Deutsch · Klasse 3 und 4 · Kapitel
Märchen, Fabel, Gedicht, Sachtext erkennen
EntdeckenDie Frage zum Kapitel
Woran erkennt man ein Märchen schon am ersten Satz?
Schreib eine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Für die Lehrkraft: Viele Märchen beginnen mit „Es war einmal“. Dann erwartet man Zauber, Könige und Hexen, und am Ende siegt das Gute. Quelle: Brüder Grimm, Kinder- und Hausmärchen, Ausgabe letzter Hand (1857)
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
Fit für das Kapitel?
Das brauchst du aus früheren Themen. Klappt es nicht, frag nach, bevor es losgeht.
ÜbenWeißt du das noch?
Die Stelle im Text finden: Satz für Satz lesen und prüfen, ob der Satz genau das sagt.
- ●23Heute nicht im Rennen
Beim Sportfest gibt es ein Wettrennen. Mila ist die Schnellste in ihrer Klasse. Alle wissen das. Neben ihr steht Ben. Er hat sich letzte Woche den Fuß verstaucht und humpelt noch ein bisschen.
Der Startpfiff ertönt. Mila rennt los und ist sofort vorne. Hinter sich hört sie einen Schrei. Ben ist gestolpert und liegt auf der Bahn.
Mila bleibt stehen. Die anderen Kinder laufen an ihr vorbei. Sie dreht sich um und hilft Ben auf. Zusammen gehen sie langsam ins Ziel. Sie sind die Letzten.
Am Abend fragt ihr Bruder: „Hast du gewonnen?“ Mila überlegt kurz. Dann sagt sie: „Heute nicht im Rennen.“ Ihr Bruder schaut verwirrt. Mila lächelt nur.
verstaucht: Beim Umknicken verletzt, sodass es wehtut und dick wird. humpelt: Geht ungleichmäßig, weil ein Bein wehtut. verwirrt: Man versteht gerade nicht, was los ist.
Warum humpelt Ben schon vor dem Start? Welcher Satz sagt es?Lösung zeigen
- Sag die Frage mit eigenen Worten. Dann lies Satz für Satz.
- Die Antwort steht in Absatz 1.
- Also steht die Antwort in diesem Satz.
Ergebnis:Er hat sich letzte Woche den Fuß verstaucht und humpelt noch ein bisschen. - ●24Warum der Mond leuchtet
Nachts sieht der Mond oft hell aus. Aber er leuchtet nicht selbst. Er ist eine große Kugel aus Gestein.
Das Licht kommt von der Sonne. Die Sonne scheint auf den Mond. Der Mond wirft das Licht zurück zur Erde, wie ein Spiegel.
Der Mond wandert in einem Monat einmal um die Erde. Deshalb sehen wir jeden Abend einen anderen Teil seiner hellen Seite. Mal ist er rund, mal nur eine schmale Sichel.
Gestein: Viel hartes Material aus Steinen. Sichel: Eine schmale, gebogene Form wie ein Teil eines Kreises.
Woraus besteht der Mond? Welcher Satz sagt es?Lösung zeigen
- Sag die Frage mit eigenen Worten. Dann lies Satz für Satz.
- Die Antwort steht in Absatz 1.
- Also steht die Antwort in diesem Satz.
Ergebnis:Er ist eine große Kugel aus Gestein.
So kannst du es dir vorstellen
EntdeckenDie Textart weckt eine Leseerwartung
Jede Textart hat Merkmale. Ein Märchen hat Zauber, eine Fabel sprechende Tiere und eine Lehre, ein Gedicht Verse und Reime, ein Sachtext Tatsachen. Wer die Textart erkennt, weiß, was er beim Lesen erwarten darf.
WeiterdenkenDenk nach
Ein Text erzählt von einem Fuchs. Woran entscheidest du, ob es eine Fabel oder ein Sachtext ist?
1Ich erkenne, ob ein Text ein Märchen, eine Fabel, ein Gedicht oder ein Sachtext ist.
EntdeckenFrage
Woran erkennt man ein Märchen schon am ersten Satz?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Viele Märchen beginnen mit „Es war einmal“. Dann erwartet man Zauber, Könige und Hexen, und am Ende siegt das Gute.
MerkenVier Textarten
Jede Textart hat ein Merkmal.
Zauber zeigt ein Märchen, sprechende Tiere mit einer Lehre zeigen eine Fabel. Verse mit Reim zeigen ein Gedicht, Tatsachen einen Sachtext.
BeispielTextarten: Märchen, Fabel, Gedicht oder Sachtext erkennen
Feldhasen leben auf Wiesen und Feldern. Sie fressen Gras, Kräuter und Rinde. Ein Hase kann bis zu 70 Kilometer in der Stunde schnell laufen. Die Jungen kommen schon mit offenen Augen zur Welt.
Was für ein Text ist das? Lies genau.
Schritt für Schritt
- Lies den Text und such ein Merkmal.
- Der Text nennt Tatsachen.
- Also: Sachtext.
- Lies den Text und such ein Merkmal.
- Der Text nennt Tatsachen.
- Also: Sachtext.
AchtungForm des Textes verwechselt: Märchen, Fabel, Gedicht oder Sachtext
Ein Fuchs spricht mit einem Raben, am Ende steht eine Lehre. Antwort: Sachtext, weil es um Tiere geht.
Fabel: Die Tiere sprechen wie Menschen, und es gibt eine Lehre. Ein Sachtext über Füchse nennt Tatsachen.
Such ein Merkmal im Text: Zauber, sprechende Tiere mit Lehre, Verse mit Reim oder Tatsachen.
ÜbenJetzt du
- ○1Die Stadtmaus und die Feldmaus
Eine Feldmaus besuchte ihre Cousine in der Stadt. Die Stadtmaus sagte: „Bei mir gibt es jeden Tag Kuchen und Käse!“ Doch immer wieder kam eine Katze, und die Mäuse mussten fliehen. Da ging die Feldmaus zurück aufs Feld, wo sie in Ruhe fressen konnte. Die Lehre: Ruhe ist oft mehr wert als Reichtum.
Was für ein Text ist das? Achte auf den Anfang.So fängst du an:Lies den Text und such ein Merkmal.Lösung zeigen
- Lies den Text und such ein Merkmal.
- Diese Stelle verrät es.
- Also: Fabel.
Ergebnis:Fabel - ●2Die Amsel
Am Morgen singt die Amsel laut,
die Sonne malt den Himmel blau.
Sie hat ein kleines Nest gebaut,
das weiß ich ganz genau.
Welche Textart ist das? Denk an die vier Textarten.Lösung zeigen
- Lies den Text und such ein Merkmal.
- Der Text hat Verse, und die Zeilen reimen sich: Kreuzreim.
- Also: Gedicht.
Ergebnis:Gedicht - ★3Der Mond
Der Mond steht still am Himmelszelt,
er leuchtet hell auf unsere Welt.
Die Sterne blinken, groß und klein,
und alle schlafen friedlich ein.
Welche Textart ist das? Begründe mit einem Merkmal.Lösung zeigen
- Lies den Text und such ein Merkmal.
- Der Text hat Verse, und die Zeilen reimen sich: Paarreim.
- Also: Gedicht.
Ergebnis:Gedicht
2Ich finde die Lehre einer Fabel und erkenne Märchen und Fabeln an ihren Merkmalen.
EntdeckenFrage
Warum sprechen in Fabeln Tiere?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Die Tiere stehen für Menschen: der schlaue Fuchs, der stolze Rabe. So zeigt die Fabel eine Lehre, ohne einen Menschen zu nennen.
MerkenDie Lehre
In der Fabel stehen Tiere für Menschen.
Die Lehre sagt, was Menschen aus der ganzen Geschichte lernen können. Ein einzelner Satz aus der Geschichte ist noch keine Lehre.
BeispielFabel: die Lehre finden
Eine Feldmaus besuchte ihre Cousine in der Stadt. Die Stadtmaus sagte: „Bei mir gibt es jeden Tag Kuchen und Käse!“ Doch immer wieder kam eine Katze, und die Mäuse mussten fliehen. Da ging die Feldmaus zurück aufs Feld, wo sie in Ruhe fressen konnte.
Was kann man aus dieser Fabel lernen?
Schritt für Schritt
- Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
- Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
- Also: Ruhe ist oft mehr wert als Reichtum.
- Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
- Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
- Also: Ruhe ist oft mehr wert als Reichtum.
AchtungLesen: Einzelheit statt Kern
Lehre der Fabel vom Fuchs und dem Raben: Der Käse fiel vom Ast hinunter.
Glaub nicht jedem, der dich lobt. Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für einen Satz der Geschichte.
Die Lehre passt zur ganzen Fabel und gilt für alle Menschen, nicht nur für einen Satz.
ÜbenJetzt du
- ○4Die Ameise und die Grille
Im Sommer sammelte die Ameise jeden Tag Körner. Die Grille zirpte und lag in der Sonne. Im Winter fand die Grille nichts mehr zu fressen. Sie bat die Ameise: „Gib mir bitte etwas ab!“ Die Ameise fragte: „Was hast du denn im Sommer gemacht?“
Was kann man aus dieser Fabel lernen?So fängst du an:Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.Lösung zeigen
- Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
- Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
- Also: Wer rechtzeitig vorsorgt, hat später genug.
Ergebnis:Wer rechtzeitig vorsorgt, hat später genug. - ●5Der Hase und die Schildkröte
Der Hase lachte über die langsame Schildkröte. Die Schildkröte sagte: „Wir laufen um die Wette!“ Der Hase rannte los und legte sich bald unter einen Baum. Die Schildkröte lief ohne Pause weiter und kam zuerst ans Ziel.
Welche Lehre passt zu dieser Fabel?Lösung zeigen
- Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
- Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
- Also: Wer nicht aufgibt, kommt auch langsam ans Ziel.
Ergebnis:Wer nicht aufgibt, kommt auch langsam ans Ziel. - ★6Die Ameise und die Grille
Im Sommer sammelte die Ameise jeden Tag Körner. Die Grille zirpte und lag in der Sonne. Im Winter fand die Grille nichts mehr zu fressen. Sie bat die Ameise: „Gib mir bitte etwas ab!“ Die Ameise fragte: „Was hast du denn im Sommer gemacht?“
Was will die Fabel den Lesern sagen?Lösung zeigen
- Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
- Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
- Also: Wer rechtzeitig vorsorgt, hat später genug.
Ergebnis:Wer rechtzeitig vorsorgt, hat später genug.
3Ich erkenne im Gedicht Verse, Strophen und Reime.
EntdeckenFrage
Warum darf ein Satz im Gedicht über zwei Zeilen laufen?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Im Gedicht zählt die Zeile, nicht der Satz. Eine Zeile heißt Vers, und ein Satz kann über mehrere Verse gehen. Mehrere Verse bilden eine Strophe.
MerkenReim, Vers, Strophe
Eine Zeile im Gedicht heißt Vers, mehrere Verse bilden eine Strophe.
Beim Reim klingen die Wörter am Zeilenende gleich. Paarreim heißt Zeile 1 und 2, Kreuzreim Zeile 1 und 3.
BeispielGedicht: Reim, Vers und Strophe
Der Regen klopft ans Fenster sacht,
er tropft und trommelt durch die Nacht.
Ich bleibe drinnen, warm und still,
und lese, was ich lesen will.
Welches Wort reimt sich auf „sacht“?
Schritt für Schritt
- Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
- Zeile 1 endet mit „sacht“, Zeile 2 mit „Nacht“.
- Also: Nacht.
- Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
- Zeile 1 endet mit „sacht“, Zeile 2 mit „Nacht“.
- Also: Nacht.
AchtungGestaltungsmittel ohne Signal bestimmt: Reim am Zeilenende
Der Herbst ist da, der Wind ist kalt, die Blätter fallen still im Wald. Reim auf kalt: Blätter.
Reim auf kalt: Wald. Beide Wörter stehen am Zeilenende und klingen am Ende gleich.
Lies nur die letzten Wörter der Zeilen laut. Welche klingen am Ende gleich?
ÜbenJetzt du
- ○7Regen
Der Regen klopft ans Fenster sacht,
er tropft und trommelt durch die Nacht.
Ich bleibe drinnen, warm und still,
und lese, was ich lesen will.
Welches Wort reimt sich auf „Nacht“?So fängst du an:Lies die letzten Wörter aller Zeilen.Lösung zeigen
- Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
- Zeile 2 endet mit „Nacht“, Zeile 1 mit „sacht“.
- Also: sacht.
Ergebnis:sacht - ●8Winter
Im Winter fällt der weiße Schnee,
es friert das Eis auf unserm See.
Wir bauen einen Schneemann hier
und trinken Tee um halb vier.
Welches Wort reimt sich auf „hier“?Lösung zeigen
- Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
- Zeile 3 endet mit „hier“, Zeile 4 mit „vier“.
- Also: vier.
Ergebnis:vier - ★9Die Bienen
Die Bienen fliegen hin und her,
sie summen um den Baum.
Der Honigtopf ist bald nicht leer,
das ist ein süßer Traum.
Wie reimen sich die Zeilen dieser Strophe?Lösung zeigen
- Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
- Es reimen sich: her und leer, Baum und Traum.
- Also: Kreuzreim.
Ergebnis:Kreuzreim
4Ich erkenne, was ein Text will: informieren, erzählen oder eine Lehre zeigen.
EntdeckenFrage
Kann ein Text über einen Fuchs ein Sachtext und eine Fabel sein?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Nein. Der Sachtext nennt Tatsachen über echte Füchse. Die Fabel erzählt eine erfundene Geschichte, in der der Fuchs spricht.
MerkenWas will der Text?
Ein Sachtext informiert über die Wirklichkeit.
Märchen und Fabeln erzählen erfundene Geschichten. Ein Gedicht malt mit Versen und Reimen ein Bild.
BeispielTextarten: Was will der Text?
Es war einmal ein Schneider mit drei Söhnen. Der älteste Sohn lernte bei einem Tischler. Zum Abschied bekam er ein kleines Tischchen. Wenn er „Tischlein, deck dich!“ rief, stand sofort ein Essen darauf.
Was will dieser Text vor allem?
Schritt für Schritt
- Bestimm zuerst die Textart.
- Diese Stelle verrät es: Es war einmal ein Schneider mit drei Söhnen.
- Also: eine Zaubergeschichte erzählen.
- Bestimm zuerst die Textart.
- Diese Stelle verrät es: Es war einmal ein Schneider mit drei Söhnen.
- Also: eine Zaubergeschichte erzählen.
AchtungForm des Textes verwechselt: Absicht des Textes
Ein Text über den Igel nennt die Zahl seiner Stacheln. Antwort: Er will eine Geschichte erzählen.
Er will über Tatsachen informieren. Ein Sachtext erzählt keine erfundene Geschichte.
Informiert der Text über die Wirklichkeit, oder erzählt er eine erfundene Geschichte?
ÜbenJetzt du
- ○10Der Mond
Der Mond steht still am Himmelszelt,
er leuchtet hell auf unsere Welt.
Die Sterne blinken, groß und klein,
und alle schlafen friedlich ein.
Was will dieser Text vor allem?So fängst du an:Bestimm zuerst die Textart.Lösung zeigen
- Bestimm zuerst die Textart.
- Der Text hat Verse, und die Zeilen reimen sich: Paarreim.
- Also: mit Versen und Reimen ein Bild malen.
Ergebnis:mit Versen und Reimen ein Bild malen - ●11Der Hase und die Schildkröte
Der Hase lachte über die langsame Schildkröte. Die Schildkröte sagte: „Wir laufen um die Wette!“ Der Hase rannte los und legte sich bald unter einen Baum. Die Schildkröte lief ohne Pause weiter und kam zuerst ans Ziel. Die Lehre: Wer nicht aufgibt, kommt auch langsam ans Ziel.
Wozu ist dieser Text geschrieben?Lösung zeigen
- Bestimm zuerst die Textart.
- Diese Stelle verrät es: Die Schildkröte sagte: „Wir laufen um die Wette!“
- Also: mit Tieren eine Lehre zeigen.
Ergebnis:mit Tieren eine Lehre zeigen - ★12Ein Sachtext und eine Fabel handeln beide von der Schildkröte.
Welcher Satz stammt aus dem Sachtext?Lösung zeigen
- Prüf jeden Satz: Tatsache oder Geschichte?
- Ein Sachtext informiert über die Wirklichkeit. Er nennt Tatsachen, oft auch Zahlen.
- Also stammt dieser Satz aus dem Sachtext.
Ergebnis:Manche Landschildkröten werden über 50 Jahre alt.
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●13Der Bach
Der Bach fließt munter durch den Wald,
er springt und plätschert fort.
Sein Wasser ist so frisch und kalt,
und weiter geht es, Ort für Ort.
Was für ein Text ist das? Achte auf den Anfang.Lösung zeigen
- Lies den Text und such ein Merkmal.
- Der Text hat Verse, und die Zeilen reimen sich: Kreuzreim.
- Also: Gedicht.
Ergebnis:Gedicht - ●14Ein Text hat dieses Merkmal: Die Sätze sind sachlich und genau.
Zu welcher Textart passt das?Lösung zeigen
- Lies das Merkmal und denk an die vier Textarten.
- Ein Sachtext informiert über die Wirklichkeit. Er nennt Tatsachen, oft auch Zahlen.
- Also: Sachtext.
Ergebnis:Sachtext - ●15Die Stadtmaus und die Feldmaus
Eine Feldmaus besuchte ihre Cousine in der Stadt. Die Stadtmaus sagte: „Bei mir gibt es jeden Tag Kuchen und Käse!“ Doch immer wieder kam eine Katze, und die Mäuse mussten fliehen. Da ging die Feldmaus zurück aufs Feld, wo sie in Ruhe fressen konnte.
Welche Lehre passt zu dieser Fabel?Lösung zeigen
- Überleg, welcher Fehler in der Geschichte passiert.
- Die Lehre gilt für alle Menschen, nicht nur für das Tier.
- Also: Ruhe ist oft mehr wert als Reichtum.
Ergebnis:Ruhe ist oft mehr wert als Reichtum. - ●16Die Amsel
Am Morgen singt die Amsel laut,
die Sonne malt den Himmel blau.
Sie hat ein kleines Nest gebaut,
das weiß ich ganz genau.
Welches Wort reimt sich auf „genau“?Lösung zeigen
- Lies die letzten Wörter aller Zeilen.
- Zeile 4 endet mit „genau“, Zeile 2 mit „blau“.
- Also: blau.
Ergebnis:blau - ●17Herbst
Der Herbst ist da, der Wind ist kalt,
die Blätter fallen still im Wald.
Ich zieh die warme Jacke an
und renne, so schnell ich kann.
Wozu ist dieser Text geschrieben?Lösung zeigen
- Bestimm zuerst die Textart.
- Der Text hat Verse, und die Zeilen reimen sich: Paarreim.
- Also: mit Versen und Reimen ein Bild malen.
Ergebnis:mit Versen und Reimen ein Bild malen - ●18Regen
Der Regen klopft ans Fenster sacht,
er tropft und trommelt durch die Nacht.
Ich bleibe drinnen, warm und still,
und lese, was ich lesen will.
Welche Textart ist das? Denk an die vier Textarten.Lösung zeigen
- Lies den Text und such ein Merkmal.
- Der Text hat Verse, und die Zeilen reimen sich: Paarreim.
- Also: Gedicht.
Ergebnis:Gedicht
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Vier Textarten
- Jede Textart hat ein Merkmal.
- Die Lehre
- In der Fabel stehen Tiere für Menschen.
- Reim, Vers, Strophe
- Eine Zeile im Gedicht heißt Vers, mehrere Verse bilden eine Strophe.
- Was will der Text?
- Ein Sachtext informiert über die Wirklichkeit.
AchtungLesen: Vorwissen statt Text
Lehre der Fabel vom Hasen und der Schildkröte: Hasen sind schneller als Schildkröten.
Wer nicht aufgibt, kommt auch langsam ans Ziel. Das sagt die Geschichte, nicht das Wissen über Tiere.
Was du über das Tier weißt, ist noch keine Lehre. Was soll man aus der Geschichte lernen?
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich erkenne, ob ein Text ein Märchen, eine Fabel, ein Gedicht oder ein Sachtext ist.
19Der Igel
Igel sind vor allem nachts unterwegs. Sie fressen Käfer, Würmer und Schnecken. Ein erwachsener Igel hat mehrere tausend Stacheln. Im Winter halten Igel einen Winterschlaf.
Was für ein Text ist das? Achte auf den Anfang.Lösung zeigen
Ergebnis:SachtextIch finde die Lehre einer Fabel und erkenne Märchen und Fabeln an ihren Merkmalen.
20Der Fuchs und der Rabe
Ein Rabe saß mit einem Stück Käse auf einem Ast. Der Fuchs rief: „Du hast sicher die schönste Stimme im Wald!“ Der Rabe wollte singen und öffnete den Schnabel. Der Käse fiel hinunter, und der Fuchs fraß ihn.
Was kann man aus dieser Fabel lernen?Lösung zeigen
Ergebnis:Glaub nicht jedem, der dich lobt.Ich erkenne im Gedicht Verse, Strophen und Reime.
21Herbst
Der Herbst ist da, der Wind ist kalt,
die Blätter fallen still im Wald.
Ich zieh die warme Jacke an
und renne, so schnell ich kann.
Welches Wort reimt sich auf „Wald“?Lösung zeigen
Ergebnis:kaltIch erkenne, was ein Text will: informieren, erzählen oder eine Lehre zeigen.
22Der Hase und die Schildkröte
Der Hase lachte über die langsame Schildkröte. Die Schildkröte sagte: „Wir laufen um die Wette!“ Der Hase rannte los und legte sich bald unter einen Baum. Die Schildkröte lief ohne Pause weiter und kam zuerst ans Ziel. Die Lehre: Wer nicht aufgibt, kommt auch langsam ans Ziel.
Wozu ist dieser Text geschrieben?Lösung zeigen
Ergebnis:mit Tieren eine Lehre zeigen
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Die Frage vom Anfang
EntdeckenRückschau
Woran erkennt man ein Märchen schon am ersten Satz?
Lies deine Vermutung vom Anfang. Kannst du die Frage jetzt mit dem Kapitel beantworten?
Auflösung
Viele Märchen beginnen mit „Es war einmal“. Dann erwartet man Zauber, Könige und Hexen, und am Ende siegt das Gute.
Wörter
- Gleichung
- zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind
Lösungen
- Fabel
- Gedicht
- Gedicht
- Wer rechtzeitig vorsorgt, hat später genug.
- Wer nicht aufgibt, kommt auch langsam ans Ziel.
- Wer rechtzeitig vorsorgt, hat später genug.
- sacht
- vier
- Kreuzreim
- mit Versen und Reimen ein Bild malen
- mit Tieren eine Lehre zeigen
- Manche Landschildkröten werden über 50 Jahre alt.
- Gedicht
- Sachtext
- Ruhe ist oft mehr wert als Reichtum.
- blau
- mit Versen und Reimen ein Bild malen
- Gedicht
- Sachtext
- Glaub nicht jedem, der dich lobt.
- kalt
- mit Tieren eine Lehre zeigen
- Er hat sich letzte Woche den Fuß verstaucht und humpelt noch ein bisschen.
- Er ist eine große Kugel aus Gestein.