Physik · Klasse 12 · Kapitel
Physik Oberstufe: Mechanische und elektromagnetische Schwingungen
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
1Ich kann eine Schwingung mit Amplitude, Periodendauer, Frequenz und Kreisfrequenz beschreiben.
MerkenKenngrößen einer Schwingung
Die Amplitude ŷ ist der größte Ausschlag, die Periodendauer T die Zeit einer Schwingung.
Es gilt f = 1 : T und ω = 2π · f. Bei einer harmonischen Schwingung hängt T nicht von der Amplitude ab.
BeispielFrequenz, Periodendauer und Kreisfrequenz
Schritt für Schritt
- f = Zahl der Schwingungen : Zeit
- f = 15 : 20 s
- f = 0,75 Hz
- f = Zahl der Schwingungen : Zeit
- f = 15 : 20 s
- f = 0,75 Hz
AchtungFrequenz statt Kreisfrequenz
f = 50 Hz: U₀ = N · B · A · 50 1/s
f = 50 Hz: ω = 2π · 50 Hz = 314 1/s → U₀ = N · B · A · 314 1/s
In den Formeln für Schwingungen steht die Kreisfrequenz ω = 2π · f, nicht die Frequenz f.
ÜbenJetzt du
- ○1Ein Wagen zwischen zwei Federn macht in 10 s genau 15 volle Schwingungen. Berechne die Frequenz.So fängst du an:f = Zahl der Schwingungen : Zeit
Lösung zeigen
- f = Zahl der Schwingungen : Zeit
- f = 15 : 10 s
- f = 1,5 Hz
Ergebnis:1,5 Hz - ●2Ein Federpendel macht in 5 s genau 15 volle Schwingungen. Berechne die Frequenz.
Lösung zeigen
- f = Zahl der Schwingungen : Zeit
- f = 15 : 5 s
- f = 3 Hz
Ergebnis:3 Hz - ★3Das Diagramm zeigt y(t) für ein Fadenpendel mit ŷ = 6 cm. Lies die Periodendauer ab und berechne die Kreisfrequenz ω.
Lösung zeigen
- Eine Periode reicht von einem Nulldurchgang nach oben bis zum nächsten nach oben
- abgelesen: T = 0,8 s
- ω = 2π : T = 2π : 0,8 s = 7,85 1/s
Ergebnis:7,85 1/s
2Ich kann die Periodendauer eines Federpendels berechnen und ihre Abhängigkeit von den Parametern begründen.
MerkenPeriodendauer des Federpendels
Für das Federpendel gilt T = 2π · √(m : D).
Viermal so schwer heißt doppelt so lange. Beim Fadenpendel gilt T = 2π · √(l : g), die Masse zählt dort nicht.
BeispielPeriodendauer des Federpendels
Schritt für Schritt
- T = 2π · √m : D
- m = 0,1 kg, m : D = 0,002 kg · m/N
- T = 2π · √0,002 s² = 0,281 s
- T = 2π · √m : D
- m = 0,1 kg, m : D = 0,002 kg · m/N
- T = 2π · √0,002 s² = 0,281 s
AchtungDie Wurzel vergessen
v² = 2 · 10 N/kg · 5 m = 100, also v = 100 m/s
v² = 100 m²/s², also v = √(100 m²/s²) = 10 m/s
Schau auf die Einheit: m²/s² heißt, es ist noch v². Erst die Wurzel daraus ist v.
ÜbenJetzt du
- ○4Ein Körper mit m = 250 g hängt an einer Feder mit D = 5 N/m und schwingt. Berechne die Periodendauer.So fängst du an:T = 2π · √m : D
Lösung zeigen
- T = 2π · √m : D
- m = 0,25 kg, m : D = 0,05 kg · m/N
- T = 2π · √0,05 s² = 1,4 s
Ergebnis:1,4 s - ●5Ein Körper mit m = 500 g hängt an einer Feder mit D = 20 N/m und schwingt. Berechne die Periodendauer.
Lösung zeigen
- T = 2π · √m : D
- m = 0,5 kg, m : D = 0,025 kg · m/N
- T = 2π · √0,025 s² = 0,993 s
Ergebnis:0,993 s - ★6Ein Körper mit 500 g schwingt an einer Feder mit der Periodendauer T = 0,8 s. Berechne die Federkonstante D.
Lösung zeigen
- T = 2π · √m : D, quadriert und umgestellt: D = 4π² · m : T²
- m = 0,5 kg, T² = 0,64 s²
- D = 4π² · 0,5 kg : 0,64 s² = 30,8 N/m
Ergebnis:30,8 N/m
3Ich kann die Auslenkung einer harmonischen Schwingung mit y(t) = ŷ · sin(ω · t) berechnen.
MerkenZeitgesetz der Schwingung
Startet der Körper in der Ruhelage nach oben, gilt y(t) = ŷ · sin(ω · t).
Dabei ist ω = 2π : T, im Sinus steht ein Winkel im Bogenmaß.
BeispielAuslenkung zu einem Zeitpunkt
Schritt für Schritt
- y(t) = ŷ · sin(ω · t) mit ω = 2π : T, der Rechner im Bogenmaß
- ω = 2π : 2,4 s = 2,62 1/s, ω · t = 2,2
- y = 5 cm · sin(2,2) = 4,05 cm
- y(t) = ŷ · sin(ω · t) mit ω = 2π : T, der Rechner im Bogenmaß
- ω = 2π : 2,4 s = 2,62 1/s, ω · t = 2,2
- y = 5 cm · sin(2,2) = 4,05 cm
AchtungTaschenrechner im Gradmaß
sin(0,628) im Gradmaß = 0,011
sin(0,628) im Bogenmaß = 0,588
ω · t ist ein Winkel im Bogenmaß. Stell den Rechner auf Bogenmaß, sonst rechnet er mit Grad.
ÜbenJetzt du
- ○7Ein Federpendel schwingt nach y(t) = ŷ · sin(ω · t) mit ŷ = 5 cm und T = 1 s. Berechne die Auslenkung bei t = 0,35 s.So fängst du an:y(t) = ŷ · sin(ω · t) mit ω = 2π : T, der Rechner im Bogenmaß
Lösung zeigen
- y(t) = ŷ · sin(ω · t) mit ω = 2π : T, der Rechner im Bogenmaß
- ω = 2π : 1 s = 6,28 1/s, ω · t = 2,2
- y = 5 cm · sin(2,2) = 4,05 cm
Ergebnis:4,05 cm - ●8Ein Federpendel schwingt nach y(t) = ŷ · sin(ω · t) mit ŷ = 4 cm und T = 1 s. Berechne die Auslenkung bei t = 0,1 s.
Lösung zeigen
- y(t) = ŷ · sin(ω · t) mit ω = 2π : T, der Rechner im Bogenmaß
- ω = 2π : 1 s = 6,28 1/s, ω · t = 0,628
- y = 4 cm · sin(0,628) = 2,35 cm
Ergebnis:2,35 cm - ★9Ein Pendel schwingt nach y(t) = ŷ · sin(ω · t), ŷ = 6 cm, T = 1 s. Wann ist nach dem Start erstmals y = 1,5 cm?
Lösung zeigen
- sin(ω · t) = y : ŷ, also ω · t = arcsin(y : ŷ), der Rechner im Bogenmaß
- ω = 2π : 1 s = 6,28 1/s, arcsin(1,5 : 6) = 0,253
- t = 0,253 : 6,28 1/s = 0,0402 s
Ergebnis:0,0402 s
4Ich kann Energieumwandlungen und Dämpfung bei Schwingungen beschreiben und berechnen.
MerkenEnergie und Dämpfung
Ohne Reibung bleibt die Energie E = ½ · D · ŷ² gleich.
Im Umkehrpunkt ist sie Spannenergie, in der Ruhelage Bewegungsenergie. Dämpfung wandelt sie in innere Energie um, die Amplitude nimmt ab.
BeispielEnergie einer Schwingung
Schritt für Schritt
- Im Umkehrpunkt steckt alles in der Spannenergie: E = ½ · D · ŷ²
- ŷ = 0,08 m, ŷ² = 0,0064 m²
- E = ½ · 40 N/m · 0,0064 m² = 0,128 J = 128 mJ
- Im Umkehrpunkt steckt alles in der Spannenergie: E = ½ · D · ŷ²
- ŷ = 0,08 m, ŷ² = 0,0064 m²
- E = ½ · 40 N/m · 0,0064 m² = 0,128 J = 128 mJ
AchtungDen Faktor ½ vergessen
m = 2 kg, v = 3 m/s: E = 2 kg · (3 m/s)² = 18 J
E = ½ · 2 kg · (3 m/s)² = 9 J
Schreib die Formel ganz hin: E = ½ · m · v². Nimm am Ende die Hälfte.
ÜbenJetzt du
- ○10Ein Wagen schwingt reibungsfrei zwischen Federn mit D = 200 N/m. Seine Amplitude ist ŷ = 4 cm. Berechne die Energie der Schwingung.So fängst du an:Im Umkehrpunkt steckt alles in der Spannenergie: E = ½ · D · ŷ²
Lösung zeigen
- Im Umkehrpunkt steckt alles in der Spannenergie: E = ½ · D · ŷ²
- ŷ = 0,04 m, ŷ² = 0,0016 m²
- E = ½ · 200 N/m · 0,0016 m² = 0,16 J = 160 mJ
Ergebnis:160 mJ - ●11Ein Wagen schwingt reibungsfrei zwischen Federn mit D = 200 N/m. Seine Amplitude ist ŷ = 8 cm. Berechne die Energie der Schwingung.
Lösung zeigen
- Im Umkehrpunkt steckt alles in der Spannenergie: E = ½ · D · ŷ²
- ŷ = 0,08 m, ŷ² = 0,0064 m²
- E = ½ · 200 N/m · 0,0064 m² = 0,64 J = 640 mJ
Ergebnis:640 mJ - ★12Ein Wagen mit 250 g schwingt reibungsfrei zwischen Federn mit D = 100 N/m und ŷ = 6 cm. Berechne seine größte Geschwindigkeit.
Lösung zeigen
- In der Ruhelage ist die ganze Spannenergie Bewegungsenergie: ½ · D · ŷ² = ½ · m · v²
- umgestellt: v = ŷ · √D : m
- v = 0,06 m · √100 N/m : 0,25 kg = 1,2 m/s
Ergebnis:1,2 m/s
5Ich kann erzwungene Schwingungen und Resonanz erklären.
MerkenErzwungene Schwingung und Resonanz
Ein Erreger zwingt dem Oszillator seine Frequenz auf.
Trifft die Erregerfrequenz die Eigenfrequenz, wird die Amplitude sehr groß: Resonanz. Dämpfung macht die Resonanzspitze niedriger und breiter.
BeispielErzwungene Schwingung und Resonanz
Schritt für Schritt
- Die Amplitude hängt von der Erregerfrequenz ab.
- Am größten bei der Eigenfrequenz.
- Hier also bei 8 Hz: Jeder Anstoß kommt im richtigen Takt.
- Die Amplitude hängt von der Erregerfrequenz ab.
- Am größten bei der Eigenfrequenz.
- Hier also bei 8 Hz: Jeder Anstoß kommt im richtigen Takt.
AchtungResonanz als „schneller anregen heißt stärker“
f₀ = 0,5 Hz, angestoßen mit 1 Hz: schwingt am höchsten
f₀ = 0,5 Hz, angestoßen mit 0,5 Hz → Resonanz, schwingt am höchsten
Am stärksten schwingt ein Oszillator, wenn die Erregerfrequenz seine Eigenfrequenz trifft. Schneller anregen heißt nicht stärker.
ÜbenJetzt du
- ○13Eine Fußgängerbrücke hat die Eigenfrequenz 1 Hz. Sie wird mit 0,5 Hz, 1 Hz oder 2 Hz von Schritten angeregt. Wann schwingt sie am stärksten?So fängst du an:Die Amplitude hängt von der Erregerfrequenz ab.
Lösung zeigen
- Die Amplitude hängt von der Erregerfrequenz ab.
- Am größten bei der Eigenfrequenz.
- Hier also bei 1 Hz: Jeder Anstoß kommt im richtigen Takt.
Ergebnis:Bei 1 Hz: Die Erregerfrequenz ist gleich der Eigenfrequenz, es tritt Resonanz auf. - ●14Eine Schaukel hat die Eigenfrequenz 0,3 Hz. Sie wird mit 0,15 Hz, 0,3 Hz oder 0,6 Hz angestoßen. Wann schwingt sie am stärksten?
Lösung zeigen
- Die Amplitude hängt von der Erregerfrequenz ab.
- Am größten bei der Eigenfrequenz.
- Hier also bei 0,3 Hz: Jeder Anstoß kommt im richtigen Takt.
Ergebnis:Bei 0,3 Hz: Die Erregerfrequenz ist gleich der Eigenfrequenz, es tritt Resonanz auf. - ★15Die Resonanzkurve einer Autofederung hat ihre Spitze bei 2 Hz. Die Dämpfung wird schwächer eingestellt. Wie ändert sich die Resonanzkurve?
Lösung zeigen
- Bei Resonanz wird im Takt der Eigenfrequenz Energie zugeführt.
- Die Amplitude wächst, bis die Dämpfung so viel Energie abführt, wie dazukommt.
- Schwächere Dämpfung: Die Amplitude wächst weiter, die Spitze wird höher und schmaler.
Ergebnis:Die Spitze wird höher und schmaler, sie bleibt fast bei derselben Frequenz.
6Ich kann elektromagnetische Schwingungen im Schwingkreis beschreiben und mit der Thomsonschen Gleichung berechnen.
MerkenElektromagnetischer Schwingkreis
Im Schwingkreis pendelt die Energie zwischen elektrischem Feld und Magnetfeld.
Das eine sitzt im Kondensator, das andere in der Spule, die Eigenfrequenz ist f = 1 : (2π · √(L · C)).
BeispielThomsonsche Schwingungsgleichung
Schritt für Schritt
- f = 1 : (2π · √L · C)
- L · C = 0,01 H · 2,2 · 10⁻⁷ F, √L · C = 4,69 · 10⁻⁵ s
- f = 1 : (2π · 4,69 · 10⁻⁵ s) = 3,39 kHz
- f = 1 : (2π · √L · C)
- L · C = 0,01 H · 2,2 · 10⁻⁷ F, √L · C = 4,69 · 10⁻⁵ s
- f = 1 : (2π · 4,69 · 10⁻⁵ s) = 3,39 kHz
AchtungWurzelzusammenhang wie ein Verhältnis gerechnet
Masse mal 4: T = 4 · 0,5 s = 2 s
Masse mal 4: T = √4 · 0,5 s = 1 s
Die Größe steht unter der Wurzel. Viermal so groß heißt nur doppelt so lange, neunmal so groß dreimal so lange.
ÜbenJetzt du
- ○16Ein Schwingkreis besteht aus einer Spule mit L = 100 mH und einem Kondensator mit C = 2,2 µF. Berechne seine Eigenfrequenz.So fängst du an:f = 1 : (2π · √L · C)
Lösung zeigen
- f = 1 : (2π · √L · C)
- L · C = 0,1 H · 2,2 · 10⁻⁶ F, √L · C = 4,69 · 10⁻⁴ s
- f = 1 : (2π · 4,69 · 10⁻⁴ s) = 339 Hz
Ergebnis:339 Hz - ●17Ein Schwingkreis besteht aus einer Spule mit L = 1 mH und einem Kondensator mit C = 1 µF. Berechne seine Eigenfrequenz.
Lösung zeigen
- f = 1 : (2π · √L · C)
- L · C = 0,001 H · 1 · 10⁻⁶ F, √L · C = 3,16 · 10⁻⁵ s
- f = 1 : (2π · 3,16 · 10⁻⁵ s) = 5,03 kHz
Ergebnis:5,03 kHz - ★18Ein Schwingkreis schwingt mit 400 Hz. Der Kondensator wird gegen einen mit 9-facher Kapazität getauscht, die Spule bleibt. Berechne die neue Frequenz.
Lösung zeigen
- f = 1 : (2π · √L · C), also f wächst mit 1 : √C
- C wird 9-mal so groß: f wird durch √9 = 3 geteilt
- f = 400 Hz : 3 = 133 Hz
Ergebnis:133 Hz
7Ich kann das lineare Kraftgesetz als Bedingung prüfen und Geschwindigkeit und Beschleunigung durch Ableiten bestimmen.
MerkenKraftgesetz und Ableitung
Harmonisch schwingt ein Körper genau dann, wenn F = −D · y gilt.
Aus y(t) = ŷ · sin(ω · t) folgt v(t) = ŷ · ω · cos(ω · t) und a(t) = −ω² · y(t), also ω = √(D : m).
BeispielGeschwindigkeit und Beschleunigung durch Ableiten
Schritt für Schritt
- Ableiten: v(t) = ŷ · ω · cos(ω · t), also v_max = ŷ · ω
- ω = 2π · 1,5 Hz = 9,42 1/s, ŷ = 0,06 m
- v_max = 0,06 m · 9,42 1/s = 0,565 m/s
- Ableiten: v(t) = ŷ · ω · cos(ω · t), also v_max = ŷ · ω
- ω = 2π · 1,5 Hz = 9,42 1/s, ŷ = 0,06 m
- v_max = 0,06 m · 9,42 1/s = 0,565 m/s
AchtungFrequenz statt Kreisfrequenz
f = 50 Hz: U₀ = N · B · A · 50 1/s
f = 50 Hz: ω = 2π · 50 Hz = 314 1/s → U₀ = N · B · A · 314 1/s
Rechne zuerst ω = 2π · f aus. Setz erst dann in die Formel ein.
ÜbenJetzt du
- ○19Ein Federpendel schwingt mit y(t) = ŷ · sin(ω · t), ŷ = 8 cm und f = 1 Hz. Berechne die größte Geschwindigkeit.So fängst du an:Ableiten: v(t) = ŷ · ω · cos(ω · t), also v_max = ŷ · ω
Lösung zeigen
- Ableiten: v(t) = ŷ · ω · cos(ω · t), also v_max = ŷ · ω
- ω = 2π · 1 Hz = 6,28 1/s, ŷ = 0,08 m
- v_max = 0,08 m · 6,28 1/s = 0,503 m/s
Ergebnis:0,503 m/s - ●20Ein Federpendel schwingt mit y(t) = ŷ · sin(ω · t), ŷ = 6 cm und f = 2,5 Hz. Berechne die größte Geschwindigkeit.
Lösung zeigen
- Ableiten: v(t) = ŷ · ω · cos(ω · t), also v_max = ŷ · ω
- ω = 2π · 2,5 Hz = 15,7 1/s, ŷ = 0,06 m
- v_max = 0,06 m · 15,7 1/s = 0,942 m/s
Ergebnis:0,942 m/s - ★21Ein Federpendel schwingt mit y(t) = ŷ · sin(ω · t), ŷ = 6 cm und f = 5 Hz. Berechne den Betrag der größten Beschleunigung.
Lösung zeigen
- Zweimal ableiten: a(t) = −ŷ · ω² · sin(ω · t), also a_max = ŷ · ω²
- ω = 2π · 5 Hz = 31,4 1/s, ŷ = 0,06 m
- a_max = 0,06 m · (31,4 1/s)² = 59,2 m/s²
Ergebnis:59,2 m/s²
8Ich kann erzwungene elektromagnetische Schwingungen, Phasenverschiebung und Rückkopplung erklären.
MerkenResonanz im Schwingkreis und Rückkopplung
Abgestimmt ist ein Schwingkreis, wenn seine Eigenfrequenz die Senderfrequenz trifft.
Die Rückkopplung führt im Takt Energie nach. Bei Resonanz hinkt der Oszillator dem Erreger um 90° nach.
BeispielSchwingkreis abstimmen
Schritt für Schritt
- Resonanz, wenn die Eigenfrequenz gleich der Senderfrequenz ist: C = 1 : (4π² · f² · L)
- f = 1.000.000 Hz, L = 3,3 · 10⁻⁴ H
- C = 1 : (4π² · (1.000.000 Hz)² · 0,00033 H) = 76,8 pF
- Resonanz, wenn die Eigenfrequenz gleich der Senderfrequenz ist: C = 1 : (4π² · f² · L)
- f = 1.000.000 Hz, L = 3,3 · 10⁻⁴ H
- C = 1 : (4π² · (1.000.000 Hz)² · 0,00033 H) = 76,8 pF
AchtungDas Quadrat vergessen
m = 2 kg, v = 3 m/s: E = ½ · 2 kg · 3 m/s = 3 J
E = ½ · 2 kg · (3 m/s)² = ½ · 2 kg · 9 m²/s² = 9 J
Rechne zuerst v² = v · v aus und schreib die Zeile hin.
ÜbenJetzt du
- ○22Ein Schwingkreis mit L = 470 µH soll auf einen Sender mit f = 600 kHz abgestimmt werden. Berechne die nötige Kapazität.So fängst du an:Resonanz, wenn die Eigenfrequenz gleich der Senderfrequenz ist: C = 1 : (4π² · f² · L)
Lösung zeigen
- Resonanz, wenn die Eigenfrequenz gleich der Senderfrequenz ist: C = 1 : (4π² · f² · L)
- f = 600.000 Hz, L = 4,7 · 10⁻⁴ H
- C = 1 : (4π² · (600.000 Hz)² · 0,00047 H) = 150 pF
Ergebnis:150 pF - ●23Ein Schwingkreis mit L = 100 µH soll auf einen Sender mit f = 1000 kHz abgestimmt werden. Berechne die nötige Kapazität.
Lösung zeigen
- Resonanz, wenn die Eigenfrequenz gleich der Senderfrequenz ist: C = 1 : (4π² · f² · L)
- f = 1.000.000 Hz, L = 1 · 10⁻⁴ H
- C = 1 : (4π² · (1.000.000 Hz)² · 0,0001 H) = 253 pF
Ergebnis:253 pF - ★24Ein Radio hat eine Spule mit L = 330 µH und einen Drehkondensator von 120 pF bis 500 pF. Berechne die höchste Frequenz, auf die es sich abstimmen lässt.
Lösung zeigen
- f = 1 : (2π · √L · C): die höchste Frequenz bei der kleinsten Kapazität
- L · C = 3,3 · 10⁻⁴ H · 1,2 · 10⁻¹⁰ F
- f = 1 : (2π · √L · C) = 800 kHz
Ergebnis:800 kHz
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●25Ein Federpendel macht in 10 s genau 40 volle Schwingungen. Berechne die Frequenz.
Lösung zeigen
- f = Zahl der Schwingungen : Zeit
- f = 40 : 10 s
- f = 4 Hz
Ergebnis:4 Hz - ●26Ein Federpendel (m = 200 g, D = 50 N/m) wird einmal 3 cm und einmal 5 cm weit ausgelenkt. Wie unterscheiden sich die Periodendauern? Begründe.
Lösung zeigen
- T = 2π · √m : D enthält die Amplitude nicht.
- Größerer Ausschlag: größere Kraft, schnellerer Körper.
- Längerer Weg und größere Geschwindigkeit gleichen sich genau aus.
Ergebnis:Gar nicht: T hängt nicht von der Amplitude ab. - ●27Ein Körper mit m = 200 g hängt an einer Feder mit D = 25 N/m und schwingt. Berechne die Periodendauer.
Lösung zeigen
- T = 2π · √m : D
- m = 0,2 kg, m : D = 0,008 kg · m/N
- T = 2π · √0,008 s² = 0,562 s
Ergebnis:0,562 s - ●28Bei einem Fadenpendel mit 100 g wird die Masse der Kugel verdoppelt, sonst bleibt alles gleich. Wie ändert sich die Periodendauer? Begründe mit der Formel.
Lösung zeigen
- Fadenpendel: T = 2π · √l : g, ohne Masse.
- Die Masse der Kugel wird verdoppelt.
- T bleibt gleich: Beim Fadenpendel kommt die Masse in der Formel für T nicht vor.
Ergebnis:T bleibt gleich: Beim Fadenpendel kommt die Masse in der Formel für T nicht vor. - ●29Ein Federpendel schwingt nach y(t) = ŷ · sin(ω · t) mit ŷ = 6 cm und T = 0,8 s. Berechne die Auslenkung bei t = 0,04 s.
Lösung zeigen
- y(t) = ŷ · sin(ω · t) mit ω = 2π : T, der Rechner im Bogenmaß
- ω = 2π : 0,8 s = 7,85 1/s, ω · t = 0,314
- y = 6 cm · sin(0,314) = 1,85 cm
Ergebnis:1,85 cm - ●30Ein Pendel schwingt mit ŷ = 3 cm und T = 1 s und startet in der Ruhelage nach oben. Welche Gleichung beschreibt y(t)?
Lösung zeigen
- Start in der Ruhelage nach oben heißt: y(t) = ŷ · sin(ω · t).
- ω = 2π : T = 2π : 1 s = 6,28 1/s
- Also y(t) = 3 cm · sin(6,28 1/s · t).
Ergebnis:y(t) = 3 cm · sin(6,28 1/s · t)
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Kenngrößen einer Schwingung
- Die Amplitude ŷ ist der größte Ausschlag, die Periodendauer T die Zeit einer Schwingung.
- Periodendauer des Federpendels
- Für das Federpendel gilt T = 2π · √(m : D).
- Zeitgesetz der Schwingung
- Startet der Körper in der Ruhelage nach oben, gilt y(t) = ŷ · sin(ω · t).
- Energie und Dämpfung
- Ohne Reibung bleibt die Energie E = ½ · D · ŷ² gleich.
- Erzwungene Schwingung und Resonanz
- Ein Erreger zwingt dem Oszillator seine Frequenz auf.
- Elektromagnetischer Schwingkreis
- Im Schwingkreis pendelt die Energie zwischen elektrischem Feld und Magnetfeld.
- Kraftgesetz und Ableitung
- Harmonisch schwingt ein Körper genau dann, wenn F = −D · y gilt.
- Resonanz im Schwingkreis und Rückkopplung
- Abgestimmt ist ein Schwingkreis, wenn seine Eigenfrequenz die Senderfrequenz trifft.
AchtungPeriodendauer hängt von der Amplitude ab
ŷ = 2 cm: T = 0,6 s; ŷ = 8 cm: T = 1,2 s
ŷ = 2 cm: T = 0,6 s; ŷ = 8 cm: T = 0,6 s
Bei einer harmonischen Schwingung hängt die Periodendauer nicht von der Amplitude ab. Weiter ausgelenkt heißt auch schneller.
AchtungEnergie im Umkehrpunkt oder im leeren Kondensator verschwunden
Umkehrpunkt: v = 0 m/s, also keine Energie
Umkehrpunkt: E_Bewegung = 0 J, E_Spann = ½ · D · ŷ² → die ganze Energie
Die Energie wechselt nur die Form. Im Umkehrpunkt steckt sie ganz in der Spannenergie oder Lageenergie, in der Ruhelage ganz in der Bewegung.
AchtungSpitze bis Spitze als Amplitude
von oben bis unten 8 cm: ŷ = 8 cm
von oben bis unten 8 cm: ŷ = 8 cm : 2 = 4 cm
Die Amplitude misst man von der Mittellinie aus. Der Abstand von ganz oben nach ganz unten ist doppelt so groß.
AchtungJede Rückstellkraft gilt als harmonisch
F wächst mit y: 2 cm und 1 N, 4 cm und 4 N, also harmonisch
F : y = 0,5 N/cm und 1 N/cm → nicht proportional, nicht harmonisch
Harmonisch schwingt ein Körper nur, wenn die Rückstellkraft proportional zur Auslenkung ist: F = −D · y.
AchtungSchweres Pendel schwingt schneller
doppelt so schwere Kugel: T = 2 s : 2 = 1 s
doppelt so schwere Kugel, gleiche Länge: T = 2 s wie vorher
Die Masse der Kugel ändert die Schwingungsdauer nicht. Beim Fadenpendel zählt nur die Länge des Fadens.
AchtungPendeldauer wie die Länge vervielfacht
viermal so lang: T = 4 · 1 s = 4 s
viermal so lang: T = 2 · 1 s = 2 s
Die Dauer wächst langsamer als die Länge. Viermal so lang heißt nur doppelt so lange, neunmal so lang heißt dreimal so lange.
AchtungHalbe Schwingung als ganze genommen
Berg bis Tal = 20 cm, also λ = 20 cm
Berg bis Tal ist eine halbe Welle: λ = 2 · 20 cm = 40 cm
Eine ganze Schwingung geht einmal hoch und einmal runter, bis alles wieder von vorn beginnt. Die Wellenlänge reicht von Berg zu Berg.
AchtungStrom wird verbraucht
Vor der Lampe 0,3 A, hinter der Lampe 0,1 A – die Lampe hat Strom verbraucht.
vor der Lampe 0,3 A → hinter der Lampe 0,3 A (die Lampe nimmt Energie, nicht Strom)
Der Strom wird nicht verbraucht. Was hineinfließt, fließt auch wieder heraus. Die Lampe nimmt Energie, nicht Strom.
AchtungEnergie wird erzeugt
Generator: 500 J hinein, 600 J heraus
500 J hinein = 400 J elektrisch + 100 J Wärme
Energie entsteht nicht und verschwindet nicht. Ein Wandler macht aus einer Energieart eine andere, ein Teil wird Wärme.
AchtungEinheiten nicht angeglichen
p = 200 N : 50 cm² = 4 Pa
50 cm² = 0,005 m², p = 200 N : 0,005 m² = 40 000 Pa
Die Angaben passen noch nicht zusammen. Rechne zuerst in die Einheiten der Formel um, dann setz ein.
AchtungEinheit vergessen
ρ = 54 : 20 = 2,7
ρ = 54 g : 20 cm³ = 2,7 g/cm³
Deine Zahl stimmt – aber eine Größe ist Zahl und Einheit. Schreib die Einheit dazu.
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich kann eine Schwingung mit Amplitude, Periodendauer, Frequenz und Kreisfrequenz beschreiben.
31Ein Wagen zwischen zwei Federn macht in 15 s genau 20 volle Schwingungen. Berechne die Frequenz.Lösung zeigen
Ergebnis:1,33 HzIch kann die Periodendauer eines Federpendels berechnen und ihre Abhängigkeit von den Parametern begründen.
32Ein Körper mit m = 200 g hängt an einer Feder mit D = 5 N/m und schwingt. Berechne die Periodendauer.Lösung zeigen
Ergebnis:1,26 sIch kann Energieumwandlungen und Dämpfung bei Schwingungen beschreiben und berechnen.
33Ein Wagen schwingt reibungsfrei zwischen Federn mit D = 200 N/m. Seine Amplitude ist ŷ = 10 cm. Berechne die Energie der Schwingung.Lösung zeigen
Ergebnis:1000 mJIch kann erzwungene Schwingungen und Resonanz erklären.
34Eine Schaukel hat die Eigenfrequenz 0,3 Hz. Sie wird mit 0,15 Hz, 0,3 Hz oder 0,6 Hz angestoßen. Wann schwingt sie am stärksten?Lösung zeigen
Ergebnis:Bei 0,3 Hz: Die Erregerfrequenz ist gleich der Eigenfrequenz, es tritt Resonanz auf.
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Wörter
- Ableitung
- wie schnell sich etwas an einer Stelle ändert
- Gleichung
- zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind
Wie es zusammenhängt
Das brauchst du vorher: Trigonometrische Funktionen
Lösungen
- 1,5 Hz
- 3 Hz
- 7,85 1/s
- 1,4 s
- 0,993 s
- 30,8 N/m
- 4,05 cm
- 2,35 cm
- 0,0402 s
- 160 mJ
- 640 mJ
- 1,2 m/s
- Bei 1 Hz: Die Erregerfrequenz ist gleich der Eigenfrequenz, es tritt Resonanz auf.
- Bei 0,3 Hz: Die Erregerfrequenz ist gleich der Eigenfrequenz, es tritt Resonanz auf.
- Die Spitze wird höher und schmaler, sie bleibt fast bei derselben Frequenz.
- 339 Hz
- 5,03 kHz
- 133 Hz
- 0,503 m/s
- 0,942 m/s
- 59,2 m/s²
- 150 pF
- 253 pF
- 800 kHz
- 4 Hz
- Gar nicht: T hängt nicht von der Amplitude ab.
- 0,562 s
- T bleibt gleich: Beim Fadenpendel kommt die Masse in der Formel für T nicht vor.
- 1,85 cm
- y(t) = 3 cm · sin(6,28 1/s · t)
- 1,33 Hz
- 1,26 s
- 1000 mJ
- Bei 0,3 Hz: Die Erregerfrequenz ist gleich der Eigenfrequenz, es tritt Resonanz auf.