Physik · Klasse 13 · Kapitel
Physik Oberstufe: Mechanische und elektromagnetische Wellen
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
1Ich kann Wellen mit c = λ · f beschreiben und den Transport von Energie statt Materie begründen.
MerkenWellen beschreiben
Eine Welle gibt eine Schwingung weiter und transportiert Energie, keine Materie.
Es gilt c = λ · f. Die Geschwindigkeit hängt vom Träger ab, nicht von Amplitude oder Frequenz.
BeispielWellenlänge, Frequenz und Geschwindigkeit
Schritt für Schritt
- c = λ · f, umgestellt λ = c : f
- Mit den Zahlen: 4 : 1 = 4
- λ = 4 m/s : 1 Hz = 4 m
- c = λ · f, umgestellt λ = c : f
- Mit den Zahlen: 4 : 1 = 4
- λ = 4 m/s : 1 Hz = 4 m
AchtungUmrechnungszahl falsch
2,5 km = 250 m
2,5 km = 2,5 · 1000 m = 2500 m
Die Umrechnungszahl stimmt nicht. k heißt 1000, m (milli) heißt ein Tausendstel. Bei cm² sind es 10 000 für einen m².
ÜbenJetzt du
- ○1Eine Wasserwelle im Becken breitet sich mit c = 0,3 m/s aus, die Frequenz ist f = 5 Hz. Berechne die Wellenlänge.So fängst du an:c = λ · f, umgestellt λ = c : f
Lösung zeigen
- c = λ · f, umgestellt λ = c : f
- Mit den Zahlen: 0,3 : 5 = 0,06
- λ = 0,3 m/s : 5 Hz = 0,06 m
Ergebnis:0,06 m - ●2Eine Wasserwelle im Becken breitet sich mit c = 0,3 m/s aus, die Frequenz ist f = 3 Hz. Berechne die Wellenlänge.
Lösung zeigen
- c = λ · f, umgestellt λ = c : f
- Mit den Zahlen: 0,3 : 3 = 0,1
- λ = 0,3 m/s : 3 Hz = 0,1 m
Ergebnis:0,1 m - ★3Eine Wasserwelle läuft mit c₁ = 30 cm/s und λ₁ = 6 cm in flacheres Wasser, wo c₂ = 10 cm/s ist. Berechne λ₂.
Lösung zeigen
- Die Frequenz gibt der Erreger vor, sie bleibt beim Übergang gleich: f = c₁ : λ₁
- f = 30 cm/s : 6 cm = 5 Hz
- λ₂ = c₂ : f = 10 cm/s : 5 Hz = 2 cm
Ergebnis:2 cm
2Ich kann Interferenz zweier Wellen mit dem Gangunterschied erklären.
MerkenInterferenz und Gangunterschied
Zwei gleichphasige Wellen verstärken sich bei Δs = k · λ, Berg trifft Berg.
Sie löschen sich aus bei Δs = (2k + 1) · λ : 2, Berg trifft Tal.
BeispielGangunterschied für Auslöschung
Schritt für Schritt
- Auslöschung, wenn Berg auf Tal trifft: Δs = λ : 2
- λ = c : f = 30 cm/s : 4 Hz = 7,5 cm
- Δs = 7,5 cm : 2 = 3,75 cm
- Auslöschung, wenn Berg auf Tal trifft: Δs = λ : 2
- λ = c : f = 30 cm/s : 4 Hz = 7,5 cm
- Δs = 7,5 cm : 2 = 3,75 cm
AchtungAuslöschung bei einer ganzen Wellenlänge
λ = 40 cm, Auslöschung bei Δs = 40 cm
λ = 40 cm, Auslöschung bei Δs = λ : 2 = 20 cm
Auslöschung gibt es, wenn Berg auf Tal trifft: bei einer halben Wellenlänge Gangunterschied. Eine ganze Wellenlänge gibt wieder Verstärkung.
ÜbenJetzt du
- ○4In einer Wellenwanne schwingen zwei Erreger gleichphasig mit f = 5 Hz, die Wellen laufen mit c = 30 cm/s. Berechne den kleinsten Gangunterschied für Auslöschung.So fängst du an:Auslöschung, wenn Berg auf Tal trifft: Δs = λ : 2
Lösung zeigen
- Auslöschung, wenn Berg auf Tal trifft: Δs = λ : 2
- λ = c : f = 30 cm/s : 5 Hz = 6 cm
- Δs = 6 cm : 2 = 3 cm
Ergebnis:3 cm - ●5Zwei Lautsprecher senden gleichphasig einen Ton mit f = 400 Hz, c = 340 m/s. Berechne den kleinsten Gangunterschied, bei dem sich die Wellen auslöschen.
Lösung zeigen
- Auslöschung, wenn Berg auf Tal trifft: Δs = λ : 2
- λ = c : f = 340 m/s : 400 Hz = 0,85 m
- Δs = 0,85 m : 2 = 0,425 m = 42,5 cm
Ergebnis:42,5 cm - ★6Punkt P ist 2,5 m von Lautsprecher A und 2,75 m von Lautsprecher B entfernt. Beide senden gleichphasig, c = 340 m/s. Berechne die kleinste Frequenz für Auslöschung in P.
Lösung zeigen
- Kleinste Auslöschung: Δs = λ : 2, also λ = 2 · Δs
- Δs = 2,75 m − 2,5 m = 0,25 m, λ = 0,5 m
- f = c : λ = 340 m/s : 0,5 m = 680 Hz
Ergebnis:680 Hz
3Ich kann die Lage der Maxima am Doppelspalt und am Gitter berechnen.
MerkenDoppelspalt und Gitter
Maxima liegen bei sin α_k = k · λ : b, beim Gitter mit g statt b im Nenner.
Für kleine Winkel gilt sin α ≈ tan α = a_k : e. Am Gitter mit großen Winkeln tan α und sin α getrennt rechnen.
BeispielMaxima am Doppelspalt
Schritt für Schritt
- Für kleine Winkel gilt sin α ≈ tan α, also a = k · λ · e : b
- λ = 6,33 · 10⁻⁷ m, b = 0,0005 m
- a = 3 · 6,33 · 10⁻⁷ m · 4 m : 0,0005 m = 15,2 mm
- Für kleine Winkel gilt sin α ≈ tan α, also a = k · λ · e : b
- λ = 6,33 · 10⁻⁷ m, b = 0,0005 m
- a = 3 · 6,33 · 10⁻⁷ m · 4 m : 0,0005 m = 15,2 mm
AchtungAbstand der beiden Maxima statt von der Mitte
Abstand der beiden 1. Maxima 2,4 cm: a₁ = 2,4 cm
Abstand der beiden 1. Maxima 2,4 cm: a₁ = 2,4 cm : 2 = 1,2 cm
a zählt von der Mitte bis zum Maximum. Gemessen wird oft von einem Maximum zum gleichen auf der anderen Seite, das ist doppelt so viel.
ÜbenJetzt du
- ○7Ein blauer Laser (450 nm) beleuchtet einen Doppelspalt mit b = 0,4 mm, Schirmabstand e = 2 m. Berechne den Abstand a des 2. Maximums von der Mitte.So fängst du an:Für kleine Winkel gilt sin α ≈ tan α, also a = k · λ · e : b
Lösung zeigen
- Für kleine Winkel gilt sin α ≈ tan α, also a = k · λ · e : b
- λ = 4,5 · 10⁻⁷ m, b = 0,0004 m
- a = 2 · 4,5 · 10⁻⁷ m · 2 m : 0,0004 m = 4,5 mm
Ergebnis:4,5 mm - ●8Ein roter Laser (650 nm) beleuchtet einen Doppelspalt mit b = 0,5 mm, Schirmabstand e = 4 m. Berechne den Abstand a des 2. Maximums von der Mitte.
Lösung zeigen
- Für kleine Winkel gilt sin α ≈ tan α, also a = k · λ · e : b
- λ = 6,5 · 10⁻⁷ m, b = 0,0005 m
- a = 2 · 6,5 · 10⁻⁷ m · 4 m : 0,0005 m = 10,4 mm
Ergebnis:10,4 mm - ★9Hinter einem Doppelspalt mit b = 0,25 mm liegen die beiden Maxima 1. Ordnung auf dem Schirm in e = 1,5 m genau 6,4 mm auseinander. Bestimme λ.
Lösung zeigen
- a_1 ist der Abstand von der Mitte: a = 6,4 mm : 2 = 3,2 mm
- λ = b · a : (k · e) mit k = 1, kleine Winkel
- λ = 0,00025 m · 0,0032 m : (1 · 1,5 m) = 533 nm
Ergebnis:533 nm
4Ich kann die Wellenlänge von Licht aus Interferenzmessungen bestimmen und das Spektrum deuten.
MerkenWellenlänge messen und Spektrum
Abstand und Winkel der Maxima liefern die Wellenlänge, genauer über mehrere Abstände.
Am Gitter wird Rot am stärksten abgelenkt. Das elektromagnetische Spektrum reicht von Radiowellen bis zur Röntgenstrahlung.
BeispielWellenlänge von Licht messen
Schritt für Schritt
- tan α = a : e = 37,6 cm : 80 cm, α = 25,2°
- g = 1 mm : 800 = 1,25 µm
- λ = g · sin α = 1,25 µm · 0,425 = 532 nm
- tan α = a : e = 37,6 cm : 80 cm, α = 25,2°
- g = 1 mm : 800 = 1,25 µm
- λ = g · sin α = 1,25 µm · 0,425 = 532 nm
AchtungOrdnung k vergessen
2. Maximum bei sin α = 0,2, g = 5 µm: λ = 5 µm · 0,2 = 1000 nm
2. Maximum bei sin α = 0,2, g = 5 µm: λ = 5 µm · 0,2 : 2 = 500 nm
Beim k-ten Maximum ist der Gangunterschied k · λ. Setz die Ordnung in die Bedingung ein.
ÜbenJetzt du
- ○10Ein Gitter mit 500 Linien je mm steht 80 cm vor dem Schirm. Das Maximum 1. Ordnung liegt 26,7 cm neben der Mitte. Bestimme die Wellenlänge.So fängst du an:tan α = a : e = 26,7 cm : 80 cm, α = 18,5°
Lösung zeigen
- tan α = a : e = 26,7 cm : 80 cm, α = 18,5°
- g = 1 mm : 500 = 2 µm
- λ = g · sin α = 2 µm · 0,317 = 633 nm
Ergebnis:633 nm - ●11Ein Gitter mit 600 Linien je mm steht 80 cm vor dem Schirm. Das Maximum 1. Ordnung liegt 32,8 cm neben der Mitte. Bestimme die Wellenlänge.
Lösung zeigen
- tan α = a : e = 32,8 cm : 80 cm, α = 22,3°
- g = 1 mm : 600 = 1,67 µm
- λ = g · sin α = 1,67 µm · 0,379 = 632 nm
Ergebnis:632 nm - ★12Am Doppelspalt (b = 0,1 mm, Schirm in 3 m) liegen zwischen dem 2. und dem 5. Maximum derselben Seite 58,5 mm. Bestimme λ.
Lösung zeigen
- Zwischen dem 2. und 5. Maximum liegen 3 gleiche Abstände: Δa = 58,5 mm : 3 = 19,5 mm
- λ = b · Δa : e für benachbarte Maxima
- λ = 0,0001 m · 0,0195 m : 3 m = 650 nm
Ergebnis:650 nm
5Ich kann stehende Wellen erklären und zur Bestimmung von Wellenlängen nutzen.
MerkenStehende Wellen
Welle und Reflexion bilden eine stehende Welle mit festen Knoten und Bäuchen.
Von Knoten zu Knoten ist eine halbe Wellenlänge.
BeispielStehende Wellen ausmessen
Schritt für Schritt
- Von Knoten zu Knoten ist eine halbe Wellenlänge: λ = 2 · Knotenabstand
- λ = 2 · 50 cm = 100 cm = 1 m
- c = λ · f = 1 m · 4 Hz = 4 m/s
- Von Knoten zu Knoten ist eine halbe Wellenlänge: λ = 2 · Knotenabstand
- λ = 2 · 50 cm = 100 cm = 1 m
- c = λ · f = 1 m · 4 Hz = 4 m/s
AchtungKnotenabstand als ganze Wellenlänge
Knotenabstand 30 cm: λ = 30 cm
Knotenabstand 30 cm: λ = 2 · 30 cm = 60 cm
Zwischen zwei Knoten liegt nur ein Bauch, also eine halbe Wellenlänge. Die Wellenlänge ist doppelt so groß.
ÜbenJetzt du
- ○13Auf einem Seil entsteht durch Reflexion eine stehende Welle. Benachbarte Knoten liegen 25 cm auseinander, der Erreger schwingt mit 10 Hz. Berechne c.So fängst du an:Von Knoten zu Knoten ist eine halbe Wellenlänge: λ = 2 · Knotenabstand
Lösung zeigen
- Von Knoten zu Knoten ist eine halbe Wellenlänge: λ = 2 · Knotenabstand
- λ = 2 · 25 cm = 50 cm = 0,5 m
- c = λ · f = 0,5 m · 10 Hz = 5 m/s
Ergebnis:5 m/s - ●14Auf einem Seil entsteht durch Reflexion eine stehende Welle. Benachbarte Knoten liegen 25 cm auseinander, der Erreger schwingt mit 4 Hz. Berechne c.
Lösung zeigen
- Von Knoten zu Knoten ist eine halbe Wellenlänge: λ = 2 · Knotenabstand
- λ = 2 · 25 cm = 50 cm = 0,5 m
- c = λ · f = 0,5 m · 4 Hz = 2 m/s
Ergebnis:2 m/s - ★15In einem Mikrowellengerät ohne Drehteller schmilzt Schokolade an Stellen, die 5,8 cm auseinanderliegen. Das Gerät arbeitet mit f = 2,45 GHz. Berechne c.
Lösung zeigen
- Die geschmolzenen Stellen sind Bäuche der stehenden Welle: Abstand λ : 2
- λ = 2 · 5,8 cm = 11,6 cm = 0,116 m
- c = λ · f = 0,116 m · 2.450.000.000 Hz = 284.000 km/s
Ergebnis:284.000 km/s
6Ich kann elektromagnetische Wellen beschreiben und die Polarisation als Merkmal von Querwellen deuten.
MerkenElektromagnetische Wellen und Polarisation
Im Vakuum laufen elektromagnetische Wellen mit c = 300.000 km/s als Querwellen.
Deshalb lassen sie sich polarisieren. Längswellen wie der Schall in Luft lassen sich nicht polarisieren.
BeispielLaufzeit elektromagnetischer Wellen
Schritt für Schritt
- Elektromagnetische Wellen laufen mit Lichtgeschwindigkeit: t = s : c
- Weg und Geschwindigkeit beide in km, die Zeit kommt in s heraus
- t = 150.000.000 km : 300.000 km/s = 500 s
- Elektromagnetische Wellen laufen mit Lichtgeschwindigkeit: t = s : c
- Weg und Geschwindigkeit beide in km, die Zeit kommt in s heraus
- t = 150.000.000 km : 300.000 km/s = 500 s
AchtungBeim Echo den Rückweg vergessen
Echo nach 2 s: s = 340 m/s · 2 s = 680 m
hin und zurück 680 m → bis zur Wand 680 m : 2 = 340 m
Das Echo läuft zur Wand und wieder zurück. Die Entfernung ist nur die Hälfte des ganzen Wegs.
ÜbenJetzt du
- ○16Ein Funksignal läuft zu einem Satelliten in 36.000 km Höhe, die Strecke ist 36.000 km. Berechne die Laufzeit mit c = 300.000 km/s.So fängst du an:Elektromagnetische Wellen laufen mit Lichtgeschwindigkeit: t = s : c
Lösung zeigen
- Elektromagnetische Wellen laufen mit Lichtgeschwindigkeit: t = s : c
- Weg und Geschwindigkeit beide in km, die Zeit kommt in s heraus
- t = 36.000 km : 300.000 km/s = 0,12 s
Ergebnis:0,12 s - ●17Ein Funksignal läuft zum Mond, die Strecke ist 384.000 km. Berechne die Laufzeit mit c = 300.000 km/s.
Lösung zeigen
- Elektromagnetische Wellen laufen mit Lichtgeschwindigkeit: t = s : c
- Weg und Geschwindigkeit beide in km, die Zeit kommt in s heraus
- t = 384.000 km : 300.000 km/s = 1,28 s
Ergebnis:1,28 s - ★18Ein Schiffsradar empfängt das Echo eines Pulses 50 µs nach dem Senden. Berechne die Entfernung des Ziels. Die Pulse laufen mit Lichtgeschwindigkeit.
Lösung zeigen
- Der Puls läuft hin und zurück: s = c · t : 2
- c = 300.000 km/s, t = 0,00005 s
- s = 300.000 km/s · 0,00005 s : 2 = 7,5 km
Ergebnis:7,5 km
7Ich kann Beugung am Einfachspalt und Röntgenbeugung mit der Braggschen Gleichung berechnen.
MerkenEinfachspalt und Bragg
Am Einfachspalt liegen die Minima dort, wo sin α_k = k · λ : b gilt.
Röntgenstrahlung wird an den Netzebenen eines Kristalls verstärkt reflektiert, wenn 2 · d · sin θ = n · λ gilt.
BeispielBeugung am Einfachspalt
Schritt für Schritt
- Einfachspalt, Minima: sin α_k = k · λ : b, hier k = 1
- sin α₁ = 650 nm : 10.000 nm = 0,065
- α₁ = arcsin(0,065) = 3,73°
- Einfachspalt, Minima: sin α_k = k · λ : b, hier k = 1
- sin α₁ = 650 nm : 10.000 nm = 0,065
- α₁ = arcsin(0,065) = 3,73°
AchtungAuslöschung bei einer ganzen Wellenlänge
λ = 40 cm, Auslöschung bei Δs = 40 cm
λ = 40 cm, Auslöschung bei Δs = λ : 2 = 20 cm
Zeichne zwei Wellen, um eine halbe Wellenlänge verschoben. Dort trifft Berg auf Tal.
ÜbenJetzt du
- ○19Licht mit λ = 633 nm fällt auf einen Einfachspalt der Breite b = 2 µm. Berechne den Winkel, unter dem das erste Minimum liegt.So fängst du an:Einfachspalt, Minima: sin α_k = k · λ : b, hier k = 1
Lösung zeigen
- Einfachspalt, Minima: sin α_k = k · λ : b, hier k = 1
- sin α₁ = 633 nm : 2000 nm = 0,317
- α₁ = arcsin(0,317) = 18,5°
Ergebnis:18,5 ° - ●20Licht mit λ = 650 nm fällt auf einen Einfachspalt der Breite b = 3 µm. Berechne den Winkel, unter dem das erste Minimum liegt.
Lösung zeigen
- Einfachspalt, Minima: sin α_k = k · λ : b, hier k = 1
- sin α₁ = 650 nm : 3000 nm = 0,217
- α₁ = arcsin(0,217) = 12,5°
Ergebnis:12,5 ° - ★21Ein roter Laser (650 nm) beleuchtet einen Einfachspalt der Breite 50 µm. Der Schirm steht 1,5 m entfernt. Berechne die Breite des hellen Hauptmaximums.
Lösung zeigen
- Das Hauptmaximum reicht vom 1. Minimum links bis zum 1. rechts: sin α₁ = λ : b
- sin α₁ = 650 nm : 50.000 nm = 0,013, α₁ = 0,745°
- Breite = 2 · e · tan α₁ = 2 · 1,5 m · 0,013 = 3,9 cm
Ergebnis:3,9 cm
8Ich kann harmonische Wellen mit Funktionsgleichungen beschreiben und die Dipollänge bestimmen.
MerkenWellengleichung und Dipol
Zur festen Zeit gilt y(x) = y₀ · sin(2π · x : λ), am festen Ort y(t) = y₀ · sin(ω · t).
Ein Hertzscher Dipol schwingt in der Grundschwingung mit der Länge l = λ : 2.
BeispielFunktionsgleichung einer Welle
Schritt für Schritt
- y(x) = y₀ · sin(2π · x : λ), der Rechner im Bogenmaß
- 2π · 17,5 cm : 50 cm = 2,2
- y = 8 cm · sin(2,2) = 6,47 cm
- y(x) = y₀ · sin(2π · x : λ), der Rechner im Bogenmaß
- 2π · 17,5 cm : 50 cm = 2,2
- y = 8 cm · sin(2,2) = 6,47 cm
AchtungTaschenrechner im Gradmaß
sin(0,628) im Gradmaß = 0,011
sin(0,628) im Bogenmaß = 0,588
ω · t ist ein Winkel im Bogenmaß. Stell den Rechner auf Bogenmaß, sonst rechnet er mit Grad.
ÜbenJetzt du
- ○22Momentaufnahme einer Welle: y(x) = y₀ · sin(2π · x : λ) mit y₀ = 2 cm, λ = 25 cm. Berechne die Auslenkung bei x = 1,3 cm.So fängst du an:y(x) = y₀ · sin(2π · x : λ), der Rechner im Bogenmaß
Lösung zeigen
- y(x) = y₀ · sin(2π · x : λ), der Rechner im Bogenmaß
- 2π · 1,3 cm : 25 cm = 0,327
- y = 2 cm · sin(0,327) = 0,642 cm
Ergebnis:0,642 cm - ●23Momentaufnahme einer Welle: y(x) = y₀ · sin(2π · x : λ) mit y₀ = 3 cm, λ = 30 cm. Berechne die Auslenkung bei x = 9 cm.
Lösung zeigen
- y(x) = y₀ · sin(2π · x : λ), der Rechner im Bogenmaß
- 2π · 9 cm : 30 cm = 1,88
- y = 3 cm · sin(1,88) = 2,85 cm
Ergebnis:2,85 cm - ★24Momentaufnahme einer Welle: y(x) = y₀ · sin(2π · x : λ) mit y₀ = 2 cm, λ = 30 cm. Wo ist erstmals für x > 0 y = 1,5 cm?
Lösung zeigen
- sin(2π · x : λ) = y : y₀, also 2π · x : λ = arcsin(y : y₀), Bogenmaß
- arcsin(1,5 : 2) = 0,848
- x = 0,848 · 30 cm : 2π = 4,05 cm
Ergebnis:4,05 cm
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●25Eine Seilwelle breitet sich mit c = 4 m/s aus, die Frequenz ist f = 8 Hz. Berechne die Wellenlänge.
Lösung zeigen
- c = λ · f, umgestellt λ = c : f
- Mit den Zahlen: 4 : 8 = 0,5
- λ = 4 m/s : 8 Hz = 0,5 m
Ergebnis:0,5 m - ●26Auf einem Gummiseil laufen Pulse mit 2 m/s. Jetzt wird es doppelt so kräftig angeschlagen, die Amplitude verdoppelt sich. Wie schnell läuft der neue Puls?
Lösung zeigen
- c hängt nur vom Träger ab.
- Das Seil und seine Spannung bleiben gleich.
- Also bleibt c = 2 m/s, nur der Ausschlag ist größer.
Ergebnis:Gleich schnell, 2 m/s: Die Geschwindigkeit hängt vom Träger ab, nicht von der Amplitude. - ●27In einer Wellenwanne schwingen zwei Erreger gleichphasig mit f = 5 Hz, die Wellen laufen mit c = 36 cm/s. Berechne den kleinsten Gangunterschied für Auslöschung.
Lösung zeigen
- Auslöschung, wenn Berg auf Tal trifft: Δs = λ : 2
- λ = c : f = 36 cm/s : 5 Hz = 7,2 cm
- Δs = 7,2 cm : 2 = 3,6 cm
Ergebnis:3,6 cm - ●28In einer Wellenwanne schwingen zwei Erreger gleichphasig, λ = 4 cm. Punkt P ist 36 cm vom einen und 42 cm vom anderen entfernt. Was beobachtet man in P?
Lösung zeigen
- Der Gangunterschied entscheidet: ganze Vielfache von λ verstärken, halbe löschen aus.
- Δs = 42 cm − 36 cm = 6 cm
- 6 cm : 4 cm = 1,5, also Auslöschung
Ergebnis:Auslöschung: Δs = 6 cm = 1,5 · λ, Berg trifft auf Tal. - ●29Ein violetter Laser (405 nm) beleuchtet einen Doppelspalt mit b = 0,2 mm, Schirmabstand e = 2 m. Berechne den Abstand a des 1. Maximums von der Mitte.
Lösung zeigen
- Für kleine Winkel gilt sin α ≈ tan α, also a = k · λ · e : b
- λ = 4,05 · 10⁻⁷ m, b = 0,0002 m
- a = 1 · 4,05 · 10⁻⁷ m · 2 m : 0,0002 m = 4,05 mm
Ergebnis:4,05 mm - ●30Licht mit λ = 633 nm fällt senkrecht auf ein Gitter mit 200 Linien je mm. Berechne den Winkel, unter dem das Maximum 1. Ordnung erscheint.
Lösung zeigen
- Gitterkonstante g = 1 mm : 200 = 5 µm
- sin α = λ : g = 633 nm : 5000 nm = 0,127
- α = arcsin(0,127) = 7,27°
Ergebnis:7,27 °
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Wellen beschreiben
- Eine Welle gibt eine Schwingung weiter und transportiert Energie, keine Materie.
- Interferenz und Gangunterschied
- Zwei gleichphasige Wellen verstärken sich bei Δs = k · λ, Berg trifft Berg.
- Doppelspalt und Gitter
- Maxima liegen bei sin α_k = k · λ : b, beim Gitter mit g statt b im Nenner.
- Wellenlänge messen und Spektrum
- Abstand und Winkel der Maxima liefern die Wellenlänge, genauer über mehrere Abstände.
- Stehende Wellen
- Welle und Reflexion bilden eine stehende Welle mit festen Knoten und Bäuchen.
- Elektromagnetische Wellen und Polarisation
- Im Vakuum laufen elektromagnetische Wellen mit c = 300.000 km/s als Querwellen.
- Einfachspalt und Bragg
- Am Einfachspalt liegen die Minima dort, wo sin α_k = k · λ : b gilt.
- Wellengleichung und Dipol
- Zur festen Zeit gilt y(x) = y₀ · sin(2π · x : λ), am festen Ort y(t) = y₀ · sin(ω · t).
AchtungWelle transportiert Materie
Boje auf Wellen mit c = 2 m/s: treibt in 10 s 20 m zum Ufer
Boje auf Wellen mit c = 2 m/s: schwingt auf und ab → bleibt am Ort, nur die Energie wandert 20 m
Eine Welle transportiert Energie, keine Materie. Jedes Teilchen schwingt nur um seinen Platz.
AchtungAmplitude oder Frequenz bestimmt die Geschwindigkeit
Amplitude verdoppelt: c = 2 · 3 m/s = 6 m/s
Amplitude verdoppelt: c = 3 m/s, die Geschwindigkeit hängt vom Seil ab
Die Ausbreitungsgeschwindigkeit hängt vom Träger ab. Ein kräftigerer Puls oder eine höhere Frequenz ändern sie nicht.
Achtungsin α ≈ tan α bei großen Winkeln
a = 40 cm, e = 50 cm: sin α ≈ 40 : 50 = 0,8
a = 40 cm, e = 50 cm: tan α = 0,8 → α = 38,7°, sin α = 0,625
sin α ≈ tan α gilt nur für kleine Winkel. Bei großen Winkeln, wie am Gitter, rechnet man erst α aus tan α = a : e, dann sin α.
AchtungGitter wie Prisma
Gitter: Violett wird am stärksten abgelenkt, wie beim Prisma
Gitter: sin α = λ : g → Rot mit 700 nm am stärksten, Violett mit 400 nm am wenigsten
Am Gitter gilt sin α = k · λ : g: Rot hat die größte Wellenlänge und wird am stärksten abgelenkt. Beim Prisma ist es umgekehrt.
AchtungJede Welle lässt sich polarisieren
Schall in Luft lässt sich wie Licht polarisieren.
Schall in Luft ist eine Längswelle → keine Polarisation; Licht ist eine Querwelle → polarisierbar
Polarisieren heißt, eine Schwingungsrichtung quer zur Ausbreitung auszuwählen. Das geht nur bei Querwellen.
AchtungStrahlenoptik am Doppelspalt
Doppelspalt: hinter dem Steg ist Schatten
Doppelspalt: hinter dem Steg ist Δs = 0 → hellstes Maximum
Hinter einem Doppelspalt überlagern sich die Wellen aus beiden Spalten. Genau hinter dem Steg sind beide Wege gleich lang: Dort ist es am hellsten.
AchtungFrequenz statt Kreisfrequenz
f = 50 Hz: U₀ = N · B · A · 50 1/s
f = 50 Hz: ω = 2π · 50 Hz = 314 1/s → U₀ = N · B · A · 314 1/s
In den Formeln für Schwingungen steht die Kreisfrequenz ω = 2π · f, nicht die Frequenz f.
AchtungVerhältnis umgekehrt angesetzt
N₁ = 1000, N₂ = 50, U₁ = 230 V: U₂ = 230 V · 1000 : 50
U₂ = 230 V · 50 : 1000 = 11,5 V
Prüf die Richtung: Mehr Windungen heißt mehr Spannung, mehr Strom heißt mehr Feld. Schätz zuerst, ob das Ergebnis größer oder kleiner wird.
AchtungHalbe Schwingung als ganze genommen
Berg bis Tal = 20 cm, also λ = 20 cm
Berg bis Tal ist eine halbe Welle: λ = 2 · 20 cm = 40 cm
Eine ganze Schwingung geht einmal hoch und einmal runter, bis alles wieder von vorn beginnt. Die Wellenlänge reicht von Berg zu Berg.
AchtungEinheiten nicht angeglichen
p = 200 N : 50 cm² = 4 Pa
50 cm² = 0,005 m², p = 200 N : 0,005 m² = 40 000 Pa
Die Angaben passen noch nicht zusammen. Rechne zuerst in die Einheiten der Formel um, dann setz ein.
AchtungEinheit vergessen
ρ = 54 : 20 = 2,7
ρ = 54 g : 20 cm³ = 2,7 g/cm³
Deine Zahl stimmt – aber eine Größe ist Zahl und Einheit. Schreib die Einheit dazu.
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich kann Wellen mit c = λ · f beschreiben und den Transport von Energie statt Materie begründen.
31Eine Wasserwelle im Becken breitet sich mit c = 0,3 m/s aus, die Frequenz ist f = 3 Hz. Berechne die Wellenlänge.Lösung zeigen
Ergebnis:0,1 mIch kann Interferenz zweier Wellen mit dem Gangunterschied erklären.
32In einer Wellenwanne schwingen zwei Erreger gleichphasig mit f = 12 Hz, die Wellen laufen mit c = 20 cm/s. Berechne den kleinsten Gangunterschied für Auslöschung.Lösung zeigen
Ergebnis:0,833 cmIch kann die Lage der Maxima am Doppelspalt und am Gitter berechnen.
33Ein grüner Laser (532 nm) beleuchtet einen Doppelspalt mit b = 0,1 mm, Schirmabstand e = 2 m. Berechne den Abstand a des 1. Maximums von der Mitte.Lösung zeigen
Ergebnis:10,6 mmIch kann die Wellenlänge von Licht aus Interferenzmessungen bestimmen und das Spektrum deuten.
34Ein Gitter mit 800 Linien je mm steht 120 cm vor dem Schirm. Das Maximum 1. Ordnung liegt 70,5 cm neben der Mitte. Bestimme die Wellenlänge.Lösung zeigen
Ergebnis:633 nmIch kann stehende Wellen erklären und zur Bestimmung von Wellenlängen nutzen.
35Auf einem Seil laufen Wellen mit c = 6 m/s. In der stehenden Welle liegen ein Knoten und der übernächste Knoten 2 m auseinander. Berechne die Frequenz.Lösung zeigen
Ergebnis:3 HzIch kann elektromagnetische Wellen beschreiben und die Polarisation als Merkmal von Querwellen deuten.
36Ein Funksignal läuft zur Raumstation in 400 km Höhe, die Strecke ist 400 km. Berechne die Laufzeit mit c = 300.000 km/s.Lösung zeigen
Ergebnis:0,00133 sIch kann Beugung am Einfachspalt und Röntgenbeugung mit der Braggschen Gleichung berechnen.
37Licht mit λ = 405 nm fällt auf einen Einfachspalt der Breite b = 20 µm. Berechne den Winkel, unter dem das erste Minimum liegt.Lösung zeigen
Ergebnis:1,16 °Ich kann harmonische Wellen mit Funktionsgleichungen beschreiben und die Dipollänge bestimmen.
38Momentaufnahme einer Welle: y(x) = y₀ · sin(2π · x : λ) mit y₀ = 3 cm, λ = 25 cm. Berechne die Auslenkung bei x = 2,5 cm.Lösung zeigen
Ergebnis:1,76 cm
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Wörter
- Funktion
- eine Regel, die aus einer Zahl eine andere macht
- Gleichung
- zwei Rechnungen, die gleich viel wert sind
- Nenner
- die Zahl unten – in wie viele Teile geteilt wurde
Wie es zusammenhängt
Das brauchst du vorher: Trigonometrie
Lösungen
- 0,06 m
- 0,1 m
- 2 cm
- 3 cm
- 42,5 cm
- 680 Hz
- 4,5 mm
- 10,4 mm
- 533 nm
- 633 nm
- 632 nm
- 650 nm
- 5 m/s
- 2 m/s
- 284.000 km/s
- 0,12 s
- 1,28 s
- 7,5 km
- 18,5 °
- 12,5 °
- 3,9 cm
- 0,642 cm
- 2,85 cm
- 4,05 cm
- 0,5 m
- Gleich schnell, 2 m/s: Die Geschwindigkeit hängt vom Träger ab, nicht von der Amplitude.
- 3,6 cm
- Auslöschung: Δs = 6 cm = 1,5 · λ, Berg trifft auf Tal.
- 4,05 mm
- 7,27 °
- 0,1 m
- 0,833 cm
- 10,6 mm
- 633 nm
- 3 Hz
- 0,00133 s
- 1,16 °
- 1,76 cm