für Schritt
- Nutzen: Q = c · m · ΔT = 4,19 kJ/(kg·K) · 0,8 kg · 82 K ≈ 275 kJ
- Aufwand: E = P · t = 1800 W · 160 s = 288 kJ
- η = 275 kJ : 288 kJ ≈ 95,4 %
- Nutzen: Q = c · m · ΔT = 4,19 kJ/(kg·K) · 0,8 kg · 82 K ≈ 275 kJ
- Aufwand: E = P · t = 1800 W · 160 s = 288 kJ
- η = 275 kJ : 288 kJ ≈ 95,4 %
AchtungWirkungsgrade einer Kette nicht multipliziert
90 %, 95 %, 90 %: Gesamtwirkungsgrad (90 % + 95 % + 90 %) : 3 ≈ 92 %
90 %, 95 %, 90 %: Gesamtwirkungsgrad 0,9 · 0,95 · 0,9 ≈ 0,77 = 77 %
Jede Stufe gibt nur ihren Anteil an die nächste weiter. Multipliziere die Wirkungsgrade als Dezimalzahlen.
ÜbenJetzt du
- ○16Ein Wasserkocher mit 2400 W bringt 1,2 kg Wasser in 200 s von 20 °C zum Sieden. Bestimme seinen Wirkungsgrad. (c = 4,19 kJ/(kg·K))So fängst du an:Nutzen: Q = c · m · ΔT = 4,19 kJ/(kg·K) · 1,2 kg · 80 K ≈ 402 kJ
Lösung zeigen
- Nutzen: Q = c · m · ΔT = 4,19 kJ/(kg·K) · 1,2 kg · 80 K ≈ 402 kJ
- Aufwand: E = P · t = 2400 W · 200 s = 480 kJ
- η = 402 kJ : 480 kJ ≈ 83,8 %
Ergebnis:83,8 % - ●17Ein Wasserkocher mit 2400 W bringt 1,2 kg Wasser in 180 s von 20 °C zum Sieden. Bestimme seinen Wirkungsgrad. (c = 4,19 kJ/(kg·K))
Lösung zeigen
- Nutzen: Q = c · m · ΔT = 4,19 kJ/(kg·K) · 1,2 kg · 80 K ≈ 402 kJ
- Aufwand: E = P · t = 2400 W · 180 s = 432 kJ
- η = 402 kJ : 432 kJ ≈ 93,1 %
Ergebnis:93,1 % - ★18Eine Energiekette: Kraftwerk 40 %, Leitung 94 %, Motor 90 %. Bestimme den Gesamtwirkungsgrad.
Lösung zeigen
- Jede Stufe gibt nur ihren Anteil weiter: Die Wirkungsgrade werden multipliziert.
- η = 0,4 · 0,94 · 0,9
- η ≈ 0,338 = 33,8 %
Ergebnis:33,8 %
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●19Ein Schlitten wird mit 100 N an einem Seil gezogen, das 60° gegen den Boden geneigt ist. Berechne die Arbeit auf 15 m in kJ.
Lösung zeigen
- Nur die Kraft in Wegrichtung zählt: W = F · s · cos α
- W = 100 N · 15 m · cos 60°
- W ≈ 750 J ≈ 0,75 kJ
Ergebnis:0,75 kJ - ●20Ein Auto mit 1800 kg fährt aus dem Stand auf 54 km/h. Berechne die Beschleunigungsarbeit in kJ (ohne Reibung).
Lösung zeigen
- v = 54 km/h : 3,6 = 15 m/s
- W = ΔE_kin = ½ · m · v²
- W = ½ · 1800 kg · (15 m/s)² ≈ 203 kJ
Ergebnis:203 kJ - ●21Eine Feder mit der Federkonstante 400 N/m wird um 15 cm gedehnt. Berechne die Spannenergie.
Lösung zeigen
- s = 15 cm = 0,15 m
- E = ½ · D · s²
- E = ½ · 400 N/m · (0,15 m)² = 4,5 J
Ergebnis:4,5 J - ●22Ein Ball mit 0,45 kg fliegt 3,5 m über dem Boden mit 4 m/s. Berechne seine mechanische Energie, Nullniveau am Boden.
Lösung zeigen
- E_pot = m · g · h = 0,45 kg · 9,81 N/kg · 3,5 m ≈ 15,5 J
- E_kin = ½ · m · v² = ½ · 0,45 kg · (4 m/s)² = 3,6 J
- E = E_pot + E_kin ≈ 19,1 J
Ergebnis:19,1 J - ●23Eine Feder (800 N/m) ist um 3 cm gestaucht und schießt eine Kugel mit 10 g senkrecht nach oben. Bestimme die Steighöhe, Reibung vernachlässigt.
Lösung zeigen
- E_spann = ½ · 800 N/m · (0,03 m)² = 0,36 J
- Energie bleibt: h = E_spann : (m · g)
- h = 0,36 J : (0,01 kg · 9,81 N/kg) ≈ 3,67 m
Ergebnis:3,67 m - ●24Berechne die Wärme, um 200 g Kupfer von 15 °C auf 90 °C zu erwärmen. (c = 0,38 kJ/(kg·K))
Lösung zeigen
- m = 0,2 kg, ΔT = 90 °C − 15 °C = 75 K
- Q = c · m · ΔT
- Q = 0,38 kJ/(kg·K) · 0,2 kg · 75 K ≈ 5,7 kJ
Ergebnis:5,7 kJ
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Arbeit als Energieänderung
- Arbeit ändert die Energie eines Körpers um genau ihren Betrag.
- Drei mechanische Energien
- Es gibt drei mechanische Energien: Lage, Bewegung und Spannung einer Feder.
- Energieerhaltung
- Ohne Reibung bleibt die mechanische Energie gleich: E_pot + E_kin + E_spann = konstant.
- Spezifische Wärmekapazität
- Wärme ändert die Temperatur je nach Masse und Stoff verschieden stark.
- Umwandlungswärme und Mischung
- Beim Schmelzen und Sieden bleibt die Temperatur trotz Wärmezufuhr gleich.
- Wirkungsgrad und Bilanz
- Energie geht nicht verloren, sie wird zum Teil zu Wärme.
AchtungDifferenz der Geschwindigkeiten quadriert
von 10 m/s auf 20 m/s: ΔE = ½ · m · (20 − 10)²
ΔE = ½ · m · (20² − 10²) = ½ · m · 300 m²/s²
Rechne die Bewegungsenergie vorher und nachher einzeln aus. Die Arbeit ist ihr Unterschied: ½ · m · (v₂² − v₁²).
AchtungLageenergie ohne Bezug auf das Nullniveau
Nullniveau Tisch (0,8 m), Regal 2 m: E_pot = m · g · 2 m
E_pot = m · g · (2 m − 0,8 m) = m · g · 1,2 m
Die Lageenergie zählt ab dem gewählten Nullniveau. Miss die Höhe von dort aus, nicht vom Boden.
AchtungMischungstemperatur als einfacher Mittelwert
1 kg mit 80 °C und 0,2 kg mit 20 °C: ϑ = (80 + 20) : 2 = 50 °C
ϑ = (1 · 80 + 0,2 · 20) : 1,2 = 70 °C
Jede Temperatur zählt mit ihrer Masse und ihrer Wärmekapazität. Die Mischung liegt näher bei der größeren Wärmemenge.
AchtungDen Faktor ½ vergessen
m = 2 kg, v = 3 m/s: E = 2 kg · (3 m/s)² = 18 J
E = ½ · 2 kg · (3 m/s)² = 9 J
In der Formel für die Bewegungsenergie steht ein halb: E = ½ · m · v². Du musst am Ende die Hälfte nehmen.
AchtungDas Quadrat vergessen
m = 2 kg, v = 3 m/s: E = ½ · 2 kg · 3 m/s = 3 J
E = ½ · 2 kg · (3 m/s)² = ½ · 2 kg · 9 m²/s² = 9 J
Die Geschwindigkeit steht im Quadrat: v² heißt v mal v. Rechne v² zuerst aus, dann hast du den Rest schnell.
AchtungDie Wurzel vergessen
v² = 2 · 10 N/kg · 5 m = 100, also v = 100 m/s
v² = 100 m²/s², also v = √(100 m²/s²) = 10 m/s
Du hast v² ausgerechnet, nicht v. Zieh am Ende noch die Wurzel.
AchtungWärme und Temperatur gleichgesetzt
0,2 kg und 2 kg Wasser, beide um 20 K erwärmt: gleich viel Wärme
Q = 4,2 kJ/(kg·K) · 2 kg · 20 K = 168 kJ, bei 0,2 kg nur 16,8 kJ
Die Temperatur sagt, wie warm etwas ist. Die Wärme hängt auch davon ab, wie viel Stoff warm wird.
Achtung273 zu einem Temperaturunterschied addiert
von 20 °C auf 50 °C: ΔT = 30 + 273 = 303 K
von 20 °C auf 50 °C: ΔT = 30 K
Für einen Unterschied kommt keine 273 dazu. Ein Unterschied von 1 °C ist genau 1 K.
AchtungKilojoule und Joule verwechselt
Q = 4200 J/(kg·K) · 2 kg · 10 K = 84.000 kJ
Q = 84.000 J = 84 kJ
Kilo heißt tausend: 1 kJ sind 1000 J. Schau, ob c in J oder in kJ angegeben ist, und schreib die passende Einheit.
AchtungAnteil und Prozent verwechselt
η = 30 J : 120 J = 0,25 %
η = 30 J : 120 J = 0,25 = 25 %
0,25 ist ein Viertel, also 25 Prozent. Zum Umrechnen in Prozent mal 100 nehmen.
AchtungZwischenergebnis als Antwort
Gesamtwiderstand gesucht, Antwort: I = 0,5 A
erst I = 0,5 A, dann weiter bis zur gesuchten Größe
Das ist ein richtiger Zwischenschritt. Lies noch einmal, was gesucht ist, und rechne weiter.
AchtungGrößen verwechselt
Masse = 50 N
Masse m = 5 kg, Gewichtskraft F = 50 N
Hier sind zwei Größen vertauscht. Schreib zuerst auf: Gegeben ist …, gesucht ist … – mit Formelzeichen.
AchtungVerhältnis umgekehrt angesetzt
N₁ = 1000, N₂ = 50, U₁ = 230 V: U₂ = 230 V · 1000 : 50
U₂ = 230 V · 50 : 1000 = 11,5 V
Prüf die Richtung: Mehr Windungen heißt mehr Spannung, mehr Strom heißt mehr Feld. Schätz zuerst, ob das Ergebnis größer oder kleiner wird.
AchtungFormel falsch umgestellt
V = ρ · m
ρ = m : V | · V | : ρ → V = m : ρ
Stell die Formel wie eine Gleichung um: Auf beiden Seiten dasselbe tun, bis die gesuchte Größe allein steht.
AchtungEinheiten nicht angeglichen
p = 200 N : 50 cm² = 4 Pa
50 cm² = 0,005 m², p = 200 N : 0,005 m² = 40 000 Pa
Die Angaben passen noch nicht zusammen. Rechne zuerst in die Einheiten der Formel um, dann setz ein.
AchtungEinheit vergessen
ρ = 54 : 20 = 2,7
ρ = 54 g : 20 cm³ = 2,7 g/cm³
Deine Zahl stimmt – aber eine Größe ist Zahl und Einheit. Schreib die Einheit dazu.
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich kann die Arbeit als Energieänderung berechnen, auch mit einer Kraft schräg zum Weg.
25Ein Schlitten wird mit 200 N an einem Seil gezogen, das 35° gegen den Boden geneigt ist. Berechne die Arbeit auf 25 m in kJ.Lösung zeigen
Ergebnis:4,1 kJIch kann Lage-, Bewegungs- und Spannenergie berechnen.
26Eine Feder mit der Federkonstante 200 N/m wird um 10 cm gedehnt. Berechne die Spannenergie.Lösung zeigen
Ergebnis:1 JIch kann mit dem Energieerhaltungssatz Geschwindigkeiten und Höhen bestimmen.
27Ein Skateboarder rollt aus der Ruhe 3 m tiefer. Bestimme seine Geschwindigkeit unten, Reibung vernachlässigt.Lösung zeigen
Ergebnis:7,67 m/sIch kann die Wärme bei Temperaturänderung berechnen und die spezifische Wärmekapazität bestimmen.
28Berechne die Wärme, um 200 g Aluminium von 22 °C auf 60 °C zu erwärmen. (c = 0,9 kJ/(kg·K))Lösung zeigen
Ergebnis:6,84 kJIch kann Umwandlungswärmen und Mischungstemperaturen berechnen.
29Berechne die Wärme, um 0,15 kg Wasser von 100 °C vollständig zu verdampfen. (Verdampfungswärme 2257 kJ/kg)Lösung zeigen
Ergebnis:339 kJIch kann Wirkungsgrade und Energiebilanzen aufstellen und bewerten.
30Ein Wasserkocher mit 1500 W bringt 1 kg Wasser in 270 s von 18 °C zum Sieden. Bestimme seinen Wirkungsgrad. (c = 4,19 kJ/(kg·K))Lösung zeigen
Ergebnis:84,8 %
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Wörter
- Anteil
- wie viel von einem Ganzen
- Gleichung
- zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind
- Summe
- was herauskommt, wenn man zusammenzählt
Wie es zusammenhängt
Das brauchst du vorher: Potenzen und Wurzeln
Lösungen
- 3,28 kJ
- 1,25 kJ
- 3320 J
- 1,44 J
- 2,88 J
- 0,432 J
- 19,8 m/s
- 8,86 m/s
- 24,4 m/s
- 10,1 kJ
- 4,19 kJ
- 115 K
- 83,5 kJ
- 226 kJ
- 160 kJ
- 83,8 %
- 93,1 %
- 33,8 %
- 0,75 kJ
- 203 kJ
- 4,5 J
- 19,1 J
- 3,67 m
- 5,7 kJ
- 4,1 kJ
- 1 J
- 7,67 m/s
- 6,84 kJ
- 339 kJ
- 84,8 %