Physik · Klasse 13 · Kapitel
Q3: Quantenobjekte
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
1Ich kann mit der Gleichung von Einstein die Energie der Fotoelektronen berechnen und den Einfluss der Intensität erklären.
MerkenDer Fotoeffekt
Ein Photon gibt seine Energie h · f an genau ein Elektron ab.
Es gilt h · f = E_kin + W_A. Die Intensität bestimmt nur die Zahl der Photonen.
BeispielFotoeffekt: Energie der Elektronen
Schritt für Schritt
- Energiebilanz für ein Photon: E_kin = E_Ph − W_A
- E_Ph = 5,64 eV, W_A = 2,46 eV
- E_kin = 5,64 eV − 2,46 eV = 3,18 eV
- Energiebilanz für ein Photon: E_kin = E_Ph − W_A
- E_Ph = 5,64 eV, W_A = 2,46 eV
- E_kin = 5,64 eV − 2,46 eV = 3,18 eV
AchtungAustritts- oder Ionisationsenergie nicht abgezogen
λ = 400 nm auf Kalium: E_kin = 3,1 eV
E_kin = 3,1 eV − 2,25 eV = 0,85 eV
Zeichne die Energiebilanz als Balken: oben h · f, darunter die Austrittsarbeit und der Rest für die Bewegung.
ÜbenJetzt du
- ○1Licht der Wellenlänge 480 nm fällt auf Natrium (W_A = 2,28 eV). Berechne die größte Bewegungsenergie der Fotoelektronen in eV.So fängst du an:E_kin = E_Ph − W_A mit E_Ph = h · c : λ
Lösung zeigen
- E_kin = E_Ph − W_A mit E_Ph = h · c : λ
- E_Ph = 1240 eV · nm : 480 nm = 2,58 eV
- E_kin = 2,58 eV − 2,28 eV = 0,3 eV
Ergebnis:0,3 eV - ●2Licht der Wellenlänge 320 nm fällt auf Cäsium (W_A = 1,94 eV). Berechne die größte Bewegungsenergie der Fotoelektronen in eV.
Lösung zeigen
- E_kin = E_Ph − W_A mit E_Ph = h · c : λ
- E_Ph = 1240 eV · nm : 320 nm = 3,88 eV
- E_kin = 3,88 eV − 1,94 eV = 1,94 eV
Ergebnis:1,94 eV - ★3Licht mit f = 6,5 · 10¹⁴ Hz löst Elektronen aus Natrium (W_A = 2,28 eV). Wie schnell sind die schnellsten Elektronen? Berechne v in km/s.
Lösung zeigen
- E_kin = h · f − W_A
- h · f = 2,69 eV, E_kin = 0,41 eV
- E_kin = 0,41 eV = 6,57 · 10⁻²⁰ J
- v = √2 · E_kin : m_e = 3,80 · 10⁵ m/s = 380 km/s
Ergebnis:380 km/s
2Ich kann Grenzfrequenz, Grenzwellenlänge und Austrittsarbeit bestimmen.
MerkenGrenzfrequenz
Unter der Grenzfrequenz f_G = W_A : h tritt kein Elektron aus, auch bei hellem Licht.
Die Grenzwellenlänge ist λ_G = h · c : W_A, mit h · c ≈ 1240 eV · nm.
BeispielGrenzfrequenz und Grenzwellenlänge
Schritt für Schritt
- f_G = W_A : h
- W_A = 2,13 · 1,602 · 10⁻¹⁹ J = 3,41 · 10⁻¹⁹ J
- f_G = 3,41 · 10⁻¹⁹ J : 6,626 · 10⁻³⁴ J·s = 5,15 · 10¹⁴ Hz = 515 THz
- f_G = W_A : h
- W_A = 2,13 · 1,602 · 10⁻¹⁹ J = 3,41 · 10⁻¹⁹ J
- f_G = 3,41 · 10⁻¹⁹ J : 6,626 · 10⁻³⁴ J·s = 5,15 · 10¹⁴ Hz = 515 THz
AchtungUmrechnungszahl falsch
2,5 km = 250 m
2,5 km = 2,5 · 1000 m = 2500 m
Schreib den Vorsatz als Zahl: k heißt 1000, m heißt ein Tausendstel.
ÜbenJetzt du
- ○4Ab welcher Frequenz löst Licht Elektronen aus Kalium (W_A = 2,25 eV)? Gib f_G in THz an (1 THz = 10¹² Hz).So fängst du an:f_G = W_A : h
Lösung zeigen
- f_G = W_A : h
- W_A = 2,25 · 1,602 · 10⁻¹⁹ J = 3,60 · 10⁻¹⁹ J
- f_G = 3,60 · 10⁻¹⁹ J : 6,626 · 10⁻³⁴ J·s = 5,43 · 10¹⁴ Hz = 543 THz
Ergebnis:543 THz - ●5Ab welcher Frequenz löst Licht Elektronen aus Barium (W_A = 4,04 · 10⁻¹⁹ J)? Gib f_G in THz an (1 THz = 10¹² Hz).
Lösung zeigen
- f_G = W_A : h
- W_A = 4,04 · 10⁻¹⁹ J
- f_G = 4,04 · 10⁻¹⁹ J : 6,626 · 10⁻³⁴ J·s = 6,10 · 10¹⁴ Hz = 610 THz
Ergebnis:610 THz - ★6Kalzium hat die Austrittsarbeit W_A = 2,87 eV. Berechne die Grenzwellenlänge λ_G in nm (h · c ≈ 1240 eV · nm).
Lösung zeigen
- An der Grenze gilt E_Ph = W_A, also λ_G = h · c : W_A
- h · c ≈ 1240 eV · nm
- λ_G = 1240 eV · nm : 2,87 eV = 432 nm
Ergebnis:432 nm
3Ich kann mit der Gegenfeldmethode das Plancksche Wirkungsquantum bestimmen.
MerkenGegenfeldmethode
Die Gegenspannung U_0 stoppt gerade die schnellsten Elektronen.
Es gilt e · U_0 = h · f − W_A. Die Gerade U_0(f) hat die Steigung h : e, ihr Abstand vom Ursprung zeigt W_A.
BeispielGegenspannung berechnen
Schritt für Schritt
- e · U_0 = h · f − W_A, in eV gerechnet
- h · f = 4,136 · 10⁻¹⁵ eV·s · 7 · 10¹⁴ Hz = 2,9 eV
- e · U_0 = 2,9 eV − 2,28 eV = 0,62 eV, also U_0 = 0,62 V
- e · U_0 = h · f − W_A, in eV gerechnet
- h · f = 4,136 · 10⁻¹⁵ eV·s · 7 · 10¹⁴ Hz = 2,9 eV
- e · U_0 = 2,9 eV − 2,28 eV = 0,62 eV, also U_0 = 0,62 V
AchtungFormel falsch umgestellt
V = ρ · m
ρ = m : V | · V | : ρ → V = m : ρ
Setz einfache Zahlen ein, zum Beispiel 6 = 12 : 2. Stell zuerst mit Zahlen um, dann mit Buchstaben.
ÜbenJetzt du
- ○7Licht mit f = 11 · 10¹⁴ Hz fällt auf die Kathode einer Fotozelle aus Barium (W_A = 2,52 eV). Bei welcher Gegenspannung U_0 kommt kein Elektron mehr an? Berechne mit Einheit.So fängst du an:e · U_0 = h · f − W_A, in eV gerechnet
Lösung zeigen
- e · U_0 = h · f − W_A, in eV gerechnet
- h · f = 4,136 · 10⁻¹⁵ eV·s · 11 · 10¹⁴ Hz = 4,55 eV
- e · U_0 = 4,55 eV − 2,52 eV = 2,03 eV, also U_0 = 2,03 V
Ergebnis:2,03 V - ●8Licht mit f = 11 · 10¹⁴ Hz fällt auf die Kathode einer Fotozelle aus Cäsium (W_A = 1,94 eV). Bei welcher Gegenspannung U_0 kommt kein Elektron mehr an? Berechne mit Einheit.
Lösung zeigen
- e · U_0 = h · f − W_A, in eV gerechnet
- h · f = 4,136 · 10⁻¹⁵ eV·s · 11 · 10¹⁴ Hz = 4,55 eV
- e · U_0 = 4,55 eV − 1,94 eV = 2,61 eV, also U_0 = 2,61 V
Ergebnis:2,61 V - ★9An einer Fotozelle misst man bei 365 nm die Gegenspannung U_0 = 1,27 V. Bestimme U_0 bei 436 nm an derselben Kathode.
Lösung zeigen
- W_A bleibt gleich: e · ΔU_0 = ΔE_Ph
- E_Ph: 1240 eV · nm : 365 nm = 3,4 eV, 1240 eV · nm : 436 nm = 2,84 eV
- U_0 = 1,27 V − 0,55 V = 0,72 V
Ergebnis:0,72 V
4Ich kann den Impuls von Photonen und die de-Broglie-Wellenlänge berechnen.
MerkenImpuls und Materiewelle
Photonen haben keine Masse, aber den Impuls p = h · f : c = h : λ.
Umgekehrt hat jedes Teilchen mit Impuls p eine Wellenlänge λ = h : p. Elektronen werden deshalb gebeugt.
BeispielImpuls von Photonen
Schritt für Schritt
- Für Photonen gilt p = h : λ, also λ = h : p
- λ = 6,626 · 10⁻³⁴ J·s : 1,66 · 10⁻²⁷ kg·m/s
- λ = 3,99 · 10⁻⁷ m = 399 nm
- Für Photonen gilt p = h : λ, also λ = h : p
- λ = 6,626 · 10⁻³⁴ J·s : 1,66 · 10⁻²⁷ kg·m/s
- λ = 3,99 · 10⁻⁷ m = 399 nm
AchtungFalsche Einheit
F = 5 kg · 10 N/kg = 50 kg
F = 5 kg · 10 N/kg = 50 N
Rechne die Einheiten mit wie Zahlen: kg mal N/kg gibt N.
ÜbenJetzt du
- ○10Ein Photon hat den Impuls p = 1,33 · 10⁻²⁷ kg·m/s. Berechne seine Wellenlänge in nm.So fängst du an:Für Photonen gilt p = h : λ, also λ = h : p
Lösung zeigen
- Für Photonen gilt p = h : λ, also λ = h : p
- λ = 6,626 · 10⁻³⁴ J·s : 1,33 · 10⁻²⁷ kg·m/s
- λ = 4,98 · 10⁻⁷ m = 498 nm
Ergebnis:498 nm - ●11Ein Photon des Sonnenlichts hat den Impuls p = 1,02 · 10⁻²⁷ kg·m/s. Berechne seine Wellenlänge in nm.
Lösung zeigen
- Für Photonen gilt p = h : λ, also λ = h : p
- λ = 6,626 · 10⁻³⁴ J·s : 1,02 · 10⁻²⁷ kg·m/s
- λ = 6,50 · 10⁻⁷ m = 650 nm
Ergebnis:650 nm - ★12Ein Sonnensegel von 30 m² schluckt das Sonnenlicht vollständig (1,36 kW/m², senkrecht). Welche Kraft übt das Licht aus? Berechne F in mN.
Lösung zeigen
- Licht der Leistung P bringt je Sekunde den Impuls P : c
- P = 1360 W/m² · 30 m² = 40.800 W
- Beim Schlucken bleibt der ganze Impuls: F = P : c
- F = 40.800 W : 2,998 · 10⁸ m/s = 0,136 mN
Ergebnis:0,136 mN
5Ich kann das Doppelspaltexperiment mit einzelnen Quantenobjekten mit Wahrscheinlichkeiten deuten.
MerkenEinzelne Quanten
Jedes Quantenobjekt wird an genau einer Stelle nachgewiesen, wo, ist zufällig.
Vorhersagbar ist die Häufigkeit: Sie folgt dem Quadrat der Amplitude. Mit Weginformation verschwindet die Interferenz.
BeispielEinzelne Quanten am Doppelspalt
Schritt für Schritt
- Dunkle Streifen sind Stellen kleiner Nachweiswahrscheinlichkeit.
- Auch nach 5000 Durchgängen landet dort kaum ein Treffer.
- Das gilt für jedes einzelne Quantenobjekt, nicht nur für viele zusammen.
- Dunkle Streifen sind Stellen kleiner Nachweiswahrscheinlichkeit.
- Auch nach 5000 Durchgängen landet dort kaum ein Treffer.
- Das gilt für jedes einzelne Quantenobjekt, nicht nur für viele zusammen.
AchtungEinzelnes Quantenobjekt als ausgedehnte Welle auf dem Schirm
Ein einzelnes Photon macht ein schwaches, ganzes Streifenmuster.
ein Photon → ein Punkt; viele Punkte → das Muster
Zähl die Punkte: Ein Quantenobjekt gibt genau einen Punkt.
ÜbenJetzt du
- ○13Am Doppelspalt sind schon 20.000 Photonen einzeln registriert, das Streifenmuster ist deutlich. Wo landet das nächste Photon?So fängst du an:Für ein einzelnes Quantenobjekt kennt man nur Wahrscheinlichkeiten.
Lösung zeigen
- Für ein einzelnes Quantenobjekt kennt man nur Wahrscheinlichkeiten.
- Die hellen Streifen sind die Stellen großer Nachweiswahrscheinlichkeit.
- Wo genau der nächste Treffer liegt, ist zufällig.
Ergebnis:Das ist zufällig, bekannt ist nur die Wahrscheinlichkeit. - ●14Am Doppelspalt mit einzelnen Elektronen: Ein Detektor sitzt mitten in einem dunklen Streifen. Wie oft weist er nach 50.000 Elektronen etwas nach?
Lösung zeigen
- Dunkle Streifen sind Stellen kleiner Nachweiswahrscheinlichkeit.
- Auch nach 50.000 Durchgängen landet dort kaum ein Treffer.
- Das gilt für jedes einzelne Quantenobjekt, nicht nur für viele zusammen.
Ergebnis:Fast nie: Die Wahrscheinlichkeit ist dort beinahe 0. - ★15Elektronen gehen einzeln durch einen Doppelspalt. Hinter jedem Spalt stellt man ein Licht auf, das verrät, welchen Weg jedes Elektron nimmt. Was zeigt der Schirm nach 500 Elektronen?
Lösung zeigen
- Interferenz braucht zwei ununterscheidbare Wege.
- Das Licht macht die Wege unterscheidbar: Es gibt eine Weginformation.
- Mit Weginformation verschwinden die Streifen. Das ist Komplementarität.
Ergebnis:Kein Streifenmuster: Es gibt jetzt eine Weginformation.
6Ich kann die de-Broglie-Wellenlänge aus der Beschleunigungsspannung berechnen und die Elektronenbeugung am Kristall auswerten.
MerkenElektronenbeugung
Aus e · U = p² : (2 · m_e) folgt λ = h : √(2 · m_e · e · U).
Am Graphit gilt die Bragg-Bedingung 2 · d · sin θ = λ, für kleine Winkel λ ≈ d · r : L.
BeispielWellenlänge aus der Beschleunigungsspannung
Schritt für Schritt
- e · U = p² : (2 · m_e), also p = √2 · m_e · e · U und λ = h : p
- p = √2 · 9,109 · 10⁻³¹ kg · 1,602 · 10⁻¹⁹ C · 4000 V = 3,42 · 10⁻²³ kg·m/s
- λ = 6,626 · 10⁻³⁴ J·s : 3,42 · 10⁻²³ kg·m/s = 19,4 pm
- e · U = p² : (2 · m_e), also p = √2 · m_e · e · U und λ = h : p
- p = √2 · 9,109 · 10⁻³¹ kg · 1,602 · 10⁻¹⁹ C · 4000 V = 3,42 · 10⁻²³ kg·m/s
- λ = 6,626 · 10⁻³⁴ J·s : 3,42 · 10⁻²³ kg·m/s = 19,4 pm
AchtungDen Faktor ½ vergessen
m = 2 kg, v = 3 m/s: E = 2 kg · (3 m/s)² = 18 J
E = ½ · 2 kg · (3 m/s)² = 9 J
Schreib die Formel ganz hin: E = ½ · m · v². Nimm am Ende die Hälfte.
ÜbenJetzt du
- ○16In einer Beugungsröhre werden Elektronen mit U = 3 kV beschleunigt. Berechne ihre de-Broglie-Wellenlänge in pm.So fängst du an:e · U = p² : (2 · m_e), also p = √2 · m_e · e · U und λ = h : p
Lösung zeigen
- e · U = p² : (2 · m_e), also p = √2 · m_e · e · U und λ = h : p
- p = √2 · 9,109 · 10⁻³¹ kg · 1,602 · 10⁻¹⁹ C · 3000 V = 2,96 · 10⁻²³ kg·m/s
- λ = 6,626 · 10⁻³⁴ J·s : 2,96 · 10⁻²³ kg·m/s = 22,4 pm
Ergebnis:22,4 pm - ●17In einer Beugungsröhre werden Elektronen mit U = 50 V beschleunigt. Berechne ihre de-Broglie-Wellenlänge in pm.
Lösung zeigen
- e · U = p² : (2 · m_e), also p = √2 · m_e · e · U und λ = h : p
- p = √2 · 9,109 · 10⁻³¹ kg · 1,602 · 10⁻¹⁹ C · 50 V = 3,82 · 10⁻²⁴ kg·m/s
- λ = 6,626 · 10⁻³⁴ J·s : 3,82 · 10⁻²⁴ kg·m/s = 173 pm
Ergebnis:173 pm - ★18Für ein Beugungsexperiment sollen Elektronen die de-Broglie-Wellenlänge 20 pm haben. Mit welcher Spannung muss man sie aus der Ruhe beschleunigen? Berechne U in V.
Lösung zeigen
- λ = h : √2 · m_e · e · U, nach U umgestellt: U = h² : (2 · m_e · e · λ²)
- λ² = (2,0 · 10⁻¹¹ m)² = 4,00 · 10⁻²² m²
- U = (6,626 · 10⁻³⁴ J·s)² : (2 · m_e · e · λ²) = 3760 V
Ergebnis:3760 V
7Ich kann die Unbestimmtheitsrelation von Heisenberg anwenden.
MerkenUnbestimmtheit
Ort und Impuls sind nie zugleich beliebig scharf: Δx · Δp ≥ h : (4π).
Ein schmalerer Spalt gibt ein breiteres Hauptmaximum. Das liegt am Objekt, nicht am Messgerät.
BeispielUnbestimmtheitsrelation anwenden
Schritt für Schritt
- Δx · Δp ≥ h : (4π) mit Δp = m_e · Δv
- Δp ≥ 6,626 · 10⁻³⁴ J·s : (4π · 5,0 · 10⁻⁹ m) = 1,05 · 10⁻²⁶ kg·m/s
- Δv ≥ 1,05 · 10⁻²⁶ kg·m/s : 9,109 · 10⁻³¹ kg = 11,6 km/s
- Δx · Δp ≥ h : (4π) mit Δp = m_e · Δv
- Δp ≥ 6,626 · 10⁻³⁴ J·s : (4π · 5,0 · 10⁻⁹ m) = 1,05 · 10⁻²⁶ kg·m/s
- Δv ≥ 1,05 · 10⁻²⁶ kg·m/s : 9,109 · 10⁻³¹ kg = 11,6 km/s
Achtung4π in der Unbestimmtheitsrelation vergessen
Δp ≥ h : Δx
kleinstes Δp = h : (4π · Δx)
Schreib die Relation aus der Formelsammlung ab: Δx · Δp ≥ h : (4π).
ÜbenJetzt du
- ○19Ein Elektron ist in einem Quantenpunkt auf Δx = 10 nm eingegrenzt. Bestimme die kleinstmögliche Unbestimmtheit seiner Geschwindigkeit Δv in km/s.So fängst du an:Δx · Δp ≥ h : (4π) mit Δp = m_e · Δv
Lösung zeigen
- Δx · Δp ≥ h : (4π) mit Δp = m_e · Δv
- Δp ≥ 6,626 · 10⁻³⁴ J·s : (4π · 1,0 · 10⁻⁸ m) = 5,27 · 10⁻²⁷ kg·m/s
- Δv ≥ 5,27 · 10⁻²⁷ kg·m/s : 9,109 · 10⁻³¹ kg = 5,79 km/s
Ergebnis:5,79 km/s - ●20Ein Elektron ist in einem Nanodraht auf Δx = 0,3 nm eingegrenzt. Bestimme die kleinstmögliche Unbestimmtheit seiner Geschwindigkeit Δv in km/s.
Lösung zeigen
- Δx · Δp ≥ h : (4π) mit Δp = m_e · Δv
- Δp ≥ 6,626 · 10⁻³⁴ J·s : (4π · 3,0 · 10⁻¹⁰ m) = 1,76 · 10⁻²⁵ kg·m/s
- Δv ≥ 1,76 · 10⁻²⁵ kg·m/s : 9,109 · 10⁻³¹ kg = 193 km/s
Ergebnis:193 km/s - ★21Ein Proton ist in einem Atomkern auf Δx = 8 fm eingegrenzt (1 fm = 10⁻¹⁵ m, m_p = 1,673 · 10⁻²⁷ kg). Bestimme die kleinstmögliche Unbestimmtheit Δv in km/s.
Lösung zeigen
- Δx · Δp ≥ h : (4π) mit Δp = m_p · Δv
- Δp ≥ 6,626 · 10⁻³⁴ J·s : (4π · 8,0 · 10⁻¹⁵ m) = 6,59 · 10⁻²¹ kg·m/s
- Δv ≥ 6,59 · 10⁻²¹ kg·m/s : 1,673 · 10⁻²⁷ kg = 3940 km/s
Ergebnis:3940 km/s
8Ich kann die Äquivalenz von Masse und Energie anwenden.
MerkenMasse und Energie
Masse ist eine Form von Energie: E = m · c².
Ein Elektron hat 511 keV Ruheenergie. Bei der Paarvernichtung wird sie zu Photonen, bei der Paarbildung entsteht aus Photonen Masse.
BeispielMasse und Energie
Schritt für Schritt
- E = m · c², die Masse in kg
- m = 2 g = 2 · 10⁻³ kg
- E = 2 · 10⁻³ kg · (2,998 · 10⁸ m/s)² = 1,80 · 10¹⁴ J = 180 TJ
- E = m · c², die Masse in kg
- m = 2 g = 2 · 10⁻³ kg
- E = 2 · 10⁻³ kg · (2,998 · 10⁸ m/s)² = 1,80 · 10¹⁴ J = 180 TJ
AchtungEinheiten nicht angeglichen
p = 200 N : 50 cm² = 4 Pa
50 cm² = 0,005 m², p = 200 N : 0,005 m² = 40 000 Pa
Rechne zuerst alle Angaben in die Einheiten der Formel um.
ÜbenJetzt du
- ○22Angenommen, eine Masse von 2 g würde vollständig in Energie umgesetzt. Berechne die Energie in TJ (1 TJ = 10¹² J).So fängst du an:E = m · c², die Masse in kg
Lösung zeigen
- E = m · c², die Masse in kg
- m = 2 g = 2 · 10⁻³ kg
- E = 2 · 10⁻³ kg · (2,998 · 10⁸ m/s)² = 1,80 · 10¹⁴ J = 180 TJ
Ergebnis:180 TJ - ●23Welche Energie entspricht der Ruhemasse eines Neutrons (m = 1,675 · 10⁻²⁷ kg)? Berechne E in MeV.
Lösung zeigen
- E = m · c²
- E = 1,675 · 10⁻²⁷ kg · (2,998 · 10⁸ m/s)² = 1,51 · 10⁻¹⁰ J
- E = 1,51 · 10⁻¹⁰ J : 1,602 · 10⁻¹⁹ J/eV = 940 MeV
Ergebnis:940 MeV - ★24Ein Kraftwerk gibt 2 GW elektrische Leistung ab, einen Tag lang. Welcher Masse entspricht diese Energie nach E = m · c²? Berechne m in g.
Lösung zeigen
- E = P · t, dann m = E : c²
- E = 2,0 · 10⁹ W · 86.400 s = 1,73 · 10¹⁴ J
- m = 1,73 · 10¹⁴ J : (2,998 · 10⁸ m/s)² = 1,92 · 10⁻³ kg = 1,92 g
Ergebnis:1,92 g
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●25Licht der Wellenlänge 220 nm fällt auf Natrium (W_A = 2,28 eV). Berechne die größte Bewegungsenergie der Fotoelektronen in eV.
Lösung zeigen
- E_kin = E_Ph − W_A mit E_Ph = h · c : λ
- E_Ph = 1240 eV · nm : 220 nm = 5,64 eV
- E_kin = 5,64 eV − 2,28 eV = 3,36 eV
Ergebnis:3,36 eV - ●26Barium wird erst mit 450 nm, dann mit 350 nm bestrahlt, bei gleich vielen Photonen je Sekunde. Was ändert sich?
Lösung zeigen
- Kürzere Wellenlänge heißt größere Frequenz und größere Photonenenergie.
- E_Ph wächst von 2,76 eV auf 3,54 eV.
- Gleich viele Photonen lösen etwa gleich viele Elektronen, aber mit mehr Energie.
Ergebnis:Energiereichere Elektronen, etwa gleich viele. - ●27Ab welcher Frequenz löst Licht Elektronen aus Cäsium (W_A = 3,11 · 10⁻¹⁹ J)? Gib f_G in THz an (1 THz = 10¹² Hz).
Lösung zeigen
- f_G = W_A : h
- W_A = 3,11 · 10⁻¹⁹ J
- f_G = 3,11 · 10⁻¹⁹ J : 6,626 · 10⁻³⁴ J·s = 4,69 · 10¹⁴ Hz = 469 THz
Ergebnis:469 THz - ●28Licht mit 400 nm löst aus einer Metallplatte Elektronen mit höchstens 0,64 eV Bewegungsenergie. Bestimme die Austrittsarbeit in eV.
Lösung zeigen
- E_Ph = W_A + E_kin, also W_A = E_Ph − E_kin
- E_Ph = 1240 eV · nm : 400 nm = 3,1 eV
- W_A = 3,1 eV − 0,64 eV = 2,46 eV
Ergebnis:2,46 eV - ●29Photonen mit je 3,72 eV fallen auf die Kathode einer Fotozelle aus Rubidium (W_A = 2,13 eV). Bei welcher Gegenspannung U_0 kommt kein Elektron mehr an? Berechne mit Einheit.
Lösung zeigen
- e · U_0 = h · f − W_A, in eV gerechnet
- h · f = 3,72 eV, W_A = 2,13 eV
- e · U_0 = 3,72 eV − 2,13 eV = 1,59 eV, also U_0 = 1,59 V
Ergebnis:1,59 V - ●30Gegenfeldmethode: Bei f = 6 · 10¹⁴ Hz ist U_0 = 0,54 V, bei f = 9 · 10¹⁴ Hz ist U_0 = 1,78 V. Bestimme das Plancksche Wirkungsquantum h.
Lösung zeigen
- Die Steigung der Geraden U_0(f) ist h : e
- ΔU_0 : Δf = 1,24 V : 3,0 · 10¹⁴ Hz = 4,13 · 10⁻¹⁵ V·s
- h = 1,602 · 10⁻¹⁹ C · 4,13 · 10⁻¹⁵ V·s ≈ 6,6 · 10⁻³⁴ J·s
Ergebnis:h ≈ 6,6 · 10⁻³⁴ J·s
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Der Fotoeffekt
- Ein Photon gibt seine Energie h · f an genau ein Elektron ab.
- Grenzfrequenz
- Unter der Grenzfrequenz f_G = W_A : h tritt kein Elektron aus, auch bei hellem Licht.
- Gegenfeldmethode
- Die Gegenspannung U_0 stoppt gerade die schnellsten Elektronen.
- Impuls und Materiewelle
- Photonen haben keine Masse, aber den Impuls p = h · f : c = h : λ.
- Einzelne Quanten
- Jedes Quantenobjekt wird an genau einer Stelle nachgewiesen, wo, ist zufällig.
- Elektronenbeugung
- Aus e · U = p² : (2 · m_e) folgt λ = h : √(2 · m_e · e · U).
- Unbestimmtheit
- Ort und Impuls sind nie zugleich beliebig scharf: Δx · Δp ≥ h : (4π).
- Masse und Energie
- Masse ist eine Form von Energie: E = m · c².
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich kann mit der Gleichung von Einstein die Energie der Fotoelektronen berechnen und den Einfluss der Intensität erklären.
31Photonen mit je 3,26 eV treffen auf Kalzium (W_A = 2,87 eV). Berechne die größte Bewegungsenergie der Fotoelektronen in eV.Lösung zeigen
Ergebnis:0,39 eVIch kann Grenzfrequenz, Grenzwellenlänge und Austrittsarbeit bestimmen.
32Ab welcher Frequenz löst Licht Elektronen aus Kalzium (W_A = 4,60 · 10⁻¹⁹ J)? Gib f_G in THz an (1 THz = 10¹² Hz).Lösung zeigen
Ergebnis:694 THzIch kann mit der Gegenfeldmethode das Plancksche Wirkungsquantum bestimmen.
33Photonen mit je 3,31 eV fallen auf die Kathode einer Fotozelle aus Rubidium (W_A = 2,13 eV). Bei welcher Gegenspannung U_0 kommt kein Elektron mehr an? Berechne mit Einheit.Lösung zeigen
Ergebnis:1,18 VIch kann den Impuls von Photonen und die de-Broglie-Wellenlänge berechnen.
34Ein Photon aus einer LED hat den Impuls p = 9,47 · 10⁻²⁸ kg·m/s. Berechne seine Wellenlänge in nm.Lösung zeigen
Ergebnis:700 nmIch kann das Doppelspaltexperiment mit einzelnen Quantenobjekten mit Wahrscheinlichkeiten deuten.
35Am Doppelspalt mit einzelnen Elektronen: Ein Detektor sitzt mitten in einem dunklen Streifen. Wie oft weist er nach 5000 Elektronen etwas nach?Lösung zeigen
Ergebnis:Fast nie: Die Wahrscheinlichkeit ist dort beinahe 0.Ich kann die de-Broglie-Wellenlänge aus der Beschleunigungsspannung berechnen und die Elektronenbeugung am Kristall auswerten.
36In einer Beugungsröhre werden Elektronen mit U = 3 kV beschleunigt. Berechne ihre de-Broglie-Wellenlänge in pm.Lösung zeigen
Ergebnis:22,4 pmIch kann die Unbestimmtheitsrelation von Heisenberg anwenden.
37Ein Elektron ist in einem Atom auf Δx = 0,1 nm eingegrenzt. Bestimme die kleinstmögliche Unbestimmtheit seiner Geschwindigkeit Δv in km/s.Lösung zeigen
Ergebnis:579 km/sIch kann die Äquivalenz von Masse und Energie anwenden.
38Angenommen, eine Masse von 1 mg würde vollständig in Energie umgesetzt. Berechne die Energie in TJ (1 TJ = 10¹² J).Lösung zeigen
Ergebnis:0,0899 TJIch bereite die Klausur vor.
39Licht der Wellenlänge 350 nm fällt auf Cäsium (W_A = 1,94 eV). Berechne die größte Bewegungsenergie der Fotoelektronen in eV.Lösung zeigen
Ergebnis:1,6 eV
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Wörter
- Gleichung
- zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind
- Häufigkeit
- wie oft etwas vorkommt
- Steigung
- wie stark es nach oben geht, pro Schritt nach rechts
- Wahrscheinlichkeit
- wie sicher etwas passiert
Lösungen
- 0,3 eV
- 1,94 eV
- 380 km/s
- 543 THz
- 610 THz
- 432 nm
- 2,03 V
- 2,61 V
- 0,72 V
- 498 nm
- 650 nm
- 0,136 mN
- Das ist zufällig, bekannt ist nur die Wahrscheinlichkeit.
- Fast nie: Die Wahrscheinlichkeit ist dort beinahe 0.
- Kein Streifenmuster: Es gibt jetzt eine Weginformation.
- 22,4 pm
- 173 pm
- 3760 V
- 5,79 km/s
- 193 km/s
- 3940 km/s
- 180 TJ
- 940 MeV
- 1,92 g
- 3,36 eV
- Energiereichere Elektronen, etwa gleich viele.
- 469 THz
- 2,46 eV
- 1,59 V
- h ≈ 6,6 · 10⁻³⁴ J·s
- 0,39 eV
- 694 THz
- 1,18 V
- 700 nm
- Fast nie: Die Wahrscheinlichkeit ist dort beinahe 0.
- 22,4 pm
- 579 km/s
- 0,0899 TJ
- 1,6 eV