Chemie · Klasse 11 · Kapitel
Säuren, Basen, Salze
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
1Ich definiere Säuren und Basen nach Brønsted und unterscheide Säure und saure Lösung.
MerkenSäuren und Basen nach Brønsted
Eine Säure gibt ein Proton ab, eine Base nimmt eines auf.
Salzsäure enthält H₃O⁺- und Cl⁻-Ionen. Wasser kann Base und Säure sein.
BeispielSäuren und Basen nach Brønsted
Schritt für Schritt
- Vergleiche vor und nach der Reaktion, wo ein Proton weggeht und wo es ankommt.
- Eine Base nimmt das Proton auf.
- Das ist NH₃.
- Vergleiche vor und nach der Reaktion, wo ein Proton weggeht und wo es ankommt.
- Eine Base nimmt das Proton auf.
- Das ist NH₃.
AchtungProtonenübertragung in die falsche Richtung gedacht
NH₃ + H₂O: Ammoniak gibt ein Proton an Wasser ab.
Wasser gibt ein Proton an Ammoniak ab: NH₃ + H₂O ⇌ NH₄⁺ + OH⁻.
Vergleiche jedes Teilchen vor und nach der Reaktion. Zähle, ob ein H⁺ dazukam oder wegging.
ÜbenJetzt du
- ○1Welches Teilchen wirkt in der Reaktion CH₃COOH + H₂O ⇌ CH₃COO⁻ + H₃O⁺ als Base?So fängst du an:Vergleiche vor und nach der Reaktion, wo ein Proton weggeht und wo es ankommt.
Lösung zeigen
- Vergleiche vor und nach der Reaktion, wo ein Proton weggeht und wo es ankommt.
- Eine Base nimmt das Proton auf.
- Das ist H₂O.
Ergebnis:Das Teilchen H₂O - ●2Welches Teilchen wirkt in der Reaktion CH₃COOH + H₂O ⇌ CH₃COO⁻ + H₃O⁺ als Säure?
Lösung zeigen
- Vergleiche vor und nach der Reaktion, wo ein Proton weggeht und wo es ankommt.
- Eine Säure gibt das Proton ab.
- Das ist CH₃COOH.
Ergebnis:Das Teilchen CH₃COOH - ★3Welche Aussage über Wasser in der Reaktion HCl + H₂O → H₃O⁺ + Cl⁻ stimmt?
Lösung zeigen
- H₃O⁺ hat ein H⁺ mehr als H₂O.
- Das Wassermolekül hat es aufgenommen.
- Also wirkt es als Base.
Ergebnis:Wasser nimmt ein Proton auf und wirkt als Base
2Ich erkenne korrespondierende Säure-Base-Paare und Ampholyte.
MerkenKorrespondierende Paare
Jede Säure bildet durch Protonenabgabe ihre korrespondierende Base: HA + H₂O ⇌ A⁻ + H₃O⁺.
Teilchen, die beides können (H₂O, HCO₃⁻), heißen Ampholyte.
BeispielKorrespondierende Paare und Ampholyte
Schritt für Schritt
- Die Base entsteht durch Abgabe eines Protons.
- Von HCO₃⁻ wird ein H⁺ abgezogen, die Ladung sinkt um eins.
- Das ist CO₃²⁻.
- Die Base entsteht durch Abgabe eines Protons.
- Von HCO₃⁻ wird ein H⁺ abgezogen, die Ladung sinkt um eins.
- Das ist CO₃²⁻.
AchtungKorrespondierendes Paar falsch zugeordnet
Welches Teilchen ist die korrespondierende Base zu HCO₃⁻ → HCO₃⁻
Welches Teilchen ist die korrespondierende Base zu HCO₃⁻ → CO₃²⁻
Zeichne das Säureteilchen und markiere ein H⁺, das abgegeben wird. Prüfe, ob die Ladung um eins sinkt.
ÜbenJetzt du
- ○4Welches Teilchen ist die korrespondierende Base zu HCl?So fängst du an:Die Base entsteht durch Abgabe eines Protons.
Lösung zeigen
- Die Base entsteht durch Abgabe eines Protons.
- Von HCl wird ein H⁺ abgezogen, die Ladung sinkt um eins.
- Das ist Cl⁻.
Ergebnis:Cl⁻ - ●5Hydrogencarbonat HCO₃⁻ reagiert mit Säuren wie mit Basen. Was bedeutet das?
Lösung zeigen
- Mit einer Säure nimmt HCO₃⁻ ein Proton auf: Base.
- Mit einer Base gibt es ein Proton ab: Säure.
- Beides zusammen heißt Ampholyt.
Ergebnis:Es ist ein Ampholyt und kann Protonen aufnehmen und abgeben - ★6Warum ist Wasser ein Ampholyt?
Lösung zeigen
- Mit HCl bildet H₂O das Ion H₃O⁺.
- Mit NH₃ bildet es OH⁻.
- Beides kann es: Ampholyt.
Ergebnis:Es kann je nach Partner ein Proton aufnehmen oder abgeben
3Ich erkläre saure und basische Lösungen aus Nichtmetall- und Metalloxiden.
MerkenOxide und Wasser
Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren, Metalloxide Laugen.
Indikatoren zeigen H₃O⁺ und OH⁻ an.
BeispielOxide und Wasser: saure und basische Lösungen
Schritt für Schritt
- Distickstoffpentoxid ist ein Nichtmetalloxid.
- Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren.
- Der Indikator zeigt eine saure Lösung.
- Distickstoffpentoxid ist ein Nichtmetalloxid.
- Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren.
- Der Indikator zeigt eine saure Lösung.
AchtungMetall und Nichtmetall verwechselt
Kohlenstoffdioxid ist ein Metalloxid.
Kohlenstoff ist ein Nichtmetall, also ist CO₂ ein Nichtmetalloxid.
Such das Element vor „oxid“ im Periodensystem. Steht es links, ist es ein Metall.
ÜbenJetzt du
- ○7Wie reagiert die wässrige Lösung von Phosphor(V)-oxid (P₄O₁₀) gegenüber Universalindikator?So fängst du an:Phosphor(V)-oxid ist ein Nichtmetalloxid.
Lösung zeigen
- Phosphor(V)-oxid ist ein Nichtmetalloxid.
- Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren.
- Der Indikator zeigt eine saure Lösung.
Ergebnis:sauer, Färbung zu Rot hin - ●8Wie reagiert die wässrige Lösung von Stickstoffdioxid (NO₂) gegenüber Universalindikator?
Lösung zeigen
- Stickstoffdioxid ist ein Nichtmetalloxid.
- Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren.
- Der Indikator zeigt eine saure Lösung.
Ergebnis:sauer, Färbung zu Rot hin - ★9Wie reagiert die wässrige Lösung von Kohlenstoffdioxid (CO₂) gegenüber Universalindikator?
Lösung zeigen
- Kohlenstoffdioxid ist ein Nichtmetalloxid.
- Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren.
- Der Indikator zeigt eine saure Lösung.
Ergebnis:sauer, Färbung zu Rot hin
4Ich berechne den pH-Wert aus der Oxonium-Ionenkonzentration und umgekehrt.
MerkenpH-Wert
pH = −lg c(H₃O⁺). Eine Stufe bedeutet den Faktor zehn.
In Laugen gilt pOH = −lg c(OH⁻) und pH + pOH = 14 bei 25 Grad Celsius.
BeispielpH-Wert und Oxonium-Ionenkonzentration
Schritt für Schritt
- pOH = −lg 0,00001 = 5.
- pH + pOH = 14.
- pH = 14 − 5 = 9
- pOH = −lg 0,00001 = 5.
- pH + pOH = 14.
- pH = 14 − 5 = 9
AchtungBei Laugen den Schritt über c(OH⁻) ausgelassen
c(OH⁻) = 0,0010 mol/L, also pH 3.
pOH = 3, daher pH = 14 − 3 = 11.
Berechne zuerst pOH = −lg c(OH⁻). Ziehe das Ergebnis von 14 ab.
ÜbenJetzt du
- ○10Eine Natronlauge hat c(OH⁻) = 0,01 mol/L. Welchen pH-Wert hat sie bei 25 Grad Celsius?So fängst du an:pOH = −lg 0,01 = 2.
Lösung zeigen
- pOH = −lg 0,01 = 2.
- pH + pOH = 14.
- pH = 14 − 2 = 12
Ergebnis:pH-Wert 12 - ●11Salzsäure mit pH 2 wird im Verhältnis 1 : 100 mit Wasser verdünnt. Welchen pH-Wert hat die Lösung danach?
Lösung zeigen
- Faktor 100 sind 2 Zehnerstufen.
- Jede Stufe erhöht den pH-Wert um 1.
- pH = 2 + 2 = 4
Ergebnis:pH-Wert 4 - ★12Reines Wasser hat bei 25 Grad Celsius c(H₃O⁺) = 1,0 · 10⁻⁷ mol/L. Wie groß ist dann c(OH⁻)?
Lösung zeigen
- In reinem Wasser entstehen H₃O⁺ und OH⁻ gleich oft.
- Also c(OH⁻) = c(H₃O⁺).
- c(OH⁻) = 1,0 · 10⁻⁷ mol/L
Ergebnis:1,0 · 10⁻⁷ mol/L
5Ich beschreibe Neutralisation und Salzbildungsreaktionen auf Teilchenebene.
MerkenNeutralisation und Salzbildung
H₃O⁺ + OH⁻ → 2 H₂O. Die übrigen Ionen bleiben gelöst und bilden beim Eindampfen das Salz.
Auch Metalle und Metalloxide bilden mit Säuren Salze.
BeispielNeutralisation und Salzbildungsreaktionen
Schritt für Schritt
- Magnesium ist unedler als Wasserstoff.
- Es gibt Elektronen an H₃O⁺ ab.
- Es entstehen Mg²⁺, Cl⁻ und H₂.
- Magnesium ist unedler als Wasserstoff.
- Es gibt Elektronen an H₃O⁺ ab.
- Es entstehen Mg²⁺, Cl⁻ und H₂.
AchtungSalzbildung liefert immer Wasser
Magnesium und Salzsäure ergeben Magnesiumoxid und Wasser.
Magnesium und Salzsäure ergeben Magnesiumchlorid und Wasserstoff.
Bestimme die Reaktionspartner: Metall, Metalloxid oder Lauge? Ordne danach die Produkte zu.
ÜbenJetzt du
- ○13Welches Salz entsteht bei der Neutralisation von Calciumhydroxid-Lösung mit Salpetersäure?So fängst du an:Die Base Calciumhydroxid-Lösung liefert das Metall Calcium.
Lösung zeigen
- Die Base Calciumhydroxid-Lösung liefert das Metall Calcium.
- Die Säure Salpetersäure liefert den Säurerest nitrat.
- Das Salz heißt Calciumnitrat.
Ergebnis:Calciumnitrat - ●14Welches Salz entsteht bei der Neutralisation von Magnesiumhydroxid-Aufschlämmung mit Schwefelsäure?
Lösung zeigen
- Die Base Magnesiumhydroxid-Aufschlämmung liefert das Metall Magnesium.
- Die Säure Schwefelsäure liefert den Säurerest sulfat.
- Das Salz heißt Magnesiumsulfat.
Ergebnis:Magnesiumsulfat - ★15Welches Salz entsteht bei der Neutralisation von Kalilauge mit Salzsäure?
Lösung zeigen
- Die Base Kalilauge liefert das Metall Kalium.
- Die Säure Salzsäure liefert den Säurerest chlorid.
- Das Salz heißt Kaliumchlorid.
Ergebnis:Kaliumchlorid
6Ich beschreibe Salze als Ionenverbindungen und leite ihre Formeln ab.
MerkenSalze
Salze sind Ionenverbindungen mit Gitter.
Die Ladungen gleichen sich aus. Die Formel nennt das kleinste Verhältnis.
BeispielSalze als Ionenverbindungen
Schritt für Schritt
- Ladungen: Na⁺ und O²⁻.
- Kleinste Zahl für Ladungssumme Null: 2 mal Na, 1 mal O.
- Formel: Na₂O.
- Ladungen: Na⁺ und O²⁻.
- Kleinste Zahl für Ladungssumme Null: 2 mal Na, 1 mal O.
- Formel: Na₂O.
AchtungLadungen im Salz nicht ausgeglichen
Welche Formel hat Natriumoxid (Na⁺, O²⁻) → NaO
Welche Formel hat Natriumoxid (Na⁺, O²⁻) → Na₂O
Zähl die Ladungen: Plus und Minus müssen zusammen null ergeben. Nimm so viele Ionen, bis es aufgeht.
ÜbenJetzt du
- ○16Welche Formel hat Kaliumcarbonat (K⁺, CO₃²⁻)?So fängst du an:Ladungen: K⁺ und CO₃²⁻.
Lösung zeigen
- Ladungen: K⁺ und CO₃²⁻.
- Kleinste Zahl für Ladungssumme Null: 2 mal K, 1 mal CO₃.
- Formel: K₂CO₃.
Ergebnis:K₂CO₃ - ●17Welche Formel hat Ammoniumsulfat (NH₄⁺, SO₄²⁻)?
Lösung zeigen
- Ladungen: NH₄⁺ und SO₄²⁻.
- Kleinste Zahl für Ladungssumme Null: 2 mal NH₄, 1 mal SO₄.
- Formel: (NH₄)₂SO₄.
Ergebnis:(NH₄)₂SO₄ - ★18Wie lautet die Formel von Ammoniumsulfat (NH₄⁺, SO₄²⁻)?
Lösung zeigen
- SO₄²⁻ trägt zwei negative Ladungen.
- Zwei NH₄⁺ gleichen sie aus.
- Das zusammengesetzte Ion steht in Klammern: (NH₄)₂SO₄.
Ergebnis:(NH₄)₂SO₄
7Ich erkläre Leitfähigkeit und Solvatation von Salzlösungen.
MerkenSolvatation
Wassermoleküle lösen Ionen aus dem Gitter und umgeben sie als Hydrathülle.
Die beweglichen Ionen leiten den Strom.
BeispielSolvatation und Leitfähigkeit von Salzlösungen
Schritt für Schritt
- Natriumsulfat besteht aus Ionen im Gitter.
- Wassermoleküle lösen die Ionen heraus.
- Es entstehen 2 Na⁺ und SO₄²⁻.
- Natriumsulfat besteht aus Ionen im Gitter.
- Wassermoleküle lösen die Ionen heraus.
- Es entstehen 2 Na⁺ und SO₄²⁻.
AchtungSalz aus Molekülen
Kochsalz besteht aus NaCl-Molekülen, je ein Na und ein Cl.
Kochsalz ist ein Ionengitter. NaCl gibt nur das Verhältnis an: 1 : 1.
Zähl im Gitterbild die Nachbarn eines Natrium-Ions. Wie viele Chlorid-Ionen sind es?
ÜbenJetzt du
- ○19Welche Ionen entstehen beim Lösen von Aluminiumchlorid (AlCl₃) in Wasser?So fängst du an:Aluminiumchlorid besteht aus Ionen im Gitter.
Lösung zeigen
- Aluminiumchlorid besteht aus Ionen im Gitter.
- Wassermoleküle lösen die Ionen heraus.
- Es entstehen Al³⁺ und 3 Cl⁻.
Ergebnis:Al³⁺ und 3 Cl⁻ - ●20Welche Ionen entstehen beim Lösen von Natriumphosphat (Na₃PO₄) in Wasser?
Lösung zeigen
- Natriumphosphat besteht aus Ionen im Gitter.
- Wassermoleküle lösen die Ionen heraus.
- Es entstehen 3 Na⁺ und PO₄³⁻.
Ergebnis:3 Na⁺ und PO₄³⁻ - ★21Welche Ionen entstehen beim Lösen von Calciumchlorid (CaCl₂) in Wasser?
Lösung zeigen
- Calciumchlorid besteht aus Ionen im Gitter.
- Wassermoleküle lösen die Ionen heraus.
- Es entstehen Ca²⁺ und 2 Cl⁻.
Ergebnis:Ca²⁺ und 2 Cl⁻
8Ich beschreibe die Löslichkeit von Salzen als exothermen und endothermen Vorgang.
MerkenLöslichkeit
Löslichkeit ist die Masse, die sich in 100 g Wasser löst.
Überwiegt die Hydratationsenergie, ist Lösen exotherm.
BeispielLöslichkeit und Energie beim Lösen
Schritt für Schritt
- Die Lösung wiegt 100 g + 74 g = 174 g.
- w = 74 g : 174 g.
- w = 42,5 %
- Die Lösung wiegt 100 g + 74 g = 174 g.
- w = 74 g : 174 g.
- w = 42,5 %
AchtungLöslichkeit je 100 g Wasser mit Masseprozent verwechselt
36 g Salz auf 100 g Wasser sind eine 36-prozentige Lösung.
Die Lösung wiegt 136 g, der Salzanteil ist 36 g : 136 g = 26,5 Prozent.
Addiere Masse des Salzes und des Wassers zur Masse der Lösung. Teile die Salzmasse durch diese Summe.
ÜbenJetzt du
- ○22Die Löslichkeit von Natriumnitrat beträgt bei 20 Grad Celsius 88 g je 100 g Wasser. Bestimme: Wie viel Masseprozent Salz hat die gesättigte Lösung?So fängst du an:Die Lösung wiegt 100 g + 88 g = 188 g.
Lösung zeigen
- Die Lösung wiegt 100 g + 88 g = 188 g.
- w = 88 g : 188 g.
- w = 46,8 %
Ergebnis:46,8 % - ●23Die Löslichkeit von Kaliumchlorid beträgt bei 20 Grad Celsius 34 g je 100 g Wasser. Bestimme: Wie viel Masseprozent Salz hat die gesättigte Lösung?
Lösung zeigen
- Die Lösung wiegt 100 g + 34 g = 134 g.
- w = 34 g : 134 g.
- w = 25,4 %
Ergebnis:25,4 % - ★24Bestimme: Wie viel Natriumchlorid löst sich bei 20 Grad Celsius höchstens in 250 g Wasser (Löslichkeit 36 g je 100 g Wasser)?
Lösung zeigen
- Löslichkeit 36 g je 100 g Wasser.
- 250 g sind das 2,5-fache.
- 36 g · 2,5 = 90 g
Ergebnis:90 g
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●25Welches Teilchen wirkt in der Reaktion HNO₃ + H₂O → NO₃⁻ + H₃O⁺ als Säure?
Lösung zeigen
- Vergleiche vor und nach der Reaktion, wo ein Proton weggeht und wo es ankommt.
- Eine Säure gibt das Proton ab.
- Das ist HNO₃.
Ergebnis:Das Teilchen HNO₃ - ●26Welches Teilchen ist die korrespondierende Base zu HSO₄⁻?
Lösung zeigen
- Die Base entsteht durch Abgabe eines Protons.
- Von HSO₄⁻ wird ein H⁺ abgezogen, die Ladung sinkt um eins.
- Das ist SO₄²⁻.
Ergebnis:SO₄²⁻ - ●27Wie reagiert die wässrige Lösung von Schwefeldioxid (SO₂) gegenüber Universalindikator?
Lösung zeigen
- Schwefeldioxid ist ein Nichtmetalloxid.
- Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren.
- Der Indikator zeigt eine saure Lösung.
Ergebnis:sauer, Färbung zu Rot hin - ●28Salzsäure mit pH 1 wird im Verhältnis 1 : 100 mit Wasser verdünnt. Welcher pH-Wert ergibt sich?
Lösung zeigen
- Faktor 100 sind zwei Zehnerstufen.
- Jede Stufe erhöht den pH-Wert um 1.
- pH = 1 + 2 = 3
Ergebnis:pH-Wert 3 - ●2925 mL Salpetersäure (c = 0,2 mol/L) werden mit Calciumhydroxid-Lösung (c = 0,1 mol/L) neutralisiert (Calcium- und Magnesiumhydroxid liefern je Formeleinheit zwei Hydroxid-Ionen). Bestimme: Welches Volumen Calciumhydroxid-Lösung wird gebraucht?
Lösung zeigen
- n(H₃O⁺) = 1 · 0,2 mol/L · 0,025 L.
- n(OH⁻) = 2 · 0,1 mol/L · V muss gleich sein.
- V = 25 mL
Ergebnis:25 mL - ●30Warum ist ein Salzkristall hart und spröde?
Lösung zeigen
- Die starke Anziehung hält das Gitter hart.
- Bei einer Verschiebung liegen gleiche Ladungen nebeneinander.
- Sie stoßen sich ab, der Kristall bricht.
Ergebnis:Bei Verschiebung stoßen gleichnamige Ionen aufeinander und stoßen sich ab
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Säuren und Basen nach Brønsted
- Eine Säure gibt ein Proton ab, eine Base nimmt eines auf.
- Korrespondierende Paare
- Jede Säure bildet durch Protonenabgabe ihre korrespondierende Base: HA + H₂O ⇌ A⁻ + H₃O⁺.
- Oxide und Wasser
- Nichtmetalloxide bilden mit Wasser Säuren, Metalloxide Laugen.
- pH-Wert
- pH = −lg c(H₃O⁺). Eine Stufe bedeutet den Faktor zehn.
- Neutralisation und Salzbildung
- H₃O⁺ + OH⁻ → 2 H₂O. Die übrigen Ionen bleiben gelöst und bilden beim Eindampfen das Salz.
- Salze
- Salze sind Ionenverbindungen mit Gitter.
- Solvatation
- Wassermoleküle lösen Ionen aus dem Gitter und umgeben sie als Hydrathülle.
- Löslichkeit
- Löslichkeit ist die Masse, die sich in 100 g Wasser löst.
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich definiere Säuren und Basen nach Brønsted und unterscheide Säure und saure Lösung.
31Welches Teilchen wirkt in der Reaktion CH₃COOH + H₂O ⇌ CH₃COO⁻ + H₃O⁺ als Säure?Lösung zeigen
Ergebnis:Das Teilchen CH₃COOHIch erkenne korrespondierende Säure-Base-Paare und Ampholyte.
32Welches Teilchen ist die korrespondierende Base zu HSO₄⁻?Lösung zeigen
Ergebnis:SO₄²⁻Ich erkläre saure und basische Lösungen aus Nichtmetall- und Metalloxiden.
33Wie reagiert die wässrige Lösung von Schwefeltrioxid (SO₃) gegenüber Universalindikator?Lösung zeigen
Ergebnis:sauer, Färbung zu Rot hinIch berechne den pH-Wert aus der Oxonium-Ionenkonzentration und umgekehrt.
34Eine Lösung hat den pH-Wert 3. Bestimme: Wie groß ist c(H₃O⁺)?Lösung zeigen
Ergebnis:0,001 mol/LIch beschreibe Neutralisation und Salzbildungsreaktionen auf Teilchenebene.
35Welches Salz entsteht bei der Neutralisation von Kalilauge mit Schwefelsäure?Lösung zeigen
Ergebnis:KaliumsulfatIch beschreibe Salze als Ionenverbindungen und leite ihre Formeln ab.
36Welche Formel hat Natriumsulfat (Na⁺, SO₄²⁻)?Lösung zeigen
Ergebnis:Na₂SO₄Ich erkläre Leitfähigkeit und Solvatation von Salzlösungen.
37Welche Ionen entstehen beim Lösen von Calciumchlorid (CaCl₂) in Wasser?Lösung zeigen
Ergebnis:Ca²⁺ und 2 Cl⁻Ich beschreibe die Löslichkeit von Salzen als exothermen und endothermen Vorgang.
38Die Löslichkeit von Kaliumnitrat beträgt bei 20 Grad Celsius 32 g je 100 g Wasser. Bestimme: Wie viel Kaliumnitrat löst sich höchstens in 250 g Wasser?Lösung zeigen
Ergebnis:80 g
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Lösungen
- Das Teilchen H₂O
- Das Teilchen CH₃COOH
- Wasser nimmt ein Proton auf und wirkt als Base
- Cl⁻
- Es ist ein Ampholyt und kann Protonen aufnehmen und abgeben
- Es kann je nach Partner ein Proton aufnehmen oder abgeben
- sauer, Färbung zu Rot hin
- sauer, Färbung zu Rot hin
- sauer, Färbung zu Rot hin
- pH-Wert 12
- pH-Wert 4
- 1,0 · 10⁻⁷ mol/L
- Calciumnitrat
- Magnesiumsulfat
- Kaliumchlorid
- K₂CO₃
- (NH₄)₂SO₄
- (NH₄)₂SO₄
- Al³⁺ und 3 Cl⁻
- 3 Na⁺ und PO₄³⁻
- Ca²⁺ und 2 Cl⁻
- 46,8 %
- 25,4 %
- 90 g
- Das Teilchen HNO₃
- SO₄²⁻
- sauer, Färbung zu Rot hin
- pH-Wert 3
- 25 mL
- Bei Verschiebung stoßen gleichnamige Ionen aufeinander und stoßen sich ab
- Das Teilchen CH₃COOH
- SO₄²⁻
- sauer, Färbung zu Rot hin
- 0,001 mol/L
- Kaliumsulfat
- Na₂SO₄
- Ca²⁺ und 2 Cl⁻
- 80 g