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Physik · Klasse 11 · Kapitel

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Physik Einführungsphase: Energie und Energiebilanzen

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○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

1Ich kann die Arbeit als Energieänderung berechnen, auch mit einer Kraft schräg zum Weg.

MerkenArbeit als Energieänderung

Arbeit ändert die Energie eines Körpers um genau ihren Betrag.

Steht die Kraft schräg zum Weg, zählt nur ihr Anteil in Wegrichtung: W = F · s · cos α.

BeispielArbeit mit Winkel und auf der Rampe

Ein Schlitten wird mit 150 N an einem Seil gezogen, das 60° gegen den Boden geneigt ist. Berechne die Arbeit auf 20 m in kJ.
F = 150 Nα = 60°s = 20 mW = ?
Schritt für Schritt
  1. Nur die Kraft in Wegrichtung zählt: W = F · s · cos α
  2. W = 150 N · 20 m · cos 60°
  3. W ≈ 1500 J ≈ 1,5 kJ
  1. Nur die Kraft in Wegrichtung zählt: W = F · s · cos α
  2. W = 150 N · 20 m · cos 60°
  3. W ≈ 1500 J ≈ 1,5 kJ
Ergebnis:
1,5 kJ

AchtungWinkel zwischen Kraft und Weg nicht beachtet

So nicht
F = 100 N unter 30°, s = 20 m: W = 100 N · 20 m = 2000 J
So richtig
W = F · s · cos 30° = 100 N · 20 m · 0,87 ≈ 1730 J

Nur der Anteil der Kraft in Wegrichtung verrichtet Arbeit: W = F · s · cos α. Auf der Rampe zählt für die Lageenergie nur die Höhe.

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    Ein Schlitten wird mit 60 N an einem Seil gezogen, das 20° gegen den Boden geneigt ist. Berechne die Arbeit auf 25 m in kJ.
    F = 60 Nα = 20°s = 25 mW = ?
    So fängst du an:
    Nur die Kraft in Wegrichtung zählt: W = F · s · cos α
    Lösung zeigen
    1. Nur die Kraft in Wegrichtung zählt: W = F · s · cos α
    2. W = 60 N · 25 m · cos 20°
    3. W ≈ 1410 J ≈ 1,41 kJ
    Ergebnis:
    1,41 kJ
  2. ●2
    Ein Schlitten wird mit 120 N an einem Seil gezogen, das 60° gegen den Boden geneigt ist. Berechne die Arbeit auf 80 m in kJ.
    F = 120 Nα = 60°s = 80 mW = ?
    Lösung zeigen
    1. Nur die Kraft in Wegrichtung zählt: W = F · s · cos α
    2. W = 120 N · 80 m · cos 60°
    3. W ≈ 4800 J ≈ 4,8 kJ
    Ergebnis:
    4,8 kJ
  3. ★3
    Eine Kiste mit 25 kg wird reibungsfrei eine Rampe hinaufgezogen: 10 m lang, 15° geneigt. Berechne die Arbeit als Änderung der Lageenergie.
    m = 25 kgl = 10 m, α = 15°W = ?
    Lösung zeigen
    1. Höhenunterschied: h = l · sin α = 10 m · sin 15° ≈ 2,59 m
    2. W = ΔE_pot = m · g · h
    3. W = 25 kg · 9,81 N/kg · 2,59 m ≈ 635 J
    Ergebnis:
    635 J

2Ich kann Lage-, Bewegungs- und Spannenergie berechnen.

MerkenDrei mechanische Energien

Es gibt drei mechanische Energien: Lage, Bewegung und Spannung einer Feder.

Ihre Formeln: m · g · h ab einem Nullniveau, ½ · m · v² und ½ · D · s².

BeispielSpannenergie

Eine Feder mit der Federkonstante 250 N/m wird um 15 cm gedehnt. Berechne die Spannenergie.
sD = 250 N/ms = 15 cmE = ?
Schritt für Schritt
  1. s = 15 cm = 0,15 m
  2. E = ½ · D · s²
  3. E = ½ · 250 N/m · (0,15 m)² = 2,81 J
  1. s = 15 cm = 0,15 m
  2. E = ½ · D · s²
  3. E = ½ · 250 N/m · (0,15 m)² = 2,81 J
Ergebnis:
2,81 J

AchtungFederkraft als feste Kraft behandelt

So nicht
F = 6 N bei 4 cm: E bei 10 cm = 6 N · 0,10 m = 0,6 J
So richtig
D = 150 N/m, E = ½ · 150 N/m · (0,10 m)² = 0,75 J

Die Federkraft wächst mit der Dehnung. W = F · s gilt nur für eine feste Kraft. Bei der Feder rechnest du E = ½ · D · s².

ÜbenJetzt du

  1. ○4
    Eine Feder mit der Federkonstante 200 N/m wird um 8 cm gedehnt. Berechne die Spannenergie.
    sD = 200 N/ms = 8 cmE = ?
    So fängst du an:
    s = 8 cm = 0,08 m
    Lösung zeigen
    1. s = 8 cm = 0,08 m
    2. E = ½ · D · s²
    3. E = ½ · 200 N/m · (0,08 m)² = 0,64 J
    Ergebnis:
    0,64 J
  2. ●5
    Eine Feder mit der Federkonstante 500 N/m wird um 5 cm gedehnt. Berechne die Spannenergie.
    sD = 500 N/ms = 5 cmE = ?
    Lösung zeigen
    1. s = 5 cm = 0,05 m
    2. E = ½ · D · s²
    3. E = ½ · 500 N/m · (0,05 m)² = 0,625 J
    Ergebnis:
    0,625 J
  3. ★6
    Eine Feder wird mit 2 N um 2 cm gedehnt. Wie viel Spannenergie steckt in ihr, wenn sie um 15 cm gedehnt ist? Berechne.
    s2 N bei 2 cms = 15 cmE = ?
    Lösung zeigen
    1. Federkonstante: D = F : s = 2 N : 0,02 m = 100 N/m
    2. E = ½ · D · s²
    3. E = ½ · 100 N/m · (0,15 m)² ≈ 1,13 J
    Ergebnis:
    1,13 J

3Ich kann mit dem Energieerhaltungssatz Geschwindigkeiten und Höhen bestimmen.

MerkenEnergieerhaltung

Ohne Reibung bleibt die mechanische Energie gleich: E_pot + E_kin + E_spann = konstant.

Schreib die Summe vorher und nachher hin und setz sie gleich. Die Masse kürzt sich oft heraus.

BeispielEnergieerhaltung: Pendel und Achterbahn

Ein Rodel fährt aus der Ruhe 8 m tiefer. Bestimme seine Geschwindigkeit unten, Reibung vernachlässigt.
h = 8 mohne Reibungv = ?
Schritt für Schritt
  1. m · g · h = ½ · m · v², die Masse kürzt sich.
  2. v = √2 · g · h
  3. v = √2 · 9,81 N/kg · 8 m ≈ 12,5 m/s
  1. m · g · h = ½ · m · v², die Masse kürzt sich.
  2. v = √2 · g · h
  3. v = √2 · 9,81 N/kg · 8 m ≈ 12,5 m/s
Ergebnis:
12,5 m/s

AchtungEnergie verschwindet oder kommt dazu

So nicht
oben 1000 J Lageenergie, unten 800 J Bewegungsenergie: 200 J sind verschwunden
So richtig
1000 J = 800 J Bewegungsenergie + 200 J Wärme

Energie geht nicht verloren und entsteht nicht neu. Was am Anfang da ist, steckt am Ende in Bewegung, Lage und Wärme.

ÜbenJetzt du

  1. ○7
    Ein Skateboarder rollt aus der Ruhe 4 m tiefer. Bestimme seine Geschwindigkeit unten, Reibung vernachlässigt.
    h = 4 mohne Reibungv = ?
    So fängst du an:
    m · g · h = ½ · m · v², die Masse kürzt sich.
    Lösung zeigen
    1. m · g · h = ½ · m · v², die Masse kürzt sich.
    2. v = √2 · g · h
    3. v = √2 · 9,81 N/kg · 4 m ≈ 8,86 m/s
    Ergebnis:
    8,86 m/s
  2. ●8
    Ein Skateboarder rollt aus der Ruhe 3 m tiefer. Bestimme seine Geschwindigkeit unten, Reibung vernachlässigt.
    h = 3 mohne Reibungv = ?
    Lösung zeigen
    1. m · g · h = ½ · m · v², die Masse kürzt sich.
    2. v = √2 · g · h
    3. v = √2 · 9,81 N/kg · 3 m ≈ 7,67 m/s
    Ergebnis:
    7,67 m/s
  3. ★9
    Ein Achterbahnwagen hat in 35 m Höhe die Geschwindigkeit 4 m/s. Bestimme seine Geschwindigkeit in 15 m Höhe, Reibung vernachlässigt.
    oben: 35 m, 4 m/sunten: 15 mv = ?
    Lösung zeigen
    1. Energieerhaltung: ½ · m · v₁² + m · g · h₁ = ½ · m · v₂² + m · g · h₂
    2. Die Masse kürzt sich: v₂² = v₁² + 2 · g · (h₁ − h₂)
    3. v₂² = (4 m/s)² + 2 · 9,81 N/kg · 20 m ≈ 408 m²/s²
    4. v₂ ≈ 20,2 m/s
    Ergebnis:
    20,2 m/s

4Ich kann die Wärme bei Temperaturänderung berechnen und die spezifische Wärmekapazität bestimmen.

MerkenSpezifische Wärmekapazität

Wärme ändert die Temperatur je nach Masse und Stoff verschieden stark.

Es gilt Q = c · m · ΔT, c ist die spezifische Wärmekapazität.

BeispielWärme und Temperaturänderung

Berechne die Wärme, um 400 g Kupfer von 20 °C auf 75 °C zu erwärmen. (c = 0,38 kJ/(kg·K))
Kupfer: m = 400 g20 °C → 75 °CQ = ?
Schritt für Schritt
  1. m = 0,4 kg, ΔT = 75 °C − 20 °C = 55 K
  2. Q = c · m · ΔT
  3. Q = 0,38 kJ/(kg·K) · 0,4 kg · 55 K ≈ 8,36 kJ
  1. m = 0,4 kg, ΔT = 75 °C − 20 °C = 55 K
  2. Q = c · m · ΔT
  3. Q = 0,38 kJ/(kg·K) · 0,4 kg · 55 K ≈ 8,36 kJ
Ergebnis:
8,36 kJ

AchtungMasse in Gramm statt Kilogramm

So nicht
Q = 4,2 kJ/(kg·K) · 500 g · 10 K = 21.000 kJ
So richtig
500 g = 0,5 kg, Q = 4,2 kJ/(kg·K) · 0,5 kg · 10 K = 21 kJ

Die Wärmekapazität gilt je Kilogramm. Rechne die Masse zuerst in Kilogramm um: 1000 g sind 1 kg.

ÜbenJetzt du

  1. ○10
    Berechne die Wärme, um 200 g Aluminium von 22 °C auf 45 °C zu erwärmen. (c = 0,9 kJ/(kg·K))
    Aluminium: m = 200 g22 °C → 45 °CQ = ?
    So fängst du an:
    m = 0,2 kg, ΔT = 45 °C − 22 °C = 23 K
    Lösung zeigen
    1. m = 0,2 kg, ΔT = 45 °C − 22 °C = 23 K
    2. Q = c · m · ΔT
    3. Q = 0,9 kJ/(kg·K) · 0,2 kg · 23 K ≈ 4,14 kJ
    Ergebnis:
    4,14 kJ
  2. ●11
    Berechne die Wärme, um 400 g Eisen von 15 °C auf 60 °C zu erwärmen. (c = 0,45 kJ/(kg·K))
    Eisen: m = 400 g15 °C → 60 °CQ = ?
    Lösung zeigen
    1. m = 0,4 kg, ΔT = 60 °C − 15 °C = 45 K
    2. Q = c · m · ΔT
    3. Q = 0,45 kJ/(kg·K) · 0,4 kg · 45 K ≈ 8,1 kJ
    Ergebnis:
    8,1 kJ
  3. ★12
    Ein Tauchsieder mit 300 W erwärmt 2 kg Wasser 2 Minuten lang. Um wie viel Kelvin steigt die Temperatur ohne Verluste? (c = 4,19 kJ/(kg·K)) Berechne mit Einheit.
    P = 300 W, t = 2 minm = 2 kgΔT = ?
    Lösung zeigen
    1. Zugeführte Energie: E = P · t = 300 W · 120 s = 36.000 J
    2. E = c · m · ΔT, also ΔT = E : (c · m)
    3. ΔT = 36.000 J : (4190 J/(kg·K) · 2 kg) ≈ 4,3 K
    Ergebnis:
    4,3 K

5Ich kann Umwandlungswärmen und Mischungstemperaturen berechnen.

MerkenUmwandlungswärme und Mischung

Beim Schmelzen und Sieden bleibt die Temperatur trotz Wärmezufuhr gleich.

Umwandlungswärme: Q = q · m. Beim Mischen gibt der wärmere Körper ab, was der kältere aufnimmt.

BeispielSchmelzen und Verdampfen

Berechne die Wärme, um 0,4 kg Eis von 0 °C vollständig zu schmelzen. (Schmelzwärme 334 kJ/kg)
m = 0,4 kg0 °C, schmelzenQ = ?
Schritt für Schritt
  1. Q = q · m, die Temperatur bleibt dabei gleich.
  2. 334 · 0,4 ≈ 134
  3. Q ≈ 134 kJ
  1. Q = q · m, die Temperatur bleibt dabei gleich.
  2. 334 · 0,4 ≈ 134
  3. Q ≈ 134 kJ
Ergebnis:
134 kJ

AchtungWaagerechtes Stück beim Schmelzen und Sieden falsch gedeutet

So nicht
Beim Sieden steigt die Temperatur weiter, das Thermometer ist nur zu langsam.
So richtig
Beim Sieden bleibt ϑ = 100 °C, die Energie trennt die Teilchen voneinander.

Beim Schmelzen und Sieden fließt weiter Energie zu, aber die Temperatur bleibt. Die Energie löst die Teilchen voneinander.

ÜbenJetzt du

  1. ○13
    Berechne die Wärme, um 0,5 kg Wasser von 100 °C vollständig zu verdampfen. (Verdampfungswärme 2257 kJ/kg)
    m = 0,5 kg100 °C, verdampfenQ = ?
    So fängst du an:
    Q = q · m, die Temperatur bleibt dabei gleich.
    Lösung zeigen
    1. Q = q · m, die Temperatur bleibt dabei gleich.
    2. 2257 · 0,5 ≈ 1130
    3. Q ≈ 1130 kJ
    Ergebnis:
    1130 kJ
  2. ●14
    Berechne die Wärme, um 0,1 kg Wasser von 100 °C vollständig zu verdampfen. (Verdampfungswärme 2257 kJ/kg)
    m = 0,1 kg100 °C, verdampfenQ = ?
    Lösung zeigen
    1. Q = q · m, die Temperatur bleibt dabei gleich.
    2. 2257 · 0,1 ≈ 226
    3. Q ≈ 226 kJ
    Ergebnis:
    226 kJ
  3. ★15
    500 g Eis mit −18 °C sollen zu Wasser mit 10 °C werden. Berechne die nötige Wärme. (Eis 2,1 kJ/(kg·K), Schmelzwärme 334 kJ/kg, Wasser 4,19 kJ/(kg·K))
    Eis: 500 g, −18 °CZiel: Wasser, 10 °CQ = ?
    Lösung zeigen
    1. Eis erwärmen: 2,1 kJ/(kg·K) · 0,5 kg · 18 K ≈ 18,9 kJ
    2. Schmelzen: 334 kJ/kg · 0,5 kg = 167 kJ
    3. Wasser erwärmen: 4,19 kJ/(kg·K) · 0,5 kg · 10 K ≈ 21 kJ
    4. Q ≈ 207 kJ
    Ergebnis:
    207 kJ

6Ich kann Wirkungsgrade und Energiebilanzen aufstellen und bewerten.

MerkenWirkungsgrad und Bilanz

Energie geht nicht verloren, sie wird zum Teil zu Wärme.

Der Wirkungsgrad ist Nutzen durch Aufwand. In einer Kette werden die Wirkungsgrade multipliziert.

BeispielWirkungsgrad und Energiekette

Ein Wasserkocher mit 1500 W bringt 1 kg Wasser in 250 s von 18 °C zum Sieden. Bestimme seinen Wirkungsgrad. (c = 4,19 kJ/(kg·K))
P = 1500 W, t = 250 s1 kg, 18 °C → 100 °Cη = ?
Schritt für Schritt
  1. Nutzen: Q = c · m · ΔT = 4,19 kJ/(kg·K) · 1 kg · 82 K ≈ 344 kJ
  2. Aufwand: E = P · t = 1500 W · 250 s = 375 kJ
  3. η = 344 kJ : 375 kJ ≈ 91,6 %
  1. Nutzen: Q = c · m · ΔT = 4,19 kJ/(kg·K) · 1 kg · 82 K ≈ 344 kJ
  2. Aufwand: E = P · t = 1500 W · 250 s = 375 kJ
  3. η = 344 kJ : 375 kJ ≈ 91,6 %
Ergebnis:
91,6 %

AchtungWirkungsgrade einer Kette nicht multipliziert

So nicht
90 %, 95 %, 90 %: Gesamtwirkungsgrad (90 % + 95 % + 90 %) : 3 ≈ 92 %
So richtig
90 %, 95 %, 90 %: Gesamtwirkungsgrad 0,9 · 0,95 · 0,9 ≈ 0,77 = 77 %

Jede Stufe gibt nur ihren Anteil an die nächste weiter. Multipliziere die Wirkungsgrade als Dezimalzahlen.

ÜbenJetzt du

  1. ○16
    Ein Wasserkocher mit 2000 W bringt 0,5 kg Wasser in 100 s von 15 °C zum Sieden. Bestimme seinen Wirkungsgrad. (c = 4,19 kJ/(kg·K))
    P = 2000 W, t = 100 s0,5 kg, 15 °C → 100 °Cη = ?
    So fängst du an:
    Nutzen: Q = c · m · ΔT = 4,19 kJ/(kg·K) · 0,5 kg · 85 K ≈ 178 kJ
    Lösung zeigen
    1. Nutzen: Q = c · m · ΔT = 4,19 kJ/(kg·K) · 0,5 kg · 85 K ≈ 178 kJ
    2. Aufwand: E = P · t = 2000 W · 100 s = 200 kJ
    3. η = 178 kJ : 200 kJ ≈ 89 %
    Ergebnis:
    89 %
  2. ●17
    Ein Wasserkocher mit 2400 W bringt 1,5 kg Wasser in 280 s von 15 °C zum Sieden. Bestimme seinen Wirkungsgrad. (c = 4,19 kJ/(kg·K))
    P = 2400 W, t = 280 s1,5 kg, 15 °C → 100 °Cη = ?
    Lösung zeigen
    1. Nutzen: Q = c · m · ΔT = 4,19 kJ/(kg·K) · 1,5 kg · 85 K ≈ 534 kJ
    2. Aufwand: E = P · t = 2400 W · 280 s = 672 kJ
    3. η = 534 kJ : 672 kJ ≈ 79,5 %
    Ergebnis:
    79,5 %
  3. ★18
    Eine Energiekette: Kraftwerk 42 %, Leitung 96 %, Motor 90 %. Bestimme den Gesamtwirkungsgrad.
    E_zuE_nutz = ?Wärme
    Lösung zeigen
    1. Jede Stufe gibt nur ihren Anteil weiter: Die Wirkungsgrade werden multipliziert.
    2. η = 0,42 · 0,96 · 0,9
    3. η ≈ 0,363 = 36,3 %
    Ergebnis:
    36,3 %

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●19
    Ein Schlitten wird mit 100 N an einem Seil gezogen, das 20° gegen den Boden geneigt ist. Berechne die Arbeit auf 25 m in kJ.
    F = 100 Nα = 20°s = 25 mW = ?
    Lösung zeigen
    1. Nur die Kraft in Wegrichtung zählt: W = F · s · cos α
    2. W = 100 N · 25 m · cos 20°
    3. W ≈ 2350 J ≈ 2,35 kJ
    Ergebnis:
    2,35 kJ
  2. ●20
    Ein Auto mit 1200 kg fährt aus dem Stand auf 90 km/h. Berechne die Beschleunigungsarbeit in kJ (ohne Reibung).
    m = 1200 kg0 → 90 km/hW = ?
    Lösung zeigen
    1. v = 90 km/h : 3,6 = 25 m/s
    2. W = ΔE_kin = ½ · m · v²
    3. W = ½ · 1200 kg · (25 m/s)² ≈ 375 kJ
    Ergebnis:
    375 kJ
  3. ●21
    Eine Feder mit der Federkonstante 250 N/m wird um 8 cm gedehnt. Berechne die Spannenergie.
    sD = 250 N/ms = 8 cmE = ?
    Lösung zeigen
    1. s = 8 cm = 0,08 m
    2. E = ½ · D · s²
    3. E = ½ · 250 N/m · (0,08 m)² = 0,8 J
    Ergebnis:
    0,8 J
  4. ●22
    Ein Ball mit 1,5 kg fliegt 3,5 m über dem Boden mit 10 m/s. Berechne seine mechanische Energie, Nullniveau am Boden.
    m = 1,5 kgh = 3,5 m, v = 10 m/sE = ?
    Lösung zeigen
    1. E_pot = m · g · h = 1,5 kg · 9,81 N/kg · 3,5 m ≈ 51,5 J
    2. E_kin = ½ · m · v² = ½ · 1,5 kg · (10 m/s)² = 75 J
    3. E = E_pot + E_kin ≈ 127 J
    Ergebnis:
    127 J
  5. ●23
    Ein Fadenpendel wird um 10 cm angehoben und losgelassen. Bestimme die Geschwindigkeit im tiefsten Punkt, Reibung vernachlässigt.
    h = 10 cmohne Reibungv = ?
    Lösung zeigen
    1. m · g · h = ½ · m · v², die Masse kürzt sich.
    2. v = √2 · g · h
    3. v = √2 · 9,81 N/kg · 0,1 m ≈ 1,4 m/s
    Ergebnis:
    1,4 m/s
  6. ●24
    Eine Feder (400 N/m) ist um 8 cm gestaucht und schießt eine Kugel mit 5 g senkrecht nach oben. Bestimme die Steighöhe, Reibung vernachlässigt.
    sD = 400 N/ms = 8 cm, m = 5 gh = ?
    Lösung zeigen
    1. E_spann = ½ · 400 N/m · (0,08 m)² = 1,28 J
    2. Energie bleibt: h = E_spann : (m · g)
    3. h = 1,28 J : (0,005 kg · 9,81 N/kg) ≈ 26,1 m
    Ergebnis:
    26,1 m

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Arbeit als Energieänderung
Arbeit ändert die Energie eines Körpers um genau ihren Betrag.
Drei mechanische Energien
Es gibt drei mechanische Energien: Lage, Bewegung und Spannung einer Feder.
Energieerhaltung
Ohne Reibung bleibt die mechanische Energie gleich: E_pot + E_kin + E_spann = konstant.
Spezifische Wärmekapazität
Wärme ändert die Temperatur je nach Masse und Stoff verschieden stark.
Umwandlungswärme und Mischung
Beim Schmelzen und Sieden bleibt die Temperatur trotz Wärmezufuhr gleich.
Wirkungsgrad und Bilanz
Energie geht nicht verloren, sie wird zum Teil zu Wärme.

AchtungDifferenz der Geschwindigkeiten quadriert

So nicht
von 10 m/s auf 20 m/s: ΔE = ½ · m · (20 − 10)²
So richtig
ΔE = ½ · m · (20² − 10²) = ½ · m · 300 m²/s²

Rechne die Bewegungsenergie vorher und nachher einzeln aus. Die Arbeit ist ihr Unterschied: ½ · m · (v₂² − v₁²).

AchtungLageenergie ohne Bezug auf das Nullniveau

So nicht
Nullniveau Tisch (0,8 m), Regal 2 m: E_pot = m · g · 2 m
So richtig
E_pot = m · g · (2 m − 0,8 m) = m · g · 1,2 m

Die Lageenergie zählt ab dem gewählten Nullniveau. Miss die Höhe von dort aus, nicht vom Boden.

AchtungMischungstemperatur als einfacher Mittelwert

So nicht
1 kg mit 80 °C und 0,2 kg mit 20 °C: ϑ = (80 + 20) : 2 = 50 °C
So richtig
ϑ = (1 · 80 + 0,2 · 20) : 1,2 = 70 °C

Jede Temperatur zählt mit ihrer Masse und ihrer Wärmekapazität. Die Mischung liegt näher bei der größeren Wärmemenge.

AchtungDen Faktor ½ vergessen

So nicht
m = 2 kg, v = 3 m/s: E = 2 kg · (3 m/s)² = 18 J
So richtig
E = ½ · 2 kg · (3 m/s)² = 9 J

In der Formel für die Bewegungsenergie steht ein halb: E = ½ · m · v². Du musst am Ende die Hälfte nehmen.

AchtungDas Quadrat vergessen

So nicht
m = 2 kg, v = 3 m/s: E = ½ · 2 kg · 3 m/s = 3 J
So richtig
E = ½ · 2 kg · (3 m/s)² = ½ · 2 kg · 9 m²/s² = 9 J

Die Geschwindigkeit steht im Quadrat: v² heißt v mal v. Rechne v² zuerst aus, dann hast du den Rest schnell.

AchtungDie Wurzel vergessen

So nicht
v² = 2 · 10 N/kg · 5 m = 100, also v = 100 m/s
So richtig
v² = 100 m²/s², also v = √(100 m²/s²) = 10 m/s

Du hast v² ausgerechnet, nicht v. Zieh am Ende noch die Wurzel.

AchtungWärme und Temperatur gleichgesetzt

So nicht
0,2 kg und 2 kg Wasser, beide um 20 K erwärmt: gleich viel Wärme
So richtig
Q = 4,2 kJ/(kg·K) · 2 kg · 20 K = 168 kJ, bei 0,2 kg nur 16,8 kJ

Die Temperatur sagt, wie warm etwas ist. Die Wärme hängt auch davon ab, wie viel Stoff warm wird.

Achtung273 zu einem Temperaturunterschied addiert

So nicht
von 20 °C auf 50 °C: ΔT = 30 + 273 = 303 K
So richtig
von 20 °C auf 50 °C: ΔT = 30 K

Für einen Unterschied kommt keine 273 dazu. Ein Unterschied von 1 °C ist genau 1 K.

AchtungKilojoule und Joule verwechselt

So nicht
Q = 4200 J/(kg·K) · 2 kg · 10 K = 84.000 kJ
So richtig
Q = 84.000 J = 84 kJ

Kilo heißt tausend: 1 kJ sind 1000 J. Schau, ob c in J oder in kJ angegeben ist, und schreib die passende Einheit.

AchtungAnteil und Prozent verwechselt

So nicht
η = 30 J : 120 J = 0,25 %
So richtig
η = 30 J : 120 J = 0,25 = 25 %

0,25 ist ein Viertel, also 25 Prozent. Zum Umrechnen in Prozent mal 100 nehmen.

AchtungZwischenergebnis als Antwort

So nicht
Gesamtwiderstand gesucht, Antwort: I = 0,5 A
So richtig
erst I = 0,5 A, dann weiter bis zur gesuchten Größe

Das ist ein richtiger Zwischenschritt. Lies noch einmal, was gesucht ist, und rechne weiter.

AchtungGrößen verwechselt

So nicht
Masse = 50 N
So richtig
Masse m = 5 kg, Gewichtskraft F = 50 N

Hier sind zwei Größen vertauscht. Schreib zuerst auf: Gegeben ist …, gesucht ist … – mit Formelzeichen.

AchtungVerhältnis umgekehrt angesetzt

So nicht
N₁ = 1000, N₂ = 50, U₁ = 230 V: U₂ = 230 V · 1000 : 50
So richtig
U₂ = 230 V · 50 : 1000 = 11,5 V

Prüf die Richtung: Mehr Windungen heißt mehr Spannung, mehr Strom heißt mehr Feld. Schätz zuerst, ob das Ergebnis größer oder kleiner wird.

AchtungFormel falsch umgestellt

So nicht
V = ρ · m
So richtig
ρ = m : V   | · V   | : ρ   →   V = m : ρ

Stell die Formel wie eine Gleichung um: Auf beiden Seiten dasselbe tun, bis die gesuchte Größe allein steht.

AchtungEinheiten nicht angeglichen

So nicht
p = 200 N : 50 cm² = 4 Pa
So richtig
50 cm² = 0,005 m², p = 200 N : 0,005 m² = 40 000 Pa

Die Angaben passen noch nicht zusammen. Rechne zuerst in die Einheiten der Formel um, dann setz ein.

AchtungEinheit vergessen

So nicht
ρ = 54 : 20 = 2,7
So richtig
ρ = 54 g : 20 cm³ = 2,7 g/cm³

Deine Zahl stimmt – aber eine Größe ist Zahl und Einheit. Schreib die Einheit dazu.

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich kann die Arbeit als Energieänderung berechnen, auch mit einer Kraft schräg zum Weg.

    25
    Ein Schlitten wird mit 60 N an einem Seil gezogen, das 25° gegen den Boden geneigt ist. Berechne die Arbeit auf 50 m in kJ.
    F = 60 Nα = 25°s = 50 mW = ?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    2,72 kJ
  2. Ich kann Lage-, Bewegungs- und Spannenergie berechnen.

    26
    Eine Feder mit der Federkonstante 50 N/m wird um 20 cm gedehnt. Berechne die Spannenergie.
    sD = 50 N/ms = 20 cmE = ?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    1 J
  3. Ich kann mit dem Energieerhaltungssatz Geschwindigkeiten und Höhen bestimmen.

    27
    Ein Achterbahnwagen fährt aus der Ruhe 65 m tiefer. Bestimme seine Geschwindigkeit unten, Reibung vernachlässigt.
    h = 65 mohne Reibungv = ?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    35,7 m/s
  4. Ich kann die Wärme bei Temperaturänderung berechnen und die spezifische Wärmekapazität bestimmen.

    28
    Berechne die Wärme, um 750 g Aluminium von 15 °C auf 90 °C zu erwärmen. (c = 0,9 kJ/(kg·K))
    Aluminium: m = 750 g15 °C → 90 °CQ = ?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    50,6 kJ
  5. Ich kann Umwandlungswärmen und Mischungstemperaturen berechnen.

    29
    Berechne die Wärme, um 0,25 kg Wasser von 100 °C vollständig zu verdampfen. (Verdampfungswärme 2257 kJ/kg)
    m = 0,25 kg100 °C, verdampfenQ = ?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    564 kJ
  6. Ich kann Wirkungsgrade und Energiebilanzen aufstellen und bewerten.

    30
    Ein Wasserkocher mit 1500 W bringt 1 kg Wasser in 260 s von 15 °C zum Sieden. Bestimme seinen Wirkungsgrad. (c = 4,19 kJ/(kg·K))
    P = 1500 W, t = 260 s1 kg, 15 °C → 100 °Cη = ?
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    91,3 %

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Wörter

Anteil
wie viel von einem Ganzen
Gleichung
zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind
Summe
was herauskommt, wenn man zusammenzählt

Wie es zusammenhängt

Das brauchst du vorher: Potenzen und Wurzeln

Lösungen

  1. 1,41 kJ
  2. 4,8 kJ
  3. 635 J
  4. 0,64 J
  5. 0,625 J
  6. 1,13 J
  7. 8,86 m/s
  8. 7,67 m/s
  9. 20,2 m/s
  10. 4,14 kJ
  11. 8,1 kJ
  12. 4,3 K
  13. 1130 kJ
  14. 226 kJ
  15. 207 kJ
  16. 89 %
  17. 79,5 %
  18. 36,3 %
  19. 2,35 kJ
  20. 375 kJ
  21. 0,8 J
  22. 127 J
  23. 1,4 m/s
  24. 26,1 m
  25. 2,72 kJ
  26. 1 J
  27. 35,7 m/s
  28. 50,6 kJ
  29. 564 kJ
  30. 91,3 %