Wegweiser
Jemand lacht über mein Aussehen
Das ist nicht in Ordnung, und du bist damit nicht allein. Hier steht, was du tun kannst. Die Seite fragt nichts und speichert nichts.
1. Es liegt nicht an dir
- Wer über dein Aussehen lacht, sagt etwas über sich selbst, nicht über dich.
- Aussehen ist einer der häufigsten Gründe, warum Kinder geärgert werden. Es trifft viele, und niemand hat es verdient.
- Die meisten anderen bemerken an dir viel weniger, als du denkst. Das ist in Versuchen gut belegt.
2. Sag es jemandem
- Du musst nichts beweisen. Du musst auch nicht warten, bis es schlimm genug ist.
- Such dir eine erwachsene Person aus, der du vertraust. Den Satz unten kannst du vorlesen oder abschreiben.
- Wenn es im Chat passiert: nicht antworten, Bildschirmfoto machen, blockieren und einer erwachsenen Person zeigen.
So kannst du es sagen: „Seit [wann] machen [eine Person / mehrere] Bemerkungen über mein Aussehen, zuletzt am [Tag] in [Ort oder Chat]. Ich möchte, dass das aufhört, und brauche Ihre Hilfe.“
Wem du es sagen kannst:
- Deine Klassenleitung: Für fast alles der erste Weg: Lernen, Streit in der Klasse, Fehlzeiten, Fragen zur Schullaufbahn.
- Die Vertrauenslehrkraft: Eine Lehrkraft, die von Schülerinnen und Schülern gewählt ist und zuhört, wenn du mit jemandem reden willst.
- Die Schulsozialarbeit: Hilft bei Streit, Sorgen zu Hause, Geld und bei allem, was nicht Unterricht ist. Vertraulich.
- Deine Eltern oder eine andere erwachsene Person, der du vertraust.
3. Das muss die Schule tun
- Die Schule muss dafür sorgen, dass du sicher lernen kannst. Wenn sie davon weiß, muss sie etwas tun.
- Sie spricht mit den anderen, nicht vor der ganzen Klasse über dich.
- Wenn sich nach einer Woche nichts ändert, sag es noch einmal oder geh zur nächsten Person auf der Liste.
Im Moment selbst
- „Hör auf.“ Einmal, laut und klar. Dann geh zu anderen Leuten.
- „Das ist nicht witzig.“ Du musst nicht mitlachen.
- Nicht zurück beleidigen. Das macht es für dich schwerer, Hilfe zu bekommen.
Wenn du zusiehst
Du kannst helfen, ohne selbst zum Ziel zu werden:
- „Komm, wir gehen.“ Zu dem Kind, über das gelacht wird. Du holst es aus der Lage, statt mit den anderen zu streiten.
- „Lass das, das ist nicht okay.“ Einmal, ruhig, an die Person, die lacht. Dann nicht weiter diskutieren.
- „Ich sag es jetzt einer Lehrkraft.“ Und dann tust du es. Hilfe holen ist kein Petzen, es ist Schutz.
Wer dir außerhalb der Schule hilft
- Nummer gegen Kummer – Kinder- und Jugendtelefon, 116 111, montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr. Anonym und kostenlos reden, egal worüber. Samstags beraten Jugendliche. Chat montags bis donnerstags von 14 bis 20 Uhr.
- krisenchat. Krisenberatung per Chat oder WhatsApp, kostenlos für alle unter 25 Jahren.
- Schulpsychologische Beratungszentren (SIBUZ). Schulpsychologie und Pädagogik in jedem Bezirk – für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Schulen, rund um Lernen und Verhalten.
- Anlaufstelle Diskriminierungsschutz an Schulen (ADAS). Beratung, wenn du in der Schule diskriminiert wirst.
- JUUUPORT. Jugendliche beraten Jugendliche online, zum Beispiel bei Cybermobbing.
Anonym sagen, dass an deiner Schule jemand geärgert wird: im Kummerkasten. Dort wird nur gezählt, ohne Namen.
Aussehen ist einer der häufigsten Gründe für Hänseleien (Puhl, Luedicke und Heuer 2011). Andere bemerken viel weniger an dir, als du denkst (Gilovich, Medvec und Savitsky 2000). Mehr Stellen: Anlaufstellen · Wegweiser.